Angler und Natur
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Horst S.
Angler und Natur
Liebe Fliegenfischer,
es ist ganz schön viel Arbeit alles zu lesen was hier mal geschrieben wurde. Mit der Abteilung Rezepte war ich schnell durch aber alles andere ist noch viel Arbeit. Ich habe etwas hin und her überlegt ob ich nochmal schreibe weil mansche mit mir etwas unzufrieden sind. Jetzt ist mir aber wieder eine Frage aufgetaucht und ich platze bald wenn ich die nicht frage. Auch ist das keine Frage für den Stammtisch weil da nur wenige Meinungen dazu sind und ich gerne viele hätte. Wenn ich in den Lebenseinstellungen und anders wo lese, denke ich immer das die Fliegenfischer die guten sind am Wasser und alles richtig machen, wie die Natur es will. Einer hat mir ja auch geschrieben ich soll nicht an Ruten denken sondern erst mal nicht durch Laichbetten gehen. Dabei wollte ich eigentlich gar nicht ins Wasser gehen. Auch wenn ich meine Prüfung habe.
Wenn ich hier lese was man als Fliegenfischer alles kaput machen kann, habe ich mich gefragt ob es nicht besser ist Ansitzangler zu sein weil man auch wenig am Ufer trampelt wo ja Vögel liegen können und vielleicht auch bedrohte Pflanzen? Was ich auch leider lesen musste war, daß die Fische die man als Fliegenfischer so fängt ja auch nicht mehr oft im Wasser vorkommen. Die Äsche ist fast weg und Forellen werden kaum noch frei geboren. So beim schreiben bin ich mir jetzt auch nicht mehr so sicher ob das überhapt eine Frage ist ob der Ansitzangler besser für die Umwelt ist als der Fliegenfischer? Oder Angelr überhaupt?
Euer Horst
es ist ganz schön viel Arbeit alles zu lesen was hier mal geschrieben wurde. Mit der Abteilung Rezepte war ich schnell durch aber alles andere ist noch viel Arbeit. Ich habe etwas hin und her überlegt ob ich nochmal schreibe weil mansche mit mir etwas unzufrieden sind. Jetzt ist mir aber wieder eine Frage aufgetaucht und ich platze bald wenn ich die nicht frage. Auch ist das keine Frage für den Stammtisch weil da nur wenige Meinungen dazu sind und ich gerne viele hätte. Wenn ich in den Lebenseinstellungen und anders wo lese, denke ich immer das die Fliegenfischer die guten sind am Wasser und alles richtig machen, wie die Natur es will. Einer hat mir ja auch geschrieben ich soll nicht an Ruten denken sondern erst mal nicht durch Laichbetten gehen. Dabei wollte ich eigentlich gar nicht ins Wasser gehen. Auch wenn ich meine Prüfung habe.
Wenn ich hier lese was man als Fliegenfischer alles kaput machen kann, habe ich mich gefragt ob es nicht besser ist Ansitzangler zu sein weil man auch wenig am Ufer trampelt wo ja Vögel liegen können und vielleicht auch bedrohte Pflanzen? Was ich auch leider lesen musste war, daß die Fische die man als Fliegenfischer so fängt ja auch nicht mehr oft im Wasser vorkommen. Die Äsche ist fast weg und Forellen werden kaum noch frei geboren. So beim schreiben bin ich mir jetzt auch nicht mehr so sicher ob das überhapt eine Frage ist ob der Ansitzangler besser für die Umwelt ist als der Fliegenfischer? Oder Angelr überhaupt?
Euer Horst
- pehers
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Servus!
Ich glaube, dass das berechtigte Einwände sind, die Du da vorbringst. Ich bin allerdings der Meinung, dass Du daraus einen falschen Schluß ziehst. Dass man vieles kaputt machen kann beim Fischen, bedeutet nicht damit aufhören zu müssen! Es bedeutet nur den Auftrag und die Verpflichtung die Fischerei verantwortungsvoll auszuüben.
