Unterhandwurf

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Volker Krause
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Unterhandwurf

Ungelesener Beitrag von Volker Krause »

Hallo,
ich möchte den Unterhandwurf erlernen! Ich bin zwar schon langjähriger und erfahrener Fliegenfischer, aber aus Wortdarstellungen kriege ich den Wurf einfach nicht hin! Gibt es irgendwo gutes Anschauungsmaterial zu dem Thema oder einen "Lehrer", ich wohne in der Gegend von Köln, der mir den Wurf beibringen kann?
Für Hilfe wäre ich dankbar!

Gruß Volker
Nicks Herz zog sich zusammen, als die Forelle sich bewegte. Er fühlte all die alten Gefühle.
Ernest Hemingway - Großer doppelherziger Strom
Meiermann

Ungelesener Beitrag von Meiermann »

Hallo Volker,
erstmal die Frage von mir wie möchtest du den sog. Underhandcast erlernen mit der Einhand oder Zweihandrute?!
Mit der Zweihandrute gibt es sicherlich einiges an Anschauungsmaterial, z.B. von den Syrstad Brüdern das Video Modern Fluecasting, hier kommt allerdings fast ausschliesslich der Zweihänder zum Zug, trotzdem mein absoluter Favorit auch wenn ich keine Zweihänder mag.
Dann wäre da noch von Hendrik Mortensen The Perfect Cast auch fast nur Zweihand und auch für meinen Geschmack ziemlich schlecht gemacht, geht in erster Linie um das Fischen an teuren Lachsflüßen auf Island als mehr ums werfen, zumindest empfinde ich es so.
Mit der Einhand z.B. die DVD von Michael Mauri Joy of Flycasting sehr gut gemacht wie ich finde.
Von Mel Krieger gibts auch so einiges an Videos mit der Einhand.
Einen guten Instruktor der dir den richtigen Wurfablauf beibringen kann, findest du sicher hier:
http://www.effa.info/german/instruktore ... aender.htm
hoffe Dir geholfen zu haben.
Ingo Dege

Ungelesener Beitrag von Ingo Dege »

Hallo Volker,

der "Meiermann" hat Dir eigentlich schon den richtigen Link genannt. Du kannst es auch mal bei Rolf Renell versuchen.
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sts
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Ungelesener Beitrag von sts »

Hallo Volker,
für die (Unterhand-)Werferei mit der Zweihand kann ich Dir einen Kurs bei Andre Scholz empfehlen. Andre ist nicht nur einer der sicher besten Zweihandwerfer, er ist auch didaktisch sehr gut.
Auf der Website von Winston (http://www.winstonrods.com) kannst Du ein kurzes Video von ihm sehen.
Soweit ich weiß gibt es in der nächsten Zeit auch einen Kurs in Köln.
Gruß
Stefan
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hallo Volker,
beziehe mich auf altes Posting s. nachfolgend :

"Hallo Michael ,ergänzemnd zu dem was Werner mit Recht geschrieben hat folgendes.es gibt und gab klassische primär erfundene Würfe die zur gegebenen Situation durchaus sinnvoll sind .Beim klassischen Unterhandwurf,die schon von dir genannte 2-Hand Version,die aktive Hand/Arm arbeitet "unter" der Führungshand/Rutenhand.Zum Unterhandwurf mit der Einhandrute gibt es versch. Versionen und Ansichten.
Erworfen oder Erfunden oder zur form gebracht hat ihn Göran Anderson,ein Ankerpunkt ist die Haltung der Rute wobei die Rute im Griff nur gelagert wird zwischen Daumen und Zeigefinger und so die restlichen finger beim wurf eine zusätzliche Impulsbeschleunigung durch Schliessen derselben erreichen.
Entscheidend hierbei ist eine Bewegung im Handgelenk,sonst ja nicht so gewünscht,dadurch erreicht man einen kurzen schnellen "Snap" in der Rutenführung/Stoppunkt.Das zweite ,und damit kombiniert ist die Rollwurfsituation die uns ja normalerweise ausreicht um an hindernissreichen Ufern ohne viel Rückraum zumindest im nahen Bereich noch vernünftig presentieren zu können.Brauchen wir eine grössere Distanz wird diese Rollwurfaufladung(Wassern der Leine vor uns) nicht mehr ausreichen.Jetzt kommt die Paralele zum bekannten "Switchcast",der Unterhandwurf ist also ähnlich auszuführen(hierüber streiten sich die Geister) ,Unterschiede sind in der anderen Rutenhalterung ,der Wahl einer durchgehenderen eher parabolischen Rute möglichst mind. 8 ft.,
dazu kamen von ihm entwickelte Schnurtaper,schusskopfähnliche Schnurprofile welche mit dieser Ruten und Handführung gut gearbeitet haben(s.Loop),dazu ausgefeilte vorfachlängen und Taper,am meisten verwendet und gebraucht jedoch im 2-Handbereich,gute Videos hierzu :Bättre flugfiske mit göran Anderson
oder Hendrik Mortenson -perfect cast (Scierra).
Beste Grüsse ,Rolf

