Geschichten: Die unglaublichsten Erlebnisse...

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Michael.
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Geschichten: Die unglaublichsten Erlebnisse...

Ungelesener Beitrag von Michael. »

Hallo!

Als wir heute beim Fliegenbindetag bei Fisch im Netz in Arnstadt so lustig und gesellig zusammen saßen und standen und so manche unglaubliche bis haarsträubende Fischer-Story die Runde machte, kam mir der Gedanke, diesen Thread zu eröffnen, um diese "wahren" Geschichten für die Nachwelt zu konservieren...

Etwas in dieser Art (und erheblich schlimmer) meine ich:

"...wir kamen an einen kleinen Waldfluß im Thüringer Wald. Neugierig wie (nicht nur) Fliegenfischer eben sind, schauten wir von der Brücke. Etwas oberhalb lag in der Mitte des Flusses ein großer, flacher Felsbrocken, der einige Zentimeter über die Wasseroberfläche hinausragte. Der mich begleitende Kollege war ein Fliegenfischer-Neuling, den ich in den nächsten Tagen in unsere Passion einführen wollte. Ausschlaggebend für die nachfolgenden Ereignisse war ausschließlich die Tatsache, dass direkt oberhalb des beschriebenen Felsbrocken ein schöner Fisch stieg - und zwar schön regelmäßig. Ich wollte dem Kollegen wirklich nur 'mal schnell zeigen, wie man einen sauberen Wurf macht und einen solchen Fisch schön fachgerecht fängt... Angelschein? Nein, den hatten wir nicht - nur ein Wurf...
Wir pirschten uns also in Wurfposition...
der Wurf kam sauber und...
der Fisch nahm beim ersten mal...
Kurz nach dem Anbiß sprang eine prächtige Forelle meterhoch aus dem Wasser und...
klatschte voll auf den Felsbrocken...
brach sich das Genick und war sofort mausetot..."

Die Story geht noch weiter, aber ich höre an dieser Stelle auf.

Oder so etwas hier:

"Seit Stunden stehe ich in der frühjahrskalten Ostsee und peitsche die Fliege hinaus, was das Zeug hält...
Plötzlich...
ein Klopfen an meinen Watschuhen...
häää.... :confused:
das sind ja Flundern...
und was machen die ?
Sie beißen auf meine Nieten an den Watschuhen..."

So, und jetzt legt mal los, dass sich die Balken biegen!

Gruß
Michael
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

Nun ziert Euch doch nicht so!

Mi.
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Michael St.
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Ungelesener Beitrag von Michael St. »

Hi Michael,

mir fällt spontan leider keine außergewöhnliche Geschichte ein.
Kann aber von einem guten Freund berichten dem folgendes passierte:

Bei seinem Letzen Mörrum-Trip passierte Michael R. aus Bocholt folgedes:

Nachtfischen, beim Einstrippen der Leine, kein Fisch biss, dann aber ein leichtes Zucken in der Rute. Bestimmt kein Fisch. Was mag das wohl sein? Die Schnur war aus dem Wasser, er konnte aber nichts erkennen und ging schließlich an Land um mit der Lampe nachzusehen.
Am Land angekommen, das Licht eingeschaltet, sah er folgendes:
Eine kleine Fledermaus blieb wohl beim Auswurf an seiner Tube hängen und ging danach erstmal ein Bad nehmen.
An Land hielt er dem kleinen Tierchen seinen Watstock hin, (Zitat: "Anfassen wollte ich sie nicht unbedingt.") an dem es sich auch festklammerte. Anschließend wurde das Tierchen an einen Zaun zur Genesung gehängt.

Nach dem Fischen, mein Kumpel schaute nochmals nach was aus dem kleinen Kerlchen wohl geworden ist, war es verschwunden. Anscheinend konnte sie sich wieder fangen und ist schließlich weggeflogen.

So ähnlich muss es sich zugetragen haben.
Stand auch in einem Leserbrief einer Zeitschrift. Vielleicht ganz nett für Leute die das nicht gelesen haben.

Aber da kann man mal sehen, dass in unserer (Fliegenfischer-)Welt doch alles passieren kann!

Gruß
Michael
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

... dat sach ick dir - Sachen jibt det.

Manche Leute haben kein Durchhaltevermögen. Der Sepp hier rechts auf dem Foto war nach nur 2 Stunden Äschenfischen an unserer herrlichen Ilm sooooo fertig mit sich und der Welt, das er sich mal eben ein bissel hinlegen musste ... mit der fehlenden Lehne hat er zunächst nicht gerechnet - aber da wars schon zu spät...

