hey Christian,
ich weiss ja, knotologie ist auch echt ein stück weit ne glaubensfrage..
und nix für ungut, aber was du schreibst ist halt nicht ganz "schlüssig"
und es kommt in diesen durch den Knoten umklammerten Bereich der Schnur
(Anpressdruck auf die Schnur) zur Dehnung und somit Schwächung der Schnur
Christian, also du hattest doch das (meiner ansicht nach) richtige bildchen schon selbst gelinkt:
die crux bei knoten ist
das unterschreiten von krümmungsradien.
(zugegeben, ich bin kletterer. ich vertraue knoten mein leben an..)
und natürlich reissen knoten auch mal an anderen stellen, wie z.b. der erwähnten
quetsch-engstelle. das liegt dann natürlich nicht am krümmungsradius, weil`s da
ja logischerweise grade raus kommt, sondern am material..
aber dein tip mit der gedoppelten schnur ist ein guter. dieser pfiff führt dazu, dass
der knoten
voluminöser wird, daher sind die krümmungsradien dann auch andere.
ich persönlich verwende immer die lustigen kleinen pitzenbaur ringerl, weil ich auch die
erfahrung gemacht habe, dass FC normales mono grade in den dünnen stärken so bei
`14 bis `20 einfach skalpiert.
mein knotenloses gezogenes vorfach kürze ich soweit ein, dass langsam die verjüngung
in sicht kommt. dort wohnt dann solch ein pitzi ring und der knoten wird von einem tröpfchen
UV kleber geglättet. nicht wegen der haltbarkeit, sondern allein wegen meinem kleinen
spiel- und basteltrieb.
dann verlänger ich wieder mein mono vorfach durch die tip section meines vertrauens.
in der regel nehm ich hier FC, sowohl beim nymphen als auch trocken.. das fischt besser.
das tippet knote ich am ring mit einem
doppelten und die fliege mit einem
einfachen
clinch an. so habe ich z.b. für die forellenfischerei nen gezogenes vorfach mit nem `18 ende
und ein tippet dann je nach laune bei `16 oder `14.
damit ist der schwächste knoten vorne an der (immer widerhakenlosen) fliege.
ich finde, dass das so auch sinn macht, falls der fisch mal abreissen sollte. in 85% aller fälle
ist bei mir nur die fliege ab.
grüße
Thorsten