wann nimmt man eine schnurklasse höher bei gl. rutenkl. ?

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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Angler
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wann nimmt man eine schnurklasse höher bei gl. rutenkl. ?

Ungelesener Beitrag von Angler »

hallo gemeinde,

wann macht es sinn eine schnurklasse höher zu nehmen bei gleicher rutenklasse ?

z.b. #5 rute mit #6 schnur

meine rutenklasse ist eine #5er.

bin auf eure erfahrungen gespannt.

schönen abend,

thomas
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Kurt Mack
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Ungelesener Beitrag von Kurt Mack »

Hallo!

Bei Fischen an einem kleinen, verwachsenen Bach nehme ich für meine 3er Rute eine 5er Schnur. Die anfänglichen Wurfprobleme mit einer passenden Schnur waren nach dem Wechsel sofort weg. Maximal werfe ich dort 8 Meter.
Eine 4er Schnür wäre vielleicht besser, aber nur für einige Tage im Jahr möchte iczh mir kein zulegen.

Tschüss, Kurt
Royal Coachman
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Komische Empfehlungen

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Thomas !

Das sind Empfehlungen, die von Zeit zu Zeit immer wieder auftauchen und sich mit der automatischen Verbesserung der eigenen Wurftechnik von selbst erledigen.

Meistens wird das gemacht um schwere Tungsten Nymphen an kleinen Bächen transportieren zu können.

Wenn Du Deine Rute ruinieren willst, nimm eine 2 Klassen höhere Schnur, wundere Dich aber nicht, wenn Dir plötzlich die ersten 10-15 cm von der Spitze fehlen.

Ich fische grundsätzlich mindestens eine Schnurklasse niedriger!

freundlichst
Royal COachman
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo Thomas,

es hängt von deiner Technik ab. "Gute" Werfer können eine Rute bereits mit der vorgesehenen Klasse überladen, nicht so "gute" können eine eine Klasse höhere Schnur noch ohne weiteres verwenden. "Sehr gute" Werfer passen ihre Technik den Umständen und dem Gerät an. Aber das Ganze hängt auch von der Art der Schnur (DT oder WF)-mit der DT sollte man eher eine Klasse unter der WF fischen und der Art der Rute (ob steifer oder weniger steif, oder gar gespliesst, ab). Herr Brunner hat z.B. für eine bestimmte Gespliesste DT Klasse 4 oder WF Klasse 5 empfohlen.
Bei Kohlefaserruten geben manche Herststeller auch 2 verschiedene Klassen an. Und Orvis bietet z.B. eine Schnur an. die generell um eine halbe Klasse schwerer ist - also 5,5 anstatt 5 für eine 5er Rute. Am besten ist meiner Ansicht, du verwendest die vorgesehene Rutenklasse. Es sei denn, du hast eine Rute,die dir zu schnell (steif) ist, dann kannst du eine Klasse darüber gehen.

Grüsse
Heinz
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Olli D
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Ungelesener Beitrag von Olli D »

Ich finde es etwas einfach höhere Schnurklassen als zu Rute passend mit einem schlechten Wurfstil ab zu tun, ich denke das manche besonders schnelle 5er Ruten eigentlich 6er sind und das man nicht einfach nach Schnurklasse die passende Schnur zu jeder Rute findet.Die Gewichtsangaben wie sie einige Hersteller schon angeben sind da schon etwas genauer.
Dann kommt es noch auf die Situation und den Wurfstil an.

Olli
Hans.
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Ungelesener Beitrag von Hans. »

Hallo Thomas, hallo Jungs,

Ich meine, das Thema hat schon etwas mit dem persönlichen Wurfstil zu tun, vielleicht nicht so sehr mit besser oder schlechter Werfen können.