Jetzt werden zwar wieder einige über mich alten Snob herfallen, aber egal: Ich bin deshalb bei der Fliegenfischerei hängen geblieben, weil es erst diese Art der Fischerei war, die mir für solche Zusammenhänge die Augen geöffnet hat und ich im Kreis der Fliegenfischer Kollegen gefunden habe, die meine Einstellung teilen und die auch aufmerksam sind! Ohne ein Pauschalurteil fällen zu wollen, ist mein subjektiver Eindruck, dass diese Einstellung eher bei der Fliegenfischerei zu Hause ist, als wo anders, weil die Fischerei mit künstlichen Fliegen zumindest ein bisschen mehr Rundumwissens und des Willens Werfen zu lernen bedarf. Zum Glück gibt's beim Fliegenfischen keine Setzkescher!
Gerade das Wandern an einem Fluß mit der Fliegenrute in der Hand und das Beobachten des Gewässers und der Umgebung - über einen Ansitz hinaus - macht einen an Erfahrungen reichhaltigen Tag aus, der bei der nötigen Vorsicht und Umsicht keine Gefahr für die Bewohner in und um den Fluss darstellt.
Ich habe zwar sicher nicht alle Aspekte, die mir noch einfallen würden, hier aufgezählt, aber das ist ja ein Forum - da kommen schon andere!
L.G.
Hans
Ich glaube, dass das berechtigte Einwände sind, die Du da vorbringst. Ich bin allerdings der Meinung, dass Du daraus einen falschen Schluß ziehst. Dass man vieles kaputt machen kann beim Fischen, bedeutet nicht damit aufhören zu müssen! Es bedeutet nur den Auftrag und die Verpflichtung die Fischerei verantwortungsvoll auszuüben.
Jetzt werden zwar wieder einige über mich alten Snob herfallen, aber egal: Ich bin deshalb bei der Fliegenfischerei hängen geblieben, weil es erst diese Art der Fischerei war, die mir für solche Zusammenhänge die Augen geöffnet hat und ich im Kreis der Fliegenfischer Kollegen gefunden habe, die meine Einstellung teilen und die auch aufmerksam sind! Ohne ein Pauschalurteil fällen zu wollen, ist mein subjektiver Eindruck, dass diese Einstellung eher bei der Fliegenfischerei zu Hause ist, als wo anders, weil die Fischerei mit künstlichen Fliegen zumindest ein bisschen mehr Rundumwissens und des Willens Werfen zu lernen bedarf. Zum Glück gibt's beim Fliegenfischen keine Setzkescher!
Gerade das Wandern an einem Fluß mit der Fliegenrute in der Hand und das Beobachten des Gewässers und der Umgebung - über einen Ansitz hinaus - macht einen an Erfahrungen reichhaltigen Tag aus, der bei der nötigen Vorsicht und Umsicht keine Gefahr für die Bewohner in und um den Fluss darstellt.
Ich habe zwar sicher nicht alle Aspekte, die mir noch einfallen würden, hier aufgezählt, aber das ist ja ein Forum - da kommen schon andere!
L.G.
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Servus Horst,
Deine Ansicht mit dem Ansitzangler gefällt mir.
Beide Angelarten haben ihre Berechtigung und beide könnten voneinander lernen.
Der Fliegenfischer:
indem er nicht wie eine Walze durchs Wasser rast oder durch den Uferbewuchs kriecht.
Auch hin und wieder die Gelassenheit eines Ansitzanglers annimmt.
Auch mal irgendwo ruhig sitzenbleibt und die Natur beobachtet.
Der Ansitzangler:
mal mit Kunstköder also ohne Lebendköder (auch Wurm, Maden...) fischt.
Ohne Wiederhaken fischt. Kann man auch als Ansitzangler!
Etwas gefühlvoller drillt.
Den Fisch nicht mit der Rute aus dem Wasser hebt.
Es gibt bestimmt noch mehr Gründe für den einen oder den Anderen. Das soll nur ein Denkanstoss sein.
Deine Ansicht mit dem Ansitzangler gefällt mir.
