Wie seit Ihr damals ans Fischen gekommen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Michael St.
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Wie seit Ihr damals ans Fischen gekommen?

Ungelesener Beitrag von Michael St. »

Tach Zusammen,

Michael P. hat mich mit der Bilderserie von seinem Knirps mal wieder dran erinntert, wie ich ans Fischen / Angeln gekommen bin.
Mein Alter Herr hat mich damals im zartem Alter von vier Jahren erstmals an die Angel gelassen. Das sah so aus, das ich eine 5m-Stippe, bestückt mit guter Monofiler und einem 60gr Blei immer tunken durfte.
Papa fing Fische, ich, naja...
Später, so mit fünf, habe ich an besagter Stippe, mit dickerer Schnur und einem guten, alten 40gr Effzett (er ziert jetzt noch meine Sammlung - zu Schade für den Gebrauch), munter im Wasser herumgemalt und schließlich sogar ein Hechtlein gefangen. Da war's entgültig um mich geschehen.

Später Jugendgruppe, Angelprüfung, Raubfischangelei (man durfte es ab dann ja offiziell bei uns) - Fliegenfischen kam dann mit fortgeschrittenerem Alter dank der Anmeldung meines Vaters zu einem (weniger tauglichen) Kurs(es).
Bin meinem Vater heute noch für das Wissen und die Geduld dankbar, die er mir stets entgegenbrachte und wie er mein Interesse weckte.

Wisst Ihr noch wie es damals bei Euch gewesen ist? Wie wurdet Ihr infiziert mit der Liebe zur Natur und Fischerei?
Würde mich über ein paar nette Geschichten von Euch freuen.

Gruss
Michael
Timo Pries
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Ungelesener Beitrag von Timo Pries »

Bei mir war es so ähnlich wie bei Dir!
Ich weis nicht mehr genau wie Alt ich Damals war,müßte so mit 5 gewesen sein!
Ich bin mit meinen Vater an eine Mole gefahren und da habe ich meinen ersten Dorsch gefangen!Seitdem bin ich dabei!
Nach meinen umzug ,vor ca. 14 Jahren nach Köln komme ich immer noch gerne nach Haus an die Ostsee zum Fischen!
Haupsächlich nur noch zum Angeln auf Mefo und Dorsch!

Meine Leidenschaft zum Fliegenfischen habe ich erst vor 3 Jahren entdeckt!
Schuld daran ist ein gewisser Harald aus Lev!!( Danke Dir)
Bin jetzt 1 Jahr Mitglied in einen netten kleinen Verein,mit schönen Strecken!

MFG Timo
RFFS,M.I.W.
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Wolfgang Hinderjock
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Ungelesener Beitrag von Wolfgang Hinderjock »

Schon als Anfänger haben mich Fließgewässer immer irgendwie fasziniert.
Das hatte für mich etwas ganz besonderes.
Damals hatten wir kein Auto, mein Vater hatte nichts im Sinn damit.
So kam ich auch nicht so sehr weit herum in der Gegend und im direkten Umkreis, den ich zu Fuß oder mit dem Drahtesel erreichen konnte gab es keine Fließgewässer.
Aber manchmal besuchten wir meine Oma, welche in Harzgerode im Harz wohnte, dort plätscherte das Flüsschen Selke durch die Gegend und ich hatte darin so manche Bachforelle beobachtet, wunderschöne Fische, wie ich auch heute noch finde.
Damals war ich gerade 13 oder 14 Jahre alt, hatte zwar einen Angelschein, aber das Angeln an Salmonidengewässern bedurfte damals bei uns einer gesonderten Prüfung.
Da das Angeln auf Salmoniden bei uns in Mecklenburg scheinbar nicht so verbreitet war fanden kaum oder besser gar keine derartigen Lehrgänge statt.
In den Salmonidengewässern war nur das Fliegenfischen und das Spinnangeln erlaubt, jegliche natürlichen Köder waren verboten.
Zum Geburtstag hatte ich eine kleine Spinnrute mit Stationärrolle geschenkt bekommen und den Umgang mit dem Gerät hatte ich schon einigermaßen drauf.

