Nymphenfischen - Fliegenfischen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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emka
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Ungelesener Beitrag von emka »

Original geschrieben von Maggov



Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass die ultimative Definition eines Fliegenfischers um einen Aspekt erweitert werden muss - Sportsgeist ggü. der Kreatur Fisch und ein reines Gewissen ;) ...



streiche: fliegenfischer
setze: fischer/angler



dann d`accord

c&df
mk
hauki
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Ungelesener Beitrag von hauki »

Hallo zusammen,

als FliFi-Neuling verfolge ich ganz entspannt die interessante Diskussion.

Was die klassische Forellenfischerei betrifft, fische ich persönlich tatsächlich am liebsten mit der Trockenfliege und war damit bisher auch am erfolgreichsten. Allerdings würde ich da auf keinen Fall ein Dogma draus machen wollen. Denn die Vielfalt der Situationen und Möglichkeiten macht für mich einen guten Teil des Reizes vom Fliegenfischen aus. Auch die Fischerei auf Meerforelle, Lachs oder Hecht zählt daher für mich ganz selbstverständlich zum Fliegenfischen. Selbst mit 800 Grains Sinkschnur in Norwegen auf Dorsch und Pollack zu fischen kann ich nicht verwerflich finden, auch wenn es sicherlich einer gewissen Eleganz und Leichtigkeit entbehrt :-)

Viel Entscheidender -und das wurde auch schon erwähnt- ist die Einstellung der Natur und dem Fisch gegenüber. Wer mit der Trockenfliege im "Kindergarten" fischt, ist nicht besser als derjenige der mit beschwerter Nymphe oder Streamer versucht in die tiefsten Gumpen vorzudringen - oder?

Ausserdem kann es zudem auch durchaus im Sinne der Hege sein die grösseren Forellen eines Revieres (so es diese gibt) gezielt mit dem Streamer zu befischen. Am Streamerfischen kann ich persönlich daher auch nichts "verwerfliches" finden.

Viele Grüsse & TL
/hauki
Flemming Olsen

Ungelesener Beitrag von Flemming Olsen »

Interessant, dass das Fischen mit dem Streamer so oft nicht mehr als Fliegenfischen angesehen wird, jedoch keiner ein Problem damit hat, einen Lachsfischer als Fliegenfischer anzuerkennen...

I
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Salty
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Ungelesener Beitrag von Salty »

Interessante Diskussions, trotzdem:

Fliegenfischer ist der, der mit der Fliegenrute ans Wasser geht. Und wenn er sich Weißbrot auf den Haken klebt.

Hieß ja auch früher auch nur Flugangeln, was sich m.e. aus dem in-der-Luft-halten der Schnur ableitet.
Zumal ich neulich in einer Flifi-Zeitschrift einen Bericht über alte Flugangel-Köder von Siebzehnhundertschlagmichtot gelesen habe. Das waren Fischchen-Imitate, die gehäkelt bzw. gestickt waren.


Peace - und Angler ist Angler.
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Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo,

@emka: kann ich prima mit leben...

@Flemming & Salty: wir hatten vorher schon das Thema dahingehend etwas entschärft, dass es wirklich um die "klassische" Form der Fliegenfischerei geht, also das Fischen auf Forellen an Flüssen, die eher kleiner sind.

Die Streamerfischerei hat durchaus seine Daseinsberechtigung udn zählt für mich auch zum Fliegenfischen dazu. Beim "klassischen" Fliegenfischen sehe ich aber eher die Imitation von Insekten in den jeweiligen Entwicklungsstadien. Auch wenn es vielleicht historische Belege für Streamer gibt (den huchenzopf gibt es schließlich auch schon ewig), so kann ich die Einstellung von Hans schon nachvollziehen. Wenn ich den Streamer nicht brauche, warum soll ich ihn dann nehmen? V.a. wenn ich damit kleine Jungforellen mit einem riesen haken durchs Auge pierce... Soll nicht heißen, dass ich noch nie einen Streamer genommen habe, aber es ist halt Geschmackssache und eine Frage des angemessenen Mittels.

Gehen wir davon aus, dass ich Catch & Release Fischer bin, dann will ich doch dem Fisch den geringstmöglichen Schaden zufügen. Ein kleine Haken sollte dann doch weniger Probleme verursachen. Bei der Trockenfliege ist die Chance, dass der haken tief im Maul sitzt minimal und die Gelegenheit mal eine grosse Mai- oder Steinfliege zu fischen habe ich auch nur ganz selten.

Selbst wenn ich Fische mitnehme sollte ich doch darauf achten das Tier so wenig wie möglich zu quälen bevor ich ihn ins Nirvana beförder...

Deshalb auch die "Erweiterung" über das Gewissen. Sportsgeist kann nicht über Regeln und Gesetze implantiert werden - es ist eine Frage der Aufklärung und des Willens. Zumindest bei der ersten Komponente hat Hans versucht (s)einen Teil mit diesem Thread beizutragen.