Beide Angelarten haben ihre Berechtigung und beide könnten voneinander lernen.
Der Fliegenfischer:
indem er nicht wie eine Walze durchs Wasser rast oder durch den Uferbewuchs kriecht.
Auch hin und wieder die Gelassenheit eines Ansitzanglers annimmt.
Auch mal irgendwo ruhig sitzenbleibt und die Natur beobachtet.
Der Ansitzangler:
mal mit Kunstköder also ohne Lebendköder (auch Wurm, Maden...) fischt.
Ohne Wiederhaken fischt. Kann man auch als Ansitzangler!
Etwas gefühlvoller drillt.
Den Fisch nicht mit der Rute aus dem Wasser hebt.
Es gibt bestimmt noch mehr Gründe für den einen oder den Anderen. Das soll nur ein Denkanstoss sein.
Entnimm der Natur nur das was Du brauchst und verwende möglichst alles was Du ihr entnommen hast.
Gruß salmerino
Gruß salmerino
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Werner48
Hallo Horst,
"das die Fliegenfischer die guten sind am Wasser"
das sind sie ganz sicher nicht.
Allerdings vertrete ich die "ketzerische" Ansicht, dass die durch Angler angerichteten "Zerstörungen" im Verhältnis zu den "unvermeidlichen" Zerstörungen durch unsere industrielle Zivilisation verschwindend gering sind.
Der Schaden an Laichbetten, der auf das Konto von Anglern geht, dürfte im Verhältnis zum Schaden durch Hochwässer in etwa dem entsprechen, was die Raucher zur allgmeinen Luftverschmutzung beitragen im Verhältnis zu den Abgasen der Industrie.
Zu meiner Zeit als Ansitzangler hatte ich mehr Muße, die Natur still zu genießen. Diese Ruhe fehlt mir beim Fliegenfischen manchmal.
"das die Fliegenfischer die guten sind am Wasser"
das sind sie ganz sicher nicht.
Allerdings vertrete ich die "ketzerische" Ansicht, dass die durch Angler angerichteten "Zerstörungen" im Verhältnis zu den "unvermeidlichen" Zerstörungen durch unsere industrielle Zivilisation verschwindend gering sind.
Der Schaden an Laichbetten, der auf das Konto von Anglern geht, dürfte im Verhältnis zum Schaden durch Hochwässer in etwa dem entsprechen, was die Raucher zur allgmeinen Luftverschmutzung beitragen im Verhältnis zu den Abgasen der Industrie.
Zu meiner Zeit als Ansitzangler hatte ich mehr Muße, die Natur still zu genießen. Diese Ruhe fehlt mir beim Fliegenfischen manchmal.
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Horst S.
Lieber Hans, salmerino und Werner,
Das sind wieder mal meine Probleme auf den Punkt zu landen. Ich glaube auch, dass Fliegenfischer wenig kaput machen oder das glauben. Blos die Ansitzangler reden weniger davon und sind vielleicht auch nicht schlechter als Naturfreunde. Zum Beispiel ein guter Jagdhund macht im Wald eigentlich nichts kaput. Ich meine der zertritt nichts und bricht selten was ab. Ich könnte also sagen mein Hund schont den Wald. In Wirklichkeit könnte es aber sein, dass er Vögel beim Brutgeschäft verscheucht und die Brut geht ein. Das sieht keiner aber richtig ist das nicht blos weil keiner das sieht. Besser ist es den Hund dann an der Leine zu halten oder ihn streng auf dem Weg zu halten. Deshalb will ich auch nicht ins Wasser. Der Preis ist das ich wenig fange. Auch gut. Auch für den Fisch.