Und so kam dann, was da kommen mußte, ich schlich mich an den Bach auch ohne Schein.
Na ja so richtig wohl hab ich mich nicht gefühlt, aber nach einer Weile ging es dann aber, niemand schien Notiz von mir zu nehmen.
So latschte ich also unverdrossen, ohne jegliches schlechtes Gewissen durch den steinigen Bach, Watstiefel oder gar eine Wathose besaß ich natürlich nicht.
Da ich kurze Hosen anhatte war das nicht so ein ganz großes Problem, meine Socken steckte ich in die Hosentasche, die Sandalen ließ ich wegen der Steine aber an. Da ich also völlig unbehelligt blieb wurde ich leichtsinnig und latsche auch durch die etwas bevölkerten Bereiche im Ortsteil Alexisbad.
Gefangen hatte ich bis dahin allerdings noch nichts.
Kurz vor dem Bahnhof der an der Selke entlang führenden Kleinbahn hat es dann plötzlich doch geklappt, nach kurzem Drill hielt ich eine etwa 35cm lange Forelle in den Händen, die erste meines Lebens. Vorschriftsmäßig und mit einer gewissen Ehrfurcht versorgte ich den Fisch.
Ich war so aufgeregt, daß ich es am liebsten in die ganze Welt hinaus geschrien hätte. Ich brach das Angeln ab und eilte nach Hause zurück.
Dort bekam meine gute Laune erstmal einen Dämpfer, die Forelle fand in den Augen meiner Eltern kaum Beachtung, mehr Beachtung fanden allerdings meine durchgeweichten völlig deformierten Sandalen, oh je !
Ich mußte gleich mit meiner Mutter in die Stadt neue kaufen, unter ständigem Gemecker.
Ein Gutes hatte die Sache ich besaß jetzt ein paar "Watschuhe"!
So trieb ich mein illegales Werk einige Tage, niemand nahm irgendwie daran Anstoß.
Ich bewegte mich inzwischen völlig sicher am Bach.
Und dann kam was kommen mußte, ich hatte gerade gute Beute gemacht, zwei Forellen wanderten in meine Tasche auch beide so um die 35cm, da brach es über mich herein, der Krug, nee der Bengel geht solange ans Wasser bis....... der Fischereiaufseher kommt.
Da standen wir nun, ich das kleine Sünderlein und der Mann mit dem schrecklichen Ausweis........
"Zeig mal her was du eben gefangen hast!"
Mit zittrigen Fingern öffnete ich meine Tasche, der Mann sah hinein.
"Guck an und gleich sone Guten! Weißt du nicht, daß du hier nicht so einfach angeln darfst?"
Die Nerven jetzt den Dummen Unwissenden zu spielen hatte ich nicht, ich holte meinen DAV-Ausweis raus und beichtete.
"Pass mal auf mein Junge, ich weiß ja wie das alles ist, hier verschwindest du jetzt und gehst weiter runter, da wo der Fluß........... und da kontrolliert keiner! Verstanden?"
Klar hatte ich verstanden und machte mich auf die Socken, eigentlich mehr auf die nassen Sandalen.
Mit zusammengepacktem Angelzeug lief ich nun auf der Landstraße etwa 1,5km weiter stromab. Dort wuselte der Bach dann weiter von der Straße weg und der Wanderweg auf der anderen Seite trennte sich auch vom Flußlauf.
Scheu schaute ich mich um, es dauerte eine Weile bis ich mich wieder richtig auf das Angeln konzentrieren konnte, aber ich fing noch zwei Fische.
Am nächsten Tag fuhr ich gleich mit dem Bus bis da unten und fischte fröhlich drauf los.
Wie ich da so fröhlich drauf los fischte, ich hatte wieder mein altes Sicherheitsgefühl, da bemerkte ich einen Schatten hinter mir, ich drehte mich um, da stand er wieder der Aufseher, komische Gedanken gingen mir durch den Kopf, hatte er mich reingelegt?
"Na mein Junge, hast du schon was gefangen?"
