Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich? Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, oder gute oder schlechte Erfahrungen mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...
ich bin Neuling hier im Forum, und ich werde mich am Wochenende auch etwas genauer hier vorstellen. Bis dahin habe ich aber schon eine (Anfänger-)Frage an Euch, mit der Sufu habe ich speziell dazu noch keine passende Antwort gefunden. Nachdem ich mich jetzt viel mit Vorfächern beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen mir für Standardsituationen 7,5ft bzw. 6ft.-Vorfächer (gezogen) zu besorgen, an deren Ende ein Pitzenbauer-Ringerl kommt, daran dann in einer Nummer feiner ein entsprechendes Tippet. Das Tippet sollte ja je nachdem regelmäßig gewechselt werden, zumindest bei jeder neuen Tour. Aber wie verhält es sich mit dem Vorfach bis zum Ring? Wenn zumindest optisch keine Beeinträchtigungen zu sehen sind, wie lange kann ich ein solches Vorfach verwenden? Gibt es da einen Erfahrungswert? (wie gesagt, immer vorausgesetzt ich habe es nicht malträtiert ).
Ich verwende fast nur gezogene Vorfächer. Meistens in 9 Fuss und mit 18- 20er Spitze. Diese kürze ich um ca. einen Meter und knote dann einen Pitzenring an. So fische ich seit Jahren. Ich verwende Stroft, sowohl für das gezogene als auch die angeknüpfte Spitze. Wenn du keinen Knick oder Knoten reinwirfst und es nicht irgendwo aufscheuerst, hält so ein Vorfach bei mir locker 2-3 Saisonen. Meistens wird eher die Verbindung zur Flugschnur zum Problem. Die hält (bei mir) weniger...
es ist genau so wie der andere Peter sagt. Wobei ich meins nicht kürze und ca. 2-3 Stück pro Saison brauche. Es hängt einfach auch bisschen davon ab, was Du damit machst. Beim Trockenfischen wird sich das Vorfach deutlich weniger abnutzen als wenn Du mit dem Streamer über Holz und Steine pflügst.
TL
Peter
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There´s a fine line between fishing and standing on the shore like an idiot - Steven Wright
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Ich ziehe mit Hilfe einer Injektionsnadel das Vorfach in die Flugschnur. Das ganze mit Dyneema überwickelt und mit flexiblen Kleber versiegelt. Das Problem besteht meistens darin, dass die Flugschnur mit der Zeit an der Stelle wo der Kleber endet, Richtung Rutenspitze, brüchig wird...
Sonst finde ich die Verbindung super, man hat beim Werfen eine optimale Kraftübertragung und das ganze rollt sauber ab. Mit Loops hatte ich immer das Gefühl, da geht was an Wurfenergie verloren.
Gerade beim Anfänger ist die Haltbarkeit des Vorfachs von der Anzahl der Knoten durch loops durch missglückte würfe definiert. Wie hier schon erwähnt, nimm verjüngtes und wenn du genug Knoten rausgeschnitten hast, knote ein Stück Vorfach in der gewünschten Stärke mit dem "Wasserknoten" dran. Ein Ringerl ist praktisch, aber nicht unbedingt notwendig.
Hi Oli,
weil jeder Konten eine Schwachstelle darstellt, erneuere grundsätzlich jeden Knoten unmittelbar vor jedem Fischen. Wird ein gezogenes Vorfach vor dem Tippet/Pitzenbauerring zu dick und/oder zu kurz, wird´s gewechselt. Die Knotenfestigkeit sinkt ganz erheblich im Laufe des Gebrauchs insbesondere für schlagartige Belastungen und ein Knoten wird auch nach dem Fischen nicht vollständig entlastet, wenn sondern verbleibt unter Spannung/Knickung/Dehnung. Die paar Euros für ein paar Vorfächer mehr pro Saison ist mir die höchstmögliche Tragkraft von Fliege bis Rolle allemale Wert.
keine leichte Sache, gell. Ich hab einige Kleber versucht, ganz schlimm war Sekundenkleber. Flex and Clear bringt im Moment die besten Ergebnisse. Ich versuche auch einen möglichst fließenden Übergang zu erreichen. Trotzdem bricht dort das Coating der Schnur.
ich schiebe über den Verbindungsknoten ein dünnes Stück Schrumpfschlauch und erwärme dann sehr vorsichtig. Damit habe ich gute Erfahrungen, da sich dann das Vorfach nicht beim unkonzentrierten Werfen am Knoten verhaspelt und das ganze schön durch die Ringe der Rute gleitet. (Knoten dann "verbesserter Albright")
Außerdem hat man gleich eine Markierung des Schnurendes.
Liebe Grüße, Alf.
Don't mind your make-up, you'd better make your mind up --- Frank Zappa, Philosoph und Komponist
Deine Idee mit dem verjüngten Vorfach und dem Ring ist in Ordnung. Ich persönlich präferiere allerdings einen "Perfection Loop" (einfach mal googeln) statt des Ringes. Ich empfinde diese Verbindung zwischen Vorfach und Tippet als feiner. Davon abgesehen, würde ich Dir allerdings zu einem längeren Vorfach raten, ohne jetzt genau zu wissen wohin es Dich ans Wasser verschlägt. Ich nehme aber einmal an, dass Du an Bächen/Flüssen mit Trockenfliege/Nymphe unterwegs sein wirst. Selbst am kleinsten Bach bin ich mit einem langen Vorfach - meiner Meinung nach - viel besser bedient. Zum einen ist die Scheuchwirkung weitaus geringer (ich vermeide es hier fast vollkommen Flugschnur auf dem Wasser zu haben) und zum anderen kann die Trockenfliege sauberer driften. Ich sehe kein Einsatzszenario für ein 7,5 ft. oder gar 6 ft. langes oder besser "kurzes" Vorfach. Schon gar nicht beim Nymphenfischen.
Interessant ist die von den anderen angesprochene Verbindung zur Hauptschnur. Ein Loop ist meiner Erachtens die "unsauberste" Lösung. Auch wenn Du hiermit flexibel bist, d.h. das Vorfach schnell wechseln kannst. Eine Spur besser sind geschweißte Schlaufen, z.B. mit einem Schrumpfschlauch. Danach kommt für mich die Verbindung mittels eines Nagelknotens. Hier kannst Du Dein Vorfach natürlich nicht mehr so schnell wechseln. Aber warum auch, wenn Du ein 9ft. Vorfach mit einer dicken Spitze nimmst? Du kannst einen Stramer fischen (dickes Tippet), Du kannst das Vorfach verlängern und "mittelstarke" Tippets fischen (Nymphe) und Du kannst weiter abstufen (z.b. über 1 oder 2 Stufen) und feine Tippets benutzen (Trockenfliege). Ähnlich verhält es sich mit dem "Einziehen" des Vorfachs in die Flugschnur. Noch einen Tick eleganter als die Lösung mit dem Nagelknoten. Zudem verlierstst Du nichts von Deinem gezogenen Vorfach. Gute Anleitungen zum Einziehen des Vorfachs findest Du im Netz. Ein Tipp: Wenn du das Vorfach anraust (z.B. mit einer Pfeile) und dann etwas Sekundenkleber aufträgst und anschließend in die Flugschnur ziehst, brauchst Du keine weitere Sicherung (z.B. durch Garn wie oben erwähnt) vornehmen. Das hält!