Schmelzwasser
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- momo
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Schmelzwasser
Ciao an alle
Im Frühling ist das Schmelzwasser wieder ein aktuelles Thema für uns Fliegenfischer. Schon öfters habe ich mich gefragt, was genau während des Schmelzwassers die Beissunlust bei den Fischen verursacht. Ist es die tiefe Wassertemperatur, ist es die milchige Farbe? Hat es etwas mit Chemie zu tun?
Liebe Experten (Chemiker, Physiker, Biologen, ...) helft mir bitte.
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
Im Frühling ist das Schmelzwasser wieder ein aktuelles Thema für uns Fliegenfischer. Schon öfters habe ich mich gefragt, was genau während des Schmelzwassers die Beissunlust bei den Fischen verursacht. Ist es die tiefe Wassertemperatur, ist es die milchige Farbe? Hat es etwas mit Chemie zu tun?
Liebe Experten (Chemiker, Physiker, Biologen, ...) helft mir bitte.
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
may the fish be with you
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Maggov
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Hallo Tom,
sicherlich der Hauptgrund kombiniert mit einem erhöhtem Wasserstand / Abfluss.
Es gibt auch noch Vermutungen, dass der Steinstaub aus dem geschmolzenem Schnee den Fischen kleinste Verletzungen in den Kiemen zufügt so dass sich diese verstärkt unterstellen um dies zu reduzieren. Da ich auch kein Chemiker oder Biologe bin eine Mutmaßung.
LG
Markus
sicherlich der Hauptgrund kombiniert mit einem erhöhtem Wasserstand / Abfluss.
Es gibt auch noch Vermutungen, dass der Steinstaub aus dem geschmolzenem Schnee den Fischen kleinste Verletzungen in den Kiemen zufügt so dass sich diese verstärkt unterstellen um dies zu reduzieren. Da ich auch kein Chemiker oder Biologe bin eine Mutmaßung.
LG
Markus
- greypanther
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Hallo Moreno,
Du hast Da eine interessante Frage aufgeworfen, die mit ziemlicher Sicherheit keine einfache Lösung hat. Die Ursachen für die Trägheit und Appetitlosigkeit der Fische (nicht nur von Forellen) in Schnee-Schmelzwasser wird imho durch eine Kombination von Faktoren bedingt, wobei die Temperatur wahrscheinlich die führende Rolle spielen dürfte.
Die Stoffwechselrate, und damit Aktivität und Hunger, von Fischen nehmen dramatisch ab, wenn die Wassertemperatur durch Schmelzwasser (oder andere Einflüsse) deutlich abgesenkt wird. Der Q10-Wert (Quotient aus den Stoffwechselraten bei einer bestimmten Temperatur und einer die um 10 Grad Celsius höher ist gemessen beispielsweise als Sauerstoffverbrauchs-Rate) liegt für Fische in natürlicher Umgebung bei ca. 2; d.h. sinkt die Temperatur um 10 Grad, dann halbiert sich die Stoffwechselrate.
Zusätzlich könnte es auch noch sein - eine reine Vermutung von mir - dass die durch das Schmelzwasser mitgeführten Tonminerale (Trübung) über einen mechanischen Einfluss (wie Markus das geschildert hat) oder durch Beeinflussung des pH-Wertes die für uns Fischer ungewollte Reaktion der Forellen verursachen könnten. Denn Tonmineralien enthalten Aluminium(3+)-Ionen, die in Verbindung mit Wasser relativ stark sauer reagieren. Aber ob das auch draußen in unseren Bächen und Flüssen zu einer merklichen pH-Absenkung führt, müsste man im Einzelnen durch Feldversuche klären.
Du hast Da eine interessante Frage aufgeworfen, die mit ziemlicher Sicherheit keine einfache Lösung hat. Die Ursachen für die Trägheit und Appetitlosigkeit der Fische (nicht nur von Forellen) in Schnee-Schmelzwasser wird imho durch eine Kombination von Faktoren bedingt, wobei die Temperatur wahrscheinlich die führende Rolle spielen dürfte.
Die Stoffwechselrate, und damit Aktivität und Hunger, von Fischen nehmen dramatisch ab, wenn die Wassertemperatur durch Schmelzwasser (oder andere Einflüsse) deutlich abgesenkt wird. Der Q10-Wert (Quotient aus den Stoffwechselraten bei einer bestimmten Temperatur und einer die um 10 Grad Celsius höher ist gemessen beispielsweise als Sauerstoffverbrauchs-Rate) liegt für Fische in natürlicher Umgebung bei ca. 2; d.h. sinkt die Temperatur um 10 Grad, dann halbiert sich die Stoffwechselrate.
