Fangstatistiken 2006
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- Frank.
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Fangstatistiken 2006
Liebe Leute,
nachdem nun die Forellensaison vorüber ist: Ich würde gerne mal einen allgemeinen Austausch über die Fangergebnisse des Jahres 2006 anregen - weil es mir in diesem Jahr noch bedenklicher als in den Vorjahren zu sein scheint, wie sich unsere Gewässer entwickelt haben.
Ich selbst habe in diesem Jahr in Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Hessen, NRW und Bayern gefischt. Mit ganz wenigen Ausnahmen mußte ich feststellen, daß sich der Bestand an größeren Fischen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschlechtert hat - in vielen Gewässern sogar dramatisch.
Bei den Gesprächen mit einheimischen Anglern gab es fast unisono dieselbe Auskunft: der Kormoran ...
Besonders in unseren Hausgewässern in Südniedersachsen ist es in der Tat katastrophal, was die Rabenvögel namentlich im letzten Winter angerichtet haben: Über viele, viele Flußkilometer hat buchstäblich kein maßiger Fisch überlebt. Am Samstag, als ich mit meinem Freund Ulli Bußmann den Saisonabschluß begangen habe, fiel es uns noch einmal ganz besonders dramatisch auf, wie schlimm die Entwicklung wirklich ist: Zwei "alte Hasen" haben in sechs Stunden nicht einen einzigen maßigen Fisch gefangen - in zwei Flüssen, in denen man vorher eigentlich nie fragte, "ob", sondern nur, "wie viele" Fische zu fangen sind. Dafür so maßlos viele Kleinstfische, daß wir auf übergroße Fliegen umgerüstet haben, um den Nachwuchs zu schonen (bei uns kam der schwarze "Heuschreckenschwarm kurz nach der Laichzeit). Bei klarem Wasser und bester Sicht: Besonders in den Strecken, wo früher ein enorm hoher Äschenbestand war, herrscht buchstäblich gähnende Leere. Jährliche Schwankungen hin und her: Normal ist das nicht.
Natürlich weiß ich, daß ich Eulen nach Athen trage; über den Kormoran brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Aber dennoch würde es mich sehr interessieren, ob ihr meine Erfahrungen teilt:
Statistisch sieht es bei mir so aus, daß ich in meinen Stammgewässern (bei vergleichbar vielen Angeltagen) ca. 40% weniger Forellen von > 35 cm als im Vorjahr gefangen habe.
Gute und sehr gute Fänge habe ich vor allem an Strecken erzielt, in denen Kormorane garantiert nicht einfallen - nämlich an innerorts gelegenen, ganztägig belebten Gewässerstrecken.
Teilt ihr meine Erfahungen? - oder gibt es noch Hoffnung?
Euer Frank
nachdem nun die Forellensaison vorüber ist: Ich würde gerne mal einen allgemeinen Austausch über die Fangergebnisse des Jahres 2006 anregen - weil es mir in diesem Jahr noch bedenklicher als in den Vorjahren zu sein scheint, wie sich unsere Gewässer entwickelt haben.
Ich selbst habe in diesem Jahr in Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Hessen, NRW und Bayern gefischt. Mit ganz wenigen Ausnahmen mußte ich feststellen, daß sich der Bestand an größeren Fischen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschlechtert hat - in vielen Gewässern sogar dramatisch.
Bei den Gesprächen mit einheimischen Anglern gab es fast unisono dieselbe Auskunft: der Kormoran ...
Besonders in unseren Hausgewässern in Südniedersachsen ist es in der Tat katastrophal, was die Rabenvögel namentlich im letzten Winter angerichtet haben: Über viele, viele Flußkilometer hat buchstäblich kein maßiger Fisch überlebt. Am Samstag, als ich mit meinem Freund Ulli Bußmann den Saisonabschluß begangen habe, fiel es uns noch einmal ganz besonders dramatisch auf, wie schlimm die Entwicklung wirklich ist: Zwei "alte Hasen" haben in sechs Stunden nicht einen einzigen maßigen Fisch gefangen - in zwei Flüssen, in denen man vorher eigentlich nie fragte, "ob", sondern nur, "wie viele" Fische zu fangen sind. Dafür so maßlos viele Kleinstfische, daß wir auf übergroße Fliegen umgerüstet haben, um den Nachwuchs zu schonen (bei uns kam der schwarze "Heuschreckenschwarm kurz nach der Laichzeit). Bei klarem Wasser und bester Sicht: Besonders in den Strecken, wo früher ein enorm hoher Äschenbestand war, herrscht buchstäblich gähnende Leere. Jährliche Schwankungen hin und her: Normal ist das nicht.
