Wathosen: Neopren oder atmungsaktives Modell?

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Johannes
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Wathosen: Neopren oder atmungsaktives Modell?

Ungelesener Beitrag von Johannes »

Moin Flifis,

ich besitze eine alte 4mm-Neoprenwathose, die (noch) ihren Dienst verrichtet. So langsam zeigen sich aber erste leicht undichte Stellen...

Ich spiele daher mit dem Gedanken, mir eine neue Hose zuzulegen und dann ein atmungsaktives Modell zu wählen. Mir stellt sich aber die Temperaturfrage: Klar, im Sommer in der leichten Atmungsaktiven eine angenehme Sache.
Aber was ist bei kälteren Gewässern in Bergregionen, was mit der Winterfischerei? Ich sehe auf Fotos mittlerweile fast nur noch die Atmungsaktiven, selbst bei der Winterfischerei...tragt ihr alle Hightech-Unterwäsche in siebenlagiger Zwiebeltechnik? ;) Oder sind die Dinger auch bei kälterem Wasser (z. B. Mittelgebirge, Talsperren etc.) schon ausreichend? Oder sollte man vielleicht bei kaltem Wasser doch wieder zu Neopren greifen?

Vielen Dank und beste Grüße,

Johannes.
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Hallo Johannes,

ich besitze keine Neoprenhose und fische das ganze Jahr hindurch mit einer Simms G3 und natürlich, je nach Jahreszeit mit der entsprechenden Unterwäsche.

Jetzt muss ich Dir natürlich sagen das für mich 10 Grad Frost angenehmer zu ertragen sind wie +35 Grad. :wink:

Ich war im März auf Fünen, Wassertemperatur 3-4°, unter meiner Simms hatte ich den sehr guten Fleece-Strampler von Guideline und eine weitere Funktionsunterhose von einem Röstkaffeeanbieter :wink:

Wir haben den den ganzen Tag gefischt....ohne Probleme.

Grüße aus Hamm
Thomas
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Johannes
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Ungelesener Beitrag von Johannes »

Vielen Dank für deine Einschätzung, Thomas!

Zumindest die Thermofunktionswäsche des Kaffeerösters besitze ich auch schon ;-)...der Rest sollte dann folgen, wobei eine Simms für mich leider in unerreichbaren Preisweiten liegt. Werde mich eher im günstigeren Segment nochmal umschauen...

Wie sind denn die Erfahrungen der anderen Flifis hier mit kaltem Wasser und atmungsaktivem Watzeug?


tl!

J.
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Spessart Räuber
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Ungelesener Beitrag von Spessart Räuber »

Hallo,

ich fische auch im tiefen Winter (im Spessart wird es so richtig kalt und mein Bach ist bis zum 31.12. offen) nur mit atmungsaktiver Wathose. Funktioniert prima, ich habe zwei Schichten entsprechender Unterwäsche wenn's richtig kalt ist - alles kein Thema. Sowohl das Material vom legendären Kaffeeröster als auch Sachen von Simms und anderen. Der einzige, etwas empfindliche Bereich sind die Füße, das habe ich durch (endlich) vernünftig sitzende Watschuhe und die Watsocken von Simms im Griff.

Cheers

Klemens
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brutzelcom
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Ungelesener Beitrag von brutzelcom »

Hey,

ich ziehe im Herbst Winter den Guideline Fleece Bibs unter die Atmungsaktive Hose. Bei ganz kaltem Wetter oder im Belly Boat ziehe ich dann die Neopren Wathose an. Für den Preis ist der Strampler auf jeden Fall eine warme und angenehme Möglichkeit um auch bei kaltem Wetter fischen zu können.

