Wasserkraft vs. Huchen???
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- pehers
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Wasserkraft vs. Huchen???
Lest einfach selbst:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten ... 9/index.do
Daumen drücken, dass das gut geht!
L.G.
Hans
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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- Gammarus roeseli
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Hallo,
Wasserkraftanlagen: „nein danke“!
Ich habe mal gelesen in z.B. Francis-und Peltonturbinen werden die abwandernden Fische bis zu 100% vernichtet!!! Die Nutzung von Wasserkraftanlagen (Fisch-Häckselmaschinen) beeinflussen ganz deutlich den Aalbestand, es sollen nur noch 0,3% die Wanderung ins Meer überleben (Nord und Ostsee)!!!! Das wird beim Lachs und Meerforelle nicht viel anders sein!
Gruß Christian S.
Wasserkraftanlagen: „nein danke“!
Ich habe mal gelesen in z.B. Francis-und Peltonturbinen werden die abwandernden Fische bis zu 100% vernichtet!!! Die Nutzung von Wasserkraftanlagen (Fisch-Häckselmaschinen) beeinflussen ganz deutlich den Aalbestand, es sollen nur noch 0,3% die Wanderung ins Meer überleben (Nord und Ostsee)!!!! Das wird beim Lachs und Meerforelle nicht viel anders sein!
Gruß Christian S.
- pehers
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Servus!
Vor allem ist es auch in ÖSterreich so - je nach Bundesland - dass mindestens 90% der Wasserkraftresourcen bereits genützt sind!
A rinnerter Bach hat also schon Seltenheitswert! Frei fließende große Ströme noch mehr: Donau zB zwei Stücke in Österreich: Wachau und Nationalpark Donauauen. Enns - eine Staukette, Inn - eine Staukette, Traun - massiv degradiert! Man muss einfach mal sehen, wann Schluss ist!
Im Übrigen ist es mit dem weiteren Ausbau der Wasserkraft nicht einmal möglich die Steigerung des Verbrauchs abzudecken, geschweige denn nachhaltig die Versorgung zu sichern!
Beste Grüße,
Hans
Vor allem ist es auch in ÖSterreich so - je nach Bundesland - dass mindestens 90% der Wasserkraftresourcen bereits genützt sind!
A rinnerter Bach hat also schon Seltenheitswert! Frei fließende große Ströme noch mehr: Donau zB zwei Stücke in Österreich: Wachau und Nationalpark Donauauen. Enns - eine Staukette, Inn - eine Staukette, Traun - massiv degradiert! Man muss einfach mal sehen, wann Schluss ist!
Im Übrigen ist es mit dem weiteren Ausbau der Wasserkraft nicht einmal möglich die Steigerung des Verbrauchs abzudecken, geschweige denn nachhaltig die Versorgung zu sichern!
Beste Grüße,
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- Gammarus roeseli
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Hallo,
macht Euch bitte mal Gedanken, wo und wie in Deutschland Strom aus Wasser gewonnen wird. Mächtige Ströme und gigantische Stauwerke gibt es ja wohl nicht. Also wird jeder Gebirgsbach zigfach mit so genannten Kleinstkraftwerken überzogen.
http://www.fliessgewaesserschutz.de/For ... te1_2.html
www.fliessgewaesserschutz.de
Respekt vor diesen Sachsen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gruß Christian S.
macht Euch bitte mal Gedanken, wo und wie in Deutschland Strom aus Wasser gewonnen wird. Mächtige Ströme und gigantische Stauwerke gibt es ja wohl nicht. Also wird jeder Gebirgsbach zigfach mit so genannten Kleinstkraftwerken überzogen.
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Gruß Christian S.
- Mario Mende / Sachsen
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Ja die Wasserkraft ist ein gesamtdeutsches Problem, nicht nur für die Gebirgsflüsse!
Was willst du gegen ein Technisches Denkmal tun, welches mit Wasserkraft arbeitet?
Wie die Landratsämter überzeugen?