Natürlich weiß ich, daß ich Eulen nach Athen trage; über den Kormoran brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Aber dennoch würde es mich sehr interessieren, ob ihr meine Erfahrungen teilt:
Statistisch sieht es bei mir so aus, daß ich in meinen Stammgewässern (bei vergleichbar vielen Angeltagen) ca. 40% weniger Forellen von > 35 cm als im Vorjahr gefangen habe.
Gute und sehr gute Fänge habe ich vor allem an Strecken erzielt, in denen Kormorane garantiert nicht einfallen - nämlich an innerorts gelegenen, ganztägig belebten Gewässerstrecken.
Teilt ihr meine Erfahungen? - oder gibt es noch Hoffnung?
Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
Franz Kafka
Das hört sich ja nicht gut an. Leider war auch bei unserem Bach in Brandenburg die Saison mäßig im Verglich zu den Vorjahren. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass gerade die Fische um 35 cm, die song öfter vorkamen, fehlten. Ich glaube, dass die Kormorane auch vor größeren Fischen nicht halt machen. Ob sie diese fressen (können) oder nur verletzen und so töten, weiß ich nicht. Aber so langsam nervt die Lage.
Es kann ja nicht sein, dass Geld und vor allem Zeit in Aufzucht und Renaturierung investiert wird, und aufgrund von überholten Gesetzen, eine Spezies eine andere wegfegt. Für uns ist die Fischerei ja eher Luxus, aber die Berufsfischer haben ja existenzielle Probleme.
Selobst bei uns in Berlin, mitten in der Stadt, sind im Winter Kormorane zu sehen. Die Viecher sind nicht nur grfräßig, sondern auch ziemlich dreist und scheinbar auch nicht dumm.
Nico
(der auf einen milden Winter hofft)
Es kann ja nicht sein, dass Geld und vor allem Zeit in Aufzucht und Renaturierung investiert wird, und aufgrund von überholten Gesetzen, eine Spezies eine andere wegfegt. Für uns ist die Fischerei ja eher Luxus, aber die Berufsfischer haben ja existenzielle Probleme.
Selobst bei uns in Berlin, mitten in der Stadt, sind im Winter Kormorane zu sehen. Die Viecher sind nicht nur grfräßig, sondern auch ziemlich dreist und scheinbar auch nicht dumm.
Nico
(der auf einen milden Winter hofft)
- Wolfgang Hinderjock
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Nun haben wir in Mecklenburg ohnehin viele Kormorane, allerdings verhindert die große Anzahl an Seen und die Nähe zur Küste in normalen, milden Wintern, ohne extrem lange anhaltende Eisbedeckungen der Seen einen stärkeren Einbruch der Vögel in die kleineren Fließgewässer.
Einige wenige Kormorane wird man wohl jeden Winter in den offeneren Bereichen vorfinden, was man verschmerzen kann.
Hält die Eisbedeckung jedoch sehr lange an, wie letzten Winter wird der Druck auf die kleinen Fließgewässer sehr stark.
Im letzten Winter so stark, wie schon lange nicht mehr.
Die Kormorane dringen dann auch in verwachsenere, sonst von ihnen gemiedene Bereiche in den Waldgebieten vor.
Das ergab dann in etwa folgendes Bild am Gewässer, die sonst so nervigen Minidöbel(15-20cm), sowie die kleineren Forellen schienen fast völlig zu fehlen, wenn Fische gefangen wurden, egal ob Döbel oder Bachforelle, waren diese meist größer als 45cm, ein hoher Prozentsatz dieser Fische hatte im Mai noch gut sichtbare vernarbte Verletzungen, die seit einigen Jahren in dem betreffnden Gewässer auftauchenden Äschen, die wohl aus einem weiter unten einmündenden Nebenfluss, der einen Äschenbestand besitzt, eingewandert sind, waren zumindest mit anglerischen Mitteln nicht mehr nachweisbar.
