Wie überzeuge ich den Verein?

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Kaalsche

Wie überzeuge ich den Verein?

Ungelesener Beitrag von Kaalsche »

Hallo Leute,

es ist die Zeit der Hauptversammlungen und in diesem Jahr soll endlich der Revoluzzerantrag plaziert werden. Jetzt habe ich zwei Tage in diesem Forum hin und her nach weiteren Argumenten gesucht , komme aber nicht so recht weiter!! Google hat unter den Suchworten die mir eingefallen sind auch nicht viel gebracht!!

Aus diesem Grund wende ich mich nun doch an Euch!!

Aber mal von vorne:

Unser Verein im hintersten Eck der Pfalz befischt zwei Bäche mit insgesamt ca. 18 km - ich habe bewusst nicht "bewirtschaftet" geschrieben. Beides sind Wiesenbäche. Der kleinere der beiden Bäche hat etwas mehr Gefälle ist zwischen 6 und 8 m breit und ist so am Übergang von der Forellen- zur Äschenregion zu sehen. Der größere Bach ist zwischen 6 und 12m breit und eher der Barbenregion zuzuordnen. Aber hier soll es um den kleineren Bach gehen.

In den kleineren Bach werden pro Jahr ca. 200 kg fangfähige Bachforellen gekübelt und - jetzt kommts - zur Sicherung der Standorttreue und um das Überleben zu sichern eine zeitlang an den Einsatzstellen gefüttert!!! Dann, nach Ostern machen sich alle über die Strecke her und spätestens - allerspätestens zu Pfingsten präsentiert sich wieder ein totes Gewässer. Selbstredend sind alle Angelmethoden frei. Es dürfen pro Tag 3 Salmoniden entnommen werden (=> 6/Woche und 24/Monat) und wenn man einen Kollegen trifft der schon zusammengepackt hat hört man fast immer den Spruch :"ich habe meine drei!" .:mad:

Das hält aber wie gesagt nicht lange und wenn die Zuchtforellen abgefischt sind, dann ist man wieder alleine am Gewässer.

Bis vor ein paar Jahren war da wenigstens eine schöne Äschenfischerei, aber seit die schwarzen Kollegen da waren....:(

Im Moment ist da nur Frust, Frust, Frust....

Wenn ich die Kollegen an der Kyll oder ähnlichen Bächen sehe: Neid, Neid, Neid ....

Also habe ich vor ca. 20 Jahren angefangen das Fischen mit der Fliege zu propagieren. Vor mir hat schon ein älterer Kollege mit der Fliege gefischt - das war auch der, der vor ca. 20 Jahren ein paar Zentner Äschenbesatz spendiert hat! Seither erfreut sich das Fliegenfischen steigender Beliebtheit und ich konnte schon einige mit subversivem Gedankengut unterwandern. Die Vorstandsschaft allerdings mauert.:bawling:


Dieses Jahr will ich es wissen:

Antrag auf Besatz mit fingerlangen Bachforellensetzlingen aus meiner eigenen Nachzucht (Wildfänge) und Umstellung auf Fliege- und Spinnköder mit maximal einem widerhakenlosen Einzelhaken. Während der Übergangszeit von mir aus noch begrenzt fangfähige.:D


Nachdem ich das jetzt alles runter geschrieben habe, denke ich: "Sch.... drauf der Antrag geht sowieso nicht durch und ich werde eh nur wieder als Spinner abgehakt!":confused:


Aber mal hören was Ihr zu der Sache sagt!! -

Vielleicht könnt Ihr mir noch ein paar gute Argumente nennen oder ein Erfahrunsgbericht / Links wäre nicht schlecht!


Martin :mad: :mad:
sepp
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Ungelesener Beitrag von sepp »

Servus Martin
Du solltest Gewässerwart werden. Macht aber auch nicht so viel Spass, dann mußt Du als Vorstandständler an alle Mitglieder denken. Aber im Ernst: bei meinen Auswertungen von Fang und Besatz war immer ein Wiederfang von ca 25% der besetzten Fangfähigen BF zu errechnen. Früher, ohne die 2wöchige Sperre nach dem Besatz (in Bayern) lag der Wiedserfang bei ca. 50-60%. Das bedeutet ja wohl, das ein Besatz mit fangfähigen Forellen weitgehend durch Abwanderung verloren ist. Jedenfalls haben Besatzmassnahmen mit Brut bei uns mehr Erfolg gezeigt.
Bleib dran
Sepp
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helmut herrmann
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Ungelesener Beitrag von helmut herrmann »

hallo Martin,

wie ich gestern abend hörte, sind die Kollegen im unteren Bereich der Kyll
mit dem Schwarzgefieder genauso belastet.
Die Erfahrungen mit der WV-Box in der Kyll haben gezeigt, daß nur diese
Art von Besatz wirklich sinnvoll ist.

@ Sepp: als Gewässerwart schläfst Du relativ unruhig, mußt du doch auf
so vielen Hochzeiten tanzen.....

Gruß
Helmut Herrmann
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Hallo Martin,

bin zwar in einer günstigeren Situation was die Bearbeitung der alten Köppe anbelangt, aber ansonsten kann ich deine Situation verstehen und versuche Dir zu helfen. Gucksu PN.

Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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