Kopenhagen - ein kniffliges Problem
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Salmo.trutta
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Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Liebe Gemeinde,
ich habe folgendes "Problem" ich bin ab 17. und bis 20.6. in Dänemark mit Startpunkt Kopenhagen. So wie ich es sehe habe ich grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
1. in den Zug steigen 2,5h rauf nach Falkenberg und im Ätran auf Lachs fischen. Hab ich vor zwei Jahren schon gemacht und war sogar erfolgreich (siehe hier im Forum).
2. Auto mieten und zB runter nach Mön an die Küste und Meerforellen fischen - damit hab ich aber 0 Erfahrung
Falls jemand noch andere ähnlich gute oder bessere Ideen hat - bitte gerne.
Ansonsten wäre mir klar, wenn es laut Wetterbericht Chancen auf etwas Regen gibt macht der Trip nach Schweden mehr Sinn, wenn nicht dann kann ich auch an die Küste fahren und dort speziell in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden mein Glück versuchen. Hättet Ihr noch andere Ideen wie ich hier zu einer Entscheidung kommen kann? Wie lange kann ich mit der Entscheidung warten?
Welche Fliegen und Ausrüstung soll ich mir für die Küstenfischerei bereitstellen? Reicht mir eine handvoll Fliegen?
Danke Euch im Voraus!
Tobias
ich habe folgendes "Problem" ich bin ab 17. und bis 20.6. in Dänemark mit Startpunkt Kopenhagen. So wie ich es sehe habe ich grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
1. in den Zug steigen 2,5h rauf nach Falkenberg und im Ätran auf Lachs fischen. Hab ich vor zwei Jahren schon gemacht und war sogar erfolgreich (siehe hier im Forum).
2. Auto mieten und zB runter nach Mön an die Küste und Meerforellen fischen - damit hab ich aber 0 Erfahrung
Falls jemand noch andere ähnlich gute oder bessere Ideen hat - bitte gerne.
Ansonsten wäre mir klar, wenn es laut Wetterbericht Chancen auf etwas Regen gibt macht der Trip nach Schweden mehr Sinn, wenn nicht dann kann ich auch an die Küste fahren und dort speziell in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden mein Glück versuchen. Hättet Ihr noch andere Ideen wie ich hier zu einer Entscheidung kommen kann? Wie lange kann ich mit der Entscheidung warten?
Welche Fliegen und Ausrüstung soll ich mir für die Küstenfischerei bereitstellen? Reicht mir eine handvoll Fliegen?
Danke Euch im Voraus!
Tobias
- Lutz/H
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Guten Morgen,
Es gibt auch auf Seeland eine Reihe guter Küstenplätze.
Ich war vor 2 bis 3 Jahren mal in Westseeland und habe auf Roesnaes gefischt, das ist die westlichste Spitze von Seeland, ca. 1. Autostunde von Kopenhagen entfernt. Roesnaes gilt als Der Sommerplatz für Meerforellen da dort immer Strömung ist, die Tide ist merklich und drückt das Wasser durch den großen Belt. Kann natürlich windanfällig sein, Auto zwingend erforderlich, wie immer sn der Küste muss man sich Plätze erarbeiten, nur mal kurz anfahren und fangen klappt selten.
Hoffe geholfen zu haben
Gruß Lutz
Es gibt auch auf Seeland eine Reihe guter Küstenplätze.
Ich war vor 2 bis 3 Jahren mal in Westseeland und habe auf Roesnaes gefischt, das ist die westlichste Spitze von Seeland, ca. 1. Autostunde von Kopenhagen entfernt. Roesnaes gilt als Der Sommerplatz für Meerforellen da dort immer Strömung ist, die Tide ist merklich und drückt das Wasser durch den großen Belt. Kann natürlich windanfällig sein, Auto zwingend erforderlich, wie immer sn der Küste muss man sich Plätze erarbeiten, nur mal kurz anfahren und fangen klappt selten.
Hoffe geholfen zu haben
Gruß Lutz
Gib jedem Tag die Chance, die schönste deines Lebens zu sen ; Mark Twain
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Salmo.trutta
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Danke Lutz!