Viele Grüsse

Michael
Johannes
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Ungelesener Beitrag von Johannes »

vielen dank für eure antworten, das hilft mir weiter!

tl!

j.
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posti
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Ungelesener Beitrag von posti »

Servus,
ich verwende nahezu ausschließlich atmungsaktive Watbekleidung (Wathose, Watstrümpfe).
Es kommt in der Kälte einfach nur auf das Zeugs darunter an, da schwöre ich auf die Wäsche von Geoff Anderson (im Zwiebellook) - es gibt aber sicher auch günstigere Unterbekleidung.
Mit dieser Kombination halte ich ganz gut Wassertemperaturen um die 4-5 Grad für mehrere Stunden aus.
Mit herzlichem Gruß
Hans.
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Ungelesener Beitrag von Hans. »

Jetzt schreibe ich meinen Senf auch noch dazu,
und es wird nichts Anderes, als schon geschrieben wurde,
aber mehrfach hält besser.

Atmungsaktive Hose mit Funktionsunterwäsche und Fleecezeugs, je kälter, je dicker, je nach persönlichem Bedürfnis.

Nicht vergessen: Auskühlpunkte sind außerdem die Handgelenke und der Hals wegen oberflächlich verlaufenden Venen/Arterien und der Kopf wegen seiner großen Oberfläche.

Und ich werde auch nicht müde wieder Wollsocken zu empfehlen. Die sorgen für ein gutes Fußklima in der Wathose, beugen Stinkefüßen vor und wärmen wunderbar. Sehr zu empfehlen sind Wollwandersocken aus dem Outdoorladen. Es gibt dicke und dünne, allesamt sind sie an den entscheidenden Stellen gepolstert/verstärkt und halten ewig.

Grüße
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
strongbow
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nicht entweder/oder - und

Ungelesener Beitrag von strongbow »

Ich habe beides.

Warum?

Weil Neopren ebenso seine Vorzüge hat wie die atmungsaktiven Modelle.

- Neopren kommt dann zu seinem Recht, wenn das Wasser wirklich KALT (!!) ist, man es zudem nur selten verläßt und auch keine sportlichen Aufgaben auf dem Weg zum Wasser zu bewältigen sind. Hier kann Neopren seine Vorteile voll ausspielen. Man hat eine weitere, hochwirksame Isolierschicht mehr, was bei langem Aufenthalt in kaltem Wasser auch durch eine weitere Zwiebelschicht Fleece nicht kompensiert wird. Außerdem ist die Gefahr niedrig bis nicht existent, ins Schwitzen zu kommen und dann aufgrund der durch das Schwitzen gebildeten Feuchtigkeit zu frieren. So ist z. B. für die Frühlingsfischerei an der Ostsee eine 5mm-Neopren-Hose für mich immer noch die beste Wahl!

- Wenn es wärmer wird, weitere Wege ich den Watklamotten zurückzulegen sind oder ich eh nur zeitweise im Wasser stehe (also den meisten fischereilichen Situationen an Bach und Fluß) ist eine atmungsaktive Wathose klar im Vorteil. Wer schon mal im August in einer Neoprenwathose schön langsam im eigenen Saft gedünstet wurde, weiss wovon ich spreche.

Strongelchen
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Ringo
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Re: nicht entweder/oder - und

Ungelesener Beitrag von Ringo »

Hallo,
strongbow hat geschrieben:Außerdem ist die Gefahr niedrig bis nicht existent, ins Schwitzen zu kommen und dann aufgrund der durch das Schwitzen gebildeten Feuchtigkeit zu frieren. So ist z. B. für die Frühlingsfischerei an der Ostsee eine 5mm-Neopren-Hose für mich immer noch die beste Wahl!
Das sehe ich etwas anders. Gerade wenn ich im Winter oder Frühjahr den ganzen Tag in der Ostsee stehe ist die Atmungsaktive mein Favorit. Über 8 Stunden gibt der Körper eine Menge Flüssigkeit ab. Auch ohne Anstrengung. Spätestens nach 3 Stunden wird es mir in Neopren zu feucht. Auf die zusätzliche Isolationsschicht verzichte ich gerne. Zuerst werden eh meine Füße kalt und das kann ich mit guten Wollsocken (vgl. Hans) verhindern. Wichtig ist, dass die Kleidungsschichten sich gut überlappen und so keine "Kältebrücken" an der Hüfte bzw. an den Nieren entstehen.