Das stimmt, Werner, die Industrie macht schon schlimme Sachen. Jetzt sagen aber die Fliegenfischer, wir machen ganz wenig. Die Hundehalter sagen das auch. Dann kommen die Reiter und Jäger, die sagen auch wieder, wir machen ganz wenig. Weiter geht es mit den Mountenbikern, den Läufern, den Bergsteigern und da fallen mir die Snowborder ein. Alle machen wenig und am Ende ist es viel. Es soll keiner denken: Horst der alte Spassverderber. Ich sehe es so, wenn ich nichts mehr kaput mache bin ich tot. Ich glaube auch, dass Fliegenfischer draussen gut aufpassen und das es auch nichts bringt nicht mehr zu angeln. Wer würde denn sonst merken, dass was am Wasser nicht stimmt. Da habe ich mir gedacht Ansitzangeln ist auch nicht schlecht und ich glaube auch wenn man die Augen geöffnet haben will passiert das bei vielen Sachen.
An Werner muss ich noch Fragen, wieso dir die Ruhe fehlt und den Hans will ich fragen warum man ein Snob ist wenn man wach sein möchte?
Euer Horst
Das sind wieder mal meine Probleme auf den Punkt zu landen. Ich glaube auch, dass Fliegenfischer wenig kaput machen oder das glauben. Blos die Ansitzangler reden weniger davon und sind vielleicht auch nicht schlechter als Naturfreunde. Zum Beispiel ein guter Jagdhund macht im Wald eigentlich nichts kaput. Ich meine der zertritt nichts und bricht selten was ab. Ich könnte also sagen mein Hund schont den Wald. In Wirklichkeit könnte es aber sein, dass er Vögel beim Brutgeschäft verscheucht und die Brut geht ein. Das sieht keiner aber richtig ist das nicht blos weil keiner das sieht. Besser ist es den Hund dann an der Leine zu halten oder ihn streng auf dem Weg zu halten. Deshalb will ich auch nicht ins Wasser. Der Preis ist das ich wenig fange. Auch gut. Auch für den Fisch.
Das stimmt, Werner, die Industrie macht schon schlimme Sachen. Jetzt sagen aber die Fliegenfischer, wir machen ganz wenig. Die Hundehalter sagen das auch. Dann kommen die Reiter und Jäger, die sagen auch wieder, wir machen ganz wenig. Weiter geht es mit den Mountenbikern, den Läufern, den Bergsteigern und da fallen mir die Snowborder ein. Alle machen wenig und am Ende ist es viel. Es soll keiner denken: Horst der alte Spassverderber. Ich sehe es so, wenn ich nichts mehr kaput mache bin ich tot. Ich glaube auch, dass Fliegenfischer draussen gut aufpassen und das es auch nichts bringt nicht mehr zu angeln. Wer würde denn sonst merken, dass was am Wasser nicht stimmt. Da habe ich mir gedacht Ansitzangeln ist auch nicht schlecht und ich glaube auch wenn man die Augen geöffnet haben will passiert das bei vielen Sachen.
An Werner muss ich noch Fragen, wieso dir die Ruhe fehlt und den Hans will ich fragen warum man ein Snob ist wenn man wach sein möchte?
Euer Horst
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Werner48
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wieso dir die Ruhe fehlt - pehers
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Servus Horst!
Meine Meinung, dass vor allem Fliegenfischer eine besonders wachsame und schonende Einstellung an den Tag legen, wird oft als "Fliegenfischer Snobismus" verstanden und daher von vielen Forumsteilnehmern hier peinlich genau vermieden!
Ich sehe das aber so, auch wenn es unter uns ganz dunkel schwarze Schafe gibt!
Auch wenn ich ein Gegner des Watens und vor allem der Wathose bin: Ganz ohne wirst Du nicht auskommen!
Wenn ich einräume, dass das Ansitzangeln vom Umgang mit dem Raumangebot her eine schonende Art zu fischen ist, möchte ich dem entgegen halten, dass dann meist mit Naturködern gefischt wird, die es immer mit sich bringen, viele Fische zu verangeln, weil sie den Köder zu tief schlucken! Nur ein Beispiel.
Beste Grüße,
Hans
Meine Meinung, dass vor allem Fliegenfischer eine besonders wachsame und schonende Einstellung an den Tag legen, wird oft als "Fliegenfischer Snobismus" verstanden und daher von vielen Forumsteilnehmern hier peinlich genau vermieden!
