Wathosenimprägnierung ?

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Pinn
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Wathosenimprägnierung ?

Ungelesener Beitrag von Pinn »

Hallo allerseits,
erstmal wünsche ich Euch alles Gute für das neue Jahr!

Im April 2004 während eines Angelurlaubs in Schweden habe ich im Abu-Shop in Svängsta eine atmungsaktive Wathose gekauft. Die Daten: Marke Fenwick, 90% Polyester, 10% Nylon, S001, NF 07, SIZE L.

Die Wathose war ein ganzes Jahr lang super, d.h. bei nicht zu kalter Witterung angenehm zu tragen, weil 1. leicht und 2. dicht.

Dieses Jahr im Sommer hat sich das plötzlich und unerwarteterweise geändert. Die Wathose ist immer noch leicht, aber nicht mehr dicht. Löcher oder undichte Nähte sind nicht die Ursache, vielmehr ist sie flächig wasserdurchlässig geworden, fast so so wie ein Kaffeefilter!

Warum, ist mir höchst unklar. Maschinell gewaschen habe ich sie nie, wohl schonmal bei Sonnenschein zum Trocknen auf die Kühlerhaube meines Autos gelegt.

Als Fehlkauf und Reinfall will ich die Wathose trotzdem nicht abhaken, dafür war sie zu teuer und schließlich hat sie ein Jahr lang sehr gut funktioniert. Reklamieren ist allerdings schlecht möglich, weil ich keinen Kaufbeleg mehr habe.

Ich vermute, atmungsaktive Wathosen funktionieren mit speziellen Dauerimprägnierungen. Bei Patagonia steht das sogar in den Produktbeschreibungen.

Leider gibt es kaum Herstellerinfos dazu, wie man die Imprägnierung atmungsaktiver Wathosen erneuern kann. Google liefert folgende Produkte, die eventuell infrage kämen:

http://www.outdoortrends.de/oxid.php/si ... E4gnierung
http://cgi.ebay.de/GORE-TEX-IMPRAGNIERU ... dZViewItem

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit oder kennt was Besseres?

Gruß, Pinn
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dreampike
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Ungelesener Beitrag von dreampike »

Hallo Pinn,

auch Dir erst mal ein Gutes Neues!!!

Ist ja interessant, worüber du dir im Neuen Jahr sekttrunken und böllertaub so Gedanken machst...
Grundsätzlich sollten Atmungsaktive Materialien wasserdicht sein, mit oder ohne Imprägmierung. Die Imprägmierung macht die Hose nicht dicht, sondern bewirkt lediglich, das das Wasser an der äussersten Haut abperlt. Das gibt dem Träger subjektiv das Gefühl grösserer Dichtigkeit, was aber nicht der Fall ist. Wenn du jetzt sicher ausschliessen kannst, dass es sich bei der auftretenden Feuchtigkeit nicht um Schwitzwasser handelt (was in 90 % aller Undichtigkeitsvermutungen die Ursache ist), dann müssen da Löcher oder sonstige Beschädigungen im Gewebe sein, allerdings so klein, dass du sie nicht mit blossem Auge erkennen kannst. Das kann bei sehr dünnen Wathosen leicht der Fall sein. Und die bekommst du nicht mit Imprägmierung dicht, sondern nur mit Aqua-Seal oder ähnlichen Klebern. Um die Löcher zu entdecken, benetzt du die Innenseite der Wathose mit Alkohol oder Waschbenzin, drehst die Hose um und schaust, ob du dunkle Stellen oder Flecken siehst. Oder du füllst die (aussen trockene) Wathose mit Wasser und merkst dir die Stellen, wo Wasser austritt. Das können auch ganz kleine Stellen sein, für den Kaffeefiltereffekt reichen die aus.
Wenn die Wathose dann immer noch undicht ist, dann schmeiss sie weg und kauf dir eine von Simms oder Uli Beer, die sind mehrlagig und halten entsprechend länger. Ich selber habe ein Jahr lang mit einer so dünnen Wathose herumlaboriert und musste dann einsehen, dass das dünne Gewebe eben nicht für einen längeren Einsatz geeignet ist. Meine jetzige Wathose von Beer hält und hält... und imprägmiert habe ich die noch nie. Zum Erhalt der Atmungsaktivität empfehlen die Hersteller übrigens das Waschen mit speziellen Waschmitteln.
Ich wünsche dir ein trockenes Jahr 2006!
Wolfgang
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Michael Pohl
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Re: Wathosenimprägnierung ?

Ungelesener Beitrag von Michael Pohl »

Original geschrieben von Pinn
...Löcher oder undichte Nähte sind nicht die Ursache, vielmehr ist sie flächig wasserdurchlässig geworden, fast so so wie ein Kaffeefilter!

