WF oder Schusskopf

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Bernd Ziesche

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Tobsn
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An diesen Tagen wird das Werfen mit dem Schußkopf für die meisten Werfer schwierig in Punkto Schnurstreckung.
Stimmt, aber auch hier kann man sich mit Tricks behelfen, indem man einfach nur so viel Runningline von der Rolle zieht, das der Wurf zum Schluss von der Rolle gebremst wird. Durch dieses "in die Rolle werfen", wird die Schnur noch im Flug gestoppt und das Vorfach streckt sich. Funktioniert sogar, hab ich aber auch erst lernen müssen.

T[/list]
Hells-Angler

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Funktioniert sogar, hab ich aber auch erst lernen müssen.

Stimmt Hase:-)

Cheerio
Jan
Superpupa
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Hallo Sören,

ich bin begeisterter Meerforellenfischer und fische seit vielen Jahren an der Küste. Anfangs hatte ich auch einen Schußkopf benutzt, merkte aber schnell, dass mir das überhaupt nicht zusagt.

Das Geklöter wenn die Verbindung zwischen Schußkopf und Runningline durch die Ringe holpert ging mir ziemlich auf den Geist und das Werfen war mir viel zu Hau-Ruck-mäßig.

Ich benutze seither eine Teeny WF und bin hochzufrieden. Beim Fischen strippe ich sie ein bis ich sehen kann, ob ein Fisch der Fliege folgt. Falls nicht (also so gut wie immer) schlenze ich dann die Schnur mit einem angedeuteten Switch Cast nach vorne, mache einen Leerwurf und lasse schießen. Also auch nicht mehr Action als mit einem Schußkopf!

Die Lüge Nummer 1 beim Meerforellenfischen ist meiner Meinung nach die, dass man weit werfen muß und die Präsentation vernachlässigen kann. Oft stehen die Fische im knietiefen Wasser direkt unter Land. In dem Fall ist eine vorsichtige Präsentation der Schlüssel zum Erfolg. In solchen Fällen mit einem Schußkopf zu fischen, stelle ich mir nicht gerade optimal vor. Eine Long Belly halte ich andererseits auch nicht für brauchbar, da ich zu viele Leerwürfe benötige, um die Keule vor die Ringe zu bekommen.

Übrigens fischt auch kaum einer meiner norddeutschen und dänischen Bekannten mit einem Schußkopf, und das sind allesamt sehr erfahrene Meerforellenfischer, die es oft auf über 100 Angeltage an der Küste pro Jahr bringen.


Viele Grüße

Micha
Nicht vergessen:
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Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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sil
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Ungelesener Beitrag von sil »

Hi Sören!

Wilkommen in der Matrix der Schussköpfe! :D

Wie Du schon selbst erahnt hast, geht es hier wirklich um Geschmäcker.
WF, Longbelly, shooting tapers...all diese Tapers werfen sich natürlich anders. Und all diese Schnüre haben auch ihre daseins-Berechtigung... auch an der Küste, auf was für ein Fisch man auch immer fischen geht.
Jetzt bin ich ja der Meinung, dass beim Fischen an der Küste und auf Raubfische mehr die Weite als die genaue Präsentation eine Rolle spielt
Dem Raubfisch kümmerts übrigens wenig mit was Du fischt :wink:
Weite ist schon ein interessantes Thema und hat auch seine Berechtigung.
Doch muss man im Meer wie in anderen Gewässern auch wissen, wo die Fische sich aufhalten.

Presentation spielt auch bei der Meerforellenfischerei eine wichtige Rolle. Viele schmeissen Ihre Schnüre weit raus und denken das wars. Das Vorfach liegt dann im Haufen irgendwo da draussen, womöglich auch noch in einem grossen Bogen á la Hook Cast nach rechts oder links, die Schnur noch dazu... Was bringt mir da bitte ein Weitwurf??!!!

Kontrolle der Flugschnur ist alles. Und da spielt das Taper einer Schnur absolut keine Rolle.


Die Pros und Cons Tips eines SK sind hier ja schon gut gesammelt worden.

