Veritas Schleifführung MKII

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Grasfischer
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Veritas Schleifführung MKII

Ungelesener Beitrag von Grasfischer »

Hallo zusammen,
hat jemand von Euch Erfahrung mit der Schleifführung. Mich interessiert vor allem die Einstellungen für Microfase und Gegenfase. Kann mir vorstellen wenn man eine Gegenfase anschleift, ob dann das "Abziehen" des Grates wegfällt, oder bekommt man dann wieder einen auf der anderen Seite?
Danke schonmal für Eure Tips und Erfahrungen, Gruß Friedrich
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Karl
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Ungelesener Beitrag von Karl »

Also du hast ne Fase, an dieser Fase kommt unten noch mal ne Microfase und auf der Spiegelseite kommt noch ne Gegenfase dran ? Hab ich das so richtig verstanden? Wow, da biste ja beschäftigt mit dem Eisenschärfen. Ich hab versucht meine Spiegelseite möglichst glatt zu bekommen, schleif das Eisen mit ner 35° Fase und zieh erst die Fase, dann die Spiegelseite über die Lederscheibe. So und dir wünsch ich jetzt nicht ´Gut Span´, sondern ´Gut Schliff´ :wink: Gruß und hoffentlich bis bald, Karl
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Grasfischer
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Ungelesener Beitrag von Grasfischer »

Hmmmm so hab ichs auch verstanden.... die Mikrofase ist mir einleuchtend, da schleift man nicht so lang wie die ganze Spiegelseite. Die Gegenfase erhöht anscheinend die Schärfe der Schneide, zumindest hab ichs so verstanden. Nur weiß ich nicht ob dann auf der anderen Seite wieder ein Grat ensteht? Mit dem abziehen ist nix, hab keine Lederscheibe...
Aber ich glaub den Rest fachsimpeln wir am Telefon...
Friedrich
jaroslav vecko
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Ungelesener Beitrag von jaroslav vecko »

hallo freunde,
wenn ich oder du schleifen, entsteht automatisch ein grat, unabhängig ob an der fasse, microfasse oder spiegel. den nehme ich an der lederscheibe oder lederriehmen weg (lederriehmen > friseur). wenn ich noch eine schleifpaste am leder verwende, wird entsprechend die fasse etc. poliert.
andererseits ist der grat die voraussetzung für das richtige funktionieren der ziehklinge – nur zur beachtung.
gruss
jaroslav vecko
MaKe
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Ungelesener Beitrag von MaKe »

Hallo zusammen, ich bin neu hier auf dem Forum und möchte mich mal kurz vorstellen. Ich heiße Martin, komme aus Oberösterreich und interessiere mich für den Rutenbau. Ich habe mich bisher mit div. anderen Holzarbeiten beschäftigt.
Irgend wann wird wohl auch in meiner Werkstatt eine gespliesste entstehen. Bis dahin muss ich aber über diese Materie noch einiges lernen.
Ich möchte hier als Neuling nicht gleich als Klugscheisser auftreten, kann aber aus meiner Erfahrung sagen, dass die Schärfführung von Oneway, zu bekommen bei www.magma-tools.at, mir viel besser gefällt. Ich kenne sehr wohl die von Veritas und auch andere. An die von Oneway kommt aber meiner Meinung keine ran.
Ich hab von einem japanischen Kunsttischler das Schärfen und Abziehen von Hobel- und Stemmeisen gelernt. Er ist der Meinung, dass der Spiegel immer glatt sein muss. Er bringt keine Gegenfase an. Die Fase wird geschliffen und abgezogen. Der Spiegel wird abgezogen, und zwar völlig plan auf dem Stein aufliegend. Ich beginne mit der Fase auf einem japan. Wasserstein mit Körnung 800 und gehe rauf bis 2000. Erst ab Körnung 2000 wird auch der Spiegel abgezogen. Von da an bis zu meinem feinsten Stein, ca. Körnung 8000 (genau kann man das ab dieser Körnung nicht mehr sagen) werden zuerst die Fase, dann der Spiegel abwechselnd bearbeitet. Ich habe einige Zeit gebraucht um dies zu können, meine Eisen sind seit dem aber richtig "scharf". Ich kann mir vorstellen, dass mit einer Gegenfase die "absolute Schärfe" nicht erreicht werden kann. Natürlich hängt die "absolute Schärfe" auch von der Qualität des Eisens ab.
So, nachdem ich den Text jetzt zum x-ten Mal geändert hab, schick ich ihn ab und hoffe, dass ich es verständlich rüber gebracht habe :D
In diesem Sinne noch viel Spaß beim Schärfen und Hobeln!

Liebe Grüße!

