Erfahrung mit Gewässerberichten
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Erfahrung mit Gewässerberichten
Guten Abend allerseits,
Ich wollte hier mal in die Runde ganz allgemein fragen, welche Erfahrungen ihr mit den in Zeitschriften beworbenen Gewässern gemacht habt?
Wirklich die beschriebenen Riesenforellen aus kaum befischten Gewässern, oder doch eher total überfischte und fischleere Gewässer?
Ich bin immer rech skeptisch wenn ich von solchen "unglaublichen" Strecken lese und träume dann zwar gerne davon, gehe dann doch eher an mir bekannte Strecken (da ich in keine Verein bin, bin ich auf Tageskarten angewiesen) und fange wohl nie eines der beworbenen Monster, allerdings kann ich mir dessen, was ich erwarte recht sicher sein.
Lass mal hören wie die Gewässer beschrieben wurden und wie ihr sie erlebt habt. Wenn ihr es noch wisst, wieviel Zeit lag zwischen den Artikeln und der Zeit, in der ihr dort gefischt habt?
Herzliche Grüße und Petri Heil,
Fabian
Ich wollte hier mal in die Runde ganz allgemein fragen, welche Erfahrungen ihr mit den in Zeitschriften beworbenen Gewässern gemacht habt?
Wirklich die beschriebenen Riesenforellen aus kaum befischten Gewässern, oder doch eher total überfischte und fischleere Gewässer?
Ich bin immer rech skeptisch wenn ich von solchen "unglaublichen" Strecken lese und träume dann zwar gerne davon, gehe dann doch eher an mir bekannte Strecken (da ich in keine Verein bin, bin ich auf Tageskarten angewiesen) und fange wohl nie eines der beworbenen Monster, allerdings kann ich mir dessen, was ich erwarte recht sicher sein.
Lass mal hören wie die Gewässer beschrieben wurden und wie ihr sie erlebt habt. Wenn ihr es noch wisst, wieviel Zeit lag zwischen den Artikeln und der Zeit, in der ihr dort gefischt habt?
Herzliche Grüße und Petri Heil,
Fabian
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Zweihandwedler
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Hallo,
ich kenne 2 Berichte von der Ilmenau,der einen ist eher eine Selbstbeweihräucherung eine Angelvereines,das die Gastangler nur die mieseste Strecke befischen dürfen fehlt irgendwie.
Im zweiten wird viel Zeit den Fischen auf Mefos gewidmet,ein Angelkollege kennt den "Crack" der seine geheimen Stellen dort verrät,und meint nur das der noch nie vorher dort geangelt hat

ich kenne 2 Berichte von der Ilmenau,der einen ist eher eine Selbstbeweihräucherung eine Angelvereines,das die Gastangler nur die mieseste Strecke befischen dürfen fehlt irgendwie.
Im zweiten wird viel Zeit den Fischen auf Mefos gewidmet,ein Angelkollege kennt den "Crack" der seine geheimen Stellen dort verrät,und meint nur das der noch nie vorher dort geangelt hat
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Maggov
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Hallo Fabian,
ich habe ähnliche Beobachtungen wie Peter machen müssen und gehe deshalb in dem Jahr der Veröffentlichung der Fangberichte nicht an diese Strecken. Teilweise sehr ärgerlich wenn man diese davor schon befischt hat und v.a. wenn man auch noch 2 Jahre später die Folgen einer kurzfristigen Massenfischerei sehen kann.
Das Positive:
Mit jedem Jahr ändert sich das "Zugverhalten" so dass man aus alten Berichten sich Kontaktadressen etc. ziehen kann und dann wieder "normale" Verhältnisse vorfindet.
Eine gewisse "positive Grundtendenz" wird in jedem Bericht zu finden sein. Liegt in der Natur der Sache, da wenig Redaktionen wohl mit Berichten zu schlechten Revieren hohe Absatzzahlen erzielen wird und die Redakteure dann auch Schwierigkeiten mit Folgeaufträgen kriegen.