Ich sehe das aber so, auch wenn es unter uns ganz dunkel schwarze Schafe gibt!
Auch wenn ich ein Gegner des Watens und vor allem der Wathose bin: Ganz ohne wirst Du nicht auskommen!
Wenn ich einräume, dass das Ansitzangeln vom Umgang mit dem Raumangebot her eine schonende Art zu fischen ist, möchte ich dem entgegen halten, dass dann meist mit Naturködern gefischt wird, die es immer mit sich bringen, viele Fische zu verangeln, weil sie den Köder zu tief schlucken! Nur ein Beispiel.
Beste Grüße,
Hans
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Ralph Hertling
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Moin zusammen!!
Grundsätzlich finde ich es gut und richtig diese Fragen die "Horst" bewegen zu stellen.
Man kann diese Fragen auf eine grundsätzliche Daseinsproblematik zivilsationsphilosophischer Art zurück führen.
Radikal gesprochen darfst Du dann gar nicht weiter denken, denn durch Deine bloße Anwesenheit in diesem Universum "schädigst" Du alles und jeden Mögliche(n).
Unterm Strich kannst Du eigentlich nicht "falsch" machen, vollkommen unbetrachtet dessen was Du "bist", denn Du bist, ob "gut" oder "böse", immer ein Teil des Ganzen.
Niemandem bleibt es erspart seine indiviuelle Betrachtungs- und Lebensweise zu entwickeln.
Der Horst, der ist schon Einer ... ich würde ihn wirklich gerne mal kennen lernen, oder Jemanden der ihn kennt!!!
TL
Ralph
Grundsätzlich finde ich es gut und richtig diese Fragen die "Horst" bewegen zu stellen.
Man kann diese Fragen auf eine grundsätzliche Daseinsproblematik zivilsationsphilosophischer Art zurück führen.
Radikal gesprochen darfst Du dann gar nicht weiter denken, denn durch Deine bloße Anwesenheit in diesem Universum "schädigst" Du alles und jeden Mögliche(n).
Unterm Strich kannst Du eigentlich nicht "falsch" machen, vollkommen unbetrachtet dessen was Du "bist", denn Du bist, ob "gut" oder "böse", immer ein Teil des Ganzen.
Niemandem bleibt es erspart seine indiviuelle Betrachtungs- und Lebensweise zu entwickeln.
Der Horst, der ist schon Einer ... ich würde ihn wirklich gerne mal kennen lernen, oder Jemanden der ihn kennt!!!
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Ralph
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Hans.
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Hallo Horst,
es gibt in der Mongolei immer noch Wanderhirten, die so viel Ehrfurcht vor der Erde haben, das sie den Boden nicht aufreißen mögen. Sie könnten niemals Bauern werden und Ackerbau betreiben. Und Ihre Zelte pflocken sie nur an, wenn es durch drohenden Sturm unumgänglich ist.
Die australischen Ureinwohner haben sich auch so verhalten, dass die Erde keinen Schaden genommen hat, Indianer und andere Ureinwohner auf den Kontinenten auch.
Aber alles, was danach gekommen ist, kann nicht leben, ohne der Erde einen gewissen Schaden zuzufügen. Das ist der Rauswurf aus dem Paradies!
Das soll jetzt keine Entschuldigung sein. Die Frage, wie wir mit unserer Erde umgehen, muss aber jeder ganz für sich in Eigenverantwortung klären. Eine verdammt schwere Frage.
---
Natürlich muß ich als Fliegenfischer nicht ins Wasser gehen, aber um ans Wasser zu kommen, habe ich mein Auto benutzt und die Luft verschmutzt. Und in welche Verstrickungen begebe ich mich allein dadurch, das ich zu den Menschen gehöre, die Sprit kaufen und verbrauchen. Was hängt da alles drann, verseuchte Landschaften besonders in Russland, Meeresverschmutzung, Luftverschmutzung, bis hin zum Blut von Soldaten, Kämpfern, Frauen, Kindern, das im Wüstensand versickert.
---
Aber gut, das Du diese Frage stellst.
