war mit Boardi hdidi und Marco letzten Mittwoch am weissen Regen unterwegs.
Bei der Gelegenheit wollte ich meine neue Liebe - eine G.Loomis Whispercreek #4, 8,6 standesgemäss einweihen.
Bis jetzt hatte sie ja nur Weissfische in der Donau zu Gesicht bekommen.
Nachdem wir uns in Markus Angelstube in Bad Kötzting getroffen hatten und die Tageskarten ausgestellt waren, wollten wir zunächst an eine Stelle gehen, wo wir vor ein paar Wochen schon mal sehr erfolgreich waren. Dieses Mal sollte sich die ganze Sache aber schon etwas zäher anlassen. Der Wasserstand war deutlich niedriger, das Wasser glasklar und die Forellen nicht so in Beisslaune. Einige kleine Forellen konnten wir mit Trockenfliegen und kleinen Nymphen überlisten. Dann konnte ich eine 32er Bafo erwischen, die meine Trockenfliege schnappte.
Juhee, schon mal schneiderfrei.
Dann ging uns wieder nur Kleinfisch ans Band und wir beschlossen nach drei Stunden eine kleine Mittagspause einzulegen. Obwohl Didi und Marco lieber fasten wollten
Dazu Kraut und Knödel und eine schöne Halbe.
So gestärkt sind wir wieder raus und haben erst mal einige Ruten und Schnüre getestet und vor allem unterschiedliche Rollen auf meine Whispercreek geschraubt, doch dazu woanders mehr. . .
Im Anschluss dran waren wir wieder heiss aufs Fischen und sind zum versunkenen Mühlenwehr.
Dort angekommen haben Didi und Marco erst mal die beiden Pools unterhalb des Wehres befischt. Schon beim ersten Wurf folgte Didi eine 50er Bafo, aber im letzten Augenblick kurz vor dem Beissen, blieb ein vorbeitreibendes Blatt an seiner Nymphe hängen und die Bafo bog gerade noch mal ab. Leiderleiderleider. Aber irgendwann . . .
Ich bin zunächst stromaufwärts in den Staubereich, um dort auf Äschen zu fischen. Zunächst waren kaum Steiger zu bemerken. Beim Waten hab ich dann eine 30er Bafo gestört und bin weiter stromaufwärts. Auf der rechten Seite konnte ich dann einige Fische beim Steigen beobachten und nach einigen Würfen hab ich auch eine kleine an den Haken bekommen, konnte diese aber nicht landen. Nach einigen weiteren Würfen habe ich dann auf eine Trockenfliege einen vehementen Biss bekommen. Zum Glück blieb der Fisch auch hängen und ich konnte endlich meine erste massige Äsche landen.
Vor lauter Aufregung ob sie wirklich das Schonmass von 35 cm übertroffen hatte, hab ich dann noch meine neue Whispercreek abtreiben lassen. Aber das Massband brachte dann die Bestätigung. 37 cm. Nicht riesig aber für meine erste Äschenmahlzeit sollte sie grad recht sein.
Gestern wurden dann die Forelle und die Äsche fachgerecht filettiert und zubereitet. Eine Seite Müllerin, die andere auf Gemüsebeet. Geschmeckt hats uns hervorragend, aber weder als Müllerin, noch gedämpft auf Gemüse konnten ich oder meine Frau einen deutlichen Unterschied zwischen der Forelle und der Äsche rausschmecken. Der vielgerühmte Thymiangeschmack war leider nicht - wie ich gehofft hatte - vorhanden. Lediglich auf den beigefügten Thymianzweigen
Nunja, beide Fische haben hervorragend geschmeckt. Als Müllerin zubereitet noch besser als gedämpft. Die zukünftigen Äschen lass ich wieder schwimmen und halt mich an den Forellen schadlos.
Schöne Grüsse
Sepp






