Duftstoffe & Anfüttern beim Fliegenfischen ?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

NeckarFliFi

Ungelesener Beitrag von NeckarFliFi »

Original geschrieben von JensR
Füttern auf Plötzen am Rhein auch ok. Es kommt eben immer darauf an WO man das macht.


Gruß, Jens
Hi Jens,

das mit dem " WO" habe ich ausser acht gelassen. Du hast mit Deiner Meinung sicher recht.

Cu Uli
JensR

Ungelesener Beitrag von JensR »

Hallo Uli,

nochmal ein Gegenbeispiel:

Ich habe bei mir in der Gegend einen kleinen See wo die Karpfen (i.d.R. 5-15 Pfund) richtig gut auf Brot abfahren. Gerade im Hochsommer. Dann stehen sie jedoch gedrängt im ufernahen Gebüsch und sind nur auf leisen Füßen und ultrakurzer Distanz (Rutenlänge oder kleiner) zu fangen.
Ausserdem muss man sie nachdem sie gehakt sind brutal halten, bis sie im Freiwasser sind.

Seit meiner Jugend fische ich hier mit feinen, parabolischen Spinnruten (2,5 - 3mtr. Wg.<25gr.) und Rollen. Dazu einfach nur 30er Mono und nen 8er Haken. Später habe ich mal schwere Karpfenrute ausprobiert, was jedoch nicht das gewünschte Resultat brachte - viele Ausschlitzer. Habe dann irgendwann auch mal Fliegenrute probiert - hier ist die Kontrolle im hektischen Drill deutlich schlechter. Auch Brotfliegen habe ich probiert, die werden auch genommen, aber lange nicht so gut wie echtes Brot. Inzwischen nehme ich wieder die leichte Spinnrute mit Brot zur Hand - damit macht es einfach den meisten Spaß und Sinn.

Diese Angelei bereitet mir viel Freude und ich möchte sie nicht missen.
Auch ich bin gegen diesen elitären Purismus beim Fliegenfischen ...


Gruß, Jens
NeckarFliFi

Ungelesener Beitrag von NeckarFliFi »

Hi Jens,

klingt alles plausibel, was Du da sagst. Ich habe auch schon mit der Fliegenrute auf Karpfen gefischt, habe mir aber gezielt nicht die ganz großen Brocken ausgesucht (auf Sicht gefischt) Das mit dem Drill war garnicht so hektisch wie man meinen könnte.

Cu Uli
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
es freut mich denn doch, zu lesen, dass jenseits von jeglichem Purismus einige da sind, die die Angelegenheit pragmatischer sehen können. Übrigens Peter, deine Art zu fischen ist auch die meine, bis auf das Hechtstreamern am Stillwasser.
Aber ich konnte damals nichts anderes als Respekt vor den Kameraden empfinden, die in einer denkbar ungünstigen Situation diese "Anfütterversuche" ( mit erkennbar schlechtem Gewissen) starteten, um auf diese Weise noch irgendwie mit der Fliege fischen zu können.
Und seitdem habe ich Schwierigkeiten mit Definitionen von Fliegenfischen, die für alle Zeiten das "Erlaubte" festschreiben wollen. Zu den Zeiten Halfords schrieb dieser als Fliegenfischerpabst vor, dass man nur mit Trockenfliege stromauf fischen dürfe, alles andere sei kein Fliegenfischen. Glücklicherweise hat der lebendige Diskurs- auch in diesem Forum- bewirkt, dass die Verhältnisse sich ständig ändern. Trotzdem kann ja jeder Fliegenfischen so betreiben, wie er es für richtig hält.

Gruß Werner
flugangler

Na siehste!

Ungelesener Beitrag von flugangler »

Hallo Angler.
Ddamit meine ich ALLE die irgendeine Rute,
egal wie schwingen uns Spass daran haben!!
Ich freue mich das es doch viele Fliegenfischer gibt,
die nicht so sind wie ich mich in meinem Beitrag:
"Grundsatzdiskussionen" über sie beschwert habe!
Ich habe in meiner priv. Homepage als Einleitung stehen:
"Angeln ist mein Hobbie, Fliegenfischen ist meine Leidenschaft......"
Wenn einer es andersrum schrieb, wäre es auch OK.
Glücklich kann man beim Angeln nur sein,
wenn man nicht aufpassen muss von Mitanglern mitleidig
belächelt ( oder gar beschimpft) zu werden.
Das Leben ist so schon genügend reglementiert
um sich bei seinem Hobbie auch noch massregeln zu lassen!
Mit einem freundlichen Petri Heil,
Heinz.
Fliegenwickler
Beiträge: 40
Registriert: 27.11.2006, 00:17