An dem Gewässer gab es schon einige Male derartige Bestandseinbrüche, aus oben genannten Gründen, obwohl das Gewässer kein Besatzgewässer ist und man auf völlige Selbstreproduktion setzt, hat es sich bisher immer wieder aufgerappelt, richtig böse wird es natürlich wenn mehrere solche Jahre auf einander folgen.
Einige wenige Kormorane wird man wohl jeden Winter in den offeneren Bereichen vorfinden, was man verschmerzen kann.
Hält die Eisbedeckung jedoch sehr lange an, wie letzten Winter wird der Druck auf die kleinen Fließgewässer sehr stark.
Im letzten Winter so stark, wie schon lange nicht mehr.
Die Kormorane dringen dann auch in verwachsenere, sonst von ihnen gemiedene Bereiche in den Waldgebieten vor.
Das ergab dann in etwa folgendes Bild am Gewässer, die sonst so nervigen Minidöbel(15-20cm), sowie die kleineren Forellen schienen fast völlig zu fehlen, wenn Fische gefangen wurden, egal ob Döbel oder Bachforelle, waren diese meist größer als 45cm, ein hoher Prozentsatz dieser Fische hatte im Mai noch gut sichtbare vernarbte Verletzungen, die seit einigen Jahren in dem betreffnden Gewässer auftauchenden Äschen, die wohl aus einem weiter unten einmündenden Nebenfluss, der einen Äschenbestand besitzt, eingewandert sind, waren zumindest mit anglerischen Mitteln nicht mehr nachweisbar.
An dem Gewässer gab es schon einige Male derartige Bestandseinbrüche, aus oben genannten Gründen, obwohl das Gewässer kein Besatzgewässer ist und man auf völlige Selbstreproduktion setzt, hat es sich bisher immer wieder aufgerappelt, richtig böse wird es natürlich wenn mehrere solche Jahre auf einander folgen.

- Peter Pan
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Bei uns in Hessen sieht es auch nicht erfreulich aus. Beim Laichfischfang im Frühjahr haben wir 75% weniger Äschen gefangen!!
Von diesen hatten ca. 30% sichtbare Kormoranschäden. Die Strecke befindet sich in einer Ortschaft, was die Kormorane nicht gestört hat.
In der restlichen Strecke beobachten wir einen dramatischen Rückgang der zweijährigen Fische, egal ob Äsche oder Bachforelle. Entsprechend war auch das Fangergebniss im Sommer
.
Der Antrag für die nächste Kormoranvergrämungsabschußgenehmigung läuft schon.
Petri und tight lines,
Peter
Von diesen hatten ca. 30% sichtbare Kormoranschäden. Die Strecke befindet sich in einer Ortschaft, was die Kormorane nicht gestört hat.
In der restlichen Strecke beobachten wir einen dramatischen Rückgang der zweijährigen Fische, egal ob Äsche oder Bachforelle. Entsprechend war auch das Fangergebniss im Sommer
Der Antrag für die nächste Kormoranvergrämungsabschußgenehmigung läuft schon.
Petri und tight lines,
Peter
Aber es muss ja auch jemand Jagd auf die Vögel machen. Kann mir aber vorstellen, dass vielen Jägern ihre zeit und die Munition zu schade ist. Bei größeren Populationen wäre ja auch zu klären, wie effektiv die Jagd ist.
Hat mal jemand Erfahrungen mit Methoden gemacht, die den Kormoranen das Fischen erschwert, z.b. Seile uüber das Gewässder zu spannen. Habe das mal gelesen.
Gruß
Nico
Hat mal jemand Erfahrungen mit Methoden gemacht, die den Kormoranen das Fischen erschwert, z.b. Seile uüber das Gewässder zu spannen. Habe das mal gelesen.
Gruß
Nico
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t.z.
- Frank.
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Liebe Leute,
nur kurz zwischendurch - da wird ja sicher noch mehr kommen: Danke für Eure Beiträge! Aber offenbar läuft es doch zwangsläufig auf eine neue Kormoran-Diskussion hinaus? Eine solche führe ich mit meinen Jäger-Freunden ohnehin ständig (nur ein einziger, der selbst Fliefi ist, knallt jeden ab, den er irgend erwischen kann).