Das ist ja zumindest mal ein Hinweis und eine weitere Option. Da ich von der Küsternangelei aber nichts verstehe bräuchte ich da zumindest ein Basics:
- Lohnt es sich im Juni überhaupt? Oderr soll ich auch wenn nicht viel Regen angesagt ist besser nach Schweden zu den Lachsen fahren?
- Was brauche ich an Ausrüstung? 9' 7# und 10' 6# reichen? Nur Schwimmschnur? Besser auch intermediate? Muss es eine extra Küstenschnur sein mit der ich noch drei Meter weiter werfen kann?
- Fische ich eine oder zwei Fliegen?
- Welche Muster in welcher Größe sollte ich mir mindestens zuelgen?
- Reicht mein Mini-C& F Schnurkorb oder muss es ein Katzenklo sein?
- Kann ich realistisch auf eigene Faust losziehen oder bin ich ohne Guide chancenlos?
- Hab ich etwas vergessen?
Das ich für die Küste ein Mietauto brauche ist mir klar.
Danke, Tobias
Das ist ja zumindest mal ein Hinweis und eine weitere Option. Da ich von der Küsternangelei aber nichts verstehe bräuchte ich da zumindest ein Basics:
- Lohnt es sich im Juni überhaupt? Oderr soll ich auch wenn nicht viel Regen angesagt ist besser nach Schweden zu den Lachsen fahren?
- Was brauche ich an Ausrüstung? 9' 7# und 10' 6# reichen? Nur Schwimmschnur? Besser auch intermediate? Muss es eine extra Küstenschnur sein mit der ich noch drei Meter weiter werfen kann?
- Fische ich eine oder zwei Fliegen?
- Welche Muster in welcher Größe sollte ich mir mindestens zuelgen?
- Reicht mein Mini-C& F Schnurkorb oder muss es ein Katzenklo sein?
- Kann ich realistisch auf eigene Faust losziehen oder bin ich ohne Guide chancenlos?
- Hab ich etwas vergessen?
Das ich für die Küste ein Mietauto brauche ist mir klar.
Danke, Tobias
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ullsok63
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Hallo, Tobias,
in irgendeiner englischen Angelzeitschrift habe ich mal einen Artikel über die Fliege „Kobberbassen“ gelesen.
Darin war die Rede, dass sie damit in Kopenhagen in der Nähe eines Recyclingbetriebes am Flughafen gefischt haben und zwar erfolgreich. Zu Jahreszeit kann ich allerdings nichts sagen, vielleicht hilft das trotzdem irgendwie.
TL Uwe
in irgendeiner englischen Angelzeitschrift habe ich mal einen Artikel über die Fliege „Kobberbassen“ gelesen.
Darin war die Rede, dass sie damit in Kopenhagen in der Nähe eines Recyclingbetriebes am Flughafen gefischt haben und zwar erfolgreich. Zu Jahreszeit kann ich allerdings nichts sagen, vielleicht hilft das trotzdem irgendwie.
TL Uwe
- Achim Stahl
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Moin,
- mit einer 9' #6 bist du gut beraten. Schwimmschnur reicht im Sommer. Aber eine passende Küstenschnur macht Distanzwürfe mit mittelgroßen Streamer sehr viel einfacher und müheloser als eine Allroundschnur
- Ich empfehle eine Fliege. Das sorgt für weniger Tüdel im Vorfach, und fängt genau so gut.
- X-Ray-Shrimps in dezenten Farben oder ein anderes natürlich aussehendes Shrimpmuster in #6 bis 8 und Gurgler für die Nachtfischerei. Das reicht.
-Das Katzenklo ist schon besser.
- Du kannst dir die Fishing-in-Denmark App herunterladen, in den Angelläden fragen und mit Mitanglern reden. Ein vernünftiger ortskundiger Guide hilft natürlich auch sehr.
- Irgendwas hast du bestimmt vergessen. Fällt mir aber auch nicht ein.
Viele Grüße!
Achim
- Es kann sich im Juni definitiv lohnen. Die Sommerfischerei an der offenen Küste ist dann oft sehr gut. Und wenn es regnet erst recht.Salmo.trutta hat geschrieben: 05.06.2026, 17:01
- Lohnt es sich im Juni überhaupt? Oderr soll ich auch wenn nicht viel Regen angesagt ist besser nach Schweden zu den Lachsen fahren?
