AFTMA-Klassen
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Royal Coachman
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Hallo Torsten !
Ich erlaube mir ein (für mich) abschließendes Wort.
Bei der Gegenüberstellung von Rute und Schnur ist festzustellen, daß die Rute ein Objekt der Begierde ist, eine Rute kann attraktiv sein durch Zierwicklungen, Edelholzrollenhalter, Farbgebung, den Hersteller und einiges mehr.
Die Schnur hingegen ist ein reines Zweckobjekt, wenn sie verbraucht ist wird sie weggeworfen, deswegen wird auch in Zukunft jeder Fliegenfischer von der Rute über die Rolle zur Schnur kommen und nicht umgekehrt, da können Deine Ausführungen (für Dich) noch so technisch begründet sein.
Schöne Fischerei am Wochenende wünscht
Gebhard
Ich erlaube mir ein (für mich) abschließendes Wort.
Bei der Gegenüberstellung von Rute und Schnur ist festzustellen, daß die Rute ein Objekt der Begierde ist, eine Rute kann attraktiv sein durch Zierwicklungen, Edelholzrollenhalter, Farbgebung, den Hersteller und einiges mehr.
Die Schnur hingegen ist ein reines Zweckobjekt, wenn sie verbraucht ist wird sie weggeworfen, deswegen wird auch in Zukunft jeder Fliegenfischer von der Rute über die Rolle zur Schnur kommen und nicht umgekehrt, da können Deine Ausführungen (für Dich) noch so technisch begründet sein.
Schöne Fischerei am Wochenende wünscht
Gebhard
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Werner
Hallo,
auch ich möchte meinerseits zum Ende der Diskussion kommen.
Wenn es dir gefällt und dir hilft, den ganzen Auswahlprozeß von der Leine aus zu durchlaufen, dann mache es so. Und ich gestehe technikbegeisterten "Tabellenfreaks" durchaus zu, sich an der Klarheit von Parametern zu "entzünden" , die entstehen, wenn man eine indirekte Rutenklassifizierung durch eine direkte ersetzt.
Eine Rute in die Hand nehmen, sich an ihrer Verarbeitung und ihrer Aktion zu freuen, sie mit verschiedenen Leinen zu werfen und nach einer Weile des Versuchens das Gefühl zu haben : Das ist sie- die Kombination, die mir, meinem Wurfkönnen und dem Einsatzzweck entsprechend, die Freude eines in sich stimmigen Wurferlebnisses ( Es geht nicht um Weite.) vermittelt, all das möchte ich nicht missen und das ist fester Bestandteil meiner Passion.
Und deshalb werde ich den Auswahlprozess niemals von der Seite der Leine her aufziehen.
Wenn deine Klassifizierung jedoch irgendeinen Nutzen bringen sollte für jemanden, der - unerfahren- seiner Vorlieben nicht sicher ist, dann hat sie was für sich, aber bislang sehe ich lediglich die Umkehr eines komplexen Auswahlprozesses.
Die Benennung von Parametern alleine bringt ja nichts.
Oder hilft es dem Autofahrer in irgendeiner Weise, dass die Motorleistung nicht mehr nur in PS, sondern auch in KW angegeben wird ?
Gruß Werner
auch ich möchte meinerseits zum Ende der Diskussion kommen.
Wenn es dir gefällt und dir hilft, den ganzen Auswahlprozeß von der Leine aus zu durchlaufen, dann mache es so. Und ich gestehe technikbegeisterten "Tabellenfreaks" durchaus zu, sich an der Klarheit von Parametern zu "entzünden" , die entstehen, wenn man eine indirekte Rutenklassifizierung durch eine direkte ersetzt.
Eine Rute in die Hand nehmen, sich an ihrer Verarbeitung und ihrer Aktion zu freuen, sie mit verschiedenen Leinen zu werfen und nach einer Weile des Versuchens das Gefühl zu haben : Das ist sie- die Kombination, die mir, meinem Wurfkönnen und dem Einsatzzweck entsprechend, die Freude eines in sich stimmigen Wurferlebnisses ( Es geht nicht um Weite.) vermittelt, all das möchte ich nicht missen und das ist fester Bestandteil meiner Passion.
Und deshalb werde ich den Auswahlprozess niemals von der Seite der Leine her aufziehen.
Wenn deine Klassifizierung jedoch irgendeinen Nutzen bringen sollte für jemanden, der - unerfahren- seiner Vorlieben nicht sicher ist, dann hat sie was für sich, aber bislang sehe ich lediglich die Umkehr eines komplexen Auswahlprozesses.
Die Benennung von Parametern alleine bringt ja nichts.
Oder hilft es dem Autofahrer in irgendeiner Weise, dass die Motorleistung nicht mehr nur in PS, sondern auch in KW angegeben wird ?