Was wurde erreicht?
Große Konzerne haben Rechtsabteilungen, die JEDEN Angler einfach mal "ablaufen" lassen.
Mir gefällt es auch nicht, aber diese Strukturen sind ein paar Nummern zu groß. So ist es und solange die Regierung noch ein wenig GRÜN aussieht wird man um regenerative Energieerzeugung nicht herumkommen.
Was juckt den normalsterblichen Mitteleuropäer ein Wehr an der Preßnitz?

LEIDER!
Was willst du gegen ein Technisches Denkmal tun, welches mit Wasserkraft arbeitet?
Wie die Landratsämter überzeugen?
Was wurde erreicht?
Große Konzerne haben Rechtsabteilungen, die JEDEN Angler einfach mal "ablaufen" lassen.
Mir gefällt es auch nicht, aber diese Strukturen sind ein paar Nummern zu groß. So ist es und solange die Regierung noch ein wenig GRÜN aussieht wird man um regenerative Energieerzeugung nicht herumkommen.
Was juckt den normalsterblichen Mitteleuropäer ein Wehr an der Preßnitz?

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Vergräme den Kormoran, nicht den Fisch!
Mario
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- Gammarus roeseli
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Hat folgendes geschrieben: So ist es und solange die Regierung noch ein wenig GRÜN aussieht wird man um regenerative Energieerzeugung nicht herumkommen.
Kleinwasserkraftanlagen: Sich informieren aufklären und nicht Wegschauen wäre schon mal ein Anfang!!!!!!
3,5 Millionen Angler dann noch Tierschützer, Umweltorganisationen und, und, und sind mindestens 3,5 Millionen Wähler !!!
Ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg
Wer sonst, soll’s den tun???
Kleinwasserkraftanlagen: Sich informieren aufklären und nicht Wegschauen wäre schon mal ein Anfang!!!!!!
3,5 Millionen Angler dann noch Tierschützer, Umweltorganisationen und, und, und sind mindestens 3,5 Millionen Wähler !!!
Ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg
Wer sonst, soll’s den tun???
- Mario Mende / Sachsen
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Die Theorie mag stimmen, aber wie sieht die Praxis aus?
Angler sind sich untereinander oftmals Spinnefeind! Der Wurmangler ist minderwertiger als der Kunstköderfischer... (leider wird oft so gedacht)
Angel-, und Naturschutzverbände sind sich auch oftmals nicht einig. Die Wasserkraftlobby hält zusammen und beweist wie doff man die Angler dastehen lässt. So ist es leider!
Mit der Wasserkraft haben sich viele kluge Köpfe befasst und sind gescheitert, da stehen Bestandsschutz und Ökologie viel höher als ein paar Flossenträger.(auch wenn der Strom absolut minimal ist)
Die Praxis hört an der Wasseroberfläche leider auf!
Das Wahlgeschehen in Deutschland richtet sich nicht wie in den USA nach den Anglern, hier stehen Arbeitsplätze im Vordergrund.
Dennoch sollte man aber anerkennen, dass Fischtreppen gebaut werden und das stimmt optimistisch. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Angler sind sich untereinander oftmals Spinnefeind! Der Wurmangler ist minderwertiger als der Kunstköderfischer... (leider wird oft so gedacht)
Angel-, und Naturschutzverbände sind sich auch oftmals nicht einig. Die Wasserkraftlobby hält zusammen und beweist wie doff man die Angler dastehen lässt. So ist es leider!
Mit der Wasserkraft haben sich viele kluge Köpfe befasst und sind gescheitert, da stehen Bestandsschutz und Ökologie viel höher als ein paar Flossenträger.(auch wenn der Strom absolut minimal ist)
Die Praxis hört an der Wasseroberfläche leider auf!
Das Wahlgeschehen in Deutschland richtet sich nicht wie in den USA nach den Anglern, hier stehen Arbeitsplätze im Vordergrund.