Eine steife 5er Rute muß für die Aufladung rasanter beschleunigt werden als eine weichere Rute. Diese steife Rute mit einer 6er Schnur zu bespannen kommt denjenigen entgegen, die eben nicht so rasant beschleunigen wollen, sondern die Sache etwas gemütlicher angehen, denn durch das höhere Gewicht der Schnur muß für die Aufladung nicht so rasant beschleunigt werden. Auch im Nahbereicht läßt es sich so grundsätzllich leichter werfen.

Gefährlich wird es für die Rute, wenn höhere Schnurklassen draufkommen, aber das rasante Beschleunigen beibehalten wird. Dann gefährdet man die Rute.

---

Ich habe bei Gerätehändlern schon derartig steife 5er Ruten probegeworfen, dass ich für mich das Gefühl hatte, eine 7er in den Händen zu haben. Ich habe mir vorgestellt, wie der Hersteller vielleicht damit verfahren ist: Streiche 7, setzte 5 und schreibe dazu: superschnelle 5er, ey !!

Die Sage XP ist eine Rute, die mancher eine Klasse höher fischt, weil es dann einfach mehr Spaß macht. Beim Nachfolgemodell, der Z-Axis, hat Sage reagiert. Die wirft sich mit der Klasse wunderbar, die auch draufsteht.

Dann habe ich neulich die neue Orvis Traut Bum in Klasse 4 probegeworfen. Wenn man diese FullFlexRute rasant beschleunigt, macht die rein garnichts!!! Ich mußte mich umstellen: schön langsam werfen, mit gefühlvollem Doppelzug unterstützen, bloß keinen Druck machen, und auf einmal warf sie "von alleine". Und wie !!!


Grüße
Hans
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Achim Stahl
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Ungelesener Beitrag von Achim Stahl »

Moin,
Olli D hat geschrieben:Ich finde es etwas einfach höhere Schnurklassen als zu Rute passend mit einem schlechten Wurfstil ab zu tun, ich denke das manche besonders schnelle 5er Ruten eigentlich 6er sind und das man nicht einfach nach Schnurklasse die passende Schnur zu jeder Rute findet.Die Gewichtsangaben wie sie einige Hersteller schon angeben sind da schon etwas genauer.
Dann kommt es noch auf die Situation und den Wurfstil an.

Olli
:daumen Dito!

Nicht bei jeder Rute auf der #5 draufsteht, ist auch #5 drin! (das gleiche trifft auch auf die Schnüre zu!)

Jemanden von vornherein als schlechten Werfer abzutun, weil er seine Rute mit einer schwereren Schnur bestückt als der Rutenbauer auf den Blank gedruckt hat, ist , mit Verlaub gesagt, Unsinn. Es gibt dafür sehr wohl gute Gründe. Zum Beispiel schnelle Präsentation auf kurze bis mittlere Distanzen. Wer schon mal die Sichtfischerei auf Bonefish, Meeräsche oder auch Karpfen betrieben hat, weiß es zu schätzen, wenn sich seine Rute schon mit wenigen Metern Schnur in der Luft auflädt und er schnell beim Fisch ist.

@Royal Coachman: Eine Rute, die bereits bricht, wenn man sie um zwei Schnurklassen überlädt, taugt mit Sicherheit nichts, um damit ersthaft Fische zu drillen. :?



Viele Grüße!

Achim
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo,

@Achim,

zu schreiben, eine Rute, die bricht, wenn man sie mit einer Schnur bestückt, die 2 Klassen schwerer ist, taugt nicht zum Fischefangen-das ist mit Verlaub gesagt-Unsinn. Versuche dies mal mit einer Gespliessten, die wirst du dann ganz schnell kaputtkriegen. Und das man mit einer Gespliessten gut Fische fangen kann, das dürfte doch wohl feststehen.

@Alle
ich habe bei meinem vorangegangenen Posting "gut" ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt und niemanden einer schlechten Technik bezichtigt, der schwerere Schnüre als auf der Rute angegeben einsetzt. Hans hat so geschrieben, wie das auch von mir gemeint war. Soviel zur Klarstellung, damit sich niemand zwangshaft mein posting missinterpretiert.

