Auflagen
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
Auflagen
Hallo,
ich bin gerade bei der Planung für einen kleinen Angelausflug im April.
Bei vielen Gewässern gibt es da ja einige Auflagen. Das ist auch gar kein Problem für mich und viele davon leuchten mir auch ein. Einige jedoch nicht, wie z.B.
- "bis Hakengröße 10"
- "keine Streamer"
Was hat es mit diesen beiden auf sich, bzw. was sind die Gründe dafür?
Danke und Grüße
Fabian
ich bin gerade bei der Planung für einen kleinen Angelausflug im April.
Bei vielen Gewässern gibt es da ja einige Auflagen. Das ist auch gar kein Problem für mich und viele davon leuchten mir auch ein. Einige jedoch nicht, wie z.B.
- "bis Hakengröße 10"
- "keine Streamer"
Was hat es mit diesen beiden auf sich, bzw. was sind die Gründe dafür?
Danke und Grüße
Fabian
- Daniel/Bonn
- Beiträge: 843
- Registriert: 28.09.2006, 11:03
- Wohnort: Bonn
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Diese und ähnliche Beschränkungen sollen die Fische etwas schonen.
Das Verbot der Fischerei mit dem Streamer schränkt die Fischerei außerdem dann noch zusätzlich ein, wenn aufgrund der äußeren Umstände, z.B. hohes und getrübtes Wasser, trocken und mit der Nymphe wenig geht.
Weitere Verbote dieser Art sind: keine Jigs, keine Ei- und Brotfliegen, keine Sinkschnüre...
daniel
Das Verbot der Fischerei mit dem Streamer schränkt die Fischerei außerdem dann noch zusätzlich ein, wenn aufgrund der äußeren Umstände, z.B. hohes und getrübtes Wasser, trocken und mit der Nymphe wenig geht.
Weitere Verbote dieser Art sind: keine Jigs, keine Ei- und Brotfliegen, keine Sinkschnüre...
daniel
RheinischerFliegenfischerStammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
Danke, Daniel!Daniel/Bonn hat geschrieben:Diese und ähnliche Beschränkungen sollen die Fische etwas schonen.
Das Verbot der Fischerei mit dem Streamer schränkt die Fischerei außerdem dann noch zusätzlich ein, wenn aufgrund der äußeren Umstände, z.B. hohes und getrübtes Wasser, trocken und mit der Nymphe wenig geht.
Weitere Verbote dieser Art sind: keine Jigs, keine Ei- und Brotfliegen, keine Sinkschnüre...
daniel
Dass es die Fische schonen soll, ist klar! Aber warum schont ein kleinerer Haken mehr als ein größerer?
Grüße
Fabian
- hares ear
- Beiträge: 610
- Registriert: 29.09.2006, 14:11
- Wohnort: Fishtown
- Hat sich bedankt: 12 Mal
- Danksagung erhalten: 7 Mal
Hallo Fabian,
bei uns am Wasser gibt es solche Auflagen in bestimmten Streckenteilen um den Beifang von zum Beispiel Hechten während der Schonzeit einzuschränken. Ob es hilft wage ich zu bezweifeln. Bei untermassigen Forellen kann man denke ich ja nachdem wie der Haken fasst mit einem grossen Haken schon mehr Schaden anrichten wie mit einem kleinen (mit upside down Streamern wie einem deep clouse minnow oder einem grossen Jig muss schon mal ein Auge dran glauben). Ich denke allerdings, dass solche Massnahmen auch keine 100 %ige Garantie für die Schonung bieten, auch kleine haken werden gelegentlich tief genommen und Blut beim Lösen des Fisches ist nur zu verhindern, wenn Du Dich von der Fliege trennst und das Vorfach abschneidest. Wenn es die letzte Fängige ist oder Du sie teuer kaufst fällt so eine Entscheidung natürlich schwer,
TL
Florian
bei uns am Wasser gibt es solche Auflagen in bestimmten Streckenteilen um den Beifang von zum Beispiel Hechten während der Schonzeit einzuschränken. Ob es hilft wage ich zu bezweifeln. Bei untermassigen Forellen kann man denke ich ja nachdem wie der Haken fasst mit einem grossen Haken schon mehr Schaden anrichten wie mit einem kleinen (mit upside down Streamern wie einem deep clouse minnow oder einem grossen Jig muss schon mal ein Auge dran glauben). Ich denke allerdings, dass solche Massnahmen auch keine 100 %ige Garantie für die Schonung bieten, auch kleine haken werden gelegentlich tief genommen und Blut beim Lösen des Fisches ist nur zu verhindern, wenn Du Dich von der Fliege trennst und das Vorfach abschneidest. Wenn es die letzte Fängige ist oder Du sie teuer kaufst fällt so eine Entscheidung natürlich schwer,
TL
Florian
Fisch ist mein Leben
- Daniel/Bonn
- Beiträge: 843
- Registriert: 28.09.2006, 11:03
- Wohnort: Bonn
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Danke Florian. Dass die grossen Haken - vr allem bei Jigs - erne mal durchs Auge gehen, wird auch in diesem Forum gerne bestritten.