- Was brauche ich an Ausrüstung? 9' 7# und 10' 6# reichen? Nur Schwimmschnur? Besser auch intermediate? Muss es eine extra Küstenschnur sein mit der ich noch drei Meter weiter werfen kann?
- Fische ich eine oder zwei Fliegen?
- Welche Muster in welcher Größe sollte ich mir mindestens zuelgen?
- Reicht mein Mini-C& F Schnurkorb oder muss es ein Katzenklo sein?
- Kann ich realistisch auf eigene Faust losziehen oder bin ich ohne Guide chancenlos?
- Hab ich etwas vergessen?
- mit einer 9' #6 bist du gut beraten. Schwimmschnur reicht im Sommer. Aber eine passende Küstenschnur macht Distanzwürfe mit mittelgroßen Streamer sehr viel einfacher und müheloser als eine Allroundschnur
- Ich empfehle eine Fliege. Das sorgt für weniger Tüdel im Vorfach, und fängt genau so gut.
- X-Ray-Shrimps in dezenten Farben oder ein anderes natürlich aussehendes Shrimpmuster in #6 bis 8 und Gurgler für die Nachtfischerei. Das reicht.
-Das Katzenklo ist schon besser.
- Du kannst dir die Fishing-in-Denmark App herunterladen, in den Angelläden fragen und mit Mitanglern reden. Ein vernünftiger ortskundiger Guide hilft natürlich auch sehr.
- Irgendwas hast du bestimmt vergessen. Fällt mir aber auch nicht ein.
Viele Grüße!
Achim
Früher war mehr Lametta!
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Salmo.trutta
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Danke Achim, dass ist genau die Art von Information die ich brauche.
Ich war ehrlich gesagt schon kurz davor die Meerforellen aus meiner Planung zu streichen, aber jetzt sind sie wieder zurück!
Wie gesagt muss ich mich zwischen den beiden Möglichkeiten entscheiden - dazu folgende Frage:
Wenn ich an der Küste mit wenig (oder sehr viel) Wind zu rechnen habe, dann ist die Küste eher nicht die gute Option oder? Ab wann würdet Ihr sagen, dass es zu wenig oder zu viel ist?
Die App habe ich natürlich schon seit Wochen
Bei den Fliegen hilft mir Dein Tipp sehr Achim. Ich hätte auch ein paar Wooly Bugger in verschiedenen Farben eingepackt. Ich dacht zudem das ein Sandaalmuster ein Must-Have ist im Sommer - aber wenn ich mir das sparen kann soll es mir recht sein.
LG Tobias
Ich war ehrlich gesagt schon kurz davor die Meerforellen aus meiner Planung zu streichen, aber jetzt sind sie wieder zurück!
Wie gesagt muss ich mich zwischen den beiden Möglichkeiten entscheiden - dazu folgende Frage:
Wenn ich an der Küste mit wenig (oder sehr viel) Wind zu rechnen habe, dann ist die Küste eher nicht die gute Option oder? Ab wann würdet Ihr sagen, dass es zu wenig oder zu viel ist?
Die App habe ich natürlich schon seit Wochen
Bei den Fliegen hilft mir Dein Tipp sehr Achim. Ich hätte auch ein paar Wooly Bugger in verschiedenen Farben eingepackt. Ich dacht zudem das ein Sandaalmuster ein Must-Have ist im Sommer - aber wenn ich mir das sparen kann soll es mir recht sein.
LG Tobias
- Achim Stahl
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Hallo Tobias,
Bei absoluter Windstille kommt es natürlich extrem darauf an, keine Unruhe ins Wasser zu bringen und die Fliege sanft mit gestrecktem Vorfach abzulegen. Maximaldistanzen sind total überbewertet, saubere Präsentation ist der Schlüssel. Besonders beim ersten Tageslicht kannst du bei Windstille oft Fische im flachen Uferbereich buckeln sehen und auf Sicht anfischen. Das ist so spannend wie Trockenfliegenfischen. Abends sind die Chancen ebenfals gut.
