Bindegarn für Elchhaar

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Bäschwatz
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Bindegarn für Elchhaar

Ungelesener Beitrag von Bäschwatz »

Hallo Fliegenfischer
Ich habe Elchhaar und keinen geeigneten Faden zum binden. 3\o und 6\0 gehen für die meißten Materialien. Hierfür aber nicht. Reißt einfach zu schnell. Selbst doppelt verzwirnt ging nicht gut. Ein anderer Faden den ich für Rehhaar benutze reißt zwar nicht, aber die Fasern dieser Seide schneiden wie Rasierklingen. Auch nicht das Gelobte. Nylonbond ist zu dick. Für Streamerköpfe aus Rehhaar gut, auf kleinen Haken aber nicht zu gebrauchen.
Was nehmt Ihr denn so für nen Zwirn?
Gruß Thilo
Tatonka
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Ungelesener Beitrag von Tatonka »

Hallo
Ich nehme das hier
http://www.flyfishingsupport.de/index.p ... &Itemid=62

Damit hatte ich noch nie Probleme

gruß Robert
Tom Doll
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Ungelesener Beitrag von Tom Doll »

Hallo Thilo,

Es könnte sein, daß es nicht am Faden liegt. Vor dem Einbinden des Haares solltest Du denFaden ausdrehen, daß sich der Faden flach auf den Haken legt. Ein verdrehter Faden schneidet das Haar, besonders Elchhaar.
Wenn Du schon einen Teil der Fliege gebunden hast, ist dein Faden sicher verdreht.
Schau mal die Bilder auf meiner Seite an:
http://fliegentom.de/html/faeden.html

Falls es immer noch nicht klappt, gibt es UNI-Nylon, das sich wirklich breit und flach auf dne Hakenschenkel legt.
Dyneema ist kein besonders guter Bindefaden. Dyneema ist viel zu glatt, ich weiß zwar dass viele Dyneema nehmen, aber ich halte es für teuer und nicht gut geeignet.

Gruß

Tom
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laverda
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Starkes Bindegarn

Ungelesener Beitrag von laverda »

Hi Thilo,
ich binde bei groberen Arbeiten (ab ca. Hakengröße 10) meine Streamer nur noch mit abgelegter dünner geflochtener Angelschnur (Dyneema u.ä.), die ich beim Höker meines Vertrauens für Nüsse bekomme. Meist sind die ersten 15-20m etwas aufgeraut und ungeeignet, der Rest ist zum Binden 1A, da reißt NIX und gerade die billige Dyneema (da lohnt sogar Neukauf) ist so schlapp geflochten, die drückt sich wunderbar flach auf, so dass Einschneiden kein Thema ist. Meist nehme ich noch nicht mal Lack für den Kopfknoten. Die Puschel kannst du nur mit "schwerem Gerät" zerlegen und Auflösungserscheinungen durch stundenlanges Werfen oder gar Fischeinwirkung absolute Fehlanzeige.
Ruten werfen Masse.........nicht Klasse
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Thilo,

wenn der Faden reisst dann sprichwörtlich - ich werde da echt sauer am B-Stock.

Leider habe ich trotz vieler Experimente keine andere Lösung als Übung gefunden denn entweder ist der Faden so dünn und Stark dass er das Haar durchschneidet oder er reißt eben doch ab und zu.

Das Ausdrehen des Fadens verhindert nicht nur das Durchschneiden zu einem gewissen Grad - es erhöht auch die Reißfestigkeit deutlich. Wenn Du etwas kleinere Portionen beim Binden nimmst und dafür nacheinander mehr draufpackst lassen sich ebenfalls gute Ergebnisse bei Muddlerköpfen und Co. erzielen und die Gefahr des Durchschneidens sinkt etwas...

Viele Grüsse und v.a. viel Erfolg

Markus
Tom Doll
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Ungelesener Beitrag von Tom Doll »

Hi,

Ich gebe Markus absolut recht, das Ausdrehen des Fadens erhält die Reißfestigkeit. Verdrehte Fäden sind bei geübten Bindern zu 90% schuld am Abreissen des Fadens. Bei Anfängern liegt es eher an der Hakenspitze.

Verdrehte Fäden lassen sich auch schlechter dubben, das sie sich dem Aufspinnen des Dubbings widersetzen.

Also laßt den Faden immer wieder selbst ausdrehen.

Gruß

Tom
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FatShark

Ungelesener Beitrag von FatShark »

Hi
Verdrehte Fäden lassen sich auch schlechter dubben, das sie sich dem Aufspinnen des Dubbings widersetzen.
Es ist doch genau andersrum. !!
Verdrehte Fäden halten das Dubbing besser da durch die verdrehung ein bessere Angrifffläche entsteht und der Faden etwas runder wird.
Bei Flachen Fäden hält das Dubbing wesentlich schlechter, da beim verdrehen des Dubbings dieser auf dem flachen Faden weniger angrifsfläche findet.