Ich denke aber, dass es neben dem Schutz vor Verletzungen durch grosse Haken auch darum geht, Streamer (oder andere Großfliegen) zu verbieten, um die großen Fische des Reviers im Wasser zu lassen.
daniel
Ich denke aber, dass es neben dem Schutz vor Verletzungen durch grosse Haken auch darum geht, Streamer (oder andere Großfliegen) zu verbieten, um die großen Fische des Reviers im Wasser zu lassen.
daniel
RheinischerFliegenfischerStammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
-
Maggov
- Moderator
- Beiträge: 5549
- Registriert: 28.09.2006, 14:21
- Wohnort: München
- Hat sich bedankt: 308 Mal
- Danksagung erhalten: 401 Mal
Hallo,
dass mit dem Verbot von grossen Fliegen das Fangen von grossen Bachforellen vermieden werden soll halte ich für etwas spekulativ.
Ich denke es geht primär um die Gefahr des (bereits erwähnten) Hakens von Augen und Verangelns von Kleinfischen. Eine 20-er Forelle stürzt sich schon mal gerne kamikaze-mässig auf einen Streamer und wenn dann der 4-er Haken etwas tiefer sitzt ist es mit ihr geschehen...
Ein weiterer Aspekt ist, dass ein grosser Haken zwangsläufig auch eine grössere Verletzung bedeutet (alleine aufgrund des Durchmessers des Haken, der Breite der Spitze & des Widerhakens sowie der Hebel, der im Drill über den Zug ausgeübt wird). Grössere Verletzungen bedeuten auch niedirgere Überlebensraten bei zurückgesetzten (Jung)Fischen.
Das Schonen von Hechten in Salmonidengewässern ist relativ selten - hört sich allerdings nach einem Verein oder Bewirtschafter an der auf Vielfalt wert legt - Respekt.
Viele Grüsse
Markus
dass mit dem Verbot von grossen Fliegen das Fangen von grossen Bachforellen vermieden werden soll halte ich für etwas spekulativ.
Ich denke es geht primär um die Gefahr des (bereits erwähnten) Hakens von Augen und Verangelns von Kleinfischen. Eine 20-er Forelle stürzt sich schon mal gerne kamikaze-mässig auf einen Streamer und wenn dann der 4-er Haken etwas tiefer sitzt ist es mit ihr geschehen...
Ein weiterer Aspekt ist, dass ein grosser Haken zwangsläufig auch eine grössere Verletzung bedeutet (alleine aufgrund des Durchmessers des Haken, der Breite der Spitze & des Widerhakens sowie der Hebel, der im Drill über den Zug ausgeübt wird). Grössere Verletzungen bedeuten auch niedirgere Überlebensraten bei zurückgesetzten (Jung)Fischen.
Das Schonen von Hechten in Salmonidengewässern ist relativ selten - hört sich allerdings nach einem Verein oder Bewirtschafter an der auf Vielfalt wert legt - Respekt.
Viele Grüsse
Markus
- sedge111
- Beiträge: 590
- Registriert: 29.09.2006, 08:13
- Wohnort: im Weltkulturerbe
- Hat sich bedankt: 9 Mal
- Danksagung erhalten: 12 Mal
Hallo,
dass ein Streamerverbot auch(!) der Schonung der Forellen (Haken in Augennähe, Verletzung durch relativ großen Haken....) dient ist mE unbestreitbar. Jedoch bin ich mir absolut sicher, dass in vielen Tageskartengewässern (zB. Heger-Traun) das Streamerverbot hauptsächlich einen Grund hat:
Es sollen einfach nicht zu viele und zu große Fische gefangen werden!!! Punkt!