Im Sommer ist es grundsätzlich sinnvoll, mit ablandigem Wind zu fischen, um zu warmes Oberflächenwasser und loses Aalgras an der Oberfläche zu vermeiden, und dann ist es auch kein Problem, bei starkem Wind zu werfen. Stellen an der offenen Küste ohne vorgelagerte Sandbank und mit möglichst gutem Wasseraustauch mit Wind von links hinten (bei Rechtshändern) sind dann optimal.
Nimm für die Nachtfischerei eine Stirnlampe mit!
Falls du deine Fliegen nicht selbst bindest, kaufe dir keine bunten Fancy Fusseln bei irgendwelchen Binnenländer-Onlineshops. Am besten gehst du vor Ort in einen vernünftigen Angelladen.
Viele Grüße und tight lines!
Achim
Es ist nie zu wenig und fast nie zu viel.Salmo.trutta hat geschrieben: 06.06.2026, 21:38 Wenn ich an der Küste mit wenig (oder sehr viel) Wind zu rechnen habe, dann ist die Küste eher nicht die gute Option oder? Ab wann würdet Ihr sagen, dass es zu wenig oder zu viel ist?
Bei absoluter Windstille kommt es natürlich extrem darauf an, keine Unruhe ins Wasser zu bringen und die Fliege sanft mit gestrecktem Vorfach abzulegen. Maximaldistanzen sind total überbewertet, saubere Präsentation ist der Schlüssel. Besonders beim ersten Tageslicht kannst du bei Windstille oft Fische im flachen Uferbereich buckeln sehen und auf Sicht anfischen. Das ist so spannend wie Trockenfliegenfischen. Abends sind die Chancen ebenfals gut.
Im Sommer ist es grundsätzlich sinnvoll, mit ablandigem Wind zu fischen, um zu warmes Oberflächenwasser und loses Aalgras an der Oberfläche zu vermeiden, und dann ist es auch kein Problem, bei starkem Wind zu werfen. Stellen an der offenen Küste ohne vorgelagerte Sandbank und mit möglichst gutem Wasseraustauch mit Wind von links hinten (bei Rechtshändern) sind dann optimal.
Verwende lange Vorfächer mit 28er FC als Spitze! Ich mach es jetzt mal einfach, damit du nicht lange rumsuchen musst: Stroft Fliegenvorfach #31 (12', 0,32 mm). Da schneidest du 50 cm vom Spitzenbereich ab und knotest dann 1 m 28er Stroft FC1 an.- Hab ich etwas vergessen?
Nimm für die Nachtfischerei eine Stirnlampe mit!
Falls du deine Fliegen nicht selbst bindest, kaufe dir keine bunten Fancy Fusseln bei irgendwelchen Binnenländer-Onlineshops. Am besten gehst du vor Ort in einen vernünftigen Angelladen.
Viele Grüße und tight lines!
Achim
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fliegenfeger
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Hallo Tobias,
ich würde mich eher für die Küste entscheiden, denn die Lachsfischerei ist zur Zeit wegen den hohen Wassertemperaturen nicht so toll. Ich war an der Mörrum für eine Woche und die Wassertemperatur stieg jeden Tag und betrug zuletzt fast 20°C. Es gab keinen Aufstieg und die Fischerei war entsprechend "erfolgreich".
Auf Seeland hast tolle Plätze zum Meerforellenfischen und eigentlich musst du keine große Strecken zurücklegen. Stevns Klint ist schnell zu erreichen und auch die Nordküste (z.B. östlich von Hornbaek) bietet schöne Plätze. Ich selbst fische schon etliche Jahre in Nordwest Seeland, aber das sind von Kopenhagen ein Stunde Autofahrt (ca. 100km).
Zur Taktik: Lass dich von der großen Wasserfläche nicht entmutigen, es gibt Fische und nach dem ersten Ruck in der Leine gewinnt die Zuversicht. Suche nach markanten Stellen z.B. Spitzen in der Küstenlinie oder Steinansammlungen die als Riffe unter Wasser weiterlaufen. Dort kannst du auch mal länger an einem Platz bleiben , da die Fische irgendwann vorbei kommen. Hierbei solltest du auch die Tidentabelle beachten, da die Strömungsverhältnisse oft entscheidend sind. Bei Plätzen mit gleichbleibender Küstenlinie solltest du Strecke machen und nach 2-3 Würfen einige Meter weiter gehen.