Zitat deiner Hp:
Der UNI 6/0 Faden hat eine griffige Oberfläche, die man leicht wachsen kann. Er ist von Hause aus schon verdrill. Der Drall nimmt mit dem Binden noch zu.
Der Faden läßt sich gut dubben und nimmt Dubbingwachse gut auf
Die Reißfestigkeit ist gut und der Faden neigt kaum zum Abreissen, wenn er stärker verdreht ist. Der UNIStandard Faden ist mit einer der beliebtesten Bindefäden.

Wiedersprüche in sich ! "und der Faden neigt kaum zum Abreissen, wenn er stärker verdreht ist."
Ja was den nun, also doch beides verdreht und ausgedreht. Zumal ich bei keiner meiner Spulen Uni Thread´s feststellen kann das der ab Werk einen Drall hat. Dieser entsteht nur beim Binden.


Warum soll der Uni sich nicht gut Dubben lassen, der gezeigt von dir ist ja bereits vorgewachst. Das er zusätzliches Dubbingwachs gut aufnimmt ist auch auslegungssache, er nimmt durch die vorwachsung im Vergleich zu einem nichtgewachsten, das Wachs schlechter an.
Verdrehte Fäden sind bei geübten Bindern zu 90% schuld am Abreissen
Sehe ich ganz und gar nicht so. Häufige Ursachen des abreißens ist ein Schlechter oder beschädigter Faden, oder ein falsch eingestellter Bobbin, oder einfach übertiebener zug.
Tom Doll
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Ungelesener Beitrag von Tom Doll »

Hi,

Der Uni Faden ist schon verdrillt. Alle Standardfäden sind verdrillt, der Orvis Faden z.B. ist sogar weniger verdrillt als der UNI. Währen sie gar nicht verdrillt, hätte man einen Faden mit lauter einzelnen Fasern wie Floss. Die Fäden sind allerdings weniger verdrillt als z.B. Nähfaden

Ich habe es gerade folgendes ausprobiert:

1. Test:
Runder und flacher Faden Dubbingaufnahme
Runder Faden Noname Faden von Hause aus stark verzwirnt und rund
Flacher Faden Orvis 6/0
Ablauf: Faden mit Grundwicklung an Hakenschenkel gebunden und direkt gedubbt (Drehung von links nach rechts). Beim Dubben hatte ich den Bobbin in der freien Hand. Ich habe kein Wachs verwendet.
Ich habe beide Fäden mit Synthetik und Bisam gedubbt, es gab nur einen kleinen Unterschied. Der runde Faden drehte sich ein wenig entgegen der Dubbing Verzwirnung, macht aber in der Praxis nichts.

2. Test: Dubben bei stark verdrehtem Faden:
Ich habe einen UNI Faden 6/0 absichtlich stark verdreht und dann mit Bisam und Synthetik Dubbing wie im ersten Test gedubbt. Der Faden dreht ca. 3/4-1 Umdrehung zurück und lockert das Dubbing.
Das kommt daher, dass der stark verdrehte Faden nach oben und unten nochmals gedreht wird und sich einfach zurückdreht. Bei noch nicht verdrehtem Faden ist das Rückstellmoment kleiner. Das Bisamdubbing verhält sich dabei relativ gutmütig und lockert sich kaum, das synthetische Dubbing lockert sich.

Uni Thread:
Den UNI Faden gibt es gewachst und ungewachst
siehe hier: http://www.uniproducts.com/eng/produits.asp#
Ich habe den ungewachsten im Gebrauch und im Vergleich. Gewachsten UNI-Faden habe ich leider nicht.

3. Abrisstest:

Orvis Faden 6/0, Uni 6/0 und 8/0, Hends Grall
Ich habe eine Grundwicklung auf einen Hakenschenkel gelegt und angezogen. Als "Kraftmesser" dient das Verbiegen des Hakenschenkels.
Darauffolgend habe ich den jeweiligen Faden wieder stark verdreht und abgerissen.

- Die beiden 6/0 Fäden behalten ihre Reißfestigkeit ziemlich lange, d.h. sie halten auch verdreht ganz gut.
Uni 8/0 und Hends Grall: Beide Fäden reissen stark verdreht leichter. Ich müßte das aber noch mit einer Federwaage verifizieren. Ich schau mal, ob ich irgendwo eine geegnete Federwaage finde.

Ich habe vor einiger Zeit beim Binden mit UNI 8/0 und beim Hends Grall, die ich gerne verwende, auch noch etwas festgestellt. Wenn man viele Fliegen hintereinander bindet und den Faden nicht ausdreht, Schneidet er sich in den Faden auf der Spule ein und reißt dann an der Spule. Ich kann mir das so erklären, daß der Querschnitt des verdrehten Fadens kleiner wird und sich der Drall bis in die erste Windung fortpflanzt und einschneidet, die Reibung nimmt dadurch zu und der Faden reißt.

Abrissursachen:
Schlechte Fäden stehen mal aussen vor, ich gehe davon aus, dass jeder nach einiger Zeit die Finger davon läßt. Falsch eingestellte Bobbins trifft auf die Standardbobbins auch nicht zu, da man die meisten nicht so fest einstellen kann, bei Bobbins mit Bremse (z.B. Rite Bobbins) lernt man das ziemlich schnell. Übertriebener Zug trifft auch meist bei Anfängern zu, die deshalb oft Dyneema zum Binden nehmen. Anfangs ist es meist auch die Hakenspitze, die den Faden beschädigt.