Ungelesener Beitrag von Fliegenwickler »

Wenn man in Schottland mit der Fliege fischt, gehört nach einem schönen Tag auf dem Wasser, natürlich am Abend, am Kamin auch der eine oder andere ScotchWhisky dazu.
Eine schönen Abend's nun passierte es! Es gerieten einige neu gewickelte Naßfliegen in ein halb gefülltes Glas und wir betrachteten die Umrisse von unten durch den Glasboden, um aus Sicht des Fisches die zukünftige Fängigkeit des neu entstandenen Musters zu begutachten.
Was soll ich sagen, der nächste Tag war einfach sensationell !!!!!
Ob das wohl am Whisky gelegen hat ????

Der Fliegenwickler :suprise: :suprise: :suprise:
Benutzeravatar
Dirk Janßen
Beiträge: 1529
Registriert: 28.09.2006, 16:21
Wohnort: Dangast
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von fliegenwickler
..., gehört nach einem schönen Tag auf dem Wasser, natürlich am Abend, am Kamin auch der eine oder andere ScotchWhisky dazu.
Wieso nach einem schönen Tag? Ich nehme mir in der Ostsee stehend gerne mal einen kleinen Hieb Tullamore oder Jameson aus meinem mit eingravierter Trockenfliege veredeltem Edelstahlflachmännchen :)
Und abends gibts dann nen großen Hieb :rofl:

Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
Benutzeravatar
dreampike
Beiträge: 800
Registriert: 30.09.2006, 21:50
Wohnort: Ismaning bei München
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 178 Mal

Ungelesener Beitrag von dreampike »

Anderes Beispiel: Das sogenannte Blue-Water-Fliegenfischen auf die Grossen des Meeres, Marlin, Wahoo und was da so alles herumschwimmt. Da kannste mit dem 14er Knüppel schwingen bis der Arzt kommt, fangen wirst du dabei nichts. Deshalb gehört es zum völlig normalen (und aufch von der IFFA oder wie die heißenakzeptierten) Vorgehen, entweder einen Teaser (Köder ohne Haken) hinter dem Boot herzuschleppen bis sich so ein Schwertfisch dafür interessiert. Dann den Teaser raus und die Fliege hingeschwungen, dann kreischt die Rolle. Oder man schleppt diese RubbyDubbies (mit zerkleinertem Fisch gefüllten Säcke) oder man legt eine Blutspur, bis die Fische da sind. Und dann gib ihm die Fliege. Und dann mit Foto in den Fliegenfischer oder ins Fliegenfischen.
O.k., das ist sicherlich weit entfernt vom heimischen Bachfischen. So direkt im Bach Anfüttern und dann fischen ist auch nicht mein Ding. Was ich allerdings schon öfter mal gemacht habe, nach dem ich eine Strecke abgefischt habe, mit einigen Brotstücken zu überprüfen, welche Fische überhaupt dagewesen wären. Und das ist schon ziemlich aufschlussreich, wenn sich ein Mordsmässiges Geplatsche dort einstellt, wo vorher mein Nymphchen unbehelligt und unbeachtet entlangdriftete!
Wolfgang aus Ismaning
Fliegenwickler
Beiträge: 40
Registriert: 27.11.2006, 00:17

Ungelesener Beitrag von Fliegenwickler »

Hallo Dirk ,

ich kann dir gedanklich folgen, 3-fach gebrannter Irischer, auch nicht schlecht!!! Wenn ich die Wahl hätte : Jameson !!!

Viele Grüße
der Fliegenwickler :yes: :yes: :yes: :yes: :yes:
Benutzeravatar
Dirk Janßen
Beiträge: 1529
Registriert: 28.09.2006, 16:21
Wohnort: Dangast
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von fliegenwickler
Wenn ich die Wahl hätte : Jameson !!!
Wir müssen uns UNBEDINGT mal treffen.

;) Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
South Africa

Ungelesener Beitrag von South Africa »

Wie ich es mit den Karpfen mache:

Ein, zwei Haende voll Mais ins Wasser, und den mit einem Maiskorn bestueckten Haken hinterher. Wuerde ich eine kuenstliche Fliege verwenden, bestuende die Gefahr, einen Black Bass zu fangen, und dies moechte ich verhindern. Die koennen gerne bleiben, Karpfen wollen wir jedoch komplett aus unserem See entfernen.

So fange ich nur die Karpfen, einen nach dem anderen...