Tach zusammen und frohes Neues Jahr,

ich hatte (mittlerweile letztes Jahr) genau dasselbe Problem...erst an einer
Stelle, dann plötzlich an mehreren...zum Schluss an sieben oder acht
gleichzeitig...das Merkwürdige war, dass es scheinbar aus dem Nichts kam...
es hatte sich auch diese Art Netz von innen gelöst...Anfangs noch kleine
Stellen mit Aquasure versucht zu retten, wurden aber auch diese Stellen
immer grösser und grösser, sodass leider diese Hose nicht mehr zu retten
war...zum Schluss kam es mir so vor, als ob es mehr undichte Stellen an
der Hose gab als Dichte...es handelte sich übrigens um die Wathose Orvis
Pro Guide (hatte aber auch schon einige Jahre auf den Backen :) )

Nun versuche ich es mit der Vision Extreme, mittlerweile schon viele Tage
getragen und immer noch TOP :daumen: ...hoffe, es bleibt auch noch lange so...

P.S. Du schreibst, dass es bereits im letzten Sommer undicht wurde...was
hast Du denn seitdem gemacht ??? Nicht mehr gefischt oder einfach ohne
Hose losgezogen ?
el-forello
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Ungelesener Beitrag von el-forello »

Hallo Freunde,
erst mal ein gutes neues Jahr !
Zu eurem Thema mit undichten Wathosen möchte ich feststellen, daß wenn es sich nicht um eine mechanische Beschädigung handelt, es sich eigentlich immer um Materialermüdung dreht. Ich möchte aus eigener Erfahrung behaupten das die Hose in diesem Fall fällig ist. Meine Frau und ich hatten je zweimal die Vision Exterem. Die Erste nach einem Jahr undicht, genau wie du beschreibst. Ersatz bekommen und nach einem Jahr wieder Schrott.
Haben dann versucht mit Aqua - Seal die Hosen dicht zu bekommen, was du vergessen kannst, weil du eine Stelle dichtest und am nächsten Wochenende hast du das größere Problem direkt daneben.
Wie gesagt das Material ermüdet. Bin inzwischen auf die Guideline umgestiegen.
Gruß
Peter
... der mit dem Weib fischt !
Christian Früh
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Ungelesener Beitrag von Christian Früh »

Hallo,

ich fische wie Wolfgang eine Uli Beer als Wathose und die Stiefel.

Beides jetzt im dritten Jahr.

Ich wasche die Hosen/Stiefel 2mal im Jahr mit normalem Waschmittel - natürlich ohne Weichspüler.

Ich hatte noch nie eine Undichtigkeit und habe mir bislang auch kein Spezialwaschmittel gekauft.

Daher mein Tip - kauf Dir eine Beer.

Gruss

Christian
Pinn
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Ungelesener Beitrag von Pinn »

Hallo Wolfgang, Michael, el-forello und Christian, danke für Eure Antworten!

Zitat: "Ist ja interessant, worüber du dir im Neuen Jahr sekttrunken und böllertaub so Gedanken machst..."

Gerade habe ich mich darangewagt, nachzulesen, was ich heute morgen zugegebenermaßen nicht mehr ganz nüchtern geschrieben habe. Ist aber alles korrekt. Ein Motorradfan hat mir gestern Abend erzählt, es gäbe spezielle Imprägnierungsmittel für GoreTex-Kleidung, die auch für Wathosen empfohlen würden. Es ginge um einen Docht-Effekt durch beschädigte Fasern solcher Textilien, der dazu führt, daß Wasser von außen nach innen eindringt. Durch die Imprägnierung würde dieser Weg unterbrochen und die Kleidung wieder wasserdicht...

Zitat: "P.S. Du schreibst, dass es bereits im letzten Sommer undicht wurde...was
hast Du denn seitdem gemacht ??? Nicht mehr gefischt oder einfach ohne
Hose losgezogen ?"

Ich hatte noch 'ne 5mm-Neopren-Wathose mit angesetzten Stiefeln in Größe 46, die ich bei kaltem Wetter und kaltem Wasser getragen habe. Das Teil habe ich im Oktober 2005 auf Vancouver Island einem einheimischen Sportfischer überlassen, der ähnlich große Füße wie ich hat.

Wenn es von den Temperaturen her möglich war, habe ich in Shorts bzw. Badehose und Watschuhen gefischt. In Kanada habe ich mir dabei übrigens das erste mal in meinem Leben einen Sonnenbrand in den Kniekehlen zugezogen. War aber nicht schlimm, denn die gehakten Lachse und ihr Drill wiegen solche kleinen Unbefindlichkeiten mehr als auf. :-)

Gruß, Pinn (Werner)
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