Grüsse
Heinz
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Hartmut
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Ungelesener Beitrag von Hartmut »

Hi,
Ich mußte mich umstellen: schön langsam werfen, mit gefühlvollem Doppelzug unterstützen, bloß keinen Druck machen, und auf einmal warf sie "von alleine". Und wie !!!
Darin liegt auch der Sinn für die höhere Schnurklasse auf kurze Distanz. Auch die Scheuchwirkung auf die Fische ist geringer, wenn der Fischer weniger Aktion (Bewegungen) zum Werfen benötigt. Außerdem lässt sich so eine Trockenfliege, auf kurze Distanz, sehr sanft und verführerisch präsentieren.
TL
Hartmut
Royal Coachman
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Habt Ihr Euch eigentlich noch nie gefragt, woher bei den Kohlefaserruten die vielen Spitzenbrüche im Bereich der letzten 15 cm kommen?

freundlichst
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo Royal,

ich denke nicht das das durch zu schwere Schnüre an Ruten kommt. Dann müssten ja die Ruten bei Distanzwurfübungen mit verschiedenen Schnüren reihenweise zerbersten und das kann ich aus eigener Erfahrung dementieren. Wir haben mal vor einigen Jahren verschiedenste Ruten mit den verschiedensten Schnurkombinationen über Wochen auf der Wiese gequält und da ist nur eine gebrochen und zwar kurz über dem Handteil. Dabei kann ich sagen das wir die Ruten wirklich konsequent vergewaltigt haben, also nicht nur eine Schnurklasse höher und dazu mit viel Schnur in der Luft ...

Winston beschreibt das gut in den Katalogen zum Thema "Graphite Rod Care". Nahezu alle Ruten die sie zurückbekommen haben, sind durch "crush force" gebrochen und nicht durch normale Fisch- / Wurfbelastung, wobei der eigentliche Bruch fast immer erst später erfolgt. Das Rutenfinish ist an einer Stelle nur leicht beschädigt (Beschwerte Nymphe, Hackenspitze, Bäume, Bootskante) und die Bindung der Kraftfiebern untereinander beginnt sich in Längsrichtung zu lösen, das sperariert die Fibern voneinander, bis die Stelle viel später durch eine leichte Belastung bricht.

Wir hatten das Thema ja auch hier schon mal ausführlich diskutiert.

LG, Olaf
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"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
Fyggi
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Ungelesener Beitrag von Fyggi »

Hallo RC
Habt Ihr Euch eigentlich noch nie gefragt, woher bei den Kohlefaserruten die vielen Spitzenbrüche im Bereich der letzten 15 cm kommen
Was ist denn "viel", prozentual zu verkauften/gefischten Ruten gesehen? Und hast du auch eine fundierte Antwort auf diese Frage?

Die Grundaussage, mit 1-2 Schnurklassen höher die Bruchgefahr der Rute deutlich zu erhöhen halte ich für Unsinn.
Das sind, wie schon so oft, Pauschalaussagen zu irgenwelchen Themen, die man so undifferenziert nicht stehen lassen kann. Aber scheint halt sehr einfach zu sein...

Das fängt schon damit an, dass, wie auch Achim schon sagt, nicht überall wo Klasse 5 drauf steht ist auch Klasse 5 drin (gilt für Rute und Schnur).

Beispielhaft würde ich hier eine 5er Sage SLT und eine 5er Sage TCR nennen. Und bei den Schnüren eine 4er Guideline Highwater und eine 6er Scierra HMT, die ein fast identisches Keulengeicht haben, das eher einer 5er entspricht.