Von Bad Berka und anderen Orten habe ich natürlich auch im Forum schon gelesen - bei uns war es innerorts wirklich besser, aber das sind auch extrem eng besiedelte, kleine Bäche, die offenbar nicht reizvoll für die Vögel sind, weil sie nur wenige hundert Meter weiter leider optimale Bedingungen vorfinden.
Auch wenn den Vögeln wohl wirklich nur Fische von maximal 35 cm ins Beuteschema passen - auch ich habe viele, viele größere Fische gesehen, die Verletzungen trugen, die sicher nicht auf Reiher oder Hecht zurückgehen; die Kormoranwunden sind ja auch ganz gut von anderen zu unterscheiden.
Bei den Gewässern, die es in meinem Revier besonders schlimm getroffen hat, wird grundsätzlich nicht besetzt, so daß auf eine natürliche Regeneration der Bestände gehofft werden muß; ich muß allerdings gestehen, daß ich sehr skeptisch bin. Und leider gehen die Schwierigkeiten bei der Regeneration zum Teil eindeutig (auch) auf Anglerkollegen zurück. Wir haben Gewässer, bei denen ab Sonnenuntergang das Wurmangeln erlaubt ist, während sie tagsüber nur für Kunstköder frei sind (Einflußnahme im Verein habe ich schon versucht - vollends zwecklos!). Ein Jungangler, den ich kürzlich sehr ernsthaft deshalb ins Gebet genommen habe, gestand mir, daß er an einem Abend zwei Aale - aber 5 untermaßige Bachforellen auf Tauwurm gefangen hat. Überlebenschance gleich null. Da kann unsereiner noch so sehr auf Schonhaken setzen ...
Ich hoffe, ich habe ihn kuriert. Da fehlt es bei vielen Sportfreunden entscheiden am Problembewußtsein, aber ich bin mir sicher, daß viele von Euch diese Problematik aus den eigenen Vereinen kennen. Oft hilft das persönliche Gespräch eher als eine Diskussion bei der Versammlung, aber das ist eine Binsenweisheit. Hier sind besonders die Jugendwarte und Ausbilder für die Fischereiprüfung gefragt (nächste Binsenweisheit).
Aber sehen wir mal, was hier noch so alles mitgeteilt wird. Ich selber gestehe, daß ich früher auch mal ganz naiv gedacht habe, daß das Kormoranproblem hochgespielt wird - aber das ist lange, lange und sehr endgültig vorbei.
Mehr oder minder hoffnungslos grüßt in die Runde
Euer Frank
nur kurz zwischendurch - da wird ja sicher noch mehr kommen: Danke für Eure Beiträge! Aber offenbar läuft es doch zwangsläufig auf eine neue Kormoran-Diskussion hinaus? Eine solche führe ich mit meinen Jäger-Freunden ohnehin ständig (nur ein einziger, der selbst Fliefi ist, knallt jeden ab, den er irgend erwischen kann).
Von Bad Berka und anderen Orten habe ich natürlich auch im Forum schon gelesen - bei uns war es innerorts wirklich besser, aber das sind auch extrem eng besiedelte, kleine Bäche, die offenbar nicht reizvoll für die Vögel sind, weil sie nur wenige hundert Meter weiter leider optimale Bedingungen vorfinden.
Auch wenn den Vögeln wohl wirklich nur Fische von maximal 35 cm ins Beuteschema passen - auch ich habe viele, viele größere Fische gesehen, die Verletzungen trugen, die sicher nicht auf Reiher oder Hecht zurückgehen; die Kormoranwunden sind ja auch ganz gut von anderen zu unterscheiden.
Bei den Gewässern, die es in meinem Revier besonders schlimm getroffen hat, wird grundsätzlich nicht besetzt, so daß auf eine natürliche Regeneration der Bestände gehofft werden muß; ich muß allerdings gestehen, daß ich sehr skeptisch bin. Und leider gehen die Schwierigkeiten bei der Regeneration zum Teil eindeutig (auch) auf Anglerkollegen zurück. Wir haben Gewässer, bei denen ab Sonnenuntergang das Wurmangeln erlaubt ist, während sie tagsüber nur für Kunstköder frei sind (Einflußnahme im Verein habe ich schon versucht - vollends zwecklos!). Ein Jungangler, den ich kürzlich sehr ernsthaft deshalb ins Gebet genommen habe, gestand mir, daß er an einem Abend zwei Aale - aber 5 untermaßige Bachforellen auf Tauwurm gefangen hat. Überlebenschance gleich null. Da kann unsereiner noch so sehr auf Schonhaken setzen ...