Sollten fragen sein ,gerne jederzeit,
beste Grüsse,Rolf
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 07:36, insgesamt 1-mal geändert.
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helmut herrmann
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Ungelesener Beitrag von helmut herrmann »

Hallo Volker,

in Leverkusen findest Du die Fliegenfischerschule von Harald Grandrath.
Ich kenne ihn seit vielen Jahren und denke, daß er Dir "zur Hand" gehen
kann. Schau nach unter www.kurs-fliegenfischen.de oder rufe ihn an: 0214-69452.

Gruß
Helmut Herrmann
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

@Bernd,nach historischer Definierung ist ein Spey ein Spey und ein Underhand ein Underhand.Versch.Herlkünfte,versch.Anwedung,versch.Ziele,versch. Ausfürungen.
wenn wir es denn klassisch oder dem Grundgedanken her betrachten wollen oder müssen,
beste Grüsse,Rolf
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus!

Bitte kann man endlich mit dem Definitionsschwachsinn aufhören - das artet ja aus, das ist unfassbar!

Wen interessiert's, ob das noch ein Spey oder schon Underhand, Switch, CAD, Roll, Snake, Snap-T oder schlag mich tot Cast ist!

Jeder weiß zumindest grob, um was es geht und den Rest muß man Wasser lernen. Üben, üben, üben...

Und wenn man vor einer Situation am Wasser steht, die es zu lösen gilt, kommt man auf das eine oder andere womöglich von selbst drauf und dabei ist es mir dann erst recht scheissegal "nach wem" der Wurf ausgeführt wurde!

L.G.
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hans ,seh ich genauso.
die Frage vom Anfang ist glaub ich beantwortet.
im Archiv müsste genügend Info sein,auch sehr detaillierte.

@Bernd,ist alles richtig was du schreibst,nicht zuletzt bleibt aber der historische Kern,eine Speyrute bzw. Würfe sind anders ausgeführt worden in der Handhabung und Bedienung.Das(s. mein letztes posting)hat nur für denjenigen Sinn der sich für Entstehung und Historie interessiert .
so etwas ist gut nachzulesen und zu recherchieren.

Was die praktische Fischerei angeht seh ich es so wie Hans,
beste Grüsse ,Rolf
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Eben:
Wenn der Lachs beisst, ist alles egal!
Dachte ich mir eh - wir haben ja schon mal PN's gewechselt zu dem Thema! Ich schiebe übrigens immer noch! :wink:

L.G.
Hans
www.soulfishing.eu
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Meiermann

Ungelesener Beitrag von Meiermann »

@Bernd,

du schreibst,:Seine Rute ist nicht ganz so weich, wie die eines "alten" Speycasters und die Keule der Schnur ist deutlich kürzer.

Die Loop Yellow Line würde ich doch eher als eine weiche Rute bezeichnen und die wird ja auch bei den Händlern als eine Rute angeführt mit der sich gerade die Würfe vom Wasser aus sehr gut ausführen lassen, was grundsätzlich ja nicht falsch ist!
Ich fische selbst solch ein Model und auch damit läßt sich mit einer DT Schnur wunderbar der Speycast ausführen ebenso der Underhandcast mit einer kurzen Keule.
Grundsätzlich schließe ich mich aber der Meinung von Hans an und denke das man die ganze Sache einfach halten sollte, denn ich glaube dem Fisch ist es ganz egal ob ich nun gerade einen Voodo Cast oder sonst etwas werfe, dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Anbisses nicht höher.
Gruß,
Meiermann
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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