Und, RC, wir sprechen hier von ca. 2,5 Gramm Unterschied bei 2 Klassen.
Ob man auch als guter Werfer mit optimaler Beschleunigung so viel Kraft ausüben kann, dass eine Rute bricht wage ich zu bezweifeln (auch wenn sich das Gewicht durch die Beschleunigung natürlich erheblich vervielfacht, physikalisch gesehen....)

Dann müßten einige Ruten mehr auch beim Drill eines Fisches oder dem Versuch des ruckartigen Lösens eines Hängers (der ein oder andere wird das kennen...) brechen. Auch die Belastung in der Endphase eines Drills, bei dem die Schnur fast parallel zur Rute verläuft , dürfte m.E. eine viel höhere Belastung für die Spitze darstellen.

Und so kann ich Olaf, ebenfalls aus ähnlicher, praktischer Erfahrung, auch nur beipflichten.

Aber,RC, ich bin mal gespannt auf deine Begründung. Man lernt ja nie aus.

@ Heinz
Versuche dies mal mit einer Gespliessten, die wirst du dann ganz schnell kaputtkriegen
Hat Matthias mit seiner Gesplissten auf dem Bild in dem von Olaf bezeichneten Thread etwas falsch gemacht, dass die DABEI nicht kaputt gegangen ist?!

Mark
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Achim Stahl
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Ungelesener Beitrag von Achim Stahl »

Moin,

jetzt noch mal:

Prinzipiell gibt es gute Gründe, in bestimmten Situationen die Rute etwas schwerer zu bestücken, als auf dem Blank angegeben. Siehe oben in meinem ersten Posting.

Ein bißchen gesunden Menschenverstand und Feingefühl sollte man allerdings mitbringen. Es macht selbstredend keinen Sinn, eine Rute, auf der 5 draufsteht und 4 drin ist, mit einer Schnur zu versehen, auf der 6 draufsteht und 8 drin ist. Klar, dann biegt sich beim Werfen bereits der Kork!

Und wenn eine Gespließte sich auf kurze bis mittlere Distanz mit der angegebenen Schnurklasse nicht genug auflädt kann man selbstverständlich für diese Fischerei eine schwerere Schnur wählen. Man will ja dann damit nicht permanent ins Backing werfen.


Viele Grüße!


Achim
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Keine Wurfstildiskussion

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Ich habe nicht vor eine Wurfstildiskussion zu führen, lest bitte mal das Eingangsposting, es ging darum, wann man eine Schnurklasse höher wählt.

Davon ausgehend, daß Rute und Schnur zu einander passen, warum soll man dann eine Klasse höher gehen? Das macht doch keinen Sinn, da braucht Ihr mir nicht mit irgendwelchen Grammangaben kommen.

Was die gespließten Ruten betrifft möchte ich überhaupt nicht darüber diskutieren.

freundlichst
RC
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Tobsn
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Re: Keine Wurfstildiskussion

Ungelesener Beitrag von Tobsn »

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Freunde !

Ich habe nicht vor eine Wurfstildiskussion zu führen, lest bitte mal das Eingangsposting, es ging darum, wann man eine Schnurklasse höher wählt.

Davon ausgehend, daß Rute und Schnur zu einander passen, warum soll man dann eine Klasse höher gehen? Das macht doch keinen Sinn, da braucht Ihr mir nicht mit irgendwelchen Grammangaben kommen.

Was die gespließten Ruten betrifft möchte ich überhaupt nicht darüber diskutieren.

freundlichst
RC
Kann alles sehr sinnvoll sein... Ich geh mal davon aus, dass Fälle ind denen zwar z.B. #5 auf dem Blank steht, aber #6 drin ist (wie Achim so schön sagte) ausgenommen sind. Bei Präsentationen im Nahbereich kann eine Schnurklasse drüber z.B. die Rute besser aufladen und so weiter... Das man mit Schnurklassen +2 eine Rute kaputtbekommt glaube ich nicht so recht. Schau Dir mal die Bruchtests z.B. von Winston an, eine Rute kann einiges vertragen...

T
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