Gruß Werner
QUOTE]Original geschrieben von Werner
Hallo Torsten,
...
4. Dein Vergleich mit dem Automobil hinkt auf mindestens drei Beinen. Es ist für die Rutenhersteller kein Problem genau definierte Ruten herzustellen, aber solange eine 5er-Rute sich als 5er-Rute dadurch definieren muss , dass sie eine Leine der Klasse 5 optimal wirft, wird der Hersteller versuchen, der Rute ein möglichst großes Spektrum zu verleihen, damit sie möglichst viele verschiedene Leinen der Klasse 5 gut wirft.
Gruß Werner [/QUOTE]
Hallo Werner!
Erstmal, ich fand den Vergleich sehr gut, weil er schön anschaulich macht, daß Torsten technisch-physikalisch definierte Eigenschaften meint, die sich für Fliegenruten wohl (noch?) nicht als Standard durchgesetzt haben. Für Schnüre gibt es aber mindestens eine eindeutige Definition, nämlich den AFTMA-Standard. Und der richtet sich nach dem Gewicht der vorderen 9,14m Fliegenschnur. Egal ob WF, DT oder Triangle oder sonstwas, 140 grain oder 9,1g dieser 9,14m sind AFTMA 5, so ist das einfach! Damit sage ich nicht, dieser Standard ist für alle Schnurtypen sinnvoll. Er ist vielmehr einfach vorgegeben und Schnurfirmen die ihn nutzen, haben sich auch daran zu halten. Alles andere wäre Irreführung der Endverbraucher und somit keine besonders clevere Geschäftspolitik!
Andererseits ist keine Schnurfirma gezwungen, den Aftma-Standard zu verwenden. Für Schußköpfe werden ja meistens Gewicht und Länge als Maßeinheiteiten verwendet, was m.E. auch vollkommen korrekt ist. Aber wenn dann trotzdem und überflüssigerweise noch AFTMA-Klassen in die Produktbeschreibungen reingemogelt werden, kann man schon von Desinformation sprechen. Dadurch wird beispielsweise auch die als erwiesenes Gerücht bestätigte Behauptung genährt, es gäbe einen AFTMA-Standard für Ruten.
2l Hubraum eines Automobils sagen nix aus über das Gewicht, was so ein Auto ziehen kann, und erst recht nichts über Fahrstil und Fahrpraxis des Fahrers. Aber Hubraum ist eine eindeutige und unmißverständlich definierte Maßeinheit, an der es nix zu rütteln gibt, egal ob Dieselmotor oder Benziner. Genauso eindeutig ist das für mich bei den AFTMA-Schnurklassen.
Da spielt es absolut keine Rolle, mit welchem Rutentyp geangelt wird. Kriterium ist einzig und allein das Gewicht der ersten 9,14m Fliegenschnur.
Zur Orientierung finde ich die AFTMA-Klassen sehr gut! Beispiel: Mit einer bestimmten Rute und WF 5 F komme ich wurfgefühlsmäßig sehr gut klar. Wenn die Schnur mal verschlissen ist und und gewechselt werden muß, werde ich mir selbstverständlich eine neue WF 5 F für genau diese Rute holen. Eventuell teste ich auch mal eine WF 4 F an dieser Rute.
Gruß, Werner (Pinn)
Hallo Torsten,
...
4. Dein Vergleich mit dem Automobil hinkt auf mindestens drei Beinen. Es ist für die Rutenhersteller kein Problem genau definierte Ruten herzustellen, aber solange eine 5er-Rute sich als 5er-Rute dadurch definieren muss , dass sie eine Leine der Klasse 5 optimal wirft, wird der Hersteller versuchen, der Rute ein möglichst großes Spektrum zu verleihen, damit sie möglichst viele verschiedene Leinen der Klasse 5 gut wirft.
Gruß Werner [/QUOTE]
Hallo Werner!
Erstmal, ich fand den Vergleich sehr gut, weil er schön anschaulich macht, daß Torsten technisch-physikalisch definierte Eigenschaften meint, die sich für Fliegenruten wohl (noch?) nicht als Standard durchgesetzt haben. Für Schnüre gibt es aber mindestens eine eindeutige Definition, nämlich den AFTMA-Standard. Und der richtet sich nach dem Gewicht der vorderen 9,14m Fliegenschnur. Egal ob WF, DT oder Triangle oder sonstwas, 140 grain oder 9,1g dieser 9,14m sind AFTMA 5, so ist das einfach! Damit sage ich nicht, dieser Standard ist für alle Schnurtypen sinnvoll. Er ist vielmehr einfach vorgegeben und Schnurfirmen die ihn nutzen, haben sich auch daran zu halten. Alles andere wäre Irreführung der Endverbraucher und somit keine besonders clevere Geschäftspolitik!