Zu Rute und Schnur hat dir Achim ja schon die richtigen Tipps gegeben. Bei klarem Wasser und Sonne Fliegen ohne Bling Bling, wenn das Wasser eingetrübt ist kann auch Farbe ins Spiel kommen. Mit einem schwarzen Wooly Bugger machst du nix falsch und bist im Spiel
Grüße
Armin
ich würde mich eher für die Küste entscheiden, denn die Lachsfischerei ist zur Zeit wegen den hohen Wassertemperaturen nicht so toll. Ich war an der Mörrum für eine Woche und die Wassertemperatur stieg jeden Tag und betrug zuletzt fast 20°C. Es gab keinen Aufstieg und die Fischerei war entsprechend "erfolgreich".
Auf Seeland hast tolle Plätze zum Meerforellenfischen und eigentlich musst du keine große Strecken zurücklegen. Stevns Klint ist schnell zu erreichen und auch die Nordküste (z.B. östlich von Hornbaek) bietet schöne Plätze. Ich selbst fische schon etliche Jahre in Nordwest Seeland, aber das sind von Kopenhagen ein Stunde Autofahrt (ca. 100km).
Zur Taktik: Lass dich von der großen Wasserfläche nicht entmutigen, es gibt Fische und nach dem ersten Ruck in der Leine gewinnt die Zuversicht. Suche nach markanten Stellen z.B. Spitzen in der Küstenlinie oder Steinansammlungen die als Riffe unter Wasser weiterlaufen. Dort kannst du auch mal länger an einem Platz bleiben , da die Fische irgendwann vorbei kommen. Hierbei solltest du auch die Tidentabelle beachten, da die Strömungsverhältnisse oft entscheidend sind. Bei Plätzen mit gleichbleibender Küstenlinie solltest du Strecke machen und nach 2-3 Würfen einige Meter weiter gehen.
Zu Rute und Schnur hat dir Achim ja schon die richtigen Tipps gegeben. Bei klarem Wasser und Sonne Fliegen ohne Bling Bling, wenn das Wasser eingetrübt ist kann auch Farbe ins Spiel kommen. Mit einem schwarzen Wooly Bugger machst du nix falsch und bist im Spiel
Grüße
Armin
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Salmo.trutta
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Danke für Deine Einschätzung Armin.
Grundsätzlich stimme ich Dir schon zu, aber mein Eindruck ist, dass das Wetter nun ziemlich anders wird. Für das Wochenende ist Regen angesagt und die Temperaturen sind derzeit nicht problematisch. Den Ätran kenne ich halt ein wenig, an der Küste war ich noch nie (was ja auch wieder ein Argument für die Küste wäre - weil das möchte ich schon auch einmal probieren).
Ich kann es nicht einschätzen wie meine Chancen an der Küste stehen. Ich habe grundsätzlich viel Erfahrung und kann auch ganz passabel werfen. Weitwerfen ist aber keine Disziplin die ich häufig betreibe. Achim hat aber ohnedies geschrieben, dass das überschätzt wird. Ich weiß es ist ein Lotteriespiel und es geht darum zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Mangels Erfahrung kann ich nicht einschätzen ob ich in knapp drei Tagen etwas ans Band bekommen kann, das über dem Mindestmaß liegt.
Am Ätran wäre meine Einschätzung, dass wenn die Verhältnisse gut (nicht perfekt) sind ich in drei Tagen eine Chance von vielleicht 25% habe einen Fisch zwischen 50 und 80 cm zu fangen.
LG Tobias
p.s.: Spätestens am Sonntag werde ich entscheiden und natürlich bekommt ihr von mir wie immer einen ausführlichen Bericht.
Grundsätzlich stimme ich Dir schon zu, aber mein Eindruck ist, dass das Wetter nun ziemlich anders wird. Für das Wochenende ist Regen angesagt und die Temperaturen sind derzeit nicht problematisch. Den Ätran kenne ich halt ein wenig, an der Küste war ich noch nie (was ja auch wieder ein Argument für die Küste wäre - weil das möchte ich schon auch einmal probieren).