Bild

Gruß
Michael
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo Michael,

ich habe auch eine schöne Geschichte.

Im Hintertaunus gibt es einen Forellensee. Der Betreiber hält sich dort etwa 15 Schafe, um die Wiese kurz zu halten. Vor etwa 2 Jahren blieb ich beim Rückschwung irgendwo hängen, ich dachte mir nichts dabei. Als ich mich umdrehte um den Hänger aus dem Gestüpp etc. zu lösen, traute ich meinen Augen kaum. 15 m weiter stand ein Schaf das mich genauso verdutzt anschaute wie ich es. Meine Fliege hing sauber in seiner dicken Wolle. Ich erhöhte den Druck um vielleicht dadurch die Fliege zu lösen, dass gefiel dem blödem Hammel überhaupt nicht, ein Drill auf Biegen und Brechen begann. Bei der ersten Flucht, da ich nicht genug Backing drauf hatte, verlor ich das Schaf durch Schnurbruch am Vorfach. Ich hatte mit solch großen Kameraden am Forellensee leider nicht gerechnet. :D

Vor etwa einem halben Jahr geschah einem Fliegenfischer das Gleiche. Er war jedoch der Auffassung, dass man die Rute einfach hinlegen könnte, zum Schaf gehen könnte und dieses einfach stehen bleiben würde um sich die Fliege entfernen zu lassen. Dem war natürlich nicht so und so rannte ein Schaf mit einer Rute im Schlepptau und ein Fliegenfischer hinterher über die Wiese . ;)

Gruß Matthias
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Kurt Zumbrunn
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Ungelesener Beitrag von Kurt Zumbrunn »

Hallo Michael
Ich weiss von einem Spinnfischer, welcher in einem Kanal gefischt hat. An diesem Kanal befinden sich vereinzelt Sträucher und die Topstellen befinden sich natürlich unter diesen Sträuchern. Unser Spinnfischer wusste dies auch und warf seinen Spinner von oben unter diese Sträucher. Nach kurzem Einstrippen erfolgte ein guter Biss. Zuerst erfolgte eine Flucht stromabwärts, bis der Fischer den Druck erhöhte und sich der vermeintliche Fisch in die Lüfte erhob. Nunja seit diesem Tag hat der Fischer den Uebernamen Drachenflieger und leider gibt es eine Stockente weniger im Kanal.
Gruss
Kurt
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Trockenfliegen- und Bambuspurist
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo,

ich habe noch eine schöne Geschichte parat, die sich diesen Sommer zugetragen hat.

Ich war mit einem Freund beim Äschenfischen an der Lahn unterwegs. Wir wollten in Richtung Lahn-Ohm-Mündung einen brachen Seitenkanal durchwaten. Da dieser jedoch zu schlammig und wahrscheinlich zu tief war, entschieden wir uns über eine Kiesbank durch die Lahn zu waten. Das Wasser war sehr tief und es ging fast bis zur Brust.

50 m oberhalb von uns, entdeckten wir einen Schwan. Als dieser uns ebenfalls entdeckte, blusterte er sein Gefieder auf, stellte die Flügel hoch und senkte den Kopf. 10 Sekunden später war er schon bei uns. Dieses Fauchen werde ich nie vergessen!!!

Man muss sich mal vorstellen, man ist selber gerade mal 50 cm hoch und das Biest fast einen Meter! Irgendwie hat er es besonders auf meinen Freund abgesehen, ich schaffte es relativ nass ans rettende Ufer nur mein Freund stand noch mitten in der Lahn und wurde ständig attakiert. Mein Freund schlug mit der Fliegenrute nach ihm, doch das interessierte den gereitzen Schwan nicht viel. Erst als ich anfing mit Knüppeln und Steinen nach ihm zu werfen, sah er von ihm ab. Mein Freund wurde einige Male schön in den Oberarm gebissen.

Wenn ich an der Lahn bin, mache ich seit diesem Erlebnis einen großen Bogen um den Schwan.