Ob nur die kuenstliche Fliege, ein toter Heuhupfer, ein Maiskorn wie in unserem Fall - dies ist doch voellig egal, jedenfalls mir. Entscheidend ist, dass man selbst Spass daran hat, und vor allem auch Erfolg. Denn beim Angeln geht es darum, Beute zu machen. Aber diesen Trieb haben viele Leute verloren, sind zu zivilisiert (degeneriert?) geworden.


South Africa
Matthias

Ungelesener Beitrag von Matthias »

Original geschrieben von South Africa
... Ob nur die kuenstliche Fliege, ein toter Heuhupfer, ein Maiskorn wie in unserem Fall - dies ist doch voellig egal, jedenfalls mir. Entscheidend ist, dass man selbst Spass daran hat, und vor allem auch Erfolg. Denn beim Angeln geht es darum, Beute zu machen. Aber diesen Trieb haben viele Leute verloren, sind zu zivilisiert (degeneriert?) geworden.
...
Hallo South Africa,

dem kann ich nur zustimmen ... wenn ich angeln fahre, dann um Fische zu fangen (ob ich diese dann entnehme oder nicht, ist eine ganz andere Frage). Auch wenn es mir inzwischen den meisten Spaß macht, mit der künstlichen Fliege zu fischen, möchte ich doch die Abwechslung nicht missen und greife gerne mal zur Spinn- oder Matchrute. Bezüglich des Anfütterns beim Fliegenfischen sehe ich es deshalb etwas differenzierter ... wenn die Fische nicht mit der Fliege zu fangen sind, dann greife ich eben zu anderen Methoden und füttere dann auch an, z.B. auf Karpfen, aber beim Fliegenfischen nicht. Was ich dagegen schonmal ausprobiert habe, sind Lockstoffe auf der Fliege, aber ich habe damit nicht wesentlich besser gefangen. Letztendlich soll jeder mit seiner Auffassung glücklich werden und wenn jemand lieber den ganzen Tag mit der Fliege nichts fängt, als mit einer anderen Methode zu fischen, ist das auch OK. Mich stört jedoch, wenn nur die eigene Auffassung als die einzig wahre angesehen und über nicht ganz 100%ige FliFis die Nase gerümpft wird.

Viele Grüße und schönes Wochenende, Matthias
streamerfisher

Ungelesener Beitrag von streamerfisher »

Hallo,
@dreampike das mit den teasern beim Bluewater fischen, sehe ich nicht als Anfüttern, sie werden zwar benutzt um die Fische anzulocken, aber in Wirklichkeit sind es die beim normal Big Game fischen verwendeten Konaheads nur ohne Haken, der Fisch bekommt diese Dinger aber nicht zu greifen, wird dadurch nur noch aggressiver und dann werden die Teaser eingeholt, der Streamer ausgebracht und der Fische hoffentlich sicher gehakt.
Dieses Verhalten könnte man mit dem einer Forelle vergleichen, die für einen Streamer Interesse zeigt, ihn oder einen anderen Streamer aber erst bei der erneuten Präsentation nimmt. Anfüttern ist für mich dem Fisch mit fressbarer Nahrung an den Platz zu locken, auf den Geschmack dieses Anfutters zubringen und dort wo das Anfüttern statt gefunden hat, zu fangen.(Experimente mit einem Insekt ins Wasser schupsen, zähle ich nicht zum Anfüttern.)

Gruß Markus
Michael Ermer

Ungelesener Beitrag von Michael Ermer »

@ fliegenwickler und Dirk/WHV:

Wenn ich die Wahl hätte und es irischer sein muss, dann lieber Connemara oder Bushmills Single Malt, den 10-Jährigen. Wenn es auch schottischer sein darf, dann Lagavullin, Laphroaig (10-Jährig), Caol Ila, Ardbeg, Dalmore, Glenrothes, oder auch Royal Lochnagar. :lecker::lecker::lecker:

Gruß
Michael E., der mal wieder den Getränkehändler seines Vertrauens aufsuchen muß...
Zuletzt geändert von Michael Ermer am 18.04.2004, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
Fliegenwickler
Beiträge: 40
Registriert: 27.11.2006, 00:17

Ungelesener Beitrag von Fliegenwickler »

Hallo Michael E.,
ich verrate es dir !!!
Bisher habe ich nur Fische gefangen, wenn ich die Fliegen am Vorabend
in Bowmore gebadet habe. Muß aber mindestens 17 Jahre alt sein, sonst
funktioniert es nicht (eine Woche Feldversuch auf ISLAY letzten September,
alle sieben Sorten getestet !!!!!)

Viele Grüße !!!
Der Fliegenwickler :yes: :yes: :yes:
Antworten