Kapitale Brückenforellen
Verfasst: 06.01.2010, 19:15
Hallo Fliegenfischer,
reine Trockenfliegenpuristen sollten spätestens an dieser Stelle ausblenden, da es ausschließlich um den Fang großer bzw. kapitaler Standforellen geht.
Meine Erfahrungen mit kapitalen Brückenforellen beziehen sich fast ausschließlich auf Niederungsbäche im Flachland. Bis auf die Maifliegenzeit konnte ich kaum starke Bachforellen beim Steigen unterhalb von Brücken beobachten. Deshalb kommen bei mir zu 90% Streamer ab Hakengröße (Schonhaken) 10 zum Einsatz. Wer ab und an einen dieser Fische für die Küche mitnimmt, ist sicher auch neugierig, was deren Mageninhalt so hergibt.
Koppen,Elritzen,Bachneunaugen,Stichlinge,Gründlinge,Schmerlen,Frösche,Kröten und Mäuse konnte ich in den meisten Mägen kapitaler Forellen feststellen.
Kurios war sicher ein auf Mausstreamer gefangener Bachforellenmilchner, der schon eine Schmerle, einen großen Grasfrosch und eine Wasserspitzmaus verspeist hatte.
Auch die oftmals verbreitete Meinung kapitale Forellen sind scheu und schwer zu fangen, trifft auf Brückenforellen nur bedingt zu. Einige Vorraussetzungen müssen dennoch gegeben sein. Wichtigste Vorraussetzung ist sicherlich die Breite und Zugänglichkeit der Brücke. Der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Brücke, sollte so gering wie möglich sein. Kapitale Bachforellen lieben das ständige Dämmerungslicht unterhalb solcher Brücken. So lassen sie sich mit ein bisschen Glück sogar bei Sonnenschein überlisten. Bevor fast alle Autobahnbrücken verbreitert und angehoben worden sind, waren sie das Eldorado kapitaler Bachforellen. Aber selbst kleinste Brücken können für uns Überraschungen bereithalten.
Meine Streamer fische ich sehr aktiv. Mäuse- und Froschstreamer erzeugen dabei richtige kleine Bugwellen. Die Angriffe auf schwimmende Streamer sind absolut spektakulär. Anschlagen sollte man nicht, da dies meist einen Fehlbiss verursacht. Kräftiges Gegenhalten reicht meistens völlig aus um den Haken sicher zu setzen.
Noch einige Details meiner Ausrüstung:
Rute : Thomas&Thomas PA 906 Klasse 6 / 9"
Rolle : Henschel B&S 1 A/R
Flyline : Teeny Fly Line WF 6 Farbe Hellgrün
Vorfach : Selbstbau aus 2 Schlaufen 0,25 Stroft GTM verzwirnt
Vorfachspitze : Minimum : 0,22 / Länge : 2- 4 Meter (je nach Sichtigkeit des Baches)
Nochmals eine Anmerkung zu meinen verwendeten Streamern. Die größten sind gute 10cm lang (Schmerlenstreamer) und nicht bzw. leicht beschwert. Als Bindematerial verwende ich fast ausschließlich Marabou in verschiedenen Farben. Einige eingebundene Flashaboustränge vervollständigen die Streamer. In Schlaufentechnik gebunden sind sie robust und äußerst fängig.
Wie gierig manche Brückenforellen sind zeigte mir der Fang einer 31cm Bachforelle auf einen Mausstreamer. Sie verfolgte den Streamer über einige Meter, attakierte ihn mehrmals bevor der Haken im Maul fasste.
Die Fischerei auf Brückenforellen hat noch einen sehr guten Nebeneffekt. Die Reviere sind begehrt und werden meist nach Entnahme eines kapitalen Fisches kurze Zeit später wieder besetzt.
Vielleicht haben einige von euch ähnliche Erfahrungen mit Brückenforellen gemacht. Wie oben schon angemerkt, beziehen sich meine Erfahrungen auf Niederungsbäche. In klaren, schnellfließenden Gebirgsbächen würde ich sicher keinen 12cm Streamer fischen. Allerdings fing ich auch dort meine größten Forellen und Äschen auf fettere Happen (Steinfliegen).