Andererseits ist keine Schnurfirma gezwungen, den Aftma-Standard zu verwenden. Für Schußköpfe werden ja meistens Gewicht und Länge als Maßeinheiteiten verwendet, was m.E. auch vollkommen korrekt ist. Aber wenn dann trotzdem und überflüssigerweise noch AFTMA-Klassen in die Produktbeschreibungen reingemogelt werden, kann man schon von Desinformation sprechen. Dadurch wird beispielsweise auch die als erwiesenes Gerücht bestätigte Behauptung genährt, es gäbe einen AFTMA-Standard für Ruten.
2l Hubraum eines Automobils sagen nix aus über das Gewicht, was so ein Auto ziehen kann, und erst recht nichts über Fahrstil und Fahrpraxis des Fahrers. Aber Hubraum ist eine eindeutige und unmißverständlich definierte Maßeinheit, an der es nix zu rütteln gibt, egal ob Dieselmotor oder Benziner. Genauso eindeutig ist das für mich bei den AFTMA-Schnurklassen.
Da spielt es absolut keine Rolle, mit welchem Rutentyp geangelt wird. Kriterium ist einzig und allein das Gewicht der ersten 9,14m Fliegenschnur.
Zur Orientierung finde ich die AFTMA-Klassen sehr gut! Beispiel: Mit einer bestimmten Rute und WF 5 F komme ich wurfgefühlsmäßig sehr gut klar. Wenn die Schnur mal verschlissen ist und und gewechselt werden muß, werde ich mir selbstverständlich eine neue WF 5 F für genau diese Rute holen. Eventuell teste ich auch mal eine WF 4 F an dieser Rute.
Gruß, Werner (Pinn)
Zuletzt geändert von Pinn am 12.08.2005, 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Flemming Olsen
@Pinn
Das Problem ist doch unter anderem, dass sich viel Leute mit dem Thema nicht so eingehend beschäftigen, als das sie auch nur ansatzweise mit Grammaturen in Bezug auf die Rute/Schnur etwas anfangen könnten. Im endeffekt sehe ich die Aftma-Angaben als eine Art Empfehlung, nicht als Gesetz, denn im Grunde musst Du das wirklich optimale Schnurgewicht von Rute zu Rute anpassen. Ne 5er Shimano Nexave z.B. (zum Glück bin ich die los) wirft sich in meine Augen mit ner 5er Schnur nicht wirklich gut. Wenn Du Dir ne Pounch in #5 kaufst, bekommst Du auch eher eine 6er Schnur. Ausprobieren ist hier die Devise. Das ernsthafte Problem ist, das Du bei den meisten Händler nicht mal eben jede Schnur ausprobieren kannst, die diese verkaufen. Schlimmer noch, einige Händler (Achtung, selbst nie erfahren aber von vertrauenswürdigen Leuten gehört) kürzen ihre Schnüre ein um Die Glauben zu machen, dass Du die Schnur bis ins Backing wirfst. Hmm... Ich schweife ab.
Grundsätzliche Punkt ist eigendlich, dass man sich auf nix verlassen kann. Nicht nur der Hersteller wegen, sondern auch wegen des eigenen Wurfstils/Empfindens. Jeder wirft anders und bevorzugt entsprechend mal schwerere, mal leichtere Schnüre.
Gruß
Ingo
Das Problem ist doch unter anderem, dass sich viel Leute mit dem Thema nicht so eingehend beschäftigen, als das sie auch nur ansatzweise mit Grammaturen in Bezug auf die Rute/Schnur etwas anfangen könnten. Im endeffekt sehe ich die Aftma-Angaben als eine Art Empfehlung, nicht als Gesetz, denn im Grunde musst Du das wirklich optimale Schnurgewicht von Rute zu Rute anpassen. Ne 5er Shimano Nexave z.B. (zum Glück bin ich die los) wirft sich in meine Augen mit ner 5er Schnur nicht wirklich gut. Wenn Du Dir ne Pounch in #5 kaufst, bekommst Du auch eher eine 6er Schnur. Ausprobieren ist hier die Devise. Das ernsthafte Problem ist, das Du bei den meisten Händler nicht mal eben jede Schnur ausprobieren kannst, die diese verkaufen. Schlimmer noch, einige Händler (Achtung, selbst nie erfahren aber von vertrauenswürdigen Leuten gehört) kürzen ihre Schnüre ein um Die Glauben zu machen, dass Du die Schnur bis ins Backing wirfst. Hmm... Ich schweife ab.
Grundsätzliche Punkt ist eigendlich, dass man sich auf nix verlassen kann. Nicht nur der Hersteller wegen, sondern auch wegen des eigenen Wurfstils/Empfindens. Jeder wirft anders und bevorzugt entsprechend mal schwerere, mal leichtere Schnüre.
Gruß
Ingo
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TorstenHtr
Hallo,
Erst einmal kurz an Gebhard aka RC,
Die