Nymphenfischen - Fliegenfischen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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horstie honk

Ungelesener Beitrag von horstie honk »

brettvormkopf oder du bist fliegenfischer
Original geschrieben von Flemming Olsen


Ähh Scampis - Insekten? Wie war noch mal gleich die Bindeanleitung für diesen Scampi-Emerger?



I
fast die selbe wie für den trocken gammarus pulex in der fachzeitschrift der fliegenfischer (lange ist es her...).
horstie honk

Ungelesener Beitrag von horstie honk »

voll mit dem näschen in die XXX reingetunken

Original geschrieben von emka


nein-die sind super gebunden, kannst mir auch gerne welche schicken am besten diese gelblich-braunen #8...mit n büschen mehr glitterzeugs

nur: insekten sind das nicht! gehören zwar zum gleichen stamm (gliederfüße), aber dazu gehören auch entenmuscheln.
und ne entenmuschel-imi kannst du sicher binden und die sieht auch bestimmt toll aus. aber wie du die imitatorisch korrekt trocken oder meinethalben irgendwie insektenähnlich anbieten willst, das will ich sehen...


c&df
mk
ja-ja, unglücklich formuliert. besser wäre gewesen:

fliegenfischen hört da auf wo ich nicht mehr mit einer adäquaten imitationen auf die pirsch gehe.

über das binden und fliegenfischen mit schnecken und muscheln gibt (oder besser gab) es bücher und videos.

c&df
horstie 'alte englische fliegenfischerschule' honk
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo,

den Unterschied zwischen einem Jig und einer Tungsten-/Bleikopfnymphe habe ich auch noch nicht so ganz verstanden. Hintergrund: an manchen Gewässern ist der Jig verboten - Nymphen aber nicht... bis auf die Hakenführung sehe ich aber keinen Unterschied.

Ansonsten muss ich emka Recht geben:
Die Trockenfliegenfischerei als einzig wahre Art der Fliegenfischerei darzustellen wäre m.M. nach übertrieben. Wer hat noch nicht eine Nassfliege oder eine Nymphe (beschwert oder unbeschwert) benutzt, der werfe den ersten Stein.
Die Trockenfliegenfischerei ist sicherlich für den Grossteil von uns die Schönste Art zu Fischen. Ich hatte auch schon Tage an denen ich die Trockene draufgelassen habe nach dem Motto "wenn nix steigt, dann halt nicht". Tatsache ist doch, dass man auch bei den Trockenfliegen Weiterentwicklungen hat (Parachutes oder die Fliegen mit der Hakenkrümmung nach oben, realistische Fliegen ...) ab wann ist das effinzient genug um als unsportlich zu gelten?

Das Streamerfischen an sich ist sicher grenzwertig. Schließlich kann ich einen Streamer mit einem kleinen Blei versehen oder mit einem Conehead etc. auch mit der Spinnrute werfen und fischen. Dies wäre dann sicherlich kein Fliegenfischen im eigentlichen Sinne mehr. Wenn ein Gewässer Fly-only ist und Streamer zulässig sind, so wird sich der Gewässerwart beim momentanen Stand der Dinge schwer tun demjenigen klarzumachen, dass er gerade etwas verbotenes tut. Und schon sind wir wieder in der Zwickmühle.

Die Köderführung ist genauso grenzwertig (man könnte ja versuchen alles unter dead drift als Fliegenfisch-Definition mit ein zu beziehen), dann wäre ein Leisenring-Lift oder eine schlitternde Köcherfliege ebenfalls nicht OK...

Deshalb schliesse ich mich gerne der Definition bzgl. der Wurftechnik bzw. des eingesetzten Geräts (Flliegenrute und Fliegenschnur) an. Ob man einen Streamer benutzt oder ausschließlich trocken fischt ist dann eher eine Frage der "Ehre" bzw. der Einstellung.

Bzgl. Sinkschnur und Forellenfischen etc.:
Ich persönlich habe noch niemanden am (Forellen-)Wasser getroffen, der mit der Sinkschnur fischt und wenn würde ich Ihn deswegen auch nicht verurteilen. Wenn jemand wirklich wie oben beschrieben den Grund durchpflügt, denke ich wird er genug Hänger bekommen um bald entnervt aufzugeben.

Viele Grüsse und T.L.

Markus
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Daniel/Bonn
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Ungelesener Beitrag von Daniel/Bonn »

Bzgl. Sinkschnur und Forellenfischen etc.:
Ich persönlich habe noch niemanden am (Forellen-)Wasser getroffen, der mit der Sinkschnur fischt und wenn würde ich Ihn deswegen auch nicht verurteilen. Wenn jemand wirklich wie oben beschrieben den Grund durchpflügt, denke ich wird er genug Hänger bekommen um bald entnervt aufzugeben.