Nein ich hatte noch nichts gefangen, da erst sah ich, daß der Aufseher sein Angelzeug dabei hatte, eine Fliegenrute, so etwas kannte ich bisher nur aus dem Buch, das hatte für mich etwas mysteriöses.
Der Mann fing also an sein Gerät startklar zu machen, ich hörte mit meiner Angelei auf und sah nur noch zu.
Der Mann konnte das irgendwie, mit größter Leichtigkeit hielt er die Schnur in der Luft und mit großer Genauigkeit landete die Fliege da wo sie hin sollte, lange brauchte er nicht bis er einen Fisch drillte.
Es war unser letzter Tag im Harz ,am nächsten Tag ging es nach Hause, während der ganzen Zeit ging mir dieser Fliegenfischer nicht mehr aus dem Kopf.
Das muß man doch lernen können, sagte ich mir.
Bei uns in der Stadt gab es mehrere Angelläden, da begann ich nun nach Fliegenfischerutensilien zu suchen, das einzige was ich auftreiben konnte war eine einfache Parallelschnur für 12,50, was mein bisschen Taschengeldkonto ganz schön schröpfte.
Also sone Strippe hatte ich jetzt, eine einfache größere Gehäuserolle organisierte ich mir von einem Klassenkameraden, ich hatte mir sogar schon einen Schnurfetter gekauft und Schnurfett, bloß eine Fliegenrute hatte ich nicht.
Ich hatte schon mal auf dem Hof mit meiner Vollglasspinnrute probiert, aber das haute nicht so hin, da kam mir der Zufall zu Hilfe. Ein Klassenkamerad hatte eine dreiteilige Rute aus Hohlglas zerbrochen, das war so etwas ähnliches wie eine Matchrute, das Handteil hatte einen Sturz mit den Fahrrad nicht überstanden.
Das Mittelteil und die Spitze wechselten im Tausch gegen eine Handvoll Gummiindianer und einige bunte Glaskugeln (aus dem Westen!) den Besitzer.
An das untere Teil bastelte ich aus Flaschenkorken einen Griff, solche Korken bekam man in verschiedenen Durchmessern damals in jeder Drogerie, einfache Schieberinge als Rollenhalter gab es auch für ein paar Pfennige im Angelladen, die Ringe ließ ich wie sie waren, die stimmten einigermaßen.
So stellte ich mir also mein Gerät genau nach Buch zusammen, die Vorfächer knotete ich mir nach Vorfachtabellen von Ritz, welche in meinem Buch abgedruckt waren zusammen, als Fliege diente ein Stück Nabenputzring vom Fahrrad.
Dann begann ich auf dem Hof meine Wurfübungen, lustig knallte die Schnur in der Luft wie bei einer Peitsche, die exakten Ritzvorfächer verwandelten sich in Knotensammlungen, der Fahrradladen kam mit den Nabenputzringen kaum nach.
In meinem Kopf drehte sich alles von Uhrzeiten wie 10-2, von Streckphasen, engen und weiten Schlaufen, Schießenlassen, Vor- und Rückschwüngen.
Ich habe lange probiert heimlich, damit mich keiner sah, bin sogar an den See gegangen an eine menschenleere Stelle, aber richtig gepackt habe ich es damals nicht. Schlimm war, daß ich niemanden fragen konnte, als Fliegenfischereleve war ich ein absoluter Exot in Schwerin.
Irgendwann, ich war mal wieder am See, da kamen doch welche vorbei und blieben verdutzt stehen, ihr Erstaunen hielt aber nicht lange vor sondern ging in dumme Bemerkungen und Gelächter über.
Es kam dann auch eine Weile später der Tag an dem ich meine Versuche einstellte, sagen wir besser zurückstellte, denn gänzlich aus dem Sinn ging mir das Fliegenfischen nicht mehr.
Es sollte auch der Tag kommen an dem ich meine Tests wieder aufnahm, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
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Michael Römer
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Ungelesener Beitrag von Michael Römer »

