Schwarzes Vorfach?

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich? Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, oder gute oder schlechte Erfahrungen mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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Erge
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Erge »

Maggov hat geschrieben:
Und dann fällt mir da noch das Vorfach aus Rosshaar und Gedärm ein... Ob das immer transparent war?
Das hier ist feuchtes Pferdehaar:
Bild
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Bäschwatz
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Bäschwatz »

Hi
Egal was für eine Farbe das Vorfach hat, ist es ein Strich im Wasser. Unter Wasser kümmert`s die Fische wenig. Über Wasser oder auf der Oberfläche schwimmend ist es ein ungewohnter Fremdkörper um den ein Bogen gemacht wird.
Ob die Schnur sich bewgt oder nicht, macht halt auch noch was aus.
Meine Beobachtungen machte ich beim Schnorcheln in recht klarem Wasser, in Wurfweite von gut ausgerüsteten Karpfenanglern...
Gruß Thilo
Olaf Kurth
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

elchvieh hat geschrieben:@olaf Kurth: textiles Vorfach klingt sehr, sehr interessant! Kannst Du ein Fabrikat, einen Lieferanten empfehlen?
Lieber Josef Anton,

für Kohlefaserruten habe ich jahrelang die Vorfächer von Roman Moser gefischt. Diese Polyleader lassen sich je nach Gewässerzustand wunderbar anpassen, d.h. je nach Wasserstand oder -trübung habe ich die Vorfächer mit unterschiedlichen Sinkraten angeschlauft. Wenn Du am Ende der Fliegenschnur eine Schlaufenverbindung angebracht hattest, konntest Du jedes andere Vorfach (mit Schlaufe) damit verbinden. Jahrelang habe ich mit dem Trockenvorfach "Dry and fly" aus geflochtenen Dyneema-Material die besten Erfahrungen gemacht. Ich konnte von der Trockenfliege bis zum Streamer alles anbinden. Lediglich das Tippet, also die letzte Monofilschnur vom Pitzenbauerring in Richtung Fliege, musste ausgetauscht werden - einfach unverwüstlich.

Für Gespließte hat Axel Janousch von Fine Art Flyfishing unterschiedliche Textil-Vorfächer im Programm. Sie werden fest mit den Seidenschnüren verbunden und diese Vorfächer sinken ein, je nachdem, ob sie gefettet sind, oder nicht. Es gibt in meinen Augen keinen passenderen Übergang von der Fliegenschnur über das Vorfach bis hin zur Fliege als mit diesen Textilvorfächern. Ohne spürbare Unterbrechung bleibt die Spannung bis zur Fliege erhalten und Du wirfst so mit engsten Schlaufen durch die kleinsten Lücken.

Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
horstie honk

Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von horstie honk »

greypanther hat geschrieben:..., stand ich mal vor einem ähnlichen Problem. In einem Flifi-Magazin ... behauptet, dass blau gefärbte Vorfächer für Fische weniger sichtbar seien und so zu einem besseren Erfolg beim Fischen führen..
Hi,

das steht diametral zu meiner eigenselber gemachten Erfahrung mit Nymphen die in diversen Blautönen gehalten sind. Das sind sie Killer schlecht hin.
Ob im reißenden Gebirgsbach oder im Rhein, blau geht. Erinnere nur an Lachsfliegen dei denen viel Blau vorkommt.

Schwaddes Vorfach...? Versuch macht klug.
Am besten und am treffsichersten lassen sich unterschiedlich gefärbte Spitzen im Feldversuch auf ihre Fängigkeit hin untersuchen.
Gehört aber verdammt viel Wille dazu.
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Lutz/H
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Lutz/H »

Mein ersterFlifi- Mentor schwor damals auf das Ur-Maxima welches ja eine
dunkelbraune Farbe hat,knoten ließ sich das wirklich gut und hatte
eine tolle glatte Oberfläche. Später als ich alles besser wußte bin
ich auch auf transparente Vorfächer gekommen, das Argument
mit der besseren Sichtbarkeit während des Knotvorganges hat was.
Bin ich noch garnicht drauf gekommen.
Gib jedem Tag die Chance, die schönste deines Lebens zu sen ; Mark Twain
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elchvieh
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Pro und contra Sichtbarkeit oder schiere Wahllosigkeit..

Ungelesener Beitrag von elchvieh »

Danke in die Runde!

ich merke schon, dass ich hier bei Euch noch eine Menge lernen kann.
Die Frage nach der Sichtbarkeit ist für mich eine essentielle, da ich Glasbausteine mit -20Dipt. ans Wasser schleppe. Daher bleibt mir fast nichts anderes als alle Knoten zu Hause, am Schreibtisch mit Lupenlampe und optimalem Hintergrund zu machen.
Die Geschichte mit dem einschlaufbaren Vorfächern hab ich mir schon vor Jahren in Norwegen abgeguckt und seit dem plage ich mich nicht mit Blutundeiter,Nagelbett, und anderen BDSMklemmknoten herum. Wenn ich eine neue Schnur erwerbe, die noch keine Schlaufe am Ende hat, dann bastle ich die ganz einfach selbst und gut ist's. Das dauert ein par Minuten, paßt auch durch den Spitzenring und noch nie ist mir dort eine Schnur aufgegangen (im Gegensatz zu manchem Vorfachknoten :o ).
Am Wasser selbst hab ich immer eine Anzahl fertiger Vorfäche auf meinem Transportring dabei und brauch nicht lang zu basteln, einfach umfädeln...