Ich kann es nicht einschätzen wie meine Chancen an der Küste stehen. Ich habe grundsätzlich viel Erfahrung und kann auch ganz passabel werfen. Weitwerfen ist aber keine Disziplin die ich häufig betreibe. Achim hat aber ohnedies geschrieben, dass das überschätzt wird. Ich weiß es ist ein Lotteriespiel und es geht darum zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Mangels Erfahrung kann ich nicht einschätzen ob ich in knapp drei Tagen etwas ans Band bekommen kann, das über dem Mindestmaß liegt.
Am Ätran wäre meine Einschätzung, dass wenn die Verhältnisse gut (nicht perfekt) sind ich in drei Tagen eine Chance von vielleicht 25% habe einen Fisch zwischen 50 und 80 cm zu fangen.
LG Tobias
p.s.: Spätestens am Sonntag werde ich entscheiden und natürlich bekommt ihr von mir wie immer einen ausführlichen Bericht.
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Salmo.trutta
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Liebe Gemeinde,
wie versprochen bin ich Euch einen Bericht schuldig. Die Entscheidung zwischen Küste und Ätran hat ewig an mir genagt und sowas möchte ich in Zukunft vermeiden. Ich habe kurzerhand Ausrüstung für beides in den Koffer gesteckt, als ich am Montag los geflogen bin. Die Tendenz ging aber schon mehrfach zum Ätran. Es waren wohl verschiedene Gründe, vor allem das meine Zeit zum Lachsfischen sehr beschränkt ist (nur sechs Tage Irland) und ich in Österreich auch sehr viel gute Forellenfischerei bekomme. Trotzdem ist mir klar, dass die Küste eine ganz andere Angelegenheit ist und absolut ihren Reiz hat.
Meine mangelnde Erfahrung mit der Küstenmaterie und mein nicht 100%iger Gesundheitszustand (Nebenhöhlen), und auch ein wenig Regen in der Wettervorhersage und ein paar wunderbare (Groß)Lachse die am Hertingforsen durch den Fischzähler gingen – gaben am Dienstag schließlich den Ausschlag. Was den Gesundheitszustand anging so war ich der Annahme dass das Lachsfischen weniger anstrengend sein würde als die Küste – im Nachhinein bin ich mir da nicht so sicher.
Naturgemäß konnte ich es am Mittwoch kaum erwarten alle Arbeitspflichten abgeschlossen zu haben und mich in den nächsten Zug nach Falkenberg zu setzen. Den ganzen Tag beobachtete ich schon aufgeregt was durch die Fischleiter ging und tatsächlich waren wieder einige Fische unterwegs, zwei davon mit 100+. Als ich am späten Nachmittag in Falkenberg ankam versorgte ich mich im Supermarkt mit Essen, bezog mein Hotelzimmer direkt auf der Höhe des Hertingforsen (das erspart die Fußmärsche entlang der Stadtstrecke) und war gegen 19 Uhr am Wasser.
Gleich an der Stelle, an welcher ich vor zwei Jahren einen Grilse fangen konnte hatte ich drei Bisse. Ein Döbel, ein Barsch und dann… Ein Take wie aus dem Lehrbuch… Ich lasse ihn ruhig nehmen und hebe die Rute nur langsam an… Der Döbel hatte die Fliege ganz tief geschluckt, ich konnte sie aber mit der Zange gut lösen und den Fisch unversehrt zurücksetzten. Weiter unten fing ich dann auch noch eine kleine Forelle (könnte auch ein Smolt gewesen sein). Es setzte langsam Regen ein und das stimmte mich zuversichtlich für den nächsten Tag. Gegen 23 Uhr war ich wieder zu Hause und musste feststellen, dass seit meiner Ankunft nur eine Meerforelle durch die Fischleiter war. Körperlich war ich ziemlich fertig - das Waten im Hertingforsen ist ziemlich anstrengend.