Zusätzlich könnte es auch noch sein - eine reine Vermutung von mir - dass die durch das Schmelzwasser mitgeführten Tonminerale (Trübung) über einen mechanischen Einfluss (wie Markus das geschildert hat) oder durch Beeinflussung des pH-Wertes die für uns Fischer ungewollte Reaktion der Forellen verursachen könnten. Denn Tonmineralien enthalten Aluminium(3+)-Ionen, die in Verbindung mit Wasser relativ stark sauer reagieren. Aber ob das auch draußen in unseren Bächen und Flüssen zu einer merklichen pH-Absenkung führt, müsste man im Einzelnen durch Feldversuche klären.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Klaus
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- momo
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Ciao Klaus
Die Sache mit den Aluminium-Ionen scheint mir eine gute Erklärung zu sein. Das deckt sich mit den Hautausschlägen, die mein Kollege kriegt. Allerdings ist das sicher nicht der einzige Parameter, der das Fressverhalten der Fische beeinflusst.
Gibt's zu diesem Thema überhaupt wissenschaftliche Untersuchungen?
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
Die Sache mit den Aluminium-Ionen scheint mir eine gute Erklärung zu sein. Das deckt sich mit den Hautausschlägen, die mein Kollege kriegt. Allerdings ist das sicher nicht der einzige Parameter, der das Fressverhalten der Fische beeinflusst.
Gibt's zu diesem Thema überhaupt wissenschaftliche Untersuchungen?
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
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- Daniel1983
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- greypanther
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Tut mir leid, diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten. Bin erstens kein Fischereibiologe und zweitens schon seit einiger Zeit aus dem "Geschäft" und deshalb nicht mehr mit der neuesten Literatur vertraut.
Aber, vielleicht gibt es hier im Forum einen Spezialisten, der Näheres dazu sagen kann, denn, nach meiner Meinung, könnten zu dieser Fragestellung, wenn überhaupt, nur Spezialarbeiten veröffentlicht worden sein.
Aber, vielleicht gibt es hier im Forum einen Spezialisten, der Näheres dazu sagen kann, denn, nach meiner Meinung, könnten zu dieser Fragestellung, wenn überhaupt, nur Spezialarbeiten veröffentlicht worden sein.
Gruß
Klaus
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guideliner
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Royal Coachman
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Schneewasser nicht gleich Schmelzwasser
Hallo Freunde !
Schneewasser ist nicht gleich Schmelzwasser!
Unter Schneewasser versteht man den leicht erhöhten Wasserstand im Frühjahr durch die normale Schneeschmelze.
Bei Schmelzwasser ist das etwas anderes, das kommt vom Abschmelzen der Gletscher im Sommer. Durch das ungeheure Gewicht und die Bewegung eines Gletschers wird Gestein zu Staub zermahlen.
Das aus dem Gletschertor hervorströmende Wasser heißt deswegen auch Gletschermilch. Es führt feinste Partikel mit sich, die den Fischen im Bereich Kiemen Probleme bereiten und die Beißlust stark hemmen. Dazu kommt natürlich noch die niedrige Temperatur.
mfg
Royal Coachman
PS: Richtung Gletscher nimmt der Fischbestand kontinuierlich ab!
Schneewasser ist nicht gleich Schmelzwasser!
Unter Schneewasser versteht man den leicht erhöhten Wasserstand im Frühjahr durch die normale Schneeschmelze.
Bei Schmelzwasser ist das etwas anderes, das kommt vom Abschmelzen der Gletscher im Sommer. Durch das ungeheure Gewicht und die Bewegung eines Gletschers wird Gestein zu Staub zermahlen.
Das aus dem Gletschertor hervorströmende Wasser heißt deswegen auch Gletschermilch. Es führt feinste Partikel mit sich, die den Fischen im Bereich Kiemen Probleme bereiten und die Beißlust stark hemmen. Dazu kommt natürlich noch die niedrige Temperatur.
mfg
Royal Coachman
PS: Richtung Gletscher nimmt der Fischbestand kontinuierlich ab!
Der immer auf Seiten der Fische steht!
- Barramundi
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Hallo Ihr alle,
also wichtig ist erstmal anzumerken, dass der Hauptteil der Ionenregulation der Fische über die Kiemenoberfläche ststtfindet. Hier gibt es verschiedene Austausch- und Transporteinrichtungen (z.B: Ionenpumpen), die den Ionenhaushalt des Fisches unter Energieaufwand regulieren. Unterschiedliche Fischarten sind extrem unterschiedlich tolerant, was Schwankungen der äußeren Ionenkonzentration (bzw. Verhältnisse) angeht. Einige werden scheinbar kaum beeinflusst, andere wiederum zeigen extreme Verhaltensumstellungen. Hierbei kann spielt zum einen die Temperatur eine Rolle (sie beeinflust nach der bereits angesprochenen Q10-Regel alle im Körper ablaufenden Prozesse in ihrer Geschwindigkeit). Aber andererseits sind auch pH-Wert und Ionenverhältnisse wichtige Faktoren. Treten hier plötzlich starke Abweichungen auf, so müssen die Fische schnell gegensteuern, um Ihren inneren Ionenhaushalt zu stabilisieren. Dies ist der Grund für die Einstellung der Nahrungsaufnahme für unterschiedliche Zeitdauern (von wenigen Stunden, bis zu mehreren Tagen, je nachdem, wie groß die Störung ist). Ist der Zustand des Fisches wieder stabilisiert, so nimmt er die Nahrungsaufnahme wieder auf.
