es ist die Zeit der Hauptversammlungen und in diesem Jahr soll endlich der Revoluzzerantrag plaziert werden. Jetzt habe ich zwei Tage in diesem Forum hin und her nach weiteren Argumenten gesucht , komme aber nicht so recht weiter!! Google hat unter den Suchworten die mir eingefallen sind auch nicht viel gebracht!!
Aus diesem Grund wende ich mich nun doch an Euch!!
Aber mal von vorne:
Unser Verein im hintersten Eck der Pfalz befischt zwei Bäche mit insgesamt ca. 18 km - ich habe bewusst nicht "bewirtschaftet" geschrieben. Beides sind Wiesenbäche. Der kleinere der beiden Bäche hat etwas mehr Gefälle ist zwischen 6 und 8 m breit und ist so am Übergang von der Forellen- zur Äschenregion zu sehen. Der größere Bach ist zwischen 6 und 12m breit und eher der Barbenregion zuzuordnen. Aber hier soll es um den kleineren Bach gehen.
In den kleineren Bach werden pro Jahr ca. 200 kg fangfähige Bachforellen gekübelt und - jetzt kommts - zur Sicherung der Standorttreue und um das Überleben zu sichern eine zeitlang an den Einsatzstellen gefüttert!!! Dann, nach Ostern machen sich alle über die Strecke her und spätestens - allerspätestens zu Pfingsten präsentiert sich wieder ein totes Gewässer. Selbstredend sind alle Angelmethoden frei. Es dürfen pro Tag 3 Salmoniden entnommen werden (=> 6/Woche und 24/Monat) und wenn man einen Kollegen trifft der schon zusammengepackt hat hört man fast immer den Spruch :"ich habe meine drei!" .
Das hält aber wie gesagt nicht lange und wenn die Zuchtforellen abgefischt sind, dann ist man wieder alleine am Gewässer.
Bis vor ein paar Jahren war da wenigstens eine schöne Äschenfischerei, aber seit die schwarzen Kollegen da waren....
Im Moment ist da nur Frust, Frust, Frust....
Wenn ich die Kollegen an der Kyll oder ähnlichen Bächen sehe: Neid, Neid, Neid ....
Also habe ich vor ca. 20 Jahren angefangen das Fischen mit der Fliege zu propagieren. Vor mir hat schon ein älterer Kollege mit der Fliege gefischt - das war auch der, der vor ca. 20 Jahren ein paar Zentner Äschenbesatz spendiert hat! Seither erfreut sich das Fliegenfischen steigender Beliebtheit und ich konnte schon einige mit subversivem Gedankengut unterwandern. Die Vorstandsschaft allerdings mauert.:bawling:
Dieses Jahr will ich es wissen:
Antrag auf Besatz mit fingerlangen Bachforellensetzlingen aus meiner eigenen Nachzucht (Wildfänge) und Umstellung auf Fliege- und Spinnköder mit maximal einem widerhakenlosen Einzelhaken. Während der Übergangszeit von mir aus noch begrenzt fangfähige.
Nachdem ich das jetzt alles runter geschrieben habe, denke ich: "Sch.... drauf der Antrag geht sowieso nicht durch und ich werde eh nur wieder als Spinner abgehakt!"
Aber mal hören was Ihr zu der Sache sagt!! -
Vielleicht könnt Ihr mir noch ein paar gute Argumente nennen oder ein Erfahrunsgbericht / Links wäre nicht schlecht!
Martin






