Erfahrungen mit ultraleichten Ruten
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
- helmut herrmann
- Beiträge: 140
- Registriert: 29.09.2006, 21:33
- Wohnort: Weimarer Land
Erfahrungen mit ultraleichten Ruten
Hallo in die Runde,
so neugierig, wie ich nun mal bin, würde ich gern
einmal etwas gänzlich Neues ausprobieren.
Ich möchte gern wissen, welches Gerät den Namen
ULTRALEICHT tatsächlich verdient. Es wird viel über
die Klassen 1, 0 uder 00 geschrieben. Aber hat jemand
praktische Erfahrung in Wurf und Drill mit solch´ leich-
tem Gerät?
In den Achtzigern habe ich mir eine 3er Gespließte von
Partridge zugelegt; an der Kyll auf die schönen Äschen
ein absolutes Erlebnis.
Einer meiner Gedanken: auf dem See vom Boot aus auf
hochstehende Rotfedern/Rotaugenschwärme mit kleinen
Trockenfliegen (24/26) bei heißem Wetter dennoch
zu fangen! Für mich eine enorme Herausforderung und
ein weites Experimentierfeld.
Hat jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet?
Gruß
Helmut
so neugierig, wie ich nun mal bin, würde ich gern
einmal etwas gänzlich Neues ausprobieren.
Ich möchte gern wissen, welches Gerät den Namen
ULTRALEICHT tatsächlich verdient. Es wird viel über
die Klassen 1, 0 uder 00 geschrieben. Aber hat jemand
praktische Erfahrung in Wurf und Drill mit solch´ leich-
tem Gerät?
In den Achtzigern habe ich mir eine 3er Gespließte von
Partridge zugelegt; an der Kyll auf die schönen Äschen
ein absolutes Erlebnis.
Einer meiner Gedanken: auf dem See vom Boot aus auf
hochstehende Rotfedern/Rotaugenschwärme mit kleinen
Trockenfliegen (24/26) bei heißem Wetter dennoch
zu fangen! Für mich eine enorme Herausforderung und
ein weites Experimentierfeld.
Hat jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet?
Gruß
Helmut
- Matthias M.
- Moderator
- Beiträge: 998
- Registriert: 28.09.2006, 11:49
- Wohnort: Haslital, Berner Oberland
- Danksagung erhalten: 47 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo Helmut,
sicherlich eine interessante Erfahrung, wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat.
Ich denke, dass ich mich sehr intensiv mit Gerät bis einschließlich Klasse 0 auseinander gesetzt habe.
Wurftechnisch ist es nicht´s anderes als der Umstieg von beispielsweise Schnurklasse 6 auf 3.
Drilltechnisch sollten deine angesprochenen Zielfische überhaupt gar kein Problem sein.
Der beschränkende Faktor ist in meinen Augen bei der Fischerei mit den sehr leichten Schnurklassen nicht in erster Linie die Fischgröße, sondern der Strömungsdruck des jeweiligen Gewässers.
Ich muss dazu aber auch erwähnen, dass ich bestimmt keiner bin, der sein Gerät verhätschelt.
Ich fische momentan nicht mehr unter Schnurklasse 2, da meiner Ansicht nach vorallem die Nachteile aus werferischer Sicht bei der Trockenfischerei überwiegen.
Mit einer 2er kannst du eigentlich jede Trockenfliege ohne Einschränkungen präsentieren.
Geht man mit der Schnurklasse runter, kann es schon sein, das sehr buschige Trockenfliegen unangenehm zu befördern sind.
Will nicht heißen, dass man mit einer 0er keine Streamer befördern kann, aber das Wort liegt auf befördern und nicht auf werfen, hierfür gibt es einfach sinnvolleres Gerät.
Ich denke, schlauer wird man nur wenn man eigene Erfahrungen sammelt. Würde mich freuen, wenn du berichtest, wenn du es ausprobierst hast.
Schöne Grüße
Matthias
PS: Über die Suchfunktion des Forums müsstest du einiges interessantes finden.
sicherlich eine interessante Erfahrung, wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat.
Ich denke, dass ich mich sehr intensiv mit Gerät bis einschließlich Klasse 0 auseinander gesetzt habe.
Wurftechnisch ist es nicht´s anderes als der Umstieg von beispielsweise Schnurklasse 6 auf 3.
Drilltechnisch sollten deine angesprochenen Zielfische überhaupt gar kein Problem sein.
Der beschränkende Faktor ist in meinen Augen bei der Fischerei mit den sehr leichten Schnurklassen nicht in erster Linie die Fischgröße, sondern der Strömungsdruck des jeweiligen Gewässers.
Ich muss dazu aber auch erwähnen, dass ich bestimmt keiner bin, der sein Gerät verhätschelt.
Ich fische momentan nicht mehr unter Schnurklasse 2, da meiner Ansicht nach vorallem die Nachteile aus werferischer Sicht bei der Trockenfischerei überwiegen.
