Hallo Ihr,
Zitat Fly-Ing:
"Ich zumindest weiß, welches Gewicht meine Ruten optimal werfen, und wähle das Gerät der jeweiligen Anwendung (Gewässer, Wurfbedingungen, Fischbestand, Fliegenauswahl, Wetter, etc.) und meinen Vorstellungen entsprechend aus, d.h. ich wähle zu der diesen Bedingungen entsprechenden Fliegenrute den gewichtsmäßig passenden Schusskopf in passender Länge und Dichte mit dem entsprechenden Vorfach aus und gehe fischen."
Genauso halte ich es auch, möchte es aber noch auf diverse in meinem Besitz befindliche Schnüre ausweiten.
Deshalb befürworten wir auch die Angaben des jeweiligen Schnurgewichtes in Gramm, weil einfacher und genauer geht es nicht........
Bei den Ruten hat Thorsten ja recht, es gibt keine vernunftig genormte Kalibrierung, die die gezielte Verwertung von Grammangaben bei Schnüren zuläßt.
Ich denke, dass ein guter Testwerfer (z.B. Hywel Morgan, Henrik Mortensen, wenn sie nicht nur ihre Namen hergegeben haben...) das annähernd optimale Gewicht ermitteln kann (letztendlich ordnen wir unsere Schnüre ja auch den Ruten so zu). Obwohl es zwischen Beiden auch schon sichtbare Unterschiede im Wurfstil gibt, gut zu beobachten bei dem Internationalen Fliegenfischermeeting in Kolding/DK in diesem Frühjahr.
Deshalb läuft die Gerätezusammenstellung bei mir so ab, dass ich eine Rute zunächst Probe werfe (wenn möglich) oder zumindest sie für eine erste, wenn auch oberflächliche Einordnung in der Hand gehalten haben will, um dann nach einem eventl. Kauf die entsprechenden Schnüre gezielt auszusuchen.
Das die ungefähre Schnurklasse / Schnurgewicht den eigentlichen Verwendungszweck vorgibt, sehe ich genauso wie Thorsten, auch wenn ich erst die Rute kaufe.
Zu dieser Einstellung mußte ich kommen, nachdem ich mir in Anfangszeiten einen fetten Hechtstreamer gebunden hatte und den mit einer 7er Schnur/Rute werfen wollte. Seitdem ist mir sehr bewußt, daß die Schnur unseren Köder transportiert und nicht die Rute den Köder wirft.
Mark
AFTMA-Klassen
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Hallo Fly-Ing,Original geschrieben von Fly-Ing
Sorry für diesen langen Exkurs (manche lesen ja schon gar nicht mehr mit), aber wenn es manchem bei der Auswahl seines Gerätes hilfreich sein kann.....................
Fly-Ing
Deinen "langen Exkurs" habe ich mir nicht nur einmal durchgelesen, sondern mehrmals! Alles leuchtet mir ein, dank Deiner verständlichen Ausführungen und Beschreibungen. Ich angle seit 4 Jahrzehnten, aber beim Fliegenfischen bin ich erst vor wenigen Jahren gelandet, und deshalb hier sicher noch mehr Anfänger als Fortgeschrittener und erst recht kein Experte. Dein Beitrag war allein deshalb schon sehr hilfreich für mich.
Und nochwas habe ich bestätigt gefunden: Man sollte sich auch schon in der Phase, wo man noch sehr viel mit verschiedenen Ruten und Schnüren experimentiert, mehr auf sein Wurfgefühl als auf Rutenbeschriftungen und AFTMA-Schnurklassen verlassen. Als grobe Orientierung können die schon noch hergenommen werden, auch wenn sie heutzutage von Vielen als historisches Relikt gesehen werden.
Selbstverständlich bestehe ich nicht auf AFTMA-Klassifizierungen, wenn es Verständlicheres gibt. Länge und Gewicht von Schußkopf oder Keule in Meter und Gramm sowie das spezifische Gewicht der Schnur wären Kriterien, mit denen ich gut klarkäme (F, I, S oder FS ist aber auch auch verständlich *g*).
Das von mir als optimal empfundenen Wurfgewicht meiner derzeitigen Lieblingsruten liegt eh meistens hart an der unteren Grenze der AFTMA-Angaben auf den Ruten oder sogar noch darunter. Das ist irgendwie auch logisch, wenn man mehr als 9,14m Schnur in der Luft bewegt.
Danke auch an alle anderen, die hier mitdiskutiert haben! Ich fand diesen Thread hochinteressant.
Mit freundlichen Grüßen, Pinn
Zuletzt geändert von Pinn am 27.08.2005, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.






