So liebe Mitstreiter
An dieser Stelle ist es ,so glaube ich, mal Zeit, unseren Freunden von ausserhalb des Ruhrgebietes eine kleine Einleitung in unser Ruhrpott-Germanisch zu geben,damit sich auch diesen der Genuss unserer feinen Dialoge erschliesst....
Ich liege sicherlich nicht falsch wenn ich behaupte,dass unser sensibler Akzent sich in drei Gruppen aufteilen lässt.
Da wäre zunächst das Ruhrpott-Germanisch ,welches man eher als Regiolekt bezeichnen kann,da es im gesamten Ruhrgebiet verstanden wird. Ein Beispiel aus der Pommesbude (Hochdeutsch=Imbissstube):
"Sind Sie das Schnitzel ?
"Nee - ich bin nur die Pommes-Mayo, dat Schnitzel is meine Frau !"
Alles klar?! War ja noch einfach !
Die nächste Steigerungsform (und dazu muss man mindestens 20Jahre hier gewohnt haben um es auf Anhieb zu verstehen) ist das oben von mir bereits verwendete Beispiel. Zur Verdeutlichung ein weiteres :
Ein Ehepaar geht durch eine Einkaufstrasse,sie ein paar Meter voraus.
ER : "Schatz,weisse watte bis' ?"
Sie: "Nee wat denn"? (In der Hoffnung auf ein Kompliment)
ER : "Deine Absätze am verlieren..."
Und nun Ruhrpott-Germanisch in seiner vollendetsten Form.Diese kann man nicht mehr lernen - die hat man nur wenn man hier geboren wurde und mindestens 20 Jahre Bergbau auf dem Buckel hat !
Aufforderung eines Grossvaters (Oppas) an seinen Enkel im Zoo:
"Tu ma dat Mäh ei !"
Alles klar?! NICHT ??
Ja happt ihr denn noch nie ein Schaf gestreichelt ???
Schönes Wochenende Euch allen und : Tut schomma füa Hamm übn....
Ralli