Meiner Ansicht nach gibt es nur einen einzigen Vorteil von Neopren: Ich muss nicht so aufpassen, wo ich mich am Strand hinsetze. Das Material ist zwar nicht unzerstörbar, aber meist robuster. Es gibt allerdings auch atmungsaktive Hosen mit verstätkten Bein- und Gesäßpartien.
Gruß
Ringo
Johannes
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Ungelesener Beitrag von Johannes »

super jungs, vielen dank an alle!
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helferlein
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Ungelesener Beitrag von helferlein »

Moin Johannes.

Du sprachst weiter oben die Kosten einer Simms G3 an. Ich habe schon seit Jahren die Orvis Clearwater, hab damals 165,-- Euro dafür bezahlt. Man kann am Wasser mit der Hose sicher keinen Eindruck schinden, dafür hat sie mir aber über Jahre hinweg ohne einen einzigen Wassereinbruch, mal abgesehen von den Wellen die über Schulterhöhe waren, gute Dienste geleistet.
Selbst im Februar/ März hab ich an der Ostsee nur die Funktionsunterwäsche von Guideline und die Guideline Fleece-Bib drunter. Das reicht völlig aus. Falls Du was für drunter suchst, kann ich Dir nur einen einteiligen Strampler enpfehlen. Sobald da was zweiteilig ist, besteht die Gefahr das sich das Oberteil hoch schiebt und das ist sehr unangenehm. Du must erst mal wieder raus aus dem Wasser, Klamotten auf, alles zurecht rücken, Klamotten wieder zu und rein in die Brüh. Und damit dir beim Fischen micht langweilig wird, wiederholst Du das dann spätestens alle 20 Minuten.
Wenn Du 30 Euro mehr ausgeben kannst, würde ich Dir den Strampler, von Loop empfehlen. Der hat den Vorteil, dass er deutlich höher schließt und den gesamten Rumpf mit einbezieht. Wenn der damals vorrätig gewesen wäre, wäre das meine erste Wahl gewesen.
Werbung möchte ich hier nicht machen, aber wenn Du zu den jeweiligen Teilen Händler suchst, schreib mir ne pn, dann geb ich Dir die Adressen.

Beste Grüße Stefan
Ringo
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Ungelesener Beitrag von Ringo »

Hallo,

sicherlich hat einteilige Fleecebekleidung Vorteile. Allerdings habe ich mit mehrteiligen auch keine schlechte Erfahrung gemacht. Wenn die Oberteile ausreichen lang sind und eh alles durch den Watgürtel fixiert, kein Problem. Außerdem bleibt die Möglichkeit zum variieren. Z.B. bei sehr kaltem Wasser und gleichzeitig warmer Luft und Sonne.
Mehrteilige Klamotten haben den Vorteil, dass sie auch zu anderen Gelegenheiten gut zu tragen sind. Meine Haglöfs Fleecejacken waren schon in Lappland zum Wandern, auf der Skipiste und kommen im Winter auch regelmäßig mit ins Weserstadion.

Die Fleecebekleidung der Angelgerätehersteller ist nicht unbedingt notwendig. Ich habe dass Gefühl, dass da gerne die Marke extra kostet. Der bekannte Kaffeevetrieb hat gelegentlich günstige Fleecehosen.
Gruß
Ringo
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Bäschwatz
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Warme wasserdichte Wathose für den Winter

Ungelesener Beitrag von Bäschwatz »