Ich hoffe, ich habe ihn kuriert. Da fehlt es bei vielen Sportfreunden entscheiden am Problembewußtsein, aber ich bin mir sicher, daß viele von Euch diese Problematik aus den eigenen Vereinen kennen. Oft hilft das persönliche Gespräch eher als eine Diskussion bei der Versammlung, aber das ist eine Binsenweisheit. Hier sind besonders die Jugendwarte und Ausbilder für die Fischereiprüfung gefragt (nächste Binsenweisheit).
Aber sehen wir mal, was hier noch so alles mitgeteilt wird. Ich selber gestehe, daß ich früher auch mal ganz naiv gedacht habe, daß das Kormoranproblem hochgespielt wird - aber das ist lange, lange und sehr endgültig vorbei.
Mehr oder minder hoffnungslos grüßt in die Runde
Euer Frank
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Franz Kafka
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- Wolfgang Hinderjock
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Im Jahre 2005 wurden in Mecklenburg/Vorpommern mit Erlaubnis des Landesumweltamtes ca. 6000 Kormorane abgeschossen.
Nach Protesten des Nabu wurde dann die Abschussgenehmigung wieder zurück gezogen.
Als Grund wurde angeführt, daß außerhalb von Teichanlagen angeblich keine Beweise für eine Schädigung von Fischbeständen existierten.
Hier was vom Nabu dazu : http://schleswig-holstein.nabu.de/m06/m06_05/03939.html
Daß Naturschutz unter der Wasseroberfläche aufhört, kann man auch folgender Rede entnehmen : http://www.um.mv-regierung.de/pages/red ... 05_18.html
Nach Protesten des Nabu wurde dann die Abschussgenehmigung wieder zurück gezogen.
Als Grund wurde angeführt, daß außerhalb von Teichanlagen angeblich keine Beweise für eine Schädigung von Fischbeständen existierten.
Hier was vom Nabu dazu : http://schleswig-holstein.nabu.de/m06/m06_05/03939.html
Daß Naturschutz unter der Wasseroberfläche aufhört, kann man auch folgender Rede entnehmen : http://www.um.mv-regierung.de/pages/red ... 05_18.html

- Suki
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hi leute mal was zu den kormoranen gehört zwar nicht ganz zu eurer diskussion aber trozdem ein gedanke wert alsoo:
Ich habe letztes jahr von einem versuch gehört den ein verein in Baden-würtemberg gemacht hatt. So ich bin nicht unbedingt ein befürworter von dem was jetzt kommt . Dieser Verein hatt in einer stark Kormoranbetroffenen strecke viele kleinere döbel eingesetzt um somit die forellen geschütz da anscheinend die Kormorane eher kleine döbel angepickt und verspeisst haben und die forellen sich ein bischen regenerieren konnten und in ruhe ableichen konnten .da die döbel in einem grösseren mas im wasser waren waren sie auch leichter von den vögeln zu fangen ........soo keine ahnung ob dass so gut ist was sagt ihr dazu ..(meiner meinung nach ist dass nicht zu 100% sinvoll ...
wie sind eure meinungen kann man soo die forellen ein wenig schützen ?????
Ich habe letztes jahr von einem versuch gehört den ein verein in Baden-würtemberg gemacht hatt. So ich bin nicht unbedingt ein befürworter von dem was jetzt kommt . Dieser Verein hatt in einer stark Kormoranbetroffenen strecke viele kleinere döbel eingesetzt um somit die forellen geschütz da anscheinend die Kormorane eher kleine döbel angepickt und verspeisst haben und die forellen sich ein bischen regenerieren konnten und in ruhe ableichen konnten .da die döbel in einem grösseren mas im wasser waren waren sie auch leichter von den vögeln zu fangen ........soo keine ahnung ob dass so gut ist was sagt ihr dazu ..(meiner meinung nach ist dass nicht zu 100% sinvoll ...
wie sind eure meinungen kann man soo die forellen ein wenig schützen ?????
!!Bistro B.I.H!!
-
t.z.