Ich bin eine begeisterte SK Fischerin :D denn auch wenn es Nachteile gibt überwiegen für mich die Vorteile:

1. Mit einem Schusskopf kann ich überall fischen, auch mit Steilküste im Rücken

2. Werfe ich mir keinen Wolf um den effektive Gebrauch einer Longbelly Schnur zu nutzen(gerade bei Wind und der ist hier ziemlich oft :) )

3. Weniger Leerwürfe

4. Meine Fliege ist häufiger und länger im Wasser :P



ciao ich bin raus

sil :smt006
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Forellenhunter
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Ungelesener Beitrag von Forellenhunter »

Irgendwie hat beides Vor- und auch Nachteile. Wenn ich also jetzt alles richtig zusammenfasse, könnte ich mit einer durchgehenden WF-Leine mit kurzer Keule (Guidline Pounch???) in etwa die vorzüge des Schusskopfes nutzen, z.B. wenig Leerwürfe etc. und hätte die Nachteile der Runningline (Knoten, etc.) nicht mehr. Allerdings etwas zu Lasten der Wurfweite?
Ich glaub, ich muss das nächstes jahr unbedingt mal ausprobieren.
Nochmal zum Wind: Bei Wind ist also ein SK besser, da Runningline dünner ist als eine WF?
Grüße
Sören
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Darwin
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Mario Malarczuk
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Ungelesener Beitrag von Mario Malarczuk »

Hallo Sören

So ungefähr kann man es sehen mit der Handhabung. Bei der Sache mit dem Wind und dem Schußkopf kann ich nicht zustimmen, aber so hat auch jeder seine Vorlieben.
Ich kenne zumindest mehrere Fliegenfischer, die vom Schußkopf auf normale Schnüre für die Küstenfischerei umgestiegen sind wegen der Handhabung und den erzielten Fängen.

Gruß
Mario
Bernd Ziesche

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Tobsn
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Ungelesener Beitrag von Tobsn »

Das mit der Weite sehe ich ähnlich wie Bernd. Es geht nicht darum, dass die Trutten nun in 30 - 40 m Entfernung stehen, sondern, dass die Biester, die in 20 m Entfernung stehen die Fliege länger sehen. Je weiter die Fliege draußen ist, desto länger ist sie bis zum nächsten Wurf im Wasser. Ich glaube schon, dass sich das bemerkbar macht.

T
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sil
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Ungelesener Beitrag von sil »

Hi Sören!

Ja, auch ich sag so ungefähr :D

Probier es aus. Doch wenn es nur ums ausprobieren geht, würde ich an Deiner Stelle meinen eigenen SK basteln. Da sparst Du auf alle Fälle Geld.

Ist auch garnicht so schwer. Für Deine Rute kauf Dir eine billige DT #9 (Millends usw.), schneide die ersten 15-20cm ab (somit kommst Du auf den Taper). Dann wiegst Du Deine Schnur Meter für Meter, bis Du bei ca. 16gr -18gr Toleranzgewicht angelangt bist (so um die ca. 9m). Abschneiden, fertig ist Dein erster Schusskopf. :D

Wenn de fragen hast, sach bescheid :smt006

ciao

sil

ps. Wenn Du nur ausprobieren willst, schick mir Deine Adresse über pn, Ich würd Dir einen selbstgebauten zum ausprobieren zusenden...
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Superpupa
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Hallo Bernd,

die Schnur heißt einfach Teeny WF. Die Keule ist einschließlich Spitze und Reartaper nicht ganz 11 Meter lang.

Es gibt die Schnur mit gleichem Taper auch mit 3' transparenter Intermediate Spitze; finde ich auch sehr geil. Heißt dann Invisi-Tip.

Aber die Pounch gefällt mir ebenfalls, nur dass da die Kalibrierung sehr am oberen Limit ist. Ich habe bei den Guideline Schnüren meistens das Gefühl, sie sind eigentlich eine Schnurklasse schwerer als auf der Verpackung steht (hab allerdings noch nicht nachgewogen).


Viele Grüße


Micha
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Bernd Ziesche

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:48, insgesamt 1-mal geändert.
Meiermann

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N'abend,
von der Guideline Pounch würde ich dringend abraten, ist für mich so ziemlich die schlechteste Schnur die ich geworfen habe, zudem wie Bernd schon geschrieben hat, ist diese Schnur immer locker eine Klasse höher angesiedelt als angegeben!
Ich denke aber das ist eine reine Geschmacksfrage, bei derartig vielen verschiedenen Schnuranbietern und -Typen!
Ich mag SK's überhaupt nicht fische ausschließlich Vollschnüre und am liebesten die Loop Opti Stream speziell für die Küste, die Schnur lässt sich gut händeln und ist ruckzuck draussen, aber wie gesagt, persönlicher Geschmack!
Gruß Meiermann!
Forellenhunter
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Nochmal eine Frage: Wie siehts eigentlich mit dem Ködergewicht aus. Gerade bei Streamern sollte man das Gewicht nicht unterschätzen. Spielt das eigentlich auch noch eine Rolle bei meiner Wahl oder ist das ehr egal.
Danke schonmal für die zahlreichen Antworten, die schon gekommen sind und noch kommen.
Grüße
Sören
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Darwin
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