Viele Grüsse

Markus
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Salty
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Ungelesener Beitrag von Salty »

@ Maggov

Alles richtig, was Du schreibst. Hatte mich nur an der Eingangsfrage orientiert, in der es darum ging, ob schweres Fliegenfischen Fliegenfischen ist. Jetzt les ich doch nochmal den ganzen thread, thx ...




Gruß
S



... am liebsten up-stream dry only, aber auch nymphing wenn's beißt, cross-stream wenn der Fisch da steht, downstream wenn das Geäst nichts anderes zuläßt und ansonsten vorne drangemacht, was fängt ...
Zuletzt geändert von Salty am 09.11.2005, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Salty,

ich wollte auf Deine Antwort auch was antworten.

Leider fällt mir nur Dein Fazit ein:

Peace - und Angler ist Angler.

So long und Gruss in den Norden

Markus
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Hauki!
Viel Entscheidender -und das wurde auch schon erwähnt- ist die Einstellung der Natur und dem Fisch gegenüber. Wer mit der Trockenfliege im "Kindergarten" fischt, ist nicht besser als derjenige der mit beschwerter Nymphe oder Streamer versucht in die tiefsten Gumpen vorzudringen - oder?
Ich widerspreche Deinem Statement natürlich nicht, aber es bringt mich auf einen weiteren Aspekt der Trockenfischerei oder zB des Nymphenfischens auf Sicht: Man kann eben viel gezielter vorgehen, als mit einem Streamer oder einer extrem schweren Nymphe.

Und wer im Kindergarten mit der Trockenfliege fischt, der tut dies auch mit dem Streamer - hat zumindest meine Erfahrung gezeigt und das möchte ich wirklich verurteilen!

Beste Grüße,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
hauki
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Ungelesener Beitrag von hauki »

Original geschrieben von Alex G.


Hallo,
@ Hauki, kannst Du mir sagen warum es für Dich Sinn macht die grösseren Forellen eines Revieres zu befischen und ich nehme an zu entnehmen!?

Ich denke JEDER Fisch (klein oder groß) ist für das Gesamte wichtig.
Ist es denn nicht vielmehr so, daß der ein oder andere einen "Grund" benötigt einen großen Fisch zu entnehmen.

Gruß
Alex
Hallo Alex,

das habe ich so nicht gesagt (geschrieben), bitte aufpassen. In Abhängigkeit des Revieres und des Bestandes könnte das sinnvoll sein (so sinngemäß). Beispielsweise um nachfolgenden Generationen wieder mehr Lebensraum und Nahrung bieten zu können und letztlich die Reproduktion zu verbessern. Um das beurteilen zu können muss man aber ein sehr genaues Bild des Revieres und des Fischbestandes haben, sowie evtl. vorhandene Hegeziele kennen.

Eine interessante, ähnlich gelagerte Diskussion, habe ich auch hier gelesen:
http://85.88.1.69/forum/showthread.php? ... did=237613

Ich persönlich freue mich natürlich, wenn Fische jeden Alters und jeder Grösse in einem Gewässer anzutreffen sind und wollte mit meinen Beitrag ganz sicher keinen pauschalen, billigen Grund liefern grosse Forellen zu entnehmen.


@Hans
Mit dem gezielteren Vorgehen beim Sichtfischen hast Du natürlich recht. Wahrscheinlich auch mit Deinen Vermutungen über "Charakterstärke". Mir ging es darum bestimmte Methoden nicht pauschal zu verteufeln und andere für das einzig Wahre zu erklären. Wie gesagt stehe ich noch am Anfang und freue mich auf meinen weiteren Weg beim Fischen und Binden, aber ich glaube eine Sache kann ich schon ganz sicher sagen: was "Fliegenfischen" ist und "waidgerecht" und "fair" hängt nicht nur von der verwendeten Methode ab, sondern hat auch viel damit zu tun, wer diese ausübt.

Never Mind.

Viele Grüsse & TL
/hauki
(Olaf)
Peter S., Köln

Ungelesener Beitrag von Peter S., Köln »

Hallo alle,
Fliegenfischen definiere ich für mich so:

Als Gerät: Eine typische Flugrute mit entsprechender Flugrolle und Flugschnur in jeglicher Größe.
Als Köder: Mit natürlichen oder künstlichen Materialien mehr oder weniger detailgetreu gefertigte Imitationen, aller vorkommenden Futtertiere, die in oder auf dem jeweiligen Gewässer vorkommen in jeglicher Größe. Aber nur solche, die sich aufgrund ihres geringen Gewichts mit keiner anderen Gerätekombination als der o.g. nennenswert weit werfen lassen.
Jegliche Beschwerung des Vorfaches lehne ich ab.

Wenn ich -wie diesen Sommer in Schweden geschehen- zwei herrliche Seeforellen mit einer Mickey Finn, allerdings an der Spinnrute mit vorgeschaltetem Sbirolino fange, dann ist das trotz des typischen Köders selbstverständlich kein Fliegenfischen. (War aber dennoch super)

Und wenn, wie hier im thread erwähnt, ein kleiner Mepps-Spinner mittels einer typischen Flugrutenkombi ausgeworfen wird, so sehe ich das auch nicht als Fliegenfischen an.