Zur Erteilung einer Abschussgenehmigung müssen bei uns hier in RLP 15 Kormorane in Beisein einer Amtsperson gezählt werden.
Die dürfen dann aber natürlich nur von dem örtlichen Jagdpächter abgeschossen werden. Dieser ist oft froh wenn er hört dass sich demnächst weniger Angler in "seinem" Revier tummeln. Ein ziemlich blöder Kreislauf.
6.000 von 1.6 Millionen ist ein Witz.
Die dürfen dann aber natürlich nur von dem örtlichen Jagdpächter abgeschossen werden. Dieser ist oft froh wenn er hört dass sich demnächst weniger Angler in "seinem" Revier tummeln. Ein ziemlich blöder Kreislauf.
6.000 von 1.6 Millionen ist ein Witz.
- pehers
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Servus Freunde!
Auch wenn es hier in der Rubrik Fliegenfischen in Dtl. nicht unbedingt her passt, so ist die Lage ja bei uns in Ö. nicht wirklich besser!
Ein Verein, Pächter einer renommierten Strecke zahlt bereits Prämien an Jäger für erlegte Kormorane!
Das führt zu einer irrwitzigen Situation: Ein Fasan, geschossen in Österreich kostet den Jäger, der ihn geschossen hat ca. € 5,--, den Wildbrethändler ca. € 1,50 und für einen Kormoran wird eine zweistellige Summe bezahlt (und nicht knapp zweistellig, sondern schon ein gutes Stück drüber)! Irre, aber wahr!
Dann steht man vor einem Scherbenhaufen und denkt sich, wo soll das alles hinführen!
Beste Grüße,
Hans
Auch wenn es hier in der Rubrik Fliegenfischen in Dtl. nicht unbedingt her passt, so ist die Lage ja bei uns in Ö. nicht wirklich besser!
Ein Verein, Pächter einer renommierten Strecke zahlt bereits Prämien an Jäger für erlegte Kormorane!
Das führt zu einer irrwitzigen Situation: Ein Fasan, geschossen in Österreich kostet den Jäger, der ihn geschossen hat ca. € 5,--, den Wildbrethändler ca. € 1,50 und für einen Kormoran wird eine zweistellige Summe bezahlt (und nicht knapp zweistellig, sondern schon ein gutes Stück drüber)! Irre, aber wahr!
Dann steht man vor einem Scherbenhaufen und denkt sich, wo soll das alles hinführen!
Beste Grüße,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Hallo,
ziemlich hohes und kaltes Wasser in Mai und Juni, der bis in das Quellgebiet der Leine eingefallene Kormoran, haben in diesem Jahr mein Fischen stark beeinflußt. Ab Juli war es dann normal, habe große Forellen gesehen und gefangen. Der September war phantastisch, habe nichts vermißt. Meine Salmoniden-Entnahme-Statsitik ist nicht aussagekräftig, weil mir viele schon sicher gefangen geglaubte Fische im letzen Moment wieder entwischt sind.
Am Sonntag herrliche Äschen an der Unstrut gesehen und gefangen. Die eine, die ich behalten konnte, war offensichtlich von einem Vogel angepickt worden. Mitten im Stadtgebiet von Mühlhausen.
Was war positiv in diesem Jahr? Trotz niedrigen Wassers ab Juli hatten wir in diesem Jahr kein Fischsterben zu verzeichnen gehabt
.
Ob sich der Fischbestand an den von mir befischten Flüssen geändert hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber daß ich meine Einstellung nochmals ein wenig geändert habe, das schon.
TL Markus
ziemlich hohes und kaltes Wasser in Mai und Juni, der bis in das Quellgebiet der Leine eingefallene Kormoran, haben in diesem Jahr mein Fischen stark beeinflußt. Ab Juli war es dann normal, habe große Forellen gesehen und gefangen. Der September war phantastisch, habe nichts vermißt. Meine Salmoniden-Entnahme-Statsitik ist nicht aussagekräftig, weil mir viele schon sicher gefangen geglaubte Fische im letzen Moment wieder entwischt sind.
Am Sonntag herrliche Äschen an der Unstrut gesehen und gefangen. Die eine, die ich behalten konnte, war offensichtlich von einem Vogel angepickt worden. Mitten im Stadtgebiet von Mühlhausen.