Dennoch sollte man aber anerkennen, dass Fischtreppen gebaut werden und das stimmt optimistisch. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
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Mario
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- Rattensack
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Hallo,
man muss dazu nur sagen, dass Fischtreppen am Dilemma von Kraftwerken nur einen winzig kleinen Aspekt verbessern können, und nicht einmal die Durchgängigkeit wirklich gewährleisten können
Eine groß angelegte Untersuchung (MIRR-Projekt) hat ergeben, dass es de facto keine voll funktionsfähigen Fischaufstiegshilfen gibt.
http://mirr.boku.ac.at/
Die wirklichen Probleme, nämlich dass Stau und intakte Fließgewässer bzw. strömungsliebende Fische prinzipiell nicht unter einen Hut gehen, kann man damit überhaupt nicht ändern. Es geht primär um den Verlust an Lebensraum, nicht um den Verlust der Durchwanderbarkeit (von was, wenn kein Lebensraum mehr da ist?!?)
Insbesondere Huchen Staukette ... das sind absolute Widersprüche, die sich nicht vereinbaren lassen!
Fischaufstiegshilfen werden ganz bewusst von den Energieversorgern in den Vordergrund gerückt, und die Öffentlichkeit fällt auf den Fischaufstiegs-Schmäh rein. Also der Bau von neuen Wasserkraftwerken mit Fischaufstiegshilfen ist überhaupt kein Vortschritt (das wurde z.B. beim ersten Donaukraftwerk in Kachlet bei Passau schon in den 20er Jahren gemacht!!!), sondern ein riesen Rückschritt .. in den 80er Jahren wäre in vielen Strecken, wo jetzt projektiert wird, die Errichtung von KWs völlig undenkbar gewesen!!!
Clemens
man muss dazu nur sagen, dass Fischtreppen am Dilemma von Kraftwerken nur einen winzig kleinen Aspekt verbessern können, und nicht einmal die Durchgängigkeit wirklich gewährleisten können
Eine groß angelegte Untersuchung (MIRR-Projekt) hat ergeben, dass es de facto keine voll funktionsfähigen Fischaufstiegshilfen gibt.
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Die wirklichen Probleme, nämlich dass Stau und intakte Fließgewässer bzw. strömungsliebende Fische prinzipiell nicht unter einen Hut gehen, kann man damit überhaupt nicht ändern. Es geht primär um den Verlust an Lebensraum, nicht um den Verlust der Durchwanderbarkeit (von was, wenn kein Lebensraum mehr da ist?!?)
Insbesondere Huchen Staukette ... das sind absolute Widersprüche, die sich nicht vereinbaren lassen!
Fischaufstiegshilfen werden ganz bewusst von den Energieversorgern in den Vordergrund gerückt, und die Öffentlichkeit fällt auf den Fischaufstiegs-Schmäh rein. Also der Bau von neuen Wasserkraftwerken mit Fischaufstiegshilfen ist überhaupt kein Vortschritt (das wurde z.B. beim ersten Donaukraftwerk in Kachlet bei Passau schon in den 20er Jahren gemacht!!!), sondern ein riesen Rückschritt .. in den 80er Jahren wäre in vielen Strecken, wo jetzt projektiert wird, die Errichtung von KWs völlig undenkbar gewesen!!!
Clemens
- Mario Mende / Sachsen
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Nabend Clemens,
natürlich ist eine Fischtreppe nicht zu 100 % "aufstiegssicher", aber es wird zumindest eine gewisse Durchgängigkeit gegenüber Querverbauungen ohne FT erreicht.
Der Lachsbach in der Sächsischen Schweiz, dort funktioniert es, die Saale in Saalfeld, die Mulde in Amerika/SN dort auch! In wie fern es mit Donaulachsen funktioniert entzieht sich meiner Kenntnis.
Ohne Frage gebe ich dir allerdings auch Recht, das es ohne Querverbauungen natürlich viel besser wäre!