Gruß Matthias

PS: Der Mario müsste ihn auch kennen.
Marc/Ruhrpott

Ungelesener Beitrag von Marc/Ruhrpott »

Ich habe mal einen Freund von mir während des fischens angerufen und bekam eine lustige Geschichte zu hören und so fing sie an .
Beim aufbauen seiner Rute brach ihm sein Spitzenteil von ca 10cm länge ab und er dachte sich was solls ich bin hier um zu fischen also das abgebrochene Stück ins Auto und los gehts .
Als er unten am Wasser ankam das nächste unglück er rutschte auf einen glatten Stein aus und kloppte sich richtig das Schienenbein ein AUA .
So langsam steigte seine Wut .
Als er nach 2Std noch nicht mal ein Fisch hatte dachte er sich was für ein Sch... Tag aber es sollte noch schlimmer kommen .
Er kam nicht mehr aus dem Wasser und dachte sich bevor ich hier absauf schnell raus und klar was passiert er nimmt ein vollbad rennt hinaus durch den Busch hört nur wie es 2mal knack macht das war dann noch mal die Rute .
also das nenne ich ein besch... Tag .
Hoffe mir passiert so was nie .

MFG Marc:D
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Ich war mit einem Guide (das Wort Ghillie mag ich nicht) auf einem irischen See im Boot unterwegs. Als wir eine Bucht befischten, merkten wir, daß wir nicht die einzigen Fischer waren. Ein Kormoran war ebenfalls zugegen. Weder wollte er sich durch unsere Anwesenheit vergraulen lassen, noch wollten wir die Bucht verlassen. Also fischten er und wir ebenfalls in der relativ kleinen Bucht. Es kam wie es kommen mußte, plötzlich hatte ich einen vehementen "Biß". Der Kormoran hatte eine meiner Fliegen mit dem Fuß erwischt. Nun kam der aufregenste Drill, den ich bislang erlebt hatte. Zum einen ging es darum, den Vogel am Auffliegen zu hindern, zum anderen wollte ich auch nicht, daß er tauchte. Meine 11'6" Greyflex #7 Rute zeigte ihr Bestes und ist seitdem meine Lieblingsrute an grossen Gewässern. Es gelang mir, den Vogel langsam bis auf etwa 2 m zum Boot zu ziehen. Doch wie die Fliege aus dem Fuß bekommen, zumal der spitze, scharfe Schnabel aus der Nähe betrachtet ziemlich gefährlich aussah?
Ich lockerte die Leine und dem Guide gelang es, die Fliege aus dem Fuß zu "schlackern".
Der Vogel entfernte sich sofort und sowohl er als auch wir waren um eine Erfahrung reicher.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Michael.
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

So langsam kommt doch noch Leben in den Thread - das gefällt mir :D

Mir kam letztens noch die folgende Story zu Gehör:

"Tatort: Irgendwo im Urlaub in Mitteleuropa... Ein schönes Hotel, prima Landschaft und ein schöner Forellenfluß, auf rund 2 Kilometern fliegenbefischbar für die Hotelgäste.

Am ersten Fischtag fischte ich die Strecke schön genüßlich durch, fing den einen oder anderen netten Fisch und kam schließlich an einen tiefen Kolk. Dort griff sich etwas Riesiges meine Nymphe und zerfetzte im selben Atemzug mein 16er Vorfach... Meine Fresse, der hatte bestimmt einen Meter...
Na warte, dachte ich, ich hab ja noch fast eine Woche....

Nächster Tag: Vorsorglich 25er Vorfach aufgezwirnt und wieder an meinen Kolk gepirscht.
Rummsss... die dicke Forelle kam beim ersten Wurf und zerfetzte glatt mein 25er Vorfach - so schnell konnte ich gar nicht gucken...

Niedergeschlagen fischte ich 2 Tage nicht mehr an der Stelle. Aber am vorletzten Urlaubstag - da musste ich es einfach noch einmal wissen !!!

Bestückt mit einem heftigen 45er Vorfach und 6er Streamer auf einem extra starken Haken hatte ich mich an den Kolk gepirscht und brachte einen zitternden Wurf aus.

RUMMMMMMSSSSS.... Da war sie wieder, die Dicke. In den nächsten Minuten gab es ein heftiges Ringen an beiden Leinen-Enden. Der Brocken war einfach nicht zu halten. Schließlich zog die Forelle mit aller Gewalt in Richtung eines halb versunkenen großen Busches auf der gegenüberliegenden Uferseite.
Ich konnte das nicht zulassen - sollte der Fisch sein Ziel erreichen, würde ich ihn mit Sicherheit verlieren. Ich vertraute dem starken Vorfach und hielt mit voller Kraft dagegen.
Da gefiel dem Fisch gar nicht - er antwortete mit einem 2 Meter hohen Spung aus dem Waser und landete...

MITTEN IM BUSCH...

wo er sich sauber aufhängte.

