Britische Gentlemen, die sich "angler" und auf keinen Fall "fisherman" nennen, fischen ja nach der strengen Regel, auschliesslich mit der Trockenfliege und flussaufwärts, und nur auf steigende Fische. Ein Fischen auf Verdacht mit der Trockenfliege ist schon verpönnt, ebenso ein unnatürliches Anbieten, wie z.B. bewusstes Dreggen, wenn keine Sedges vorhanden sind.
So weit, so gut, aber was genau versteht man unter traditionellem Fliegenfischen mit der Nymphe. Nur mit klassischen Mustern, d.h. Goldkopf, es gibt ja in der Natur keine blitzenden Larven ? Sonstige Beschwerungen sind nicht erlaubt ? Nur flussaufwärts und auf gleicher Höhe wird die Leine wieder abgehoben ? Nur auf nachweislich nymphende Fische ?
Kennt jemand von Euch Literatur, auch englischsprachliche, in der darüber geschrieben wird,
oder weiss genau was darunter verstanden wird ?
Ich finde die Sache recht spannend, vor allem wenn man versucht nur möglichts naturgetreue Nachbildungen zu verwenden und diese auch "natürlich" anzubieten. Man verzichtet auf "Reizköder" (Goldkopf, glitzerndes Bindematerial) und Anbietetechniken, die z. B. bei der Forelle einen reflexartigen Biss auslösen, wie der berühmte Punkt, wenn nach dem Abtrieb und Strecken der Leine die Nymphe "unnatürlich" stoppt.
Was haltet Ihr davon ? Eines möchte ich noch klar stellen, ich halte das nicht für eine bessere Methode, Streamer und Co, sind schon in Ordnung. Für mich ist es nur eine Bereicherung, da ich die Zeit am Wasser im Hinblick auf die Natur viel bewusster erlebe. Natürlich sind meine Fliegen deutlich kürzer auf dem Wasser