Mit einer 2er kannst du eigentlich jede Trockenfliege ohne Einschränkungen präsentieren.
Geht man mit der Schnurklasse runter, kann es schon sein, das sehr buschige Trockenfliegen unangenehm zu befördern sind.
Will nicht heißen, dass man mit einer 0er keine Streamer befördern kann, aber das Wort liegt auf befördern und nicht auf werfen, hierfür gibt es einfach sinnvolleres Gerät.
Ich denke, schlauer wird man nur wenn man eigene Erfahrungen sammelt. Würde mich freuen, wenn du berichtest, wenn du es ausprobierst hast.
Schöne Grüße
Matthias
PS: Über die Suchfunktion des Forums müsstest du einiges interessantes finden.
- helmut herrmann
- Beiträge: 140
- Registriert: 29.09.2006, 21:33
- Wohnort: Weimarer Land
Ultraleicht
Hallo Matthias,
wie schon geschrieben, geht es mir hier lediglich
um die Fischerei mit Minifliegen auf Weißfische
an Stillwassern, in keinem Fall an Fließgewässern.
Dort würde ich, nach meinen Erfahrungen, nicht
unter die # 3 gehen.
Nachdem ich auf diversen Messen Kohlefaserru-
ten der 3er Kategorie geworfen habe, konnte ich
mich des Eindrucks nicht erwehren, mit manchen
dieser Ruten auch eine Kapitalforelle auszudrillen
zu können. Rückgrat war genug da, für meine Be-
griffe fast schon zuviel.
Es gab mal Glasruten in extrem leichten Ausführun-
gen, die dem Begriff ULTRALEICHT schon sehr
nahe kamen. Allerdings waren die Blanks nicht ge-
rade als schlank zu bezeichnen, was man im Wurf
deutlich merken konnte.
Wie gesagt, ich würde gern einmal mit einem Gerät
an´s Wasser gehen, dessen Gewicht ich in meinen
Händen fast nicht mehr spüre...
Gruß
Helmut
wie schon geschrieben, geht es mir hier lediglich
um die Fischerei mit Minifliegen auf Weißfische
an Stillwassern, in keinem Fall an Fließgewässern.
Dort würde ich, nach meinen Erfahrungen, nicht
unter die # 3 gehen.
Nachdem ich auf diversen Messen Kohlefaserru-
ten der 3er Kategorie geworfen habe, konnte ich
mich des Eindrucks nicht erwehren, mit manchen
dieser Ruten auch eine Kapitalforelle auszudrillen
zu können. Rückgrat war genug da, für meine Be-
griffe fast schon zuviel.
Es gab mal Glasruten in extrem leichten Ausführun-
gen, die dem Begriff ULTRALEICHT schon sehr
nahe kamen. Allerdings waren die Blanks nicht ge-
rade als schlank zu bezeichnen, was man im Wurf
deutlich merken konnte.
Wie gesagt, ich würde gern einmal mit einem Gerät
an´s Wasser gehen, dessen Gewicht ich in meinen
Händen fast nicht mehr spüre...
Gruß
Helmut
- Matthias M.
- Moderator
- Beiträge: 998
- Registriert: 28.09.2006, 11:49
- Wohnort: Haslital, Berner Oberland
- Danksagung erhalten: 47 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo Helmut,
vom Gewicht her glaube ich, sind die leichten Schnurklassen aus der alten Superfine-Serie von Orvis die leichtesten.
Die 2er (one ounce) wiegt gerade mal 28 Gramm, die alte 1er etwas mehr.
Die leichten von Sage (Spl und Slt) lagen so um die 50 Gramm, bei der neuen Serie weiß ich es nicht.
Schöne Grüße
Matthias
vom Gewicht her glaube ich, sind die leichten Schnurklassen aus der alten Superfine-Serie von Orvis die leichtesten.
Die 2er (one ounce) wiegt gerade mal 28 Gramm, die alte 1er etwas mehr.
Die leichten von Sage (Spl und Slt) lagen so um die 50 Gramm, bei der neuen Serie weiß ich es nicht.
Schöne Grüße
Matthias
- helmut herrmann
- Beiträge: 140
- Registriert: 29.09.2006, 21:33
- Wohnort: Weimarer Land
Erfahrungen mit ultraleichten Ruten
hallo Matthias,
ich glaube, jetzt kommen wir der Sache wesentlich nä-
her. Ich kann mich an diese Serie von Orvis erinnern,
es muß irgendwann Anfang der Achtziger gewesen sein.
Die Rute war wirklich federleicht, der Blank (mit Überschub)
ungeschliffen. Leider gibt es diese Serie von Orvis nicht mehr.
Doch in diese Richtung sollte es gehen. Bin gespannt, ob es
heute vergleichbare Ruten gibt; vielleicht hat der eine oder
andere aus unserer Runde neuere, bauähnliche Ruten dieser
„Gewichtsklasse“ in den Händen gehabt.