Sinkschnur ist nicht gleich Sinkschnur!
Man muss nicht gleich mit 800 grain leadcore anrücken, eine leichte sinkspitze kann aber sehr oft hilfreich sein. Natürlich gilt das nicht für einen gebirgsbach, aber in größeren flüssen gibt es stellen, die man mit (teil-)sinkender Schnur optimal befischen kann. Dafür kann man die Beschwerung der Fliege weglassen und diese spielt viel besser.
daniel
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Daniel/Bonn
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Ungelesener Beitrag von Daniel/Bonn »

P.S.: Dass durch ein Verbot sinkender Schnüre einige Gewässerabschnitte geschont werden und sich auf diese Weise Schonstrecken ergeben, steht auf einem anderen Blatt und kann durchaus sinnvoll sein.
daniel
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Markus!

Da stellte sich mir die Frage: Einen kleinen Mepps könnte man fast leichter mit der Fliegenrute werfen, als einen nassen Zonker!

Ich weiß, das ist etwas übertrieben, aber ich wette irgendwer hat das schon probiert. Mir fallen da z.B. vorschaltbare Propeller ein, die ja auch verwendet werden.

Ich will auch niemanden in gute und böse Fliegenfischer einteilen, aber bei mir hat sich eben in der letzten Saison (, die ja zum Glück noch nicht ganz vorbei ist) gerade in dieser Beziehung ein Wandel vollzogen und ich will wissen, wie das andere sehen.

Beste Grüße und tight lines nach jedermannes Belieben,
Hans
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus noch mal!

Ich befische zB. Wasser, da sind Bleikopfstreamer verboten - Tungsten Coneheads aber nicht.

Wäre es da nicht oft ehrlicher, Spinnfischen z.B.: mit Einzelhaken zuzulassen und den ganzen "Schnickschnack" überhaupt zu lassen?

Beste Grüße,
Hans
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Hans !

Das mit dem kleinen Blinker gibts schon seit Ritz, Henrik de Man hat in seinem Buch das 1953 schon erwähnt: "ein kleiner Blinker läßt sich gut werfen....."
Originaltext.

freundlichst
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus RC!

Da schau her - gut, wenn man ein wandelndes FliFi-Lexikon kennt! Zum Glück hat das keine Schule gemacht!

Beste Grüße,
Hans
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Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Original geschrieben von Pehers

Da stellte sich mir die Frage: Einen kleinen Mepps könnte man fast leichter mit der Fliegenrute werfen, als einen nassen Zonker!

Ich weiß, das ist etwas übertrieben, aber ich wette irgendwer hat das schon probiert. Mir fallen da z.B. vorschaltbare Propeller ein, die ja auch verwendet werden.
Hallo Pehers,

das ist korrekt. Ich hatte ja schon im vorherigen Post erwähnt, dass die Verwendung von Streamern (Einschränkung: an Forellenbächen wie Ihr und wir Bayern vorfinden - sonst steigen mir die anderen auf's Dach ;)...) Geschmackssache ist.

Was ich sagen will ist, dass eine Einschränkung auf dry only usw. von den Leuten selbst ausgehen sollte und nicht alles immer reglementiert werden muss. Das Gleiche muss ich dann auch Spinnfischern mit Einfachhaken zugestehen (um das gleich mal vorwegzunehmen).

Tatsache ist: Hersteller und Fischer sind danach bestrebt stets die existierenden Techniken und Materialien zu perfektionieren. Der eine will Geld verdienen - der andere Spaß haben / effizienter werden... diese Entwicklung lässt sich nicht stoppen und wenn es sie nicht gäbe, gäbe es auch kein Fliegenfischen, sondern wir würden unseren Fisch mit Netzen und Reusen (das halte ich immer noch für das effizienteste) fangen und (ver)kaufen.

Ob man auf den Zug aufspringt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Es bietet ja auch schöne Optionen. Den Zander am Rhein kannste sicher nicht mit ner Trockenen fangen und wenn jemand auf die Idee kommt diese Technik an einem Forellenbach auszuprobieren, dann ist das für mich noch nicht unehrenhaft...

