Wiesent

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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andiamo
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Wiesent

Ungelesener Beitrag von andiamo »

Fischen an der Wiesent in Waischenfeld vom 06. Bis 08.04. 2012
Sucht man im Netz nach Berichten über die Wiesent findet man Beiträge, die von „Spitzenklasse“ bis „ist schon lange tot“ reichen.
Daher habe ich mich entschlossen, über Ostern selbst an der Wiesent zu fischen.
Nun ist Ostern nicht gerade die klassische Reisezeit für die Wiesent, aber terminlich ging es nicht anders.
Nach 600 km Anreise am Gründonnerstag kam ich an der Hammermühle in Waischenfeld http://www.pension-hammermuehle.de an und wurde vom Betreiber, Robert Hofmann, herzlichst begrüßt und konnte mein einfaches, aber gemütliches und sauberes Zimmer beziehen. Schnell war Kontakt zu anderen Fliegenfischern aufgenommen und bei einem herzhaften und preiswerten Abendessen im Gasthof Sonne wurde noch lange gefachsimpelt und die anstehenden Fischtage geplant.
Die Tageskarte für die Stadtstrecke Waischenfeld konnte ich am Freitagmorgen bei Manfred Hermann in der Fliegenfischerschule Hammermühle ( direkt an der Pension, ab 09:00 Uhr ) lösen. Dort erhielt ich auch den Tipp, daß der Betreiber der Hammermühle Gastkarten für ein 2 Jahre nicht befischtes Gewässer an der Sachsenmühle ( ca. 10 km flussabwärts) ausgibt. Das Wetter war enttäuschend. Kälte und Wind verhiessen nach Aussage der Einheimischen nichts Gutes für das gesamte Wochenende, aber rein fischtechnisch sollte es trotz Schnee und Regen anders kommen.
1. Stadtstrecke Waischenfeld
Die Strecke beginnt ca. 500m oberhalb des Campingplatzes Waischenfeld und endet ca. 200m vor der Hammermühle. Oberhalb und im Bereich des Campingplatzes war mangels steigender Fische gutes Fischen nur mit der beschwerten Nymphe möglich. Hier konnte ich in klarem Wasser und viel Strömung einige gute Bachforellen unterhalb der Rauschen vor dem Campingplatz landen. Im Bereich des Campingplatzes fing ich eher kleinere Fische bis 35cm, aber andere Fliegenfischer berichteten über größere Fänge mit dem tief geführten Streamer (ist aber nicht meine Fischerei). Der weitere Verlauf der Strecke bis zur Hammermühle verläuft eintönig durch die Stadt. Nur das Wehr ist einigermassen interessant. Hier konnte ich Auslauf des Mühlengrabens einige starke Bachforellen mit großen Nassfliegen überlisten.
Muster: Goldkopfnympen, braun oder schwarz, mit kräftigen Hecheln Größe 12 und 14.
Nassfliegen (March Brown und ähnliches) Größe 10 und 12.
Fazit: Der oberere Bereich gut, der Rest durchschnittlich. Tageskarte 25 Euro/Tag
Kontakt: http://www.fliegenfischerschule-Hammermuehle.de, Manfred Hermann

2. Sachsenmühle
Die Strecke beginnt ca. 350m oberhalb der Sachsenmühle und endet ca. 1.5km weiter flussabwärts hinter einer großen Rausche mit anschließendem Kehrwasser. Der obere Teil fliesst wegen des Aufstaus eher ruhig. In den Kurven und am Einfluss einer Quelle liessen sich jedoch starke Bachforellen fangen. Unterhalb des Wehrs bis zur Strassenbrücke fliesst die Wiesent mit starker Strömung über Geröllboden mit großen Krautfahnen. Hier ging am ersten Tag richtig die Post ab! Kampfstarke Bachforellen und meine erste Äsche ( 40cm ) ! Im unteren Teil mäandert die Wiesent durch eine Traumlandschaft. Tiefe Züge wechseln mit Rauschen und stark durchströmten Kurven. Das von Alexander Thürmer gepflegte Gewässer liess keine Wünsche offen. Der Gewässerrand ist sehr gut freigeschnitten, so daß auch Überkopfwürfe möglich waren .
Die regelmäßige Bejagung des Kormorans durch den Gewässerinhaber hat hier gute Früchte getragen. Auch hier herrschte die Bachforelle als Zielfisch vor, obwohl ich auch eine kleine Regenbogen und eine große Äsche ( 52cm) landen konnte. Eine dritte Äsche habe ich durch eigene Ungeschicklichkeit kurz vor dem Kescher verloren, was ich mit einem nicht jugendfreien Fluch quittierte. Die Bisse kamen auf die tief geführten Nymphen recht heftig, meistens am Ende des Drifts. Ein 18er Vorfach von 2.5m mit einer 14er Spitze ( vorgeschriebene Mindeststärke ) von 0.5m waren meine Erfolgsmontage. In der starken Strömung mit einem kleinen Bissanzeiger.
Muster: wie in der Stadtstrecke
Fazit: eine Traumstrecke, auch bei kaltem Wetter und unbedingt empfehlenswert. Insbesondere, weil so früh im Jahr und bei schlechtem Wetter keine Kanuten auf dem Wasser waren. Tageskarte 30 Euro/Tag.
Kontakt: http://www.fliegenfischen-wiesent.de, Alexander Thürmer

Geheimtipp: Unbedingt beim Brauhaus Heckel auf ein Bier reinschauen.
Tight lines
Uwe
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Uwe
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Frank.
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Re: Wiesent

Ungelesener Beitrag von Frank. »

Hab sehr herzlichen Dank, lieber Uwe! Das wird vielen Usern nutzen.

Ich freue mich für dich über die guten Erfahrungen.

Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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