Martin
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Karl
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Ungelesener Beitrag von Karl »

Servus Martin, erstmal willkommen im Forum.
Mit deiner Schärfanleitung gebe ich dir recht, ne bessere Methode seine Eisen scharf zu bekommen, als das nacheinander abziehen auf immer feiner werdenden Wassersteinen gibt es nicht. Allerdings auch keine die länger dauert. Und da liegt das Problem. Bambus ist, insbesondere nach dem Härten sehr hart, teilweise spröde und du kommst mit dem Schärfen, selbst bei guten Eisen mit hoher Standzeit, nicht mehr nach. Hat mich am Schluß ganz schön genervt, deshalb hab ich mir den Tormek Blender zugelegt. Schärft zwar nicht so gut wie von Hand, aber viiiiel schneller. Die Oneway vorrichtung schaut gut aus, aber mit 90€ kein Schnäppchen. Wenn du mit dem Rutenbau loslegst, laß es uns wissen.
Gruß Karl
MaKe
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Ungelesener Beitrag von MaKe »

Hallo Karl,

mit dem Rutenbau dauert es noch ein wenig. Ich überleg mir gerade, wie ich den Blank ohne Verdrehung verleimen kann. Harald Langers Version mit den Plättchen ist zwar super, aber für mich nicht realisierbar. Die Anfertigung ist einfach zu teuer, außerdem ist es nicht meine Idee. Zu genial um sie einfach zu kopieren. Ein guter 4-Faden-Binder ist auch nicht billig und nicht gerade einfach herzustellen. Ich hab da schon eine andere Idee, wie ich die Spleisse mit dem richtigen Druck und absolut verdrehungsfrei zusammen bringe. Mehr darüber, wenn ich die Sache getestet habe. Bevor ich da aber mehr von mir gebe, wo in diesem Forum viele Profis sind,..... nein da verbrenn ich mich nicht!
Zurück zum Schärfen der Hobeleisen. Hab da natürlich bezüglich gehärtetem Bambus auch noch zu wenig Erfahrung. Ich August bin ich wieder in England und treffe dort Konrad Sauer, er ist Hobelbauer und den USA und ist dabei einen Hobel speziell für Rutenbauer zu entwickeln bzw. zu bauen. Muss mal mit einem seiner Eisen arbeiten. Er sagt, die hätten eine viiieeel längere Standzeit als alle anderen. Veritas, Clifton, Lie Nielsen sind zwar nicht schlecht aber trotzdem billiger Tand gegen seine. Ich lass was hören, wenn ich mehr weiß bzw. getestet habe. Außerdem, vielleicht hat ja Konrad Sauer "die Schleifführung" entwickelt. Wem's interessiert hier seine HP. http://www.sauerandsteiner.com Aber bitte wegen der Preise nicht schimpfen :wink:

Liebe Grüße!

Martin
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Simon B.
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Ungelesener Beitrag von Simon B. »

Hallo zusammen,
@Martin: Die Preise für diese Hobel sind wirklich nicht ohne!
Ich schleife meine Eisen immer mit Abziehsteinen, lange dauert der Vorgang nicht vielleicht 5-10min. Ich denke das ist akzeptabel, die Schärfe hält dann aber auch eine Zeit lang, 6 Spleise Endhobeln ist kein Problem, auch bei geflämmten!
Gruß SImon[/quote]
Peter S.

Ungelesener Beitrag von Peter S. »

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Zuletzt geändert von Peter S. am 20.12.2016, 23:53, insgesamt 1-mal geändert.
MaKe
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Ungelesener Beitrag von MaKe »

Grüß dich Peter, hallo zusammen,
der Preis der Hobel von Konrad Sauer sind keine Grundlage zur Diskussion eh klar, sie sind einfach nur genial!!!!!!! Gerne würde ich einen besitzen. Die Eisen übertreffen die Qualität meiner besten Japaner - und die sind wirklich nicht von schlechten Eltern.
lg
Martin
palakona
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Edelhobel

Ungelesener Beitrag von palakona »

Der anerkannt beste Hobelbauer ist Karl Holtey!

Da sehen die von Sauer und Steiner und auch alle anderen aus wie aus dem Baumarkt, sorry, aber so ist es,-

Grüße palakona
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Grasfischer
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Ungelesener Beitrag von Grasfischer »

Hallo zusammen,
eigentlich ging es mir ja anfangs um die Einstellungsmöglichkeiten dieser Schleifführung...
Nachdem ich sie ein gutes halbes Jahr in gebrauch habe kann ich für mich folgendes Resumee stellen:
einfaches und vielfältiges einstellen für den Winkel der Fase. Auch das Stellrädchen für die Microfase ergibt Sinn, hab es aber nicht in gebrauch. Die Möglichkeit eine Gegenfase hinzuschleifen macht für mich überhaupt keinen Sinn, da ich den Grat immer von Hand abziehe (besitze keine Maschine m. Lederscheibe).
Also alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, wobei das Vorgängermodell für mich auch bestimmt ausgereicht hätte.

Viele Grüße, Friedrich
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