Eine weitere Tatsache:
Zeit - insbesonders Freizeit - wird zu einem zunehmend knapperen Gut. Wenn jemand 2 Fischtage im Jahr ans Wasser kommt und dann nicht optimale Bedingungen hat wird er sich halt für eine effizientere Art zu fischen entscheiden, da a.) nicht jeder die Muse hat dann noch kompliziertere Anbietetechniken bei schwierigen Bedingungen für die Trockenfliege zu üben und b.) er u.U. auch den Fang eines Fisches in "seinen" Tag als Erfolgserlebnis einbeziehen will. Der Beitrag dieses Fischers für das Gewässer sei mal dahingestellt.

Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass die ultimative Definition eines Fliegenfischers um einen Aspekt erweitert werden muss - Sportsgeist ggü. der Kreatur Fisch und ein reines Gewissen ;) ...

In diesem Sinne:

Beste Grüsse nach Oberösterreich und philosophische Tight Lines

Markus (der auch noch unverhofft zu einem weiteren Saisontag kommt - vielen Dank an dieser Stelle anonymerweise für die Einladung!)
Raguel

Ungelesener Beitrag von Raguel »

Nein!
Richtige Antwort Hans?
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Raguel,

nein ist etwas knapp - ich schätze das bezieht sich auf den Vorschlag für die Def. Vielleicht kannst Du ja auch neben dem Nein noch etwas konstruktives beitragen?

Viele Grüsse

Markus
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Raguel!

Ich verstehe leider auch nicht, was Du meinst!

Besten Gruß,
Hans
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Markus!

Ich will ja niemandem seine Art zu fischen verbieten, sondern mit einer derartigen Diskussion einen kleinen Denkanstoß geben (ich hoffe das ist nicht Hybris).

Denn es gibt schon Dinge, die ich einfach nicht verstehe:

Ich bin ja auch nicht innerhalb nur einer Saison zum Puristen mutiert, ich habe immer noch einen guten Vorrat an Nymphen bei mir, für den Fall, daß gar nix geht und es trocken, wie wir in Österreich sagen, "zach" wird.

Aber ich beobachte immer wieder Kollegen, die an einem sonnigen Traumtag an tollen Forellengewässern ans Wasser gehen, nicht einmal aufschauen, eine 8er Tungstennymphe montieren und man den Eindruck gewinnt, sie wollten Fische (und Fischer) nicht fangen, sondern erschlagen! Das verletzt nicht nur oft Jungfische, sondern das Faszinosum schlechthin: Sie fangen nicht einmal besser, als mit einer trockenen Rehhaarsedge (also keiner sehr ausgefallenen Fliege)! Was auch das Argument der sonst unfangbaren Fische entkräftet.

Ich möchte mich dabei auch nicht unbedingt auf Begriffsdiskussionen einlassen - das ist müßig.

Eine Sache zum technischen Fortschritt, Göran Cederberg schreibt im geschichtlichen Teil seines Großen Buches vom Fliegenfischen davon, daß schon in vorchristlicher Zeit von einem römischen Historiker in Mesopotamien von "Fliegenfischern" berichtet wird.

Auf der anderen Seite habe ich heuer begonnen, in der Donau mein Glück auf Zander, Rapfen und Hecht zu versuchen - mit einer 8er und einer Sinktip. Aber als richtiges Fliegenfischen würde ich das nicht begreifen!

Auch auf Huchen möchte ich es diesen Winter probieren und werde mir wohl eine 10er Rute kaufen (müssen), um die Riesenstreamer zu werfen - aber Fliegenfischen ist das auch nicht wirklich - da geht es für mich eher um die Herausforderung und es eben anders zu machen als die Meisten.

In diesem Sinne,
Hans
Zuletzt geändert von pehers am 09.11.2005, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Hans,

ich kann Dir Belege Reusen und Netze zeigen, die Stammen aus der Zeit in der der Mensch gerade gelernt hat, dass Feuer etwas Gutes sein kann.

NIX gegen die Rehhaarsegde! Das ist meine Lieblingsfliege und ich halte die durchaus für ausgefallen. Wenn sich ein so schlichtes Muster über Jahrzehnte bewährt, dann ist es etwas Besonderes... ;)

Ich denke ich hatte Dein Motiv diesen Thread zu öffnen schon verstanden. Die ersten Antworten zeigen Dir ja schon, dass wir in den alpinen Regionen etwas anderes unter Fliegenfischen bzw. "dem" Fliegenfischen verstehen, als jemand am Meer. Ich denke es wäre einfach den Menschen gegenüber, die im Bereich der Fliegenfischerei Neuland betreten und was probieren wollen, nicht fair, wenn man deren Neugier und experimentierfreude unter "unsportlich" oder "nicht richtig" abstraft.

Nix für ungut und thx für den Denkanstoss!

T.L.

Markus
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