Aufgrund der Struktur, der von mir überwiegend befischten Gewässer, fische ich in erster Linie mit der Nymphe, empfinde aber die Trockenfischerei als das höchste der Gefühle. Nichts kommt dem gleich, als wenn man einen steigenden Fisch anwirft und die sanft dahingleitende Fliege in einem Schwall versinkt. Das ist dann Fliegenfischen in Vollendung, jedoch alles zu seiner Zeit an seinem Ort.
Jede Art des Fliegenfischens nach den von mir o.g. Kriterien hat ihren Reiz und kann dem Betreiber viel Freude bereiten.
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ranzi
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Ungelesener Beitrag von ranzi »

Nichts kommt dem gleich, als wenn man einen steigenden Fisch anwirft und die sanft dahingleitende Fliege in einem Schwall versinkt

...und damit erweitert Peter die Diskussion um eine weitere Dimension. Denn zur Eigenschaft des "klassischen Fliegenfischens" gehört m.E. auch das gezielte Fischen. D.h. ich finde es z.B. sportlicher, der Äsche, deren blitzende Flanken ich beim Nymphen beobachte eine Nymphe mundgerecht zu präsentieren, als die Trockene x-mal stromauf zu pfeffern und eine vielverspechende Stelle damit abzufächern, in der Hoffnung eine schlummernde Forelle mit dem vermeintlichen Insektenschlupf aus der Dose aufzuwecken und zu erwischen.
Gruß, Ranzi
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Ranzi !

Da bist Du aber der erste, der die blitzenden Flanken einer nymphenden Äsche gesehen hat. Wenn Du die Äschen schon von der Seite siehst, dann steigen sie schon auf Pupas oder Duns.

Die Äsche heißt nicht umsonst im französischen Ombre, der Schatten, sie pendelt in der Strömung, wenn sie nympht, aber sie dreht sich niemals seitlich, wie die Barbe es tut.

Außerdem sprach niemand vom Abfächern eines vielversprechenden Bereiches, sondern davon, dass steigende Fische mit schweren Nymphen bombardiert werden, anstatt sie gezielt mit einer Trockenfliege anzuwerfen.


freundlichst

Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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ranzi
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Ungelesener Beitrag von ranzi »

....sondern davon, dass steigende Fische mit schweren Nymphen bombardiert werden, anstatt sie gezielt mit einer Trockenfliege anzuwerfen....


Hallo Gebhard,

steigende Fische mit Nymphen ?...also bitte!!!... diese Aussage kann ich der Ausgangsfrage auch bei wiederholtem Lesen (...und ich weiß, ich brauche Deiner Meinung nach eine neue Brille) nicht entnehmen. Wozu die Polemik?

Es wurde gefragt, ob Nymphenfischen mit Bissanzeiger nicht als Stoppelfischen (damit ist wohl Posenfischen gemeint) anzusehen ist und hier finde ich, dass das Abfächern mit einer Trockenfliege dieser Bezeichnung dann ebenfalls entspricht.

Gruß, Ranzi
Zuletzt geändert von ranzi am 10.11.2005, 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
hauki
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Ungelesener Beitrag von hauki »

Bild

Quelle: http://www.siman.cz

Hier sind für mich die Grenzen des Fliegenfischens überschritten.
Da kann man wirklich von Bombardement sprechen :suprise:

Viele Grüsse
/hauki

--

Nachtrag aus "Fishing Tips" dazu:
- Be careful on your rod tip
- Use a fly rod covered unconditional lifetime warranty

http://shop.siman.cz/index.html?pod=/_hl_cadcase.htm
Zuletzt geändert von hauki am 10.11.2005, 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo,

@hauki: abgefahren, solche Teile habe ich noch niiiie gesehen! ... die kann man wirklich nur mit einer hohen Schnurklasse oder Spinnrute werfen.

@R.C.: das mit Nymphen auf steigende Fische habe ich bisher auch nicht lesen können. Ich kann mich allerdings an das eine oder andere "Fachbuch" erinnern, dass gerade diese Technik empfiehlt, sollte der Fisch nicht nach der Fliege steigen... wie Du siehst, sind auch die "Experten" in der Literatur da nicht einer Meinung.

Ich weiß nicht ob Hans wirklich eine Diskussion auf dieser Detailebene wollte - vielleicht nimmt er ja auch noch Stellung dazu - ich möchte (gerade weil Hauki ein derartiges Negativbeispiel gefunden hat) der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass die Nymphenfischerei unterschiedlichste Facetten hat und bestimmt nicht unter Bombardieren pauschalisiert werden kann.

Ist ein Emerger für Euch eine Nymphe? Eine Nassfliege?

Ich möchte nochmals erwähnen, dass man auch mit der Nymphe sehr gezielt fischen kann. Ich kann mich gut an die Tage erinnern in denen das möglich war (sind nämlich ähnlich rar wie die Sternstunden mit der Trockenen) und es waren sicherlich genauso schöne Erlebnisse wie ein super Tag mit der Trockenen.

Nix für ungut...& T.L.

Markus
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