natürlich ist eine Fischtreppe nicht zu 100 % "aufstiegssicher", aber es wird zumindest eine gewisse Durchgängigkeit gegenüber Querverbauungen ohne FT erreicht.
Der Lachsbach in der Sächsischen Schweiz, dort funktioniert es, die Saale in Saalfeld, die Mulde in Amerika/SN dort auch! In wie fern es mit Donaulachsen funktioniert entzieht sich meiner Kenntnis.
Ohne Frage gebe ich dir allerdings auch Recht, das es ohne Querverbauungen natürlich viel besser wäre!
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Mario
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- Rattensack
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Hallo Mario,
wir diskutieren ein bisserl aneinander vorbei. Ich red von nicht anadromen Fischen wie Lachs oder Meerforelle, sondern von reinen süßwasserfischen, die in natürlichen Gewässern aber durchaus weite Wanderungen machen konnten - wie eben der Huchen.
Bei anadromen, sehr schwimmstarken Fischarten ist die Sache natürlich anders - erstens sind die extrem motiviert, ihre Laichgründe zu erreichen (weil sie auch darauf geprägt sind). Sie nehmen auch Fischtreppen mit viel geringeren Wassermengen, höheren Absturzhöhen, höheren Hydraulischen bedingungen etc. in kauf. Der Lebensraum ist nur im Bereich ihrer Laichgründe und dort, wo die Jungfische bis zur smoltifizierung leben, entscheidend - wo sie im zuge der Laichwanderungen durchschwimmen, ist eher zweitrangig.
Es gibt meines Wissens nur ein einziges Beispiel einer Aufstiegshilfe, die nachweislich von adulten Huchen passiert wurde. bei zig anderen trotz gutem Bestand im Unterwasser - nicht funktionsfähig für Huchen.
Ähnlich z.B. mit der Nase.
Beim Donaulachs ist eben weniger das Problem, dass er seine Laich-, Aufwachs-, Fressgründe nicht erreicht, sondern dass es die schlicht nicht oder in zu geringer Qualität und in zu kurzen Strecken gibt.
Drum ist die Errichtung eines neuen KWs, oder sogar die Erneuerung eines bestehenden - wobei gern das Stauziel erhöht und das Unterwasser eingetieft wird, um mehr Fallhöhe zu erreichen - i.d. Regel eine massive Verschlechterung, auch wenn eine mehr oder weniger funktionsfähige Aufstiegshilfe eingebaut wird.
Darum sollten in den Jubel, der immer wieder bei Flutungen von Fischaufstiegen veranstaltet wird, nur dann einstimmen, wenn es um bestehende Querbauwerke geht. Und wenn geprüft wurde, ob nicht eine völlige Entfernung oder Absenkung des Bauwerks eine bessere Alternative gewesen wäre, bei der auch der Lebensraum verbessert werden kann.
Sonst spielen wir den EVUs in die Karten - das ist meine Sorge!
Lg,
Clemens
wir diskutieren ein bisserl aneinander vorbei. Ich red von nicht anadromen Fischen wie Lachs oder Meerforelle, sondern von reinen süßwasserfischen, die in natürlichen Gewässern aber durchaus weite Wanderungen machen konnten - wie eben der Huchen.
Bei anadromen, sehr schwimmstarken Fischarten ist die Sache natürlich anders - erstens sind die extrem motiviert, ihre Laichgründe zu erreichen (weil sie auch darauf geprägt sind). Sie nehmen auch Fischtreppen mit viel geringeren Wassermengen, höheren Absturzhöhen, höheren Hydraulischen bedingungen etc. in kauf. Der Lebensraum ist nur im Bereich ihrer Laichgründe und dort, wo die Jungfische bis zur smoltifizierung leben, entscheidend - wo sie im zuge der Laichwanderungen durchschwimmen, ist eher zweitrangig.
Es gibt meines Wissens nur ein einziges Beispiel einer Aufstiegshilfe, die nachweislich von adulten Huchen passiert wurde. bei zig anderen trotz gutem Bestand im Unterwasser - nicht funktionsfähig für Huchen.
