Seite 2 von 2
Verfasst: 24.03.2007, 20:59
von Alez
Hallo Karl,
Ich habe ein Stückchen im Backofen "gebraten"
Angefangen bei 60 Grad und Schrittweise um 10 Grad die Temp. bis auf 170 Grad erhöht.
Als der Tonkin zum Riechen angefangen hat hab' ich den Test abgebrochen.
Die Leimfugen halten
TL Alez
klebrige sache
Verfasst: 25.03.2007, 14:25
von jaroslav vecko
hallo freunde,
erstens – eine sehr interessante diskussion.
zweitens – habe ich eine frage: was ist ein kaurit-leim?
nämlich, ich habe im februar an einem workshop mit kanjuro shibata, seines zeichens kaiserlicher hoflieferant, teilgenommen um einen japanischen kyudo-bogen zu bauen. der kern und die deckschichten sind auch aus bambus – allerdings nicht aus tonkin, pseudosasa amabilis – sondern aus madake bzw. phyllostachis bambusoides. die japaner bauen damit auch angelruten.
nun in diesem workshop haben wir zur verleimung des kerns einen normalen holzweissleim und für die deckschichten den farblosen bindan-fsh verwendet. dieser besteht aus dem flüssigen harz und einem pulver-härter. ich habe sofort an den resorcinol-leim gedacht, der auch aus diesen zwei komponenten besteht. der bindan-fsh wird auch in der furnierherstellung und im möbelbau verwendet, die mischung hat eine konsistenz von sahne und die topfzeit liegt zwischen 0.5 und 1.0 stunden, je nach der umgebungstemperatur. die fertig verleimten bogen wurden in einem aufgeheizten raum von ca. 35°–40° c 4–6 stunden ausgehärtet. bei meiner anfrage beim hersteller über die wärmebeständigkeit wurde mir gesagt, dass der bindan-fsh kurzfristig ca. 150° c aushält.
die ausgehärteten reste des leims waren beim schneiden mit dem messer relativ spröde, das bild entsprach ungefähr einem kalten wachs.
ist bindan-fsh ein kauritleim, hat jemand damit oder mit ähnlichen produkten eine "langzeit"erfahrung im gespliessten-rutenbau?
herzliche grüsse aus der schweiz.
Verfasst: 25.03.2007, 18:01
von gagsch1
Hallo jaroslav vecko,
über bindan-fsh kann ich Dir leider nichts sagen, da ich diesen Leim nicht kenne.
Aber Kauritleim ist ein eingetragenes Warenzeichen eines grossen Chemieunternehmens mit vier grossen Buchstaben in Ludwigshafen am Rhein.
Es gibt verschiedene Kauritleimsorten, die kalt oder heiss verpresst werden können.
Du kansst Kauritleim auch für ganz kleine Flächen verwenden, auch für eine Beleimungsgrösse der Spleisse, aber ob es der richtige Leim ist, kann ich nicht beurteilen, denn er ist teilweise spröde, was ja Alez mit Weissleim ausgleicht, da dies dann elastisch und spannungsfrei bleiben soll, habs noch nicht probiert.
Kauritleim wird zur Spanplattenherstellung, Flächenverleimung (Furnieren), Sperrholz, Formsperrholz (Stuhllehnen) Holzleimbau ( Holzträger), MDF usw. verwendet.
http://www.inorganics.basf.com/p02/CAPo ... raenkharze
Lese mal hier die Beiträge
http://www.woodworker.de/forum/formverl ... t1602.html
Beste Grüsse
Wilfried