Wenn man sich alleine die nicht selten mit dem Streamerverbot einhergehenden Verbote (Keine Sinkschnüre, Keine Zusatzbeschwerung.....) betrachtet wird einem sehr schnell klar, dass hier nicht primär die Schonung der Fische im Vordergrund steht.
Ob das Fischen mit "Jig-Bomben", "Streamerblinkern" usw. noch unseren Fliegenfischeridealen enspricht, will ich mal aussen vor lassen (wurde ja schon an anderer Stelle hier im Forum sehr kontrovers diskutiert!).
Ich finde es aber ein wenig scheinheilig, wenn von Gewässerbewirtschaftern (im wahrsten Sinne des Wortes) derartige Verbote unter dem Deckmäntelchen der Fischschonung verkauft werden, aber auf der anderen Seite die Gewässer sehr häufig zum Großteil mit fangfähigen Attraktivitätsbesatz "zugemüllt" werden.
Grüße!
Tom
dass ein Streamerverbot auch(!) der Schonung der Forellen (Haken in Augennähe, Verletzung durch relativ großen Haken....) dient ist mE unbestreitbar. Jedoch bin ich mir absolut sicher, dass in vielen Tageskartengewässern (zB. Heger-Traun) das Streamerverbot hauptsächlich einen Grund hat:
Es sollen einfach nicht zu viele und zu große Fische gefangen werden!!! Punkt!
Wenn man sich alleine die nicht selten mit dem Streamerverbot einhergehenden Verbote (Keine Sinkschnüre, Keine Zusatzbeschwerung.....) betrachtet wird einem sehr schnell klar, dass hier nicht primär die Schonung der Fische im Vordergrund steht.
Ob das Fischen mit "Jig-Bomben", "Streamerblinkern" usw. noch unseren Fliegenfischeridealen enspricht, will ich mal aussen vor lassen (wurde ja schon an anderer Stelle hier im Forum sehr kontrovers diskutiert!).
Ich finde es aber ein wenig scheinheilig, wenn von Gewässerbewirtschaftern (im wahrsten Sinne des Wortes) derartige Verbote unter dem Deckmäntelchen der Fischschonung verkauft werden, aber auf der anderen Seite die Gewässer sehr häufig zum Großteil mit fangfähigen Attraktivitätsbesatz "zugemüllt" werden.
Grüße!
Tom
Fliegenfischen,
ist das nicht eine Art mit Insektenimitaten auf Forellen und Co zu fischen, oder hab ich da was falsch verstanden?
Natürlich kann man jedes Gewässer mit Streamer beackern, ist gerade im Frühjahr bei hohen angetrübten Wasser die erfolgreichste Methode.
Muß das aber immer so sein?
Es gibt doch keine schöner Art der Fischerei wie einen ausgemachten Fische mit Nymphe oder Trockenfliege (und was es sonst noch so alles dazwischen gibt) zu überlisten.
Und da sollte das fischereiliche Können ausreichen, ohne Jig-Bomben, Streamer, "Brotfliegen", "Eifliegen" oder sonstigen Schweinereien das Ziel zu erreichen.
Wenn das nicht der Fall ist, kann man den Fisch ja noch 2-3 Jahre Schonfrist gönnen bis man für ihn "Reif" ist.
Beste Grüße
Stefan
ist das nicht eine Art mit Insektenimitaten auf Forellen und Co zu fischen, oder hab ich da was falsch verstanden?
Natürlich kann man jedes Gewässer mit Streamer beackern, ist gerade im Frühjahr bei hohen angetrübten Wasser die erfolgreichste Methode.
Muß das aber immer so sein?
Es gibt doch keine schöner Art der Fischerei wie einen ausgemachten Fische mit Nymphe oder Trockenfliege (und was es sonst noch so alles dazwischen gibt) zu überlisten.
Und da sollte das fischereiliche Können ausreichen, ohne Jig-Bomben, Streamer, "Brotfliegen", "Eifliegen" oder sonstigen Schweinereien das Ziel zu erreichen.
Wenn das nicht der Fall ist, kann man den Fisch ja noch 2-3 Jahre Schonfrist gönnen bis man für ihn "Reif" ist.
Beste Grüße
Stefan






