Salzwasser Schnur

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andisch

Salzwasser Schnur

Ungelesener Beitrag von andisch »

da erlaubt es mir meine frau doch wirklich urlaub auf cuba und in venezuela zu machen,und ich darf auch noch fischen gehen ;-))

direkt klare frage, brauche ich ne extra salzwasser scnur??

ich würde mit nem 8/9er gerät dort hinfligen,und halt an ein paar tagen im flachwasser den silbernern cubaner nachstellen.

was macht den einen "salzwasser-taper" aus, die werbung deutet darauf hin, "ohne geht gar nix"

was sind denn die erfahrungen der eingefleischten bonefish, tarpon und schwarzbarsch kollegen hier ??

thx andreas
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Mario Malarczuk
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Ungelesener Beitrag von Mario Malarczuk »

Hallo Andreas

Salzwasserschnüre haben meist eine sehr kurze Keule, mit der es einem leichter fällt bei starkem Wind zu werfen (der immer an der Küste in den Tropen herrscht) und größere Fliegen zu transportieren.
Ausserdem sind die Schnüre auch anders vom Coating, das heist besser auf das warme Wasser abgestimmt. Unsere Kaltwasserschnüre werden dort verdammt weich und einige Schnüre haben eine Seele, die 50 lbs trägt und nicht 30 lbs wie die meisten Süßwasserschnüre.

Ich habe gerade mit der Tarpon Taper von Airflo in Costa Rica gefischt und war sehr angetan. Habe sie dann letzte Woche mal hier am Rhein geworfen und die Schnur war nicht zu gebrauchen. Hart und kringelig ohne Ende.

Ob Du Dir jetzt eine Salzwasserschnur für Deinen ersten kurzen Einsatz im Salz kaufen solltest, kann ich Dir nicht abnehmen. Anders sind die Schnüre auf jeden Fall.

Gruß Mario
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dreampike
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Ungelesener Beitrag von dreampike »

Hallo Andisch,

ich habe im Salzwasser auch bei 35 Grad Außentemperatur völlig normale ("Kaltwasser-") Schnüre verwendet und fand sie absolut ok. Kein Kleben an der Rute, kein wie auch immer geartetes Aufweichen. Allerdings habe ich wenig vom Boot aus gefischt, vielleicht werden die Schnür dort auf dem Bootsboden in der Sonne liegend heißer wie beim Watfischen, wo sie mehr Kontakt zu kühleren Wasser haben.
Wolfgang
johnnybegoode

Ungelesener Beitrag von johnnybegoode »

Hallo Andisch,

bestimmte Schnüre eignen sich für die Fischerei bei Hitze überhaupt nicht.
Grundsätzlich sind die Saltwater Taper härter. Der Schnurkern ist steifer und die Beschichtung ist härter, damit die Schnur bei Hitze nicht zu weich wird.
Oft wird für den Kern geflochtenes Monofil genommen, welches wiederum aus einzelnen geflochtenen Monofil Strängen hergestellt wurde. Dadurch bekommen manche Schnüre eine etwas rauhe Oberfläche.
Die meisten Schnüre haben einen Kern mit 30 lbs Tragkraft (reicht vollkommen aus), Schnüre für die Fischerei auf Thun und Sailfish haben einen stärkeren Kern. Das Vorfach ist bei einer korrekten Ausrüstung immer das schwächste Glied.
Die Taper sind in der Regel so beschaffen, dass die Schnur auch etwas größere Fliegen gut transportiert (auch bei Wind). Wind ist an der Küste oft ein Problem.
Ich würde auf jeden Fall in eine spezielle Schnur für die Tropen investieren. Kann sein, dass eine Schnur die hier geht auch in den Tropen zu werfen ist, aber was wenn nicht...

Auf Kuba bin ich noch nicht gewesen, könnte mir aber vorstellen, dass die "Fliegenfischerfachgeschäft-Dichte" nicht so groß ist.

Der kauf einer speziellen Schnur ist eine überschaubare Investition und sorgt sicher für einen gelungenen Urlaub.

Die Tropic Plus von Cortland kann ich empfehlen.

johnnybegoode
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adrian313
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Ungelesener Beitrag von adrian313 »

hallo zusammen, noch eine frage zum thema tropenschnüre; ab welcher wassertemperatur brauch man diese?
grüsse
adrian
Streamer1
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Ungelesener Beitrag von Streamer1 »

hallo zusammen, noch eine frage zum thema tropenschnüre; ab welcher wassertemperatur brauch man diese?
Hi Adrian, gute Frage, würde mich auch interessieren.
Es gehtauch nicht nur um die Wurfeigenschaften, sondern ob man eine Kaltwasserschnur nach zu viel UV Bestrahlung entsorgen kann, weil sie brüchig geworden ist.
Ich habe eine Teeny Dave Whitlock nach 2 Wochen Kanaren entsorgen müssen. Geworfen hat sie sich vorort prima, war danach nur halt kaputt.
LG
Anton
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Adrian,

ich bin mir nicht sicher ob es einen Schwellwert gibt und ob die Wassertemperatur alleine ausschlaggebend ist.

Du hast die Schnur auf der Rolle und diese ist der Lufttemperatur ausgesetzt. Die Salzwasserschnüre die ich bisher gesehen habe waren etwas steifer bei - sagen wir mal - 15 Grad Lufttemperatur und hatte bei 30 Grad im Schatten in etwa die Geschmeidigkeit einer Süßwasserschnur. Diesen sagt man nach dass diese einfach zu weich werden und deswegen die Wurfeigenschaften drunter leiden.

Es gibt auch spezielle Salzwasserschnüre für kalte Temperaturen - wobei ich mir hier nicht sicher bin ob das einzige Kriterium für diese Einstufung nicht einfach nur ein auf windige Verhältnisse zugeschnittenes Taper ist oder ob die Schnüre auch Chemisch eine andere Zusammensetzung haben.

Wegen der Haltbarkeit ist UV Strahlung sicherlich ein Thema - schlimmer halte ich jedoch das Salz selbst (und den Sand). Deshalb empfiehlt es sich bei allen Sachen die Du beim Fischen dabei hast danach ordentlich in Süsswasser aus zu waschen - auch die Sachen die als "Salzwassertauglich" bezeichnet werden. Es ist wirklich erstaunlich wie schnell unterschiedlichste Materielen unter den Einfluss von Sonne, Salz und Sand ermüden.

LG

Markus
Sixgunner
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Salzwasserschnur

Ungelesener Beitrag von Sixgunner »

Adrian,

Als passe-partout-Schwimmschnur empfehle ich dir die Rio Mainstream Saltwater. Die Temperatur-Bandbreite ist relativ hoch, die Keule etwas schwerer als AFTMA-Norm und hat eine gute Länge, nicht zu kurz, nicht zu lang und preislich interessant. Zum Hechtfischen in unseren Breitengraden geht sie auch noch, wenn es nicht zu kalt ist,präsentiert an ausgewogenem Vorfach Norm-Bonefishfliegen (Grössen 4 bis 8) aber auch sehr sauber...

Hoffe dies hilft dir weiter,

Gruss,
Sixgunner
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