Ähnlich z.B. mit der Nase.
Beim Donaulachs ist eben weniger das Problem, dass er seine Laich-, Aufwachs-, Fressgründe nicht erreicht, sondern dass es die schlicht nicht oder in zu geringer Qualität und in zu kurzen Strecken gibt.
Drum ist die Errichtung eines neuen KWs, oder sogar die Erneuerung eines bestehenden - wobei gern das Stauziel erhöht und das Unterwasser eingetieft wird, um mehr Fallhöhe zu erreichen - i.d. Regel eine massive Verschlechterung, auch wenn eine mehr oder weniger funktionsfähige Aufstiegshilfe eingebaut wird.
Darum sollten in den Jubel, der immer wieder bei Flutungen von Fischaufstiegen veranstaltet wird, nur dann einstimmen, wenn es um bestehende Querbauwerke geht. Und wenn geprüft wurde, ob nicht eine völlige Entfernung oder Absenkung des Bauwerks eine bessere Alternative gewesen wäre, bei der auch der Lebensraum verbessert werden kann.
Sonst spielen wir den EVUs in die Karten - das ist meine Sorge!
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Kanne
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Hallo, ich empfehle zu diesem Thema das Büchlein "Rettet unsere Flüsse" von Dr. Bernd Uhrmeister.
Er ist Kanute, und da beginnt doch für die meisten Fliegenfischer der nächste Konflikt.
Eine Fischtreppe mit funktioniernder Lockströmung und einer Durchlaufmenge bei 100% Niedrigwasser (MNQ) sollte im Moment das Ziel sein, (siehe Weißensand an der Göltzsch, 300l/s sind einen Kampf mit den Behörden schon wert). Ansonsten verweise ich auf den Spruch von Eckat,
die Natur....
Gruß, Lutz
Er ist Kanute, und da beginnt doch für die meisten Fliegenfischer der nächste Konflikt.
Eine Fischtreppe mit funktioniernder Lockströmung und einer Durchlaufmenge bei 100% Niedrigwasser (MNQ) sollte im Moment das Ziel sein, (siehe Weißensand an der Göltzsch, 300l/s sind einen Kampf mit den Behörden schon wert). Ansonsten verweise ich auf den Spruch von Eckat,
die Natur....
Gruß, Lutz
- Gammarus roeseli
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Mario Mende hat folgendes geschrieben: natürlich ist eine Fischtreppe nicht zu 100 % "aufstiegssicher", aber es wird zumindest eine gewisse Durchgängigkeit gegenüber Querverbauungen ohne FT erreicht.
Hallo Mario,
die meisten Flussfische machen mehr oder weniger lange Wanderungen und müssen dabei Querverbauungen überwinden um z.B. an ihre Laichplätze zu gelangen, die meist in den Flussoberläufen oder Nebenbächen liegen. Das klappt an manch einer Fischaufstiegshilfe recht gut. Aber du solltest dir mal die Frage stellen wie diese Fische nach der Hochzeit das Wehr wieder hinunter zu ihren Futterplätzen kommen??? Ich werde es dir sagen!!!
Fische wandern Flussabwärts in den Strömungsreichen tiefen Abschnitten. Ohne Wasserkraftanlage „kein Problem“ einfach übers Wehr, bei einem Wehr mit Wasserkraftanlage einfach durch die Turbinen, mit den entsprechenden Todesraten von bis zu 100 % .
Das Wehr selber ist nicht unbedingt das Problem!!
Jetzt alles klar??? ???
Grüße
Hallo Mario,
die meisten Flussfische machen mehr oder weniger lange Wanderungen und müssen dabei Querverbauungen überwinden um z.B. an ihre Laichplätze zu gelangen, die meist in den Flussoberläufen oder Nebenbächen liegen. Das klappt an manch einer Fischaufstiegshilfe recht gut. Aber du solltest dir mal die Frage stellen wie diese Fische nach der Hochzeit das Wehr wieder hinunter zu ihren Futterplätzen kommen??? Ich werde es dir sagen!!!
