Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Servus Gebhard, vielleicht Karpfen und Karausche. Der Karpfen fürs bürgerliche Volk, die Karausche fürs gewöhnliche Volk? So wars nämlich früher. Grüßerchen Karl
Okay, ich mach mal einen Versuch: Der Fang der Gewohnheitsfische war jedermann erlaubt, die Bürgerfische durften nur von denjenigen gefangen werden, die das Bürgerrecht besaßen?
Ist wirklich eine harte Nuß!
Herzlich, Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
ich muß mich zur Zeit leider raushalten. Bin in Thüringen und habe leider keinerlei Material zum Stöbern Sollte bis zum Mittwoch Abend noch kein Lösungsvorschlag vorliegen, vielleicht kann ich dann noch etwas dazu beitragen! Schaun wir mal, wer bei diesem Rätsel mit dem Auflösen schneller sein wird. Bin jetzt schon gespannt auf das Ergebnis.
Der Fisch war lange Zeit das Symbol für das Christentum. Deshalb sind Gewohnheitsfische Kleriker und Bürgerfische eben bürgeliche Christen.
In diesem Sinne Friede auf Erden
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time. A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
auch net schlecht - nur der Gewohnheitsfisch fehlt noch .
Einen Tip fände ich auch klasse - aber nen Schweren bitte!
Gruss
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time. A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
Die Entwicklung der Fischerei in Pockau wurde hauptsächlich von der jeweiligen Herrschaft auf der Burg Niederlauterstein bestimmt. Die Burg diente im 12. Jahrhundert dem Schutz der Händler auf den Böhmischen Steigen und war für den Markgrafen von Meissen ein Stützpunkt für die Kolonisation des Reichslandes. Im Auftrag der auf Lauterstein herrschenden Feudalherren von Leisnig warben Lokatoren junge, hoflose Bauern aus Franken als Siedler an und führten sie in den Talkessel der Pockau. Es entstand das Waldhufendorf Pockau, zu dem auch das Fischereigut gehörte. 1365 belehnte Lautersteiner Burggraf Albrecht von Leisnig mit dem Dokument " Fischereigerechtsame" die Bauern mit dem Recht zum Fischen in den damals sehr fischreichen Flüssen. Die Zinsfische (Forellen) wurden nach Lauterstein verbracht. 1434 ging Lauterstein durch Kauf an das Geschlecht der Berbisdorfer. Wolf von Berbisdorf hat die Fischereigerechtsame vom Fischereigut und weiteren Bauern zurückgekauft und das Fischereigut mit dem Fischfang beauflagt.
Während des 30- jährigen Krieges brannten 1646 schwedische Soldaten den Großteil des Waldhufendorfes nieder, so auch das Fischereigut. Der Kurfürst erzwang in Folge von den Berbisdorfern den Kauf der Herrschaft Lauterstein. Im Auftrag von Kurfürst Johann Georg dem I. wurde 1653 an Stelle des abgebrannten Fischereigutes die kurfürstliche Amtsfischerei in der heutigen Gestalt errichtet. Es lässt sich durch fehlende Dokumente heute leider nicht mehr nachweisen, ob sich der Kurfürst an der Baufinanzierung beteiligt hat. Im vom Kurfürst eingerichteten Amt Lauterstein setzte der Kurfürst einen Fischmeister als Aufseher für die Fisch- und Hegegewässer ein. Ihm unterstand auch der vom Kurfürst eingesetzte Amtsfischer zu Pockau. Jeder neue Besitzer bzw. Erbe des Amtsfischers war gleichzeitig wieder Amtsfischer. Der Amtsfischer hatte als Beamter des Kurfürsten im Dorf eine privilegierte Stellung. Er durfte einen Degen tragen und musste mit "Sie" angesprochen werden. Das Fischen wurde nun hauptsächlich von dafür bestimmten Leuten durchgeführt.
Durch die Holzflößerei ging der Fischreichtum in den Flüssen zurück. Um das geforderte Fischaufkommen zu garantieren, wurden zusätzlich noch Fischteiche angelegt. Die Fische wurden nun alle in der Amtsfischerei verarbeitet und als frische, geräucherte und gedorrte Fische hauptsächlich an den Hof des Kurfürsten nach Dresden geliefert. Zum Räuchern hatte man eine Räucherei eingebaut. Der mit einem doppelt liegenden Dachstuhl großräumig angelegte Dachraum diente in drei Ebenen dem Trocknen der Fische."
Mal schauen, ob wir uns auf diesem Wege an das Thema:
GEWOHNHEITSFISCH
und:
BÜRGERFISCH
nähern können.
Herzlichst RolandT
Zuletzt geändert von RolandT am 30.05.2006, 12:48, insgesamt 1-mal geändert.
dann zitiere ich mal den Rainald Grebe, um den BÜRGERFISCH ein wenig zu erhellen:
"Faust
Wenn der Bürgerfisch brav liegt im Bett mit seiner Bürgerfischfrau
Wenn der Sohnemann verschimmelt auf dem Küchentisch draußen
Der Tag fand statt und das Wetter fand statt
Das Essen haben sich die meisten besser vorgestellt
Aber die Zeit war zu knapp
Dann liegt das letzte Bier wie jedes lezte Bier beruhigt den Magen drin"
Klingt lyrisch, aber auch abwegig.
TL Markus
"Mit der Fluggerte ist man imstande, die seit grauer Vorzeit in uns schlummernden Jagdinstinkte auf unblutigste Weise zu stillen." (Steinfort, Voljc)
ich starte den nächsten Versuch, da ich mir sicher bin Gebhard hat gegoogelt bevor er den Zinsfisch erwähnt.
Also:
Der Gewohnheitsfisch ist der Fisch den ein Fischer an den fischrechtsinhabenden Menschen "regulär" abdrücken musste. Sozusagen das Tageskartenentgeld.
Der Bürgerfisch wiederum war nur bestimmten Leuten vorbehalten (analog zu Karls Annahme). An bestimmten Gewässern mussten diese Fische immer abgeführt werden, es sei denn man hatte Bürgerprivilegien, dann durfte man den einen oder anderen behalten.
Aus welcher Quelle das kommt kann ich nicht sagen, da ich wie immer k.A. habe und nur rate ...
@Markus: das Lied hatte ich auch gegoogelt, deshalb war der erste Versuch auf Menschen abgezielt.
Viele Grüsse
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time. A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959