Wünsche allen Fliegenfischern ein erfolgreiches Jahr!
Frank
reine Trockenfliegenpuristen sollten spätestens an dieser Stelle ausblenden, da es ausschließlich um den Fang großer bzw. kapitaler Standforellen geht.
Meine Erfahrungen mit kapitalen Brückenforellen beziehen sich fast ausschließlich auf Niederungsbäche im Flachland. Bis auf die Maifliegenzeit konnte ich kaum starke Bachforellen beim Steigen unterhalb von Brücken beobachten. Deshalb kommen bei mir zu 90% Streamer ab Hakengröße (Schonhaken) 10 zum Einsatz. Wer ab und an einen dieser Fische für die Küche mitnimmt, ist sicher auch neugierig, was deren Mageninhalt so hergibt.
Koppen,Elritzen,Bachneunaugen,Stichlinge,Gründlinge,Schmerlen,Frösche,Kröten und Mäuse konnte ich in den meisten Mägen kapitaler Forellen feststellen.
Kurios war sicher ein auf Mausstreamer gefangener Bachforellenmilchner, der schon eine Schmerle, einen großen Grasfrosch und eine Wasserspitzmaus verspeist hatte.
Auch die oftmals verbreitete Meinung kapitale Forellen sind scheu und schwer zu fangen, trifft auf Brückenforellen nur bedingt zu. Einige Vorraussetzungen müssen dennoch gegeben sein. Wichtigste Vorraussetzung ist sicherlich die Breite und Zugänglichkeit der Brücke. Der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Brücke, sollte so gering wie möglich sein. Kapitale Bachforellen lieben das ständige Dämmerungslicht unterhalb solcher Brücken. So lassen sie sich mit ein bisschen Glück sogar bei Sonnenschein überlisten. Bevor fast alle Autobahnbrücken verbreitert und angehoben worden sind, waren sie das Eldorado kapitaler Bachforellen. Aber selbst kleinste Brücken können für uns Überraschungen bereithalten.
Meine Streamer fische ich sehr aktiv. Mäuse- und Froschstreamer erzeugen dabei richtige kleine Bugwellen. Die Angriffe auf schwimmende Streamer sind absolut spektakulär. Anschlagen sollte man nicht, da dies meist einen Fehlbiss verursacht. Kräftiges Gegenhalten reicht meistens völlig aus um den Haken sicher zu setzen.
Noch einige Details meiner Ausrüstung:
Rute : Thomas&Thomas PA 906 Klasse 6 / 9"
Rolle : Henschel B&S 1 A/R
Flyline : Teeny Fly Line WF 6 Farbe Hellgrün
Vorfach : Selbstbau aus 2 Schlaufen 0,25 Stroft GTM verzwirnt
Vorfachspitze : Minimum : 0,22 / Länge : 2- 4 Meter (je nach Sichtigkeit des Baches)
Nochmals eine Anmerkung zu meinen verwendeten Streamern. Die größten sind gute 10cm lang (Schmerlenstreamer) und nicht bzw. leicht beschwert. Als Bindematerial verwende ich fast ausschließlich Marabou in verschiedenen Farben. Einige eingebundene Flashaboustränge vervollständigen die Streamer. In Schlaufentechnik gebunden sind sie robust und äußerst fängig.
Wie gierig manche Brückenforellen sind zeigte mir der Fang einer 31cm Bachforelle auf einen Mausstreamer. Sie verfolgte den Streamer über einige Meter, attakierte ihn mehrmals bevor der Haken im Maul fasste.
Die Fischerei auf Brückenforellen hat noch einen sehr guten Nebeneffekt. Die Reviere sind begehrt und werden meist nach Entnahme eines kapitalen Fisches kurze Zeit später wieder besetzt.
Vielleicht haben einige von euch ähnliche Erfahrungen mit Brückenforellen gemacht. Wie oben schon angemerkt, beziehen sich meine Erfahrungen auf Niederungsbäche. In klaren, schnellfließenden Gebirgsbächen würde ich sicher keinen 12cm Streamer fischen. Allerdings fing ich auch dort meine größten Forellen und Äschen auf fettere Happen (Steinfliegen).
Wünsche allen Fliegenfischern ein erfolgreiches Jahr!
Frank