Ich ging hinüber, erntete meine Forelle und trollte mich zufrieden ins Hotel, wo es heute Abend ein Festmahl gab :D "
--------
Meter_Peter

Auch von mir eine Geschichte

Ungelesener Beitrag von Meter_Peter »

Hi Leute,

die Geschichte, die ich zu erzählen habe, ist schon viele Jahre her, aber lest einfach.

Irgendwann in den 80ern war ich wieder mal nächtens unterwegs mit Rüdiger, meinem besten Freund. Wir saßen am Bocholter Aasee und fischten mit Kartoffeln auf Karpfen. ( Ja, das hat man damals noch gemacht... *gg* )

Es war so gegen 1.00 Uhr nachts, als ich plötzlich einen tollen Biss hatte. An die Rute gestürzt, Rolle geschlossen und einen kräftigen Anhieb gesetzt.

Mist, verhauen, wollte ich gerade denken, aber ich kam nicht mehr dazu, denn im nächsten Moment krallte sich plötzlich irgend etwas haariges an mir fest, und zwar mitten im Gesicht. Ich habe die Rute sofort fallen lassen, geschrieen wie am Spieß und mit den Händen das unbekannte Wesen herunter gerissen!

Mein Kumpel hat sich durch meinen Schrei auch sehr erschrocken und kam gleich mit der Kopflampe herbeigerannt, um zu sehen, was da los war. Er funzelte mir ins Gesicht, an mir herunter und dann auf den Boden. Ich stand da mit schlotternden Knien und hatte immer noch nicht wirklich begriffen, was da los war.

Und dann fing Rüdiger an zu lachen, er konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen und wieherte fröhlich vor sich hin.

Auflösung des Ganzen:

Beim Anschlag hatte ich versehentlich mit meiner Rute eine Fledermaus getroffen, die durch die Wucht des Aufpralls herunter gefallen war. Dummerweise mir direkt ins Gesicht. Jetzt lag sie ( Wahrscheinlich noch verstörter als ich ) zitternd vor meinen Füßen und sah auch gar nicht mehr so groß und gefährlich aus, wie sie sich angefühlt hatte. :-)

Wie auch immer, das war der größte Schreck meines bisherigen Lebens und meine Kniee haben damals noch mindestens eine halbe Stunde gezittert.

Petri Heil wünscht euch allen

Peter
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Da fällt mir auch noch eine ein.
Vor ein paar Jahren wollte ich meine neue Gespließte ausprobieren. Es war Freitag abend, die Arbeitswoche war gut gelaufen und ich glitt langsam ins Wochenende hinüber. Am Tag zuvor und in der Nacht hatte es geregnet und der Fluß war angeschwollen und hatte die Farbe von Milchkaffee, klarte aber langsam auf. Durch die Eintrübung fand kein Schlupf statt, war aber auch egal, da es mir nicht ums Fangen ging. Ich wollte nur etwas werfen und sehen, wie sich die neue Rute werfen ließ. Ich band einen schwarzen Palmer an, der wie ein Korken auf der Oberfläche schwamm. Die neue warf sich total anders, als meine bisherigen Kohlefaserruten. Kein schnelles arbeiten, nur langsames Bewegen des Wurfarmes. Slow down. Ich wurde immer ruhiger und genoß den lauen Abend. Werfen im Rhythmus der Natur, Fliege aufsetzen, zusehen wie sie abtreibt, Leine menden, neuer Wurf und das Ganze von vorn, genießen und den Dingen ihren Lauf lassen, es ging ja nicht ums Fangen.
Doch plötzlich und unerwartet beim Blick auf das trübe Wasser, sah ich ein paar Meter vor mir im letzten Büchsenlicht die Flanke eines Fisches aufblitzen, der aller Wahrscheinlichkeit nach nymphte.
Vorbei mit der Beschaulichkeit, der alte Jagdtrieb war erwacht. Für einen Fliegenwechsel war es mittlerweile zu dunkel und keine Lampe dabei. Wie bekomme ich den Palmer auf Tiefe? Wenn er hier oben treibt, sieht der Fisch ihn nicht. In den Taschen meiner Weste gekramt, fand ich ein paar Spaltbleie. Eines davon 10 cm vor dem Palmer auf die Schnur geklemmt und mit einem Bogenwurf den Fisch, der direkt vor mir stand, angeworfen.
Schnur in Fließgeschwindigkeit eingestrippt – jetzt müsste die Fliege in Höhe des Fisches sein. Und in diesem Moment - Biß! Der Fisch hing am Haken. Nun konnte ich direkt die Gespließte im Drill einer guten Forelle erleben. Auch dieser gestaltete sich ganz anders als bei Kohlefaser. Die Rute federte die Fluchten in einer Weise ab, wie ich es noch nicht erlebt hatte. Nach dem Landen des Fisches war es bereits dunkel. So endete ein toller Tag mit neuen Erfahrungen und einem schönen Fisch, der gar nicht eingeplant war.
Das heißt, so ganz endete der Tag noch nicht.
In einiger Entfernung des Flusses führt ein Fuß/und Fahrradweg paralel am Fluß entlang. Ich wollte den schönen Tag noch etwas ausklingen lassen, setzte mich auf eine Bank neben dem Fahrradweg und stopfte meine Pfeife. Mittlerweile war es stockdunkel, als ich genussvoll an der Pfeife sog. Da sah ich einen Fahrradfahrer den Weg in meine Richtung entlangfahren. Normalerweise nichts Ungewöhnliches, aber etwas an ihm fiel mir auf. Kurz vor mir verlangsamte er seine Fahrt, fuhr langsam an mir vorbei und musterte mich eindringlich. Er fuhr etwa 10 m weiter, stoppte und wendete sein Rad. Das war schon sehr suspekt. Ich legte mir vorsichtshalber meinen Priest in greifbarer Nähe zurecht und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Er fuhr in entgegengesetzter Richtung langsam an mir vorbei, wobei er mich erneut musterte und nach ein paar Metern stoppte und sein Rad wieder wendete. Als er diesmal –nun zum 3. mal auf meiner Höhe war, stoppte er vor mir (meine Hand lag neben meinem Priest) und fragte mich, ob ich derjenige sei, der jetzt mit der Gabi X. zusammenleben würde? Innerlich musste ich lachen, sagte ihm aber, dass ich es leider nicht sei. Er meinte nur, dass der Neue von Gabi X. ebenfalls hier fischen würde und fuhr weiter. Wahrscheinlich war er derjenige, der früher mit Gabi X. zusammengelebt hatte.
Da hätte der Abend noch spannend werden können.
Interessante Tage beim Fischen wünscht
Harald
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Salty
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... gone ....
Zuletzt geändert von Salty am 27.07.2006, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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todde
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Ungelesener Beitrag von todde »