mir ging es fast genau so. Infiziert mit dem Virus hat mich mein Vater der mir auch die (angeblichen) Feinheiten beigebracht hat. Das Angelgewässer war ein Teich mit vorwiegend Friedfischen. Der Bach in der Nähe unserer Wohnung hat mich natürlich auch sehr gereitzt jedoch hatte ihn ein Jäger gepachtet damit keiner in seinem Revier die Hasen verscheucht. Wir haben jedoch auch so unseren Spaß gehabt und so manche Rotgetupfte aus den Gumpen gelupft. Der beste Tag dafür war natürlich der Kirmesmontag denn da saß dann der Jäger und der "Flurschütz" so eine Art Hilfsscherif für Wald und Flur gemeinsam beim Frühschoppen und wir Knirpse haben uns am Bach vergnügt. Das schon eine tolle Zeit aber jetzt im fortgeschrittenen Alter macht das Angeln noch genau so viel Spaß jedoch mit den nötigen Erlaubnissen und Scheinen. Hoffentlich macht das Fischen meinem Sohn, der z.Zt. noch mit sehr viel Spaß bei der Sache ist, in meinem jetzigen Alter auch noch so viel Spaß wie mir.
Grüße an alle vom ehemaligen Lausbub
Raguel

Ungelesener Beitrag von Raguel »

Zwei Dinge hat mein Großvater mich gelehrt: Das Angeln mit der Fliege und das Imkern mit der Biene.
Ich muss wohl so 8 Jahre gewesen sein als das alles anfing. Das ist nun über 40 Jahre her und stellt euch vor, ich habe 2001 erstmalig eine Spinnrute in die Hand genommen; hat überhaupt nicht weh getan!

Oldi bat Goldi
Ragi
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Daniel1983
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Ungelesener Beitrag von Daniel1983 »

Ich bin mit 10 oder 11 Jahren zm Angeln gekommen, war aber purer Zufall da bei mir keiner in der Familie was mit Angeln am Hut hat.

Gott sei dank hatte ich das verdammte Glück das ich mal von einem Arbeitskollegen meines Vaters zum fischen an einen Baggersee mit genommen wurde, seit dem ist fast kein Wochenende ohne Fischen vergangen. Zum Fliegenfischen kam ich ca. mit 17 Jahren als ich während einer Fahardtour an der Murg einen Mann im Wasser stehen sah der die Rute komisch hin- und her bewegte ;-) ab da wollte ich dann meine eigenen Versuche Starten kurzer Hand hab ich mit meinem Taschengeld mehr oder weniger schlechtes Gerät gekauft und die ersten versuche bei uns im Garten gestartet (meine Eltern mussten gedacht haben das ich spinne ;-))
Dann gings ab an die Murg mit Trockenfliegen... so nach Tage langem probieren und 100 von Knoten aufm Vorfach hab ich es auch Tatsächlich geschaft die ersten Forellen und Döbel zu fangen ;-) Werfen kann ich zwar immer noch nicht so toll aber ab und zu Fang ich auch meine fische. Bin jetzt 22 und hab immer noch spaß an der sache bloß leider ist mein Hausgewässer die Murg im warsten sinne des Wortes über denn Winter denn Bach runter gegangen...

Mfg Daniel
TL Daniel
rgermo
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Ungelesener Beitrag von rgermo »

Forellen schwarz mit der Hand gefangen und blaugefroren aber stolz mit nach Hause gebracht. Dann im Alter von ca 10 - 11 J. weiss nicht mehr, die erste Angel vom Opa geschenkt bekommen. Bei mir in der Familie gabs keinen der angelte.. ich war irgendwie durch die Fische und die Bäche selbst infiziert worden. Das war vor 30 Jahren.
Diese Zeit hat in der Errinnerung irgendwie noch einen Zauber den ich bis heute vermisse und dem ich immer noch nachstelle.
Ralf
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