Fische wandern Flussabwärts in den Strömungsreichen tiefen Abschnitten. Ohne Wasserkraftanlage „kein Problem“ einfach übers Wehr, bei einem Wehr mit Wasserkraftanlage einfach durch die Turbinen, mit den entsprechenden Todesraten von bis zu 100 % .
Das Wehr selber ist nicht unbedingt das Problem!!
Jetzt alles klar??? ???
Grüße
- Mario Mende / Sachsen
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Moin Clemens,
ich habe mich hier auf die bestehenden Querverbauungen der Gebirgsflüsse bezogen. JEDE neue Anlage ist GIFT und sollte vermieden werden.
@ Gammarus
Im Gebirgsgewässer hat der Aal nichts zu suchen, somit sind die 100% die du erwähnst nicht zu halten. Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird (wer kontrolliert das überhaupt?) denke ich ist die Zahl deutlich geringer. Das Wasser wird ja meist über Zulaufgräben aus dem natürlichen Flussbett gezogen und dort befindet sich ein Rechen davor, die KWKA selbst ist ja weiter entfernt.
Also ich habe noch kein "Häckerle" im Auslaufbereich der KWKA im Erzgebirge gesehen. Fische in den Zulauf/Auslaufgräben schon.
ich habe mich hier auf die bestehenden Querverbauungen der Gebirgsflüsse bezogen. JEDE neue Anlage ist GIFT und sollte vermieden werden.
@ Gammarus
Im Gebirgsgewässer hat der Aal nichts zu suchen, somit sind die 100% die du erwähnst nicht zu halten. Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird (wer kontrolliert das überhaupt?) denke ich ist die Zahl deutlich geringer. Das Wasser wird ja meist über Zulaufgräben aus dem natürlichen Flussbett gezogen und dort befindet sich ein Rechen davor, die KWKA selbst ist ja weiter entfernt.
Also ich habe noch kein "Häckerle" im Auslaufbereich der KWKA im Erzgebirge gesehen. Fische in den Zulauf/Auslaufgräben schon.
Vergräme den Kormoran, nicht den Fisch!
Mario
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- Gammarus roeseli
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Mario Mende: hat Folgendes geschrieben: ich habe mich hier auf die bestehenden Querverbauungen der Gebirgsflüsse bezogen. JEDE neue Anlage ist GIFT und sollte vermieden werden.
Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird (wer kontrolliert das überhaupt?) denke ich ist die Zahl deutlich geringer. Das Wasser wird ja meist über Zulaufgräben aus dem natürlichen Flussbett gezogen und dort befindet sich ein Rechen davor, die KWKA selbst ist ja weiter entfernt.
Hallo Mario,
Du meinst also die Traumhaft schönen Historischen Wassermühlen mit ihren kleinen Wehranlagen, (meist Wirtzhäuser) mit den „Schönen „ recht Fischfreundlichen alten Wasserrädern!!! Dann muss ich dir zustimmen!!!
Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird???
Bitte Bildungslücken schließen:
http://www.fliessgewaesserschutz.de/For ... te1_2.html
www.fliessgewaesserschutz.de
Grüsse an die schöne Elbe
Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird (wer kontrolliert das überhaupt?) denke ich ist die Zahl deutlich geringer. Das Wasser wird ja meist über Zulaufgräben aus dem natürlichen Flussbett gezogen und dort befindet sich ein Rechen davor, die KWKA selbst ist ja weiter entfernt.
Hallo Mario,
Du meinst also die Traumhaft schönen Historischen Wassermühlen mit ihren kleinen Wehranlagen, (meist Wirtzhäuser) mit den „Schönen „ recht Fischfreundlichen alten Wasserrädern!!! Dann muss ich dir zustimmen!!!
Wenn die Rechenbreite von den KWKA-Betreibern eingehalten wird???
Bitte Bildungslücken schließen:
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