Am nächsten Morgen wollte ich früh starten, aber mein Körper war dagegen. Mühsam kämpfe ich mich aus dem Bett in die Dusche, wasche mir erst mal den Schweiß der Nacht ab. Gegen 6:30 bin ich am Wasser. Es hat über Nacht nicht mehr viel geregnet. Ich fische die Strecke einmal durch, freue mich einen anderen Fischer zu sehen. Wenn die Einheimischen fischen gehen muss es gut sein, so meine Logik. Ohne nennenswerte Erfolge gehe ich zum Hotel zurück und frühstücke. Danach begebe ich mich wieder zum Fluss. Auf der Brücke erwartet mich der andere Fischer, im Wasser treibt eine Fliegenbox. Sie ist ihm ins Wasser gefallen und er wartet, dass sie ans Ufer getrieben wird. Wir unterhalten uns – er ist Deutscher – soviel zu meiner Logik. Da das Wetter zu Mittag aufreißen soll, fische ich die Strecke noch einmal durch, kein Erfolg. Kein Fisch ist durch die Fischleiter. Die Sonne kommt raus. Ich gehe nach Unten in die Stadtstrecke, anstatt zu fischen schaue ich ein paar schwedischen Jungs dabei zu und tratsche mit einem schottischen Touristen. Mein Körper macht kein Geheimnis aus seinem Zustand, durchgeschwitzt, Kopf- und Muskelschmerzen, Schlppheit. Und die Sonne ist gnadenlos. Ich gehe ins Hotel und lege mich schlafen. Am Abend bin ich wieder am Wasser. Immer noch kein Fisch durch die Fischleiter, jedoch sehe ich wenigstens einen Lachs springen. Ansonsten ist die Abendfischerei ereignislos. Ich treffe den Deutschen, er hat seine Fliegenbox wieder, das freut mich.
Für Freitag (Mittsommer) ist wolkenloses Wetter angesagt. Ich beschließe mich zu schonen und die Fischerei abzubrechen. Samstag trete ich im Gewitterregen den Heimweg an. Tja, manchmal verliert man eben. War alles ein bisschen unglücklich würde ich sagen. Trotzdem schön. Rückblickend dürfte das Hauptproblem das Fehlen von Grilsen sein. Diese sollten zu dieser Zeit wohl schon am Ätran auftauchen – sind Heuer aber wohl später dran als sonst. Die großen Lachse alleine sind von der Menge her einfach zu wenige.
Wäre mein Trip an der Küste anders verlaufen? Bestimmt. Ich nehme mir vor die Küstenfischerei irgendwann nachzuholen (die Fliegen dazu habe ich jetzt schon) und zwar zu einer Zeit wo sie besonders erfolgversprechend ist (Mai???).
Danke nochmal an alle für Eure Unterstützung.
LG Tobias
wie versprochen bin ich Euch einen Bericht schuldig. Die Entscheidung zwischen Küste und Ätran hat ewig an mir genagt und sowas möchte ich in Zukunft vermeiden. Ich habe kurzerhand Ausrüstung für beides in den Koffer gesteckt, als ich am Montag los geflogen bin. Die Tendenz ging aber schon mehrfach zum Ätran. Es waren wohl verschiedene Gründe, vor allem das meine Zeit zum Lachsfischen sehr beschränkt ist (nur sechs Tage Irland) und ich in Österreich auch sehr viel gute Forellenfischerei bekomme. Trotzdem ist mir klar, dass die Küste eine ganz andere Angelegenheit ist und absolut ihren Reiz hat.
Meine mangelnde Erfahrung mit der Küstenmaterie und mein nicht 100%iger Gesundheitszustand (Nebenhöhlen), und auch ein wenig Regen in der Wettervorhersage und ein paar wunderbare (Groß)Lachse die am Hertingforsen durch den Fischzähler gingen – gaben am Dienstag schließlich den Ausschlag. Was den Gesundheitszustand anging so war ich der Annahme dass das Lachsfischen weniger anstrengend sein würde als die Küste – im Nachhinein bin ich mir da nicht so sicher.
Naturgemäß konnte ich es am Mittwoch kaum erwarten alle Arbeitspflichten abgeschlossen zu haben und mich in den nächsten Zug nach Falkenberg zu setzen. Den ganzen Tag beobachtete ich schon aufgeregt was durch die Fischleiter ging und tatsächlich waren wieder einige Fische unterwegs, zwei davon mit 100+. Als ich am späten Nachmittag in Falkenberg ankam versorgte ich mich im Supermarkt mit Essen, bezog mein Hotelzimmer direkt auf der Höhe des Hertingforsen (das erspart die Fußmärsche entlang der Stadtstrecke) und war gegen 19 Uhr am Wasser.