Dies ist nicht speziell auf die Einwirkung von Schmelzwasser bezogen, sondern lässt sich ebenso auf das Verhalten vieler Fischarten in anderen Bereichen anwenden (Meerforellen im Winter, Einleitung von Chemikalien, allgemeine Veränderungen des Gewässer pH-Wertes, z.B. auch durch sauren Regen, wobei der pH-Wert des Gewässers für lange Zeit außerhalb des Bereiches gelangen kann, indem Salmoniden noch zur Regulation befähigt sind.).
Welche Ionen im einzelnen beim Schmelzwasser beteiligt sind, vermag ich nicht zu beantworten. Aber hier haben meine Vorredner ja schon mögliche Kandidaten genannt, die direkt, oder indirekt durch plötzliche Veränderung des pH-Wertes wirken können.
Eine mechanische Belastung oder kurzzeitige Schädigung der Kiemen durch Partikel kann natürlich zusätzlich eine Rolle spielen und das Unwohlsein der Fische verstärken.
Vielleicht gibt das ja einen kleinen Anhaltspunkt.
Viele Grüße
Florian
also wichtig ist erstmal anzumerken, dass der Hauptteil der Ionenregulation der Fische über die Kiemenoberfläche ststtfindet. Hier gibt es verschiedene Austausch- und Transporteinrichtungen (z.B: Ionenpumpen), die den Ionenhaushalt des Fisches unter Energieaufwand regulieren. Unterschiedliche Fischarten sind extrem unterschiedlich tolerant, was Schwankungen der äußeren Ionenkonzentration (bzw. Verhältnisse) angeht. Einige werden scheinbar kaum beeinflusst, andere wiederum zeigen extreme Verhaltensumstellungen. Hierbei kann spielt zum einen die Temperatur eine Rolle (sie beeinflust nach der bereits angesprochenen Q10-Regel alle im Körper ablaufenden Prozesse in ihrer Geschwindigkeit). Aber andererseits sind auch pH-Wert und Ionenverhältnisse wichtige Faktoren. Treten hier plötzlich starke Abweichungen auf, so müssen die Fische schnell gegensteuern, um Ihren inneren Ionenhaushalt zu stabilisieren. Dies ist der Grund für die Einstellung der Nahrungsaufnahme für unterschiedliche Zeitdauern (von wenigen Stunden, bis zu mehreren Tagen, je nachdem, wie groß die Störung ist). Ist der Zustand des Fisches wieder stabilisiert, so nimmt er die Nahrungsaufnahme wieder auf.
Dies ist nicht speziell auf die Einwirkung von Schmelzwasser bezogen, sondern lässt sich ebenso auf das Verhalten vieler Fischarten in anderen Bereichen anwenden (Meerforellen im Winter, Einleitung von Chemikalien, allgemeine Veränderungen des Gewässer pH-Wertes, z.B. auch durch sauren Regen, wobei der pH-Wert des Gewässers für lange Zeit außerhalb des Bereiches gelangen kann, indem Salmoniden noch zur Regulation befähigt sind.).
Welche Ionen im einzelnen beim Schmelzwasser beteiligt sind, vermag ich nicht zu beantworten. Aber hier haben meine Vorredner ja schon mögliche Kandidaten genannt, die direkt, oder indirekt durch plötzliche Veränderung des pH-Wertes wirken können.
Eine mechanische Belastung oder kurzzeitige Schädigung der Kiemen durch Partikel kann natürlich zusätzlich eine Rolle spielen und das Unwohlsein der Fische verstärken.
Vielleicht gibt das ja einen kleinen Anhaltspunkt.
Viele Grüße
Florian
Water is the origin of life. Thus it is the most important element on earth - so let us take care!
- momo
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Ciao a tutti
Herzlichen Dank euch allen für eure Antworten. Ich stelle fest, dass vieles nur vermutet wird, und dass es offenbar keine Untersuchungen in dieser Richtung gibt. Als gesicherte Tatsache erachte ich den Einfluss der Wassertemperatur.
Interessant ist, dass Schneewasser ungleich Schmelzwasser ist, jedenfalls unterscheiden die Glaziologen die beiden Arten Wasser ganz klar. Und schon wieder etwas gelernt, danke Royal Coachman.