Was war positiv in diesem Jahr? Trotz niedrigen Wassers ab Juli hatten wir in diesem Jahr kein Fischsterben zu verzeichnen gehabt
Ob sich der Fischbestand an den von mir befischten Flüssen geändert hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber daß ich meine Einstellung nochmals ein wenig geändert habe, das schon.
TL Markus
"Mit der Fluggerte ist man imstande, die seit grauer Vorzeit in uns schlummernden Jagdinstinkte auf unblutigste Weise zu stillen." (Steinfort, Voljc)
- Wolfgang Hinderjock
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Re: Zusammenfassung!
Ob es auch mecklenburgischen Politikern Genüge tut ist eine andere Frage. Da müssten wohl erst gerichtsverwertbare Gutachten aus dem eigenen Bundesland auf dem Tisch liegen.
Wenn ich mir die Aussagen die hier regierungsseitig gemacht werden so ansehe, scheint nur der messbare ökonomische Schaden in berufsfischereilich genutzten Fischbeständen eine Rolle zu spielen, die natürlichen Fischbestände in den anderen Gewässern scheinen fast keine Bedeutung zu haben, weil es ja die erwähnten gerichtfesten Gutachten angeblich nicht gibt. Da es sie (angeblich) nicht gibt, liegt scheinbar auch keine Schädigung vor......................u.s.w, u.s.w.
Es ist auch viel einfacher sich der Meinung bestimmter Naturschutzorganisationen der Natur ihren Lauf zu lassen, da sich ja alles selbst reguliert, denn an leeren Flüssen hat der Kormoran ja nichts zu fressen und bleibt fern und die paar Angler können ruhig jammern, denn sie fischen ja aus rein privaten Hobbyinteressen, was kaum von Belang ist, da diese ja dazu neigen ihre Gewässer mit einem übermäßigen Fischbeständen zu besetzen, damit sie möglichts viel fangen, somit also selber Schuld sind, wenn der arme Kormoran sich an diesem Überangebot labt...........
Diese Einstellung hat Vorteile, sie kostet nichts und man stößt der naive Tierliebe verbreitenden Lobby nicht vor den Kopf, die könnte man ja nochmal brauchen..............
Nun ist es aber tatsächlich so, daß es hier eigentlich keine Besatzstrecken(Fließgewässer) gibt, somit also recht naturnahe Fischbestände, was ich persönlich nicht verkehrt finde.
Schädigungen an den geringen Äschenbeständen sind sowieso nicht heran zu ziehen, da die Äsche bei uns als nichtheimisch angesehen wird(gibt es erst durch Besatz seit ca.1974 in M/V) und sie außerhalb von Salmonidengewässern auch keine Schonzeit besitzt.
Wenn ich mir die Aussagen die hier regierungsseitig gemacht werden so ansehe, scheint nur der messbare ökonomische Schaden in berufsfischereilich genutzten Fischbeständen eine Rolle zu spielen, die natürlichen Fischbestände in den anderen Gewässern scheinen fast keine Bedeutung zu haben, weil es ja die erwähnten gerichtfesten Gutachten angeblich nicht gibt. Da es sie (angeblich) nicht gibt, liegt scheinbar auch keine Schädigung vor......................u.s.w, u.s.w.
Es ist auch viel einfacher sich der Meinung bestimmter Naturschutzorganisationen der Natur ihren Lauf zu lassen, da sich ja alles selbst reguliert, denn an leeren Flüssen hat der Kormoran ja nichts zu fressen und bleibt fern und die paar Angler können ruhig jammern, denn sie fischen ja aus rein privaten Hobbyinteressen, was kaum von Belang ist, da diese ja dazu neigen ihre Gewässer mit einem übermäßigen Fischbeständen zu besetzen, damit sie möglichts viel fangen, somit also selber Schuld sind, wenn der arme Kormoran sich an diesem Überangebot labt...........
Diese Einstellung hat Vorteile, sie kostet nichts und man stößt der naive Tierliebe verbreitenden Lobby nicht vor den Kopf, die könnte man ja nochmal brauchen..............
Nun ist es aber tatsächlich so, daß es hier eigentlich keine Besatzstrecken(Fließgewässer) gibt, somit also recht naturnahe Fischbestände, was ich persönlich nicht verkehrt finde.