Gleich an der Stelle, an welcher ich vor zwei Jahren einen Grilse fangen konnte hatte ich drei Bisse. Ein Döbel, ein Barsch und dann… Ein Take wie aus dem Lehrbuch… Ich lasse ihn ruhig nehmen und hebe die Rute nur langsam an… Der Döbel hatte die Fliege ganz tief geschluckt, ich konnte sie aber mit der Zange gut lösen und den Fisch unversehrt zurücksetzten. Weiter unten fing ich dann auch noch eine kleine Forelle (könnte auch ein Smolt gewesen sein). Es setzte langsam Regen ein und das stimmte mich zuversichtlich für den nächsten Tag. Gegen 23 Uhr war ich wieder zu Hause und musste feststellen, dass seit meiner Ankunft nur eine Meerforelle durch die Fischleiter war. Körperlich war ich ziemlich fertig - das Waten im Hertingforsen ist ziemlich anstrengend.
Am nächsten Morgen wollte ich früh starten, aber mein Körper war dagegen. Mühsam kämpfe ich mich aus dem Bett in die Dusche, wasche mir erst mal den Schweiß der Nacht ab. Gegen 6:30 bin ich am Wasser. Es hat über Nacht nicht mehr viel geregnet. Ich fische die Strecke einmal durch, freue mich einen anderen Fischer zu sehen. Wenn die Einheimischen fischen gehen muss es gut sein, so meine Logik. Ohne nennenswerte Erfolge gehe ich zum Hotel zurück und frühstücke. Danach begebe ich mich wieder zum Fluss. Auf der Brücke erwartet mich der andere Fischer, im Wasser treibt eine Fliegenbox. Sie ist ihm ins Wasser gefallen und er wartet, dass sie ans Ufer getrieben wird. Wir unterhalten uns – er ist Deutscher – soviel zu meiner Logik. Da das Wetter zu Mittag aufreißen soll, fische ich die Strecke noch einmal durch, kein Erfolg. Kein Fisch ist durch die Fischleiter. Die Sonne kommt raus. Ich gehe nach Unten in die Stadtstrecke, anstatt zu fischen schaue ich ein paar schwedischen Jungs dabei zu und tratsche mit einem schottischen Touristen. Mein Körper macht kein Geheimnis aus seinem Zustand, durchgeschwitzt, Kopf- und Muskelschmerzen, Schlppheit. Und die Sonne ist gnadenlos. Ich gehe ins Hotel und lege mich schlafen. Am Abend bin ich wieder am Wasser. Immer noch kein Fisch durch die Fischleiter, jedoch sehe ich wenigstens einen Lachs springen. Ansonsten ist die Abendfischerei ereignislos. Ich treffe den Deutschen, er hat seine Fliegenbox wieder, das freut mich.
Für Freitag (Mittsommer) ist wolkenloses Wetter angesagt. Ich beschließe mich zu schonen und die Fischerei abzubrechen. Samstag trete ich im Gewitterregen den Heimweg an. Tja, manchmal verliert man eben. War alles ein bisschen unglücklich würde ich sagen. Trotzdem schön. Rückblickend dürfte das Hauptproblem das Fehlen von Grilsen sein. Diese sollten zu dieser Zeit wohl schon am Ätran auftauchen – sind Heuer aber wohl später dran als sonst. Die großen Lachse alleine sind von der Menge her einfach zu wenige.
Wäre mein Trip an der Küste anders verlaufen? Bestimmt. Ich nehme mir vor die Küstenfischerei irgendwann nachzuholen (die Fliegen dazu habe ich jetzt schon) und zwar zu einer Zeit wo sie besonders erfolgversprechend ist (Mai???).
Danke nochmal an alle für Eure Unterstützung.
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Norman506
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Re: Kopenhagen - ein kniffliges Problem
Du warst Lachsfischen... ich war arbeiten... du hast gewonnen.
"Eine Fliege, auf die garantiert kein Fisch beißt, an eine Stelle zu werfen, an der sich garantiert kein Fisch befindet. 'Das ist reine Kunst'"
Paul Hochgatterer
Paul Hochgatterer