Bild
in der Mitte die Fliegenschnur selbst (sinks.) mit Eigenbauschlaufe. Rechts der Vorfachtransportring.

Bild
links das ominöse schwarze Vorfach (auf dessen Wirkung ich nun verd....t neugierig bin) rechts ein gewöhnliches Monofil. Man beachte die optische Täuschung, beide Vorfächer sind 0,25 stark!
Bild
Hier hab ich mal einen grünen Faden als Muster eingeschlauft. Schlaufe in Schlaufe hält wunderbar!

Danke nochmals fürdie vielen Tipps und Meinungen!
Euer Elchvieh
Vita brevis, ars longa, occasio praeceps, experntia fallax, iudicium difficile....
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Willi Barthel »

Hallo Klaus, Hallo Friedemann,
wir Hessen, was soll ich sagen......
Seit Jahrzehnten (offensichtlich seit dem Zeitpunkt der Veroeffentlichung des von Klaus angesprochenen Artikels) bis heute gehört der Eddding zur Ausstattung meiner Weste sowie ein Mud. Der Eddding allerdings in dunkelgrün. Das wurde in der Gruppe getestet und war den Clear- Vorfaechern überlegen, an der Muemling und in Slowenien.
Gruß aus dem Odenwald
Willi
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Rolf Renell
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Ich denke nicht das eine ausgesprochene Vorfachscheuheit exestiert , meiner Erfahrung nach sind Fische nicht vorfachscheu , sondern "Präsentationsscheu" , hierzu zähl ich auch die Führung und nicht optimale Dimensionierung.Sicherlich gibt es gute Gründe (für mich wenige) Fluorocarbontippetts einzusetzen.Gerade die Historie zeigt doch auf mit welchen Materialien man erfolgreich war.Textile Vorfächer (Hauptkraftübertragung)dümpeln ein bisschen im Dunklen bei uns , ich halte sie in einigen Bereichen absolut für optimal einsetzbar und im Vorteil gegenüber Mono (Energieübertragung,Geschmeidigkeit,Turnover s. Olaf etc.) , monofiles Tippet wie althergebracht , entfetten in kniffligen Situationen (Mud, Fullers Earth - ja, sogar Glättpapier oder ein Zug durch 1000er St.wolle) entfernen den Glanz und bringen ein stumpfes,mattes Erscheinungsbild.Textile Vorfächer verdrallt aus UNI Thread z.B. sehr geschmeidig , gute Kraftübertrag ,wer es steifer im Butt haben möchte nimmt z.B. Kevlar , sehr weich und Geschmackssache sind Buttbereiche aus Danvilles Spiderweb , aber alles machbar ...
Maxima ist immernoch sicherlich eines der verlässlichsten Materialien ob in Grün,braun oder clear ...

Beste Grüsse,
Rolf
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...a fisherman`s dream , is a trout in the stream ...
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Frank.
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Re: Schwarzes Vorfach?

Ungelesener Beitrag von Frank. »

Rolf Renell hat geschrieben:Ich denke nicht das eine ausgesprochene Vorfachscheuheit existiert , meiner Erfahrung nach sind Fische nicht vorfachscheu, sondern "präsentationsscheu"
Danke herzlich, lieber Rolf - genau das glaube ich auch (ich hatte bei meinem anfänglichen Urteil zu schwarzen Vorfächern einfach nicht richtig nachgedacht).
Meiner Erfahrung nach spielt die Stärke des Vorfachs auch bei sehr klarem Wasser nur eine untergeordnete Rolle, solange die Fliege sauber präsentiert und geführt wird. Beim Fischen mit der Nymphe, der Nassfliege und dem Streamer scheint es mir ziemlich wurscht zu sein, ob die Fliegen an ein 12er oder 18er Vorfach angebunden sind. Ich habe schon vor Jahren damit aufgehört, sehr feine Vorfächer zu verwenden, außer – – –
bei der Trockenfliege, bei der das ein wenig anders aussieht, weil man zum Beispiel eine winzige Grizzly mit einem relativ starken Vorfach nicht sauber präsentieren kann. Sie landet dann einfach nicht weich genug, und ein dicker Knoten bringt sie sozusagen außer Form.

Bei großen Fliegen, die ordentlich auffällig aufs Wasser klatschen sollen, ist es natürlich umgekehrt: einen Hopper oder eine Stimulator sollte man am kurzen, starken Vorfach aufs Wasser schmettern, da die "sanfte Landung" hier keineswegs beabsichtigt ist.

Freilich bin ich fast ausschließlich an Gewässern mit einem geringen Befischungsdruck unterwegs.

Ich erinnere mich an einen Franzosen, den ich mal an einem kleinen Bach im Elsass traf. Er sagte mir, wenn ein 12er Vorfach durch das Öhr passt, ist deine Fliege zu groß. Tatsächlich fing man dort nur mit winzigen Imitationen. Allerdings bleibt die Frage, ob das extrem dünne Vorfach, das man dort brauchte, nicht einfach der Tatsache geschuldet war, dass man diese Mikrofliegen sonst gar nicht hätte anknoten können.
Schade, dass ich für einen ausführlichen Praxistest bis zur neuen Saison warten muss (die Äschen bei uns lasse ich in Ruhe)!

Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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