Gruß

Tom







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FatShark

Ungelesener Beitrag von FatShark »

Hallo,
Ich habe den ungewachsten im Gebrauch und im Vergleich. Gewachsten UNI-Faden habe ich leider nicht.
Wenn ich davon ausgehe das du die Uni wie auf den Foto verwendest, benutzt du den gewachsten Uni Faden, zu erkennen an dem W auf der rechten Seite. Die ungewachsten haben ein UW oder U-W stehen !.
Ich kenne keinen Deutschen Händler der die ungewachsten Uni vertreibt.
Tom Doll
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Ungelesener Beitrag von Tom Doll »

Hallo FatShark,

Ich fühle kein Wachs auf dem Faden. Ich habe noch ein paar Spulen 6/0 und 8/0, ich habe sie im mal im Paket bekommen. Das war aber nicht von einem Händler.
Der Orvis Faden ist glatter, der F&M Faden ungefähr wie der UNI.

Gruß

Tom
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hauki
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Ungelesener Beitrag von hauki »

Hallo,

Für Streamermuster die mit Elch-, Hirsch- oder Rehhaaren gebunden werden benutze ich nur noch monofilen Bindfaden. Funktioniert für mich bestens.

Tight threads :daumen
Olaf
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Achim Stahl
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Re: Bindegarn für Elchhaar

Ungelesener Beitrag von Achim Stahl »

Moin Thilo,
Bäschwatz hat geschrieben:Hallo Fliegenfischer
Ich habe Elchhaar und keinen geeigneten Faden zum binden. 3\o und 6\0 gehen für die meißten Materialien. Hierfür aber nicht. Reißt einfach zu schnell. Selbst doppelt verzwirnt ging nicht gut. Ein anderer Faden den ich für Rehhaar benutze reißt zwar nicht, aber die Fasern dieser Seide schneiden wie Rasierklingen. Auch nicht das Gelobte. Nylonbond ist zu dick. Für Streamerköpfe aus Rehhaar gut, auf kleinen Haken aber nicht zu gebrauchen.
Was nehmt Ihr denn so für nen Zwirn?
Gruß Thilo
Mal anders rum: Was willst du eigentlich mit dem Elchhaar machen?

Moose Mane, also das Nackenhaar vom Elch ist dick und struppig wie der Teufel, und auch das Körperhaar steht dem nicht viel nach. Normalerweise kenne ich nur Fliegen, bei denen einzelne Elchhaare als Schwanz, Beinchen oder sogar als Trockenfliegenkörper verwendet werden. Für Muddlerköpfe oder Sedgeflügel finde ich Elchhaar eher ungeeignet, dafür nehme ich lieber Rehhaar, Sitkahirsch oder Rentier (Elk!). Alle diese Haare lassen sich bestens mit einem konventionellen 6/0er Faden verarbeiten. Dyneema ist nicht so geeignet, da es die Haare leicht durchschneidet und ziemlich rutschig ist.

Ach ja, um einen 3/0 UNI Faden abzureissen, muß man aber richtig Kraft aufwenden.


Viele Grüße!

Achim
Früher war mehr Lametta!
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hi Achim,

des hab ich beim Uni Faden in 3/0 beim Muddlerkopf auch schon geschafft weil der Faden verdreht war und ich zuviel Haar auf einmal aufstellen wollte. Ich glaube viele drehen den Faden "unabsichtlich" zurück (z.B. wenn der Bobin länger hängt) und haben deshalb dieses Problem nicht so.

Eine Ergänzung zu Deinem Haarexkurs: In USA ist Elk ein alternativer Name für den Wapiti Hirsch - ich habe lange gedacht die Elk Hair Caddis würde aus Elchhaar (Moose) gebunden. Gibt also noch mehr Verwechslungspotenzial ;)

@Olaf:
Vielleicht hast Du ein Beispiel für den Mono-Faden - ist das ein richtiges Monofil oder synthetischer Faden á la GSP/UTC/Dynema & Co.?


LG

Markus
hauki
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Mono-Thread

Ungelesener Beitrag von hauki »

@Maggov

Der Faden ist aus "richtigem" Monofil. Es gibt ihn in verschiedenen Stärken (fein, medium). Er bewährt sich besonders, wenn man mit Epoxy bindet, da er dann unter dem Epoxy beinahe unsichtbar wird. Für mich bewährt er sich eben auch beim Binden von Muddlern, Deceivern, Hair-Bugs und dergleichen.

@Alle

Hier ist ein Streamer-Muster, welches mit Moose-Mane gebunden wird:
Huchenwaschl von Franz Xaver Huber

Tight Threads
Olaf
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hi Olaf,

Danke für die Info. Hast Du vielleicht irgendwo ein Bild vom Faden im Netz parat bzw. eine Bezugsquelle. Finde ich als Rehhaarvernichter sehr spannend und würde es gerne mal ausprobieren.

Vielen Dank und LG

Markus

P.S.: Endlich mal eine Fliege mit vernünftigen Namen ;)
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