Hallo Fliegenfischer
Ich bin Neu hier,heiße Thilo, genannt auch `` de Bäschwatz``.
Woher das kommt erklär ich jetzt net.
Ich gehör zu jenen die ab und zu so seltsame Anfälle haben wie im Winter Fliegenfischen zu gehen oder ersatzweise ne Runde Flossenschwimmen im Teich einzuleuten.
Daher kenne ich die Wirkung von Wasser kurz vorm Festzustand ganz gut.
Alles was, wenn nicht nass, auch nur feucht ist verkürtzt die Zeit in der Mann nicht friert.
Es gibt viele Goretex Hosen die gut, teuer und angenehm zu tragen sind.
Unterhalb 10 Grad Wassertemperatur allerdings nur für kurze Zeit.
Neoprenwathosen sind da etwas länger warm.
Aber die Zeit in der man nicht mal schnell wohin muß ist ebenso begrenzt.
Ich benutze wenn ich weiß das ich länger im Wasser sein möchte
Thermounterhose lang
Socken so dick wie möglich
darauf Hose von 7mm Wintertauchanzug
über Wollsocken noch 2mm Hotsocks aus Tauchbedarf
und mit dem ganzen Fummel noch in ``Ozean Kanalwaathose`` und die Wolfsskinjacke noch mit in die Hose gesteckt.
Nicht das ich ``Lauwarmduscher`` oder`` Auto im Schattenparker`` wäre.
Aber an der Drau in Österreich hatte sich mal einer der im Schlamm stecken geblieben ist beide Beine komplett abgefrohren.
Wurden amputiert.
Ist schon etwa 30 Jahre her, aber damals gabs halt auch noch keine Händys.
Aber aus eigener Erfahrung weiß ich das bei Unterkühlung zwischen gut und böse nur etwa 2-5 Minuten liegen.
Solange die Hände noch tun was sie sollen geht das.
Bin aber auch schon mit tauben Füßen vom See gekommen.
Mach ich so auch nie wieder.
Sollte keine Horrorvision sein.
Kann aber dumm laufen.
Gruß Thilo
Ringo
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Ungelesener Beitrag von Ringo »

Moin!

@ Bäschwatz:

Es gibt bestimmt auch ganz harte Jungs, die erst aufhören, wenn das Gefühl in den Beinen weg ist. Wenn man im Belly Boat hängt wirds ohne Bewegung wohl recht schnell kalt. Wer läuft sorgt aber ohnehin schon für ein gewisses Maß an Durchblutung.
Bei der Bekleidung ist manchmal weniger mehr. Es ist wichtig, dass die ganzen Lagen nicht zum Abschnüren der Beine führen. Wenn sie nicht ausreichend durchblutet sind ist es sofort kalt.
Bei den Socken nur 'so dick wie möglich' zu empfehlen entspricht auch nur der halben Wahrheit. Auf jeden Fall muss der Watschuh noch gut sitzen (mal wieder die Durchblutung) und es sollte auf keinen Fall Baumwolle verwendet werden, da sie die Feuchtigkeit aufnimmt und in der Hose nicht wieder trocknet. Am besten geeignet ist Wolle. Das Thema Baumwolle ist auch für die restliche Bekleidung tabu.
Du hast richtig erwähnt, dass die Feuchtigkeit das Problem ist. Dann kann ich nicht verstehen, warum du so viele Sachen trägst, die sie am Körper halten. In Neopren wird es sehr schnell feucht, da der Körper auch ohne Anstrengung viel Feuchtigkeit abgibt.

Zu behaupten, dass Atmungsaktive Hosen für Wassertemperatur unterhalb 10 Grad nicht geeignet sind ist einfach falsch. 75% meiner Angelzeit an der Küste ist das Wasser kälter. Neopren trage ich seit Jahren nicht mehr. Die Beine sind trotzdem noch dran.
Ich kenne sehr viele Angler, die auch ohne Neopren zurecht kommen. Es hängt wirklich nur von der richtigen Unterbekleidung ab.

Jacke in die Hose ist nicht nur Unsinn, sonder gefährlich. Sie gehört nach draußen und um die Hose ein Gürtel.
Gruß
Ringo
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