@Florian: wenn ich dich richtig verstehe, müsste der Fisch nach längerer Zeit (einige Tage) im Schneewasser/Schmelzwasser wieder zu fressen beginnen, denn er hat sich ja an die neue Situation angepasst. Ist dem wirklich so, fressen die Fische tatsächlich nach einigen Tagen Schnee/Schmelzwasser wieder (der Wassertemperatur entsprechend weniger natürlich)? Kann hierzu jemand Aussagen machen?
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
Herzlichen Dank euch allen für eure Antworten. Ich stelle fest, dass vieles nur vermutet wird, und dass es offenbar keine Untersuchungen in dieser Richtung gibt. Als gesicherte Tatsache erachte ich den Einfluss der Wassertemperatur.
Interessant ist, dass Schneewasser ungleich Schmelzwasser ist, jedenfalls unterscheiden die Glaziologen die beiden Arten Wasser ganz klar. Und schon wieder etwas gelernt, danke Royal Coachman.
@Florian: wenn ich dich richtig verstehe, müsste der Fisch nach längerer Zeit (einige Tage) im Schneewasser/Schmelzwasser wieder zu fressen beginnen, denn er hat sich ja an die neue Situation angepasst. Ist dem wirklich so, fressen die Fische tatsächlich nach einigen Tagen Schnee/Schmelzwasser wieder (der Wassertemperatur entsprechend weniger natürlich)? Kann hierzu jemand Aussagen machen?
Liebi Grüess us de Schwiiz
Moreno
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- Barramundi
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Hallo Moreno,
das gilt nur für den Fall, dass die Fische in der Lage sind, sich nach einiger Zeit auch tatsächlich zu aklimatisieren. Ist die mechanische oder biochemische Belastung so groß, dass die Fische fortwährend gestört sind, nehmen sie die Nahrungsaufnahme erst wieder auf, wenn sich die Bedingungen wieder verbessert haben. Natürlich kann es aber vorkommen, dass die Fische auch zwischendurch zum Fressen gezwungen sind, um ihren Energiebedarf trotz aller Widrigkeiten zu decken. In jedem Fall wird die Nahrungsaufnahme aber stark eingeschränkt sein. Wie gesagt, dies ist natürlich keine Erfahrung, die ich persönlich am Gewässer (mit Schmelzwassereinfluss) gesammelt habe, sondern ein allgemeiner Erklärungsansatz unter Berücksichtigung der Physiologie der Fische (besonders im Kiemenbereich).
Gruß
Florian
das gilt nur für den Fall, dass die Fische in der Lage sind, sich nach einiger Zeit auch tatsächlich zu aklimatisieren. Ist die mechanische oder biochemische Belastung so groß, dass die Fische fortwährend gestört sind, nehmen sie die Nahrungsaufnahme erst wieder auf, wenn sich die Bedingungen wieder verbessert haben. Natürlich kann es aber vorkommen, dass die Fische auch zwischendurch zum Fressen gezwungen sind, um ihren Energiebedarf trotz aller Widrigkeiten zu decken. In jedem Fall wird die Nahrungsaufnahme aber stark eingeschränkt sein. Wie gesagt, dies ist natürlich keine Erfahrung, die ich persönlich am Gewässer (mit Schmelzwassereinfluss) gesammelt habe, sondern ein allgemeiner Erklärungsansatz unter Berücksichtigung der Physiologie der Fische (besonders im Kiemenbereich).
Gruß
Florian
Water is the origin of life. Thus it is the most important element on earth - so let us take care!
Ich glaube nicht das die Temperatur eine große Rolle spielt, weil es ja auch allg. bekannt ist das die Forelle kaltes wasser mag (sicher allg. ausgesagt).
Vielmehr glaube ich:
-durch das schmelzen des schnees steigt der Wasserstand enorm und das Wasser wird trüber (keine guten sichtverhältnisse wie gewohnt)
-das schmelzwasser bedingt eine PH-wertänderung und alleine schon diese reaktion läst die beisslust ganz nach unten sinken, in skandinavien zum beispiel gab es deswegen sogar fischsterben !
PHwert und Wassertrübung sind wohl erheblicher als die temperatur.
Grüße Maik
Vielmehr glaube ich:
-durch das schmelzen des schnees steigt der Wasserstand enorm und das Wasser wird trüber (keine guten sichtverhältnisse wie gewohnt)
-das schmelzwasser bedingt eine PH-wertänderung und alleine schon diese reaktion läst die beisslust ganz nach unten sinken, in skandinavien zum beispiel gab es deswegen sogar fischsterben !
PHwert und Wassertrübung sind wohl erheblicher als die temperatur.
Grüße Maik
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stockinger
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