Karl hat geschrieben:Hi Leute, soweit ich mich erinnern kann ist Kauritleim eher was für flächige Verleimungen, v.a. beim Furnieren; bei kleinen Klebeflächen ist er glaub ich nicht zu gebrauchen. Wie es mit der Temperaturbeständigkeit ausschaut weiß ich nicht, wäre aber mal interessant zu erfahren. Früher war da Formaldehyd drin, heute hoffentlich nicht mehr. Gruß Karl
Hi Karl,
Du kansst Kauritleim auch für ganz kleine Flächen verwenden, auch für eine Beleimungsgrösse der Spleisse, aber ob es der richtige Leim ist, kann ich nicht beurteilen, denn er ist spröde, was ja Alez mit Weissleim ausgleicht, da dies dann elastisch und spannungsfrei bleiben soll, habs noch nicht probiert.
Kauritleim wird zur Spanplattenherstellung, Flächenverleimung (Furnieren), Sperrholz, Formsperrholz (Stuhllehnen) Holzleimbau ( Holzträger) usw. verwendet.
Leider gibt es noch kein Formaldehydfreien, aber ganz Formaldehydarmen Leim, kleiner <0,05 ppm m3, ausser Weissleim der auf Dispersionsbasis aufgebaut ist.
Kauritleim zur Spanplattenherstellung wird mit ca. 200°C verpresst.
Kauresinleim 440 kannst Du zum Beispiel einige Stunden im Wasserbad bei 100 °C kochen und er hält, hat eine rot Fuge, und ist Wasserfest, wird mit Härter kalt verleimt.
Zur Überfurnierung werden einige Kauritleime mit ca. 120°C verpresst.
Holzträger werden meistens kalt verleimt.
Welche Temp. Weissleim verträgt kann ich leider nicht sagen.
Ich hoffe ein kleinwenig geholfen zu haben.
PS. Selbst in einem Baum ist in geringen Mengen Formaldehyd vorhanden, sowie beim Rauchen einer Zigarette oder Zigarre entsteht Formaldehyd.
Beste Grüsse
Wilfried