Hey, das ist ja genial! Da kommen alte Erinnerungen wieder hoch. Als Früh-Zwanziger lebte ich noch im Hamburger Speckgürtel und am Wochende war natürlich der Kiez angesagt. Problematisch war jedes Mal der Rückweg, wenn die Kohle für die erste U-Bahn nicht mehr reichte. Immer ein paar alte (oder aufgesammelte) Fahrscheine parat, damit die Kontrolletties erst einmal beschäftigt waren (ja, welcher ist es denn jetzt ???) Paradox auch das Erlebnis, in die richtige Bahn eingestiegen zu sein und kaum ein paar Minuten später am hellichten Tag immer noch (oder schon wieder ???) am Startbahnhof zu sitzen :D

Schöne Adventsgeschichte, Stefan :cool:

todde
Kole Feut un Nordenwind, givt een krusen Büddel un een lütten Pint.
Timo Pries
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Ungelesener Beitrag von Timo Pries »

Da fällt mir auch noch was ein vom Sommer!
Ich war zum Spinnfischen Zuhause an der Ostsee!
Ich ging Spät Abend´s zum Fischen nach Dazendorf.
Nach ca.3Stunden erfolglosen Angeln machte ich mich Fischender weise auf dem Rückweg zu meinen Auto.
Ich warf meinen Wobbler in die Dunkle Nacht hinein!
Aber diesmal war etwas anders!
Der Wobbler wollte nicht in die Ostsee eintauchen!
Er Flog immer weiter!
Ich dachte nur komisch und klappte den Rollenbügel um!
Dann riss es mir fast meine Rute aus der Hand.
Aber nicht in richtung Wasser sondern in den Himmel.
Es folgte der Drill meines Lebens!
Ich wußt bis jetzt immer noch nicht was ich da an der Angel hatte ,bis ich im schein meiner Kopflampe erst einen Schatten und dann einen Graureiher ausmachen konnte!
Ich drillte das arme Tier vorsichtig an den Strand und befreite ihn von der Angelschnur.
Zum Glück hatte sich nicht der Drilling von meinen Wobbler in ihn Gebohrt!
Ich setzte ihn am Strand ab!
Weggeflogen wahr er nicht ,er hatte keine Kraft mehr dazu!

MFG Timo
RFFS,M.I.W.
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