Moin,
wir wollen uns nicht gegenseitig hochschaukeln, bleiben wir sachlich!
Es ging in dem Fred doch nur darum, einmal die negativen Begleiterscheinungen der Wiederansiedlung anzusprechen. Ausrottungsgedanken hat niemand!
Vielmehr sollte eine sachliche Diskussion angeregt werden, in wie fern wir heute noch in der Lage sind: fast verschwundene heimische Tierarten zu einem selbst reproduzierenden Bestand zu "begleiten".
Meiner ganz persönlichen Meinung laufen die Projekte folgendermaßen ab:
- die Projekte werden mit viel Geld gefördert (EU, Bund, Land)
- Studenten (sagen wir besser angehende Wissenschaftler, Biologen) betreuen diese Projekte mit viel Zeit und Freude
- es geht über ein paar Jahre, dann stehen Diplomarbeiten bereit (das ist gut!)
- ein kleiner Personenkreis steckt Herzblut in die Sache und beendet das Studium
- danach wird die Sache plötzlich als "positiv angesiedelt" betrachtet und es gibt einen, vielleicht zwei Beauftragte für die Tierart
- nach und nach kürzt man denen die Kohle und die Ansiedlung läuft natürlich, ohne Hilfe und Eingriffe des Menschen
Vor Jahren hat man ein Biberschaugehege eingerichtet und ein paar Biber eingesetzt (importiert, woher konnte mein Bekannter nicht sagen). Mein Kumpel hat dort Holzbrücken gebaut (Zimmerermeister) über einen kleinen Altarm. Der dort heimische Biber hat sich in das Gehege gefressen und die "Zuwanderer" alle getötet. (Ich bitte das Wort "Zuwanderer" nicht in Verbindung mit dem Menschen zu betrachten!)
Was nun? Das hätte man als Biberbeauftragter doch wissen sollen!
Wenn ich eine Tierart aussetze mit dem Zweck der Wiederansiedlung, dann habe ich doch auch eine HEGEPFLICHT, wenn die Population sich "abnormal" verhalten sollte.
Hier gehört eingegriffen!
ABER von den Leuten, die "grünes Licht" für die Ansiedlung gegeben haben.
Die letzten 600 Jahre haben die Biber dort auch keine Eichen gefressen.
Gut, bis vor 50 Jahren hatten wir auch keine homosexuellen Bürgermeister, die sich "öffentlich geoutet" haben.
Wir sind toleranter geworden! Hausmeister Krause bezeichnet diese Leute als "Bücklinge" und wir können in der heutigen Zeit gut damit umgehen.
Ein Äschenstamm aus Oberbayern gehört ebenso wenig in Mitteldeutsche Gewässer, wie ein Biber aus Schweden/Russland/Norwegen an die ELBE/MULDE.
Ich gestehe Christian auch seine Meinung zu, dass der Biber Biotope schafft, keine Frage- aber bitte auch die negativen Seiten nicht verschleiern. Und wenn die negativen Seiten überhand nehmen, soll man auch darüber reden.
Auch wenn wir keine Strickpullis tragen, keine langen Haare haben, nicht die Grünen wählen sind wir Angler & Naturschützer!
Warum Fischen wir gerade mit der Fliege?
Weil:
- wir die Natur so herrlich finden in den Oberläufen der Flüsse,
- wir auch schonend fischen möchten,
- wir uns über Eisvogel, Wasseramsel, Würfelnatter freuen,
- wir mit Herz und Seele die intakte Natur lieben!
"Keiner hat die Absicht eine Mauer zu errichten....!"