Gruß
Helmut
ich glaube, jetzt kommen wir der Sache wesentlich nä-
her. Ich kann mich an diese Serie von Orvis erinnern,
es muß irgendwann Anfang der Achtziger gewesen sein.
Die Rute war wirklich federleicht, der Blank (mit Überschub)
ungeschliffen. Leider gibt es diese Serie von Orvis nicht mehr.
Doch in diese Richtung sollte es gehen. Bin gespannt, ob es
heute vergleichbare Ruten gibt; vielleicht hat der eine oder
andere aus unserer Runde neuere, bauähnliche Ruten dieser
„Gewichtsklasse“ in den Händen gehabt.
Gruß
Helmut
- Matthias M.
- Moderator
- Beiträge: 998
- Registriert: 28.09.2006, 11:49
- Wohnort: Haslital, Berner Oberland
- Danksagung erhalten: 47 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo Helmut,
diese Homepage kann ich dir empfehlen: http://www.byrdultrafly.com/ultramain.htm Und insesondere auf deine Frage hin diesen Bericht: http://www.byrdultrafly.com/ionnov08.htm
Schöne Grüße
Matthias
PS: Scheinbar wiegt die Orvis ZG Helios 2er 7/8tel einer Unze.
diese Homepage kann ich dir empfehlen: http://www.byrdultrafly.com/ultramain.htm Und insesondere auf deine Frage hin diesen Bericht: http://www.byrdultrafly.com/ionnov08.htm
Schöne Grüße
Matthias
PS: Scheinbar wiegt die Orvis ZG Helios 2er 7/8tel einer Unze.
moin!
ich interessiere mich auch sehr für die ultra ultra leichten ruten. die leichteste die ich je in der hand hatte war eine selbstgebaute. spitenteil war eine bibberspitze und der rest die spitze einer ausgedienten fliegenrute klasse 5-6. dann noch griff+rollenhalter dran und fertig is die laubenpeitsche. andere fische als kleine weißfische will ich damit ehrlich gesagt nich an den haken kriegen weil der drill sonst "stunden" dauern würde. macht aber mega spaß das teil. hat vllt nich die optimale biegungskurve, aber verbeugt sich bei jedem fisch:) besonders schön in der warmen jahreszeit wenn nix geht. dann mit trockenen (20iger cdc) auf sicht.
grüße!
ich interessiere mich auch sehr für die ultra ultra leichten ruten. die leichteste die ich je in der hand hatte war eine selbstgebaute. spitenteil war eine bibberspitze und der rest die spitze einer ausgedienten fliegenrute klasse 5-6. dann noch griff+rollenhalter dran und fertig is die laubenpeitsche. andere fische als kleine weißfische will ich damit ehrlich gesagt nich an den haken kriegen weil der drill sonst "stunden" dauern würde. macht aber mega spaß das teil. hat vllt nich die optimale biegungskurve, aber verbeugt sich bei jedem fisch:) besonders schön in der warmen jahreszeit wenn nix geht. dann mit trockenen (20iger cdc) auf sicht.
grüße!
-
Maggov
- Moderator
- Beiträge: 5549
- Registriert: 28.09.2006, 14:21
- Wohnort: München
- Hat sich bedankt: 308 Mal
- Danksagung erhalten: 401 Mal
Hallo zusammen,
ich denke am Stillwasser habt Ihr einen weiteren Aspekt der zu beachten ist:
i.d.R. hast Du an Seen immer ein wenig Wind. Deshalb denke ich, dass eine 2-er sicherlich etwas resistenter dagegen ist. Selbst sehr scheue Fische sollten durch eine 2-er nicht verschreckt werden und so würde ich diese Schnurklasse vorziehen.
Die 0-er Reihe ist m.M. nach für die Bachfischerei gedacht, kurze Wurfdistanz mit minimaler Scheuchwirkung. Am Stillwasser ist dann doch etwas längere Werferei gefragt...
Lieber ein laaanges Vorfach und eine Schnurklasse höher am See - das gibt schön sanfte Präsentationen und wenn mal ein Lüftchen geht kommt man immer noch zum Fisch.
LG
Markus
ich denke am Stillwasser habt Ihr einen weiteren Aspekt der zu beachten ist:
i.d.R. hast Du an Seen immer ein wenig Wind. Deshalb denke ich, dass eine 2-er sicherlich etwas resistenter dagegen ist. Selbst sehr scheue Fische sollten durch eine 2-er nicht verschreckt werden und so würde ich diese Schnurklasse vorziehen.
Die 0-er Reihe ist m.M. nach für die Bachfischerei gedacht, kurze Wurfdistanz mit minimaler Scheuchwirkung. Am Stillwasser ist dann doch etwas längere Werferei gefragt...
Lieber ein laaanges Vorfach und eine Schnurklasse höher am See - das gibt schön sanfte Präsentationen und wenn mal ein Lüftchen geht kommt man immer noch zum Fisch.
LG
Markus