Schädigungen an den geringen Äschenbeständen sind sowieso nicht heran zu ziehen, da die Äsche bei uns als nichtheimisch angesehen wird(gibt es erst durch Besatz seit ca.1974 in M/V) und sie außerhalb von Salmonidengewässern auch keine Schonzeit besitzt.

- Torsten Rühl
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Im Raum Wesel haben sich die Angelvereine und die Jäger zusammengesetzt und machen jetzt gemeinsame Sache gegen den Kormoran.
Eine grosse Kolonie von Kormorane mit ca. 700 Brutpaaren wurde ab dem 15.Sept. ins Auge der Jäger genommen.
Die Fangestatistik ist jedoch nicht schlecht wie ich es so vom Vorstand gehört habe.
Eine grosse Kolonie von Kormorane mit ca. 700 Brutpaaren wurde ab dem 15.Sept. ins Auge der Jäger genommen.
Die Fangestatistik ist jedoch nicht schlecht wie ich es so vom Vorstand gehört habe.
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Servus Freunde!
Ich habe mal eine Frage zu Verwaltungsverfahren in Dtl. So wie ich es verstanden habe, muß man bei der jeweiligen Landesregierung um die Genehmigung von Kormoranabschüssen ansuchen. Dies wird dann entweder genehmigt oder eben bescheidmäßig abgelehnt. Gegen Bescheide sollte es zumindest in einem Rechtsstaat ein Rechtsmittel geben und da ein rechtliches Interesse daran besteht, sollte ein Fischereiberechtigter auch Parteistellung haben.
In Österreich ist es so, dass die jeweilige Behörde verpflichtet ist, iSd sg Offizialmaxime den entscheidungswesentlichen Sachverhalt amtswegig zu erheben. Wird zur Beurteilung des Sachverhalts ein Sachverständigenfutachten benötigt, so ist dieses von einem Amtssachverständigen anzufertigen und der Entscheidung zugrunde zu legen. Gibt es keinen AmtsSV für die betreffende Materie, so ist subsidiär ein PrivatSV zu bestellen. Die Parteien können eigene Gutachten im Verfahren vorlegen, denen aufgrund der Unbeschränktheit der Beweismittel die selbe Beweiskraft zukommen sollte, wie einem AmtsSV Gutachten.
So sollte das in einem Rechtsstaat laufen und da ich der Bundesrepublik deutschland nicht unterstellen will, kein solcher zu sein, muß hier die Rechtslage, mit Abweichungen zumindest ähnlich sein!
Die Behörde kann sich also mE nicht darauf rausreden, dass es keine Gutachten gibt, sondern muß eins machen lassen!
Beste Grüße,
Hans
Ich habe mal eine Frage zu Verwaltungsverfahren in Dtl. So wie ich es verstanden habe, muß man bei der jeweiligen Landesregierung um die Genehmigung von Kormoranabschüssen ansuchen. Dies wird dann entweder genehmigt oder eben bescheidmäßig abgelehnt. Gegen Bescheide sollte es zumindest in einem Rechtsstaat ein Rechtsmittel geben und da ein rechtliches Interesse daran besteht, sollte ein Fischereiberechtigter auch Parteistellung haben.
In Österreich ist es so, dass die jeweilige Behörde verpflichtet ist, iSd sg Offizialmaxime den entscheidungswesentlichen Sachverhalt amtswegig zu erheben. Wird zur Beurteilung des Sachverhalts ein Sachverständigenfutachten benötigt, so ist dieses von einem Amtssachverständigen anzufertigen und der Entscheidung zugrunde zu legen. Gibt es keinen AmtsSV für die betreffende Materie, so ist subsidiär ein PrivatSV zu bestellen. Die Parteien können eigene Gutachten im Verfahren vorlegen, denen aufgrund der Unbeschränktheit der Beweismittel die selbe Beweiskraft zukommen sollte, wie einem AmtsSV Gutachten.
So sollte das in einem Rechtsstaat laufen und da ich der Bundesrepublik deutschland nicht unterstellen will, kein solcher zu sein, muß hier die Rechtslage, mit Abweichungen zumindest ähnlich sein!
Die Behörde kann sich also mE nicht darauf rausreden, dass es keine Gutachten gibt, sondern muß eins machen lassen!
Beste Grüße,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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