LG
Markus
ich habe ähnliche Beobachtungen wie Peter machen müssen und gehe deshalb in dem Jahr der Veröffentlichung der Fangberichte nicht an diese Strecken. Teilweise sehr ärgerlich wenn man diese davor schon befischt hat und v.a. wenn man auch noch 2 Jahre später die Folgen einer kurzfristigen Massenfischerei sehen kann.
Das Positive:
Mit jedem Jahr ändert sich das "Zugverhalten" so dass man aus alten Berichten sich Kontaktadressen etc. ziehen kann und dann wieder "normale" Verhältnisse vorfindet.
Eine gewisse "positive Grundtendenz" wird in jedem Bericht zu finden sein. Liegt in der Natur der Sache, da wenig Redaktionen wohl mit Berichten zu schlechten Revieren hohe Absatzzahlen erzielen wird und die Redakteure dann auch Schwierigkeiten mit Folgeaufträgen kriegen.
LG
Markus
Hallo Fabian,
kenne die Printmedien/deren Berichte besonders aus einem anderen
Bereich: Hifizeitschriften. Da werden Produktteste abhängig von den
"freundlichkeiten" der Hersteller gemacht.
Ob das bei Gewässerberichten ähnlich ist - wohl eher nicht.
Aber den oft überschwenglichen Beschreibungen hat sich dann bei
mir auch eher in Ernüchterung vor Ort abgewandelt.
Dennoch lese ich sie sehr gerne und bin froh, dass man zumindest
infos über Gastkartenausgabe, Streckenverlauf und Vorschriften hat.
Grüsse Axel
kenne die Printmedien/deren Berichte besonders aus einem anderen
Bereich: Hifizeitschriften. Da werden Produktteste abhängig von den
"freundlichkeiten" der Hersteller gemacht.
Ob das bei Gewässerberichten ähnlich ist - wohl eher nicht.
Aber den oft überschwenglichen Beschreibungen hat sich dann bei
mir auch eher in Ernüchterung vor Ort abgewandelt.
Dennoch lese ich sie sehr gerne und bin froh, dass man zumindest
infos über Gastkartenausgabe, Streckenverlauf und Vorschriften hat.
Grüsse Axel
- gespliesste
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Hallo,
ich habe mit den bekannten Phrasen "absoluter Geheimtip", "Fanggarantie für Kapitale", "Durchschnittsgrösse über 50cm", "da hat noch nie jemand gefischt" eigentlich immer schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn die Stellen dazu noch in Zeitschriften öffentlich werden, können sie kaum noch den Ansprüchen gerecht werden. Ausnahme sind die Gewässer die dann auch entsprechend Geld kosten.
Das sind dann aber schon mal die Bereiche, die ich guten Gewissens direkt von meiner Liste streiche.
Echte Geheimtips kennen in den meisten Fällen nur wirklich erfahrene Fischer, kleine Interessengruppen oder Anreiner und die schmeissen aus gutem Grund mit den Informationen nicht wild ornanierend um sich. Auch nicht nach drei Bier abends in der Kneipe. Und wenn einem jemand so was verrät, dann hat er es nicht nötig die Stelle im boulevard Stil anzupreisen.
Bei den wirklich bekannten und stark frequentierten Top-Gewässern tuen sich die meisten "normalen" Fischer oft sehr schwer, da sieht man zwar überall die dicken Brummer rumschwimmen, aber die ganze Woche konnte man kaum einen Fisch von der eigenen Fliege überzeugen. Aber wenn nicht jede Woche mit dem Tanklaster kapitale Fische nachbesetzt werden, hat es einen guten Grund warum an solch stark befischten Gewässern noch so viele Kapitele Fische rumschwimmen. Das ist dann etwas für absolute Spezies ...
Um so dezenter ein Tip, oder ein Bericht in einer Zeitung um so ernster nehme ich ihn. Bei den Strecken über die schon berichtet wurde, sehe ich es so wie Markus, am besten ganz alte Adressen raussuchen wo die Meute schon weitergezogen ist.
