Hallo, hallo,
könnte mir mal bitte der Eine oder andere, der hier so ganz grundsätzlich gegen die Nutzung von Wassrkraft ist, erklären, wie sein "Wunschstrom" produziert werden soll, natürlich flächendeckend für Deutchland.
Sprich: Welchen Kraftwerktyp hättet ihr gerne in eurer direkten Nachbarschaft? - Ein Atomkraftwerk? - Braunkohle? - Erdöl? - flächendeckend Windräder?
Oder einfach den Strom aus der Ukraine kaufen und sich ein Ei darauf backen, wie die den dort produzieren?
Eines ist doch klar: Die Stromkonzerne verfolgen nur ein Ziel, nämlich Gewinnmaximierung. Das heißt, sie werden niemals für etwas Geld ausgeben, das den Ertrag nicht steigert, wenn sie dazu nicht gezwungen werden. Filter in Kohlekraftwerken gibt es auch nur, weil der Widerstand in der Bevölkerung das gefordert hat.
Genau so sieht es mit der Wasserkraft aus. Solange sich kein kluger pragmatischer Widerstand formiert, der eine vernünftige umweltverträgliche und faunenschonende Wasserkraftnutzung einfordert, wird es weiterhin so laufen wie bisher.
Wer die Nutzung der Wasserkraft grundweg ablehnt und keine Alternativen anbietet wird niemals ernst genommen werden.
Die deutschen Sromerzeuger besitzen ein technisches Know How auf allerhöchstem Niveau. Kein Mensch kann ersthaft glauben, dass die Jungs nicht in der Lage sind, eine Turbinenanlage zu bauen, die keine Fische zerhäxelt. Und auch Wasserkraftwerke, die den Fluß für alle Fischarten durchgängig lassen gehören nicht wirklich zu den großen technischen Herausforderungen. Nur das kostet alles Geld. Und auch wenn so ausgerüstete Wasserkraftwerke mit Sicherheit immer noch wirtschaftlich arbeiten, passt das nicht zur Maxime der Gewinnmaximierung.
Die Stromerzeuger tun nur etwas für die Umwelt wenn man sie zwingt (oder wenn es sich schön marketingmäßig aufbereiten lässt).
In der Bevölkerung gilt Strom aus Wasserkraft immer noch als sauberer Strom. Und im Prinzip ist er das ja auch: kein CO2 Ausstoß, keine giftigen und radioaktiven Abfälle, keine Verschwendung fossiler Brennstoffe.
Unser Protest sollte sich deshalb vor Allem gegen die der Umweltg gegenüber gleichgültige
Art und Weise richten, in der die Stomerzeuger die Wasserkraft nutzen. Dann wären wir auch nicht allein auf weiter Flur. Stellt euch nur mal vor: Filmaufnahmen von zerstückelten, im Todeskampf zappelnden Fischen zur besten Sendezeit im Fernsehen oder einfach mal vom alltäglichen Schwellbetrieb an einem Fluß, wo hunderte von Mühlkoppen jämmerlich auf den trocken gefallenen Kiesbetten ersticken. Gegen diese -vermeidbaren- unglaublichen Mißstände vorzugehen ist sicherlich viel praktikabler und findet in der Bevölkerung eher Akzeptanz, als die Abschaffung der Wasserkraft zu fordern.
Viele Grüße
Achim