@hildegard
Ganz kann ich Deiner Ausdrucksweise in grammatikalischer Hinsicht leider nicht folgen, aber die Dinge die ich verstanden habe, versuche ich so gut wie möglich zu beantworten:
Ich nehme an, dass Du "elitär" mit "viel Geld" verbindest. Wenn Du das meinst, ist Fliegenfischen ganz sicher ein Hobby und nichts elitäres (monitärer Sinn). Ich habe jahrelang mit sehr viel Freude Big Game Angeln betrieben. Das ist um Welten teurer als Fliegenfischen und trotzdem hab ich mich nie als einer gesehen, der etwas Elitäres ausübt. Das mag allerdings auch daran gelegen haben, dass mein Boot in Italien liegt und dort sehr viele Angler diesem Hobby nachgehen - vom reichen Firmeninhaber bis zum LKW-Fahrer. Ganz im Gegenteil: Ich finde, dass Angeln eher vermeintliche Grenzen reduziert, als dass diese aufgebaut werden. So gesehen ist Fliegenfischen jedenfalls keinesfalls elitär im finanziellen Sinn.
Laut Wikipedia versteht man unter "Elite" folgendes:
Unter „Elite“ (lat.: Auswahl) versteht man die Zusammenfassung überdurchschnittlich qualifizierter Personen („Funktionseliten“) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise („Machteliten“) in einer Gesellschaft.
Auch bei dieser Definition kann ich keine Elite der FliFi erkennen, da man das Erlernen des Fliegenfischens zwar vornehmen muss, aber das gilt z.B.: für´s Big Game Angeln genauso wie für´s Karpfenangeln. Naja - und Machteliten fallen ja aus meiner Sicht sowieso flach beim Angeln...
Ich glaube, Du solltest Dich nicht zu sehr an Äusserlichkeiten stossen, da heute doch schon fast jeder "Event" in einem Schloss stattfinden kann. Da lädt ja nicht der Herr Graf seine aristokratischen Freunde ein, sondern meist vermietet der Betreiber ein Schloss viel günstiger als es die tausenden Messehallen tun. Wenn ich´s mir aussuchen kann, gehe ich allein aus optischen Gründen auch lieber zu einer Veranstaltung auf ein schönes Schloss, als in eine Messehalle.
P.S.: Sicher gibt es auch einige ganz wenige, die sich selbst beim FliFi als eine "Elite" im finanziellen Sinn ansehen, aber andererseits gibt´s die überall und wenn die dadurch etwaige Minderwertigkeitskomplexe kompensieren können, ist das doch auch gut. Dann ist FliFi in diesen Ausnahmefällen eben eine Therapie...