LG,
Olaf
ich habe mit den bekannten Phrasen "absoluter Geheimtip", "Fanggarantie für Kapitale", "Durchschnittsgrösse über 50cm", "da hat noch nie jemand gefischt" eigentlich immer schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn die Stellen dazu noch in Zeitschriften öffentlich werden, können sie kaum noch den Ansprüchen gerecht werden. Ausnahme sind die Gewässer die dann auch entsprechend Geld kosten.
Das sind dann aber schon mal die Bereiche, die ich guten Gewissens direkt von meiner Liste streiche.
Echte Geheimtips kennen in den meisten Fällen nur wirklich erfahrene Fischer, kleine Interessengruppen oder Anreiner und die schmeissen aus gutem Grund mit den Informationen nicht wild ornanierend um sich. Auch nicht nach drei Bier abends in der Kneipe. Und wenn einem jemand so was verrät, dann hat er es nicht nötig die Stelle im boulevard Stil anzupreisen.
Bei den wirklich bekannten und stark frequentierten Top-Gewässern tuen sich die meisten "normalen" Fischer oft sehr schwer, da sieht man zwar überall die dicken Brummer rumschwimmen, aber die ganze Woche konnte man kaum einen Fisch von der eigenen Fliege überzeugen. Aber wenn nicht jede Woche mit dem Tanklaster kapitale Fische nachbesetzt werden, hat es einen guten Grund warum an solch stark befischten Gewässern noch so viele Kapitele Fische rumschwimmen. Das ist dann etwas für absolute Spezies ...
Um so dezenter ein Tip, oder ein Bericht in einer Zeitung um so ernster nehme ich ihn. Bei den Strecken über die schon berichtet wurde, sehe ich es so wie Markus, am besten ganz alte Adressen raussuchen wo die Meute schon weitergezogen ist.
LG,
Olaf
<< streamstalkin´ 24/7 >>
"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
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- Joerg Giersbach
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Hallo Leute!
Ich war im Sommer 2007 an einem sehr bekannten und in den einschlägigen FliFi Zeitungen sehr hoch gelobten Flüsschen in der Eifel Fischen!
Nie wieder,zumindestens an der für Gastangler zugänglichen Strecke!!!
Total überfischt und leer!
Die Fische die man ausgemacht hatte,kannten jeden Vorfachhersteller und Fliegen mit Vorname!!!
Lt. Zeitungsberichten sollte es möglich sein dort Bachforellen von 50+ zu fangen!!!
Döbel und Hasel von 15+ hätte es lieber heisen sollen!
Am dritten tag hatte ich dann das vergnügen,gegen "jede Menge Bargeld" Bier u. Schnaps am Vorabend an einem Privat gepachtetem Teilstück zu Fischen.
Das war der "Absolute Hammer"!!!
Die Gaststrecke,-Nie wieder!!!
Gruß Jörg
Ich war im Sommer 2007 an einem sehr bekannten und in den einschlägigen FliFi Zeitungen sehr hoch gelobten Flüsschen in der Eifel Fischen!
Nie wieder,zumindestens an der für Gastangler zugänglichen Strecke!!!
Total überfischt und leer!
Die Fische die man ausgemacht hatte,kannten jeden Vorfachhersteller und Fliegen mit Vorname!!!
Lt. Zeitungsberichten sollte es möglich sein dort Bachforellen von 50+ zu fangen!!!
Döbel und Hasel von 15+ hätte es lieber heisen sollen!
Am dritten tag hatte ich dann das vergnügen,gegen "jede Menge Bargeld" Bier u. Schnaps am Vorabend an einem Privat gepachtetem Teilstück zu Fischen.
Das war der "Absolute Hammer"!!!
Die Gaststrecke,-Nie wieder!!!
Gruß Jörg
-Das Leben ist zu kurz um nicht mit Bambus zu fischen-
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Maggov
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Hi Olaf,
es gibt Strecken die bekannt sind, halbwegs "normale" Preise haben und tatsächlich das von Dir beschriebene Phänomen aufweisen. Viele Kapitale Fische die man sieht aber schwer fängt. Ob die Fische gesetzt werden oder nicht sei hier mal ausgegrenzt.
Ein Beispiel hierfür ist die Deutsche Traun. Man kann wirklich sehr viele und sehr grosse Forellen sehen - und auch fangen. Ich denke das Problem ist eher die Erwartungshaltung der Fischer die an diese Gewässer kommen. Man hört und liest viel - aber meist von den Traumstunden - und kommt dann mit einer Erwartungshaltung an das Wasser, dass man heute zig kapitale Fische fängt. Tatsache ist jedoch dass die Anzahl der Fänge in derartigen Revieren oft klein ist, dafür aber die Grösse der Fische eben ausserordentlich sein kann (mit Betonung auf "Kann"!). So wird dann eben ausgeblendet, dass man sich auch an diesen Strecken seine Fische hart erarbeiten muss (Sternstunden mal aussen vor).
Der nächste (falsche) Rückschluss: Sehr teure TKs versprechen automatisch perfekte Fischerei. Hier verdrängt man gerne, dass die Fische nicht wissen können was man für die Fischerei bezahlt hat und dass deren Beißlaune leider nicht davon abhängt wie lange die eigene Anreise war und in welchem Hotel man wohnt. Die einzige "Gewähr" die man bei sehr teuren Gewässern hat ist ein limitierter Befischungsdruck.
LG
Markus
es gibt Strecken die bekannt sind, halbwegs "normale" Preise haben und tatsächlich das von Dir beschriebene Phänomen aufweisen. Viele Kapitale Fische die man sieht aber schwer fängt. Ob die Fische gesetzt werden oder nicht sei hier mal ausgegrenzt.
Ein Beispiel hierfür ist die Deutsche Traun. Man kann wirklich sehr viele und sehr grosse Forellen sehen - und auch fangen. Ich denke das Problem ist eher die Erwartungshaltung der Fischer die an diese Gewässer kommen. Man hört und liest viel - aber meist von den Traumstunden - und kommt dann mit einer Erwartungshaltung an das Wasser, dass man heute zig kapitale Fische fängt. Tatsache ist jedoch dass die Anzahl der Fänge in derartigen Revieren oft klein ist, dafür aber die Grösse der Fische eben ausserordentlich sein kann (mit Betonung auf "Kann"!). So wird dann eben ausgeblendet, dass man sich auch an diesen Strecken seine Fische hart erarbeiten muss (Sternstunden mal aussen vor).
Der nächste (falsche) Rückschluss: Sehr teure TKs versprechen automatisch perfekte Fischerei. Hier verdrängt man gerne, dass die Fische nicht wissen können was man für die Fischerei bezahlt hat und dass deren Beißlaune leider nicht davon abhängt wie lange die eigene Anreise war und in welchem Hotel man wohnt. Die einzige "Gewähr" die man bei sehr teuren Gewässern hat ist ein limitierter Befischungsdruck.
LG
Markus
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Michl
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Hallo,
vor Jahren bin ich mal am 5. Oktober mit einem Kumpel an ein im Magazin beworbenes Gewässer gefahren zum Äschenfischen.
Einfache Strecke 200 km, Fahrzeit 2,5 Stunden.
Zitat: "Beste Zeit ist Mitte Oktober"
Wir haben die Unterkunft telefonisch klargemacht und waren an besagtem Tag früh um 8 im beschriebenen Rathaus zum Erwerb der Karten.
Die es aber ab 1. Oktober nicht mehr gab da die Strecke jedes Jahr zu dieser Zeit geschlossen wurde.
Kurioserweise wurden wir im Rathaus dann an den Oberlauf des Gewässers verwiesen, dort gab es dann Karten im zugehörigen Rathaus.
Aber keine Äschen sondern nur die ab 1. 10. geschonten Forellen.
Seither bin ich grundsätzlich skeptisch in dieser Beziehung.
Gruß Michl
vor Jahren bin ich mal am 5. Oktober mit einem Kumpel an ein im Magazin beworbenes Gewässer gefahren zum Äschenfischen.
Einfache Strecke 200 km, Fahrzeit 2,5 Stunden.
Zitat: "Beste Zeit ist Mitte Oktober"
Wir haben die Unterkunft telefonisch klargemacht und waren an besagtem Tag früh um 8 im beschriebenen Rathaus zum Erwerb der Karten.
Die es aber ab 1. Oktober nicht mehr gab da die Strecke jedes Jahr zu dieser Zeit geschlossen wurde.
Kurioserweise wurden wir im Rathaus dann an den Oberlauf des Gewässers verwiesen, dort gab es dann Karten im zugehörigen Rathaus.
Aber keine Äschen sondern nur die ab 1. 10. geschonten Forellen.
Seither bin ich grundsätzlich skeptisch in dieser Beziehung.
Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Spessart Räuber
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Hallo,
meiner Erfahrung nach sind die eher unbekannten (privaten) Gewässer die echten Geheimtipps. Problem: Kennt man den Pächter/Eigentümer nicht hat man keine Chance an eine Erlaubnis zu kommen. Die ach so hochgelobten "Superstrecken" sind entweder total überfischt und die Fische kaum für die Fliege zu begeistern oder es sind schnell fließende Fo-Pu's. Beides kann mich persönlich nicht so sehr motivieren. Ich habe gerne Natur um mich und Ruhe beim Fischen deswegen bevorzuge ich eher unbekannte Gewässer.
@Fabian
So ein Niederungsbach oder Äschenflüßchen mit Barben als nette Dreingabe hat was, oder? Ich sage nur: Brückenheilige
Cheers
Klemens
meiner Erfahrung nach sind die eher unbekannten (privaten) Gewässer die echten Geheimtipps. Problem: Kennt man den Pächter/Eigentümer nicht hat man keine Chance an eine Erlaubnis zu kommen. Die ach so hochgelobten "Superstrecken" sind entweder total überfischt und die Fische kaum für die Fliege zu begeistern oder es sind schnell fließende Fo-Pu's. Beides kann mich persönlich nicht so sehr motivieren. Ich habe gerne Natur um mich und Ruhe beim Fischen deswegen bevorzuge ich eher unbekannte Gewässer.
@Fabian
So ein Niederungsbach oder Äschenflüßchen mit Barben als nette Dreingabe hat was, oder? Ich sage nur: Brückenheilige
Cheers
Klemens
It is ironical that the "holier than thou" attitude adopted by some fly-fishermen, which has its origins in the trout fishing dry-fly cult of Edwardian days, is based on a curios fallacy.
- urs.wehrli
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Eine Fischerwoche an der dänischen "göttlichen" Gudenau hat mich sehr sehr vorsichtig bzgl. Gewässertips in Magazinen gemacht.
Und trotzdem, es war um Längen schöner als hier im Büro zu sitzen. Die Woche mit meinem besten Angelkollegen wird in guter Erinnerung bleiben. Und das vorallem, weil wir den ersten Biss erst nach drei Tagen "durchlochen" hatten, das in strömenden Regen, bitterer Kälte und sehr monotonem Essen (der Chinese in Randers ist eigentlich empfehlenswert, doch nach dem dritten Tag Sweet&Sour war unsere Verdauung nicht mehr zu kontrollieren und eine 12-Stunden MeFo-/Lachs-Pirsch am Stück gestaltete sich entsprechend schwierig...)
Fazit: doch gut, was so in den Magazinen empfohlen wird. Denn ohne den Bericht wären wir nie aus der Schweiz an die Gudenau gefahren. Einfach von den Fischen und den Fängen sollte man sich nicht blenden lassen und eigentlich ohne Erwartungen hinfahren, obwohl das verdammt schwierig ist. Die Bilder sind trotzdem im Kopf und die Messlatten sind gesteckt.
Und trotzdem, es war um Längen schöner als hier im Büro zu sitzen. Die Woche mit meinem besten Angelkollegen wird in guter Erinnerung bleiben. Und das vorallem, weil wir den ersten Biss erst nach drei Tagen "durchlochen" hatten, das in strömenden Regen, bitterer Kälte und sehr monotonem Essen (der Chinese in Randers ist eigentlich empfehlenswert, doch nach dem dritten Tag Sweet&Sour war unsere Verdauung nicht mehr zu kontrollieren und eine 12-Stunden MeFo-/Lachs-Pirsch am Stück gestaltete sich entsprechend schwierig...)
Fazit: doch gut, was so in den Magazinen empfohlen wird. Denn ohne den Bericht wären wir nie aus der Schweiz an die Gudenau gefahren. Einfach von den Fischen und den Fängen sollte man sich nicht blenden lassen und eigentlich ohne Erwartungen hinfahren, obwohl das verdammt schwierig ist. Die Bilder sind trotzdem im Kopf und die Messlatten sind gesteckt.
flyfishing stories, floattrips & more: www.floaters.ch
-
Dr.Do
Ich halt´s auch wie einige andere hier: Lese die tollen Reiseberichte von irgendwelchen Supergewässern nebst Hotellobeshymnen - und weiss danach genau wo ich die nächsten 3 Jahre garantiert nicht hingehen werde. Den Tross zu meiden ist das Allerbeste. Spart Ärger und Geld.
Hier mal in aller Kürze was meine Eindrücke an den oft besungenen Destinationen waren:(teilweise schon länger her, vielleicht heute anders)
Hotel Lisa/Österreich: oje. aber ordentliche Küche
Savinja/Slowenien: FoPuff mit Massenandrang. Schöne Natur
Murr in Steiermark: leergefischt. Schöne Natur. Toller Fluss
Südtirol: jedes Jahr teurer. Aber ein echter "Klassiker".
Doubs: Massenandrang an Zapfenfischern. Jeder Fang wird "exekutiert".
Nagold: Wasserqualität überraschend mäßig, aber sehr gut geführte Strecke, erstklassige Ansprachen vom Riverkeeper.
Königseer Ache: Gut geführt, für die japanischen Busladungen kann keiner was...........; Andrang hält sich trotz vieler Empfehlungen in Grenzen, weil es in der Ecke jede Menge Konkurrenz gibt.
Thur in Toggenburg: Kaum Fisch, alles geschlachtet, ..............
Naja, so böse wollte ich eigentlich nicht sein.........................

Hier mal in aller Kürze was meine Eindrücke an den oft besungenen Destinationen waren:(teilweise schon länger her, vielleicht heute anders)
Hotel Lisa/Österreich: oje. aber ordentliche Küche
Savinja/Slowenien: FoPuff mit Massenandrang. Schöne Natur
Murr in Steiermark: leergefischt. Schöne Natur. Toller Fluss
Südtirol: jedes Jahr teurer. Aber ein echter "Klassiker".
Doubs: Massenandrang an Zapfenfischern. Jeder Fang wird "exekutiert".
Nagold: Wasserqualität überraschend mäßig, aber sehr gut geführte Strecke, erstklassige Ansprachen vom Riverkeeper.
Königseer Ache: Gut geführt, für die japanischen Busladungen kann keiner was...........; Andrang hält sich trotz vieler Empfehlungen in Grenzen, weil es in der Ecke jede Menge Konkurrenz gibt.
Thur in Toggenburg: Kaum Fisch, alles geschlachtet, ..............
Naja, so böse wollte ich eigentlich nicht sein.........................
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Ralf
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- Registriert: 16.02.2009, 12:54
- Wohnort: Südjütland
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 37 Mal
Hallo zusammen,
die bisher gemachten Äußerungen zu überlaufenen Gewässern nach in Zeitschriften veröffentlichten Berichten stimmen leider allzu oft. Klassisches Beispiel war einmal ein Bericht im "Fliegenfischen" über das Grilseangeln im norwegischen Argardselva. Die nächsten drei Jahre war der Fluss komplett überlaufen, nach nicht den Erwartungen entsprechenden Fängen legte sich der "Hype" wieder.
Man sollte sich gern alte Berichte ansehen, da ist der erste Run schon lange wieder vorbei, der Bestand hat sich oft wieder erholt. Und je leichter ein Gewässer zu erreichen ist, umso eher sollte man nach Fangberichten die Finger in nächster Zeit davon lassen.
Eines sollte man bei Gewässer- und Reiseartikeln auch im Hinterkopf haben. Viele berichten nur dann, wenn das Angeln, das Wetter und andere Bedingungen gut waren. Die sind aber nicht permament optimal. Und einen Bericht über erfolglose Reisen und Schneidertage will doch keiner lesen, oder wie empfindet Ihr das Verhältnis von Berichten über tolle Reisen und Gewässer zu "mißlungenen" Reisen? Geht doch eher zu 100:1.
Und manchmal wird auch verschwiegen oder "geschummelt". Ihr kennt doch alle das Magazin "Fisch und Fliege". Im nächsten Heft wird Barry Ord Clarke über das Fischen auf Forellen im Lofsdalen in Mittelschweden berichten. Bin hier z.B. gespannt. ob er auch über den Grund des zugegeben guten Forellenfischens z.B. im Lofsjön berichtet. Da werden nämlich öfter mal Tonnen (wirklich Tonnen!) an Forellen besetzt.
Ralf
die bisher gemachten Äußerungen zu überlaufenen Gewässern nach in Zeitschriften veröffentlichten Berichten stimmen leider allzu oft. Klassisches Beispiel war einmal ein Bericht im "Fliegenfischen" über das Grilseangeln im norwegischen Argardselva. Die nächsten drei Jahre war der Fluss komplett überlaufen, nach nicht den Erwartungen entsprechenden Fängen legte sich der "Hype" wieder.
Man sollte sich gern alte Berichte ansehen, da ist der erste Run schon lange wieder vorbei, der Bestand hat sich oft wieder erholt. Und je leichter ein Gewässer zu erreichen ist, umso eher sollte man nach Fangberichten die Finger in nächster Zeit davon lassen.
Eines sollte man bei Gewässer- und Reiseartikeln auch im Hinterkopf haben. Viele berichten nur dann, wenn das Angeln, das Wetter und andere Bedingungen gut waren. Die sind aber nicht permament optimal. Und einen Bericht über erfolglose Reisen und Schneidertage will doch keiner lesen, oder wie empfindet Ihr das Verhältnis von Berichten über tolle Reisen und Gewässer zu "mißlungenen" Reisen? Geht doch eher zu 100:1.
Und manchmal wird auch verschwiegen oder "geschummelt". Ihr kennt doch alle das Magazin "Fisch und Fliege". Im nächsten Heft wird Barry Ord Clarke über das Fischen auf Forellen im Lofsdalen in Mittelschweden berichten. Bin hier z.B. gespannt. ob er auch über den Grund des zugegeben guten Forellenfischens z.B. im Lofsjön berichtet. Da werden nämlich öfter mal Tonnen (wirklich Tonnen!) an Forellen besetzt.
Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.
Ich bin da sehr vorsichtig, ich habe den Eindruck dass viele Autoren einige
"freie Tage" an einer Strecke kriegen, d.h. die werden Eingeladen um einen Bericht zu schreiben.
Nach 3-4 Tage mit freien Unterkunft, Essen und Karten erzählt man wohl nur die positiven Seiten der Fischerei, z.B. nicht dass 95 % Besatzfische
sind, dass 3/4 der Strecke verbaut ist oder dass der Fluss auch sehr beliebt ist unter den Wassersportlern.
Man muss die Berichte mehr oder weniger als Werbung sehen besonders wenn es um "Hotelstrecken" und Angelcamps geht. Allerdings sind einige
auch gut und die muss man halt finden.
Isoperla
"freie Tage" an einer Strecke kriegen, d.h. die werden Eingeladen um einen Bericht zu schreiben.
Nach 3-4 Tage mit freien Unterkunft, Essen und Karten erzählt man wohl nur die positiven Seiten der Fischerei, z.B. nicht dass 95 % Besatzfische
sind, dass 3/4 der Strecke verbaut ist oder dass der Fluss auch sehr beliebt ist unter den Wassersportlern.
Man muss die Berichte mehr oder weniger als Werbung sehen besonders wenn es um "Hotelstrecken" und Angelcamps geht. Allerdings sind einige
auch gut und die muss man halt finden.
Isoperla