Grüße
Hans
es gibt in der Mongolei immer noch Wanderhirten, die so viel Ehrfurcht vor der Erde haben, das sie den Boden nicht aufreißen mögen. Sie könnten niemals Bauern werden und Ackerbau betreiben. Und Ihre Zelte pflocken sie nur an, wenn es durch drohenden Sturm unumgänglich ist.
Die australischen Ureinwohner haben sich auch so verhalten, dass die Erde keinen Schaden genommen hat, Indianer und andere Ureinwohner auf den Kontinenten auch.
Aber alles, was danach gekommen ist, kann nicht leben, ohne der Erde einen gewissen Schaden zuzufügen. Das ist der Rauswurf aus dem Paradies!
Das soll jetzt keine Entschuldigung sein. Die Frage, wie wir mit unserer Erde umgehen, muss aber jeder ganz für sich in Eigenverantwortung klären. Eine verdammt schwere Frage.
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Natürlich muß ich als Fliegenfischer nicht ins Wasser gehen, aber um ans Wasser zu kommen, habe ich mein Auto benutzt und die Luft verschmutzt. Und in welche Verstrickungen begebe ich mich allein dadurch, das ich zu den Menschen gehöre, die Sprit kaufen und verbrauchen. Was hängt da alles drann, verseuchte Landschaften besonders in Russland, Meeresverschmutzung, Luftverschmutzung, bis hin zum Blut von Soldaten, Kämpfern, Frauen, Kindern, das im Wüstensand versickert.
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Aber gut, das Du diese Frage stellst.
Grüße
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
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Forstie
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Hallo zusammen,
ich möchte auch noch einen weiteren Punkt ansprechen, den Horst in seiner Frage ansprach.
Ich denke gerade daß Fliegenfischer Arten befischen, die nicht mehr so häufig vorkommen, ist ein Vorteil für diese Fischarten.
Gerade durch unser Interesse an diesem Fisch, wie z.B. der Äsche, liegt uns sehr viel daran, diese Fischarten auch weiterhin in unseren Gewässern zu erhalten.
Ich bin mir ziemlich sicher daß es in manchen Gewässern manche Fischarten schon garnicht mehr gäbe, wenn Fliegenfischer (und natürlich auch "normale" Angler) sich nicht so sehr für diese Arten einsetzen würden.
Denn wenn solche Arten auszusterben drohen, dann sicherlich zu einem verschwindend geringen Protzentsatz wegen uns Fliegenfischern.
Und nebenbei erwähnt habe ich seltenst in anderen Fischerkreisen so viele Leute getroffen, die sich so sehr und häufig Gedanken um Gewässerökologie, Artenschutz oder die Pflege eines Gewässers an sich gemacht haben.
Ich denke, unter Fliegenfischern zu sein ist sicher nicht die schlechteste Lösung...
Gruß Martin
ich möchte auch noch einen weiteren Punkt ansprechen, den Horst in seiner Frage ansprach.
Ich denke gerade daß Fliegenfischer Arten befischen, die nicht mehr so häufig vorkommen, ist ein Vorteil für diese Fischarten.
Gerade durch unser Interesse an diesem Fisch, wie z.B. der Äsche, liegt uns sehr viel daran, diese Fischarten auch weiterhin in unseren Gewässern zu erhalten.
Ich bin mir ziemlich sicher daß es in manchen Gewässern manche Fischarten schon garnicht mehr gäbe, wenn Fliegenfischer (und natürlich auch "normale" Angler) sich nicht so sehr für diese Arten einsetzen würden.
Denn wenn solche Arten auszusterben drohen, dann sicherlich zu einem verschwindend geringen Protzentsatz wegen uns Fliegenfischern.
Und nebenbei erwähnt habe ich seltenst in anderen Fischerkreisen so viele Leute getroffen, die sich so sehr und häufig Gedanken um Gewässerökologie, Artenschutz oder die Pflege eines Gewässers an sich gemacht haben.
Ich denke, unter Fliegenfischern zu sein ist sicher nicht die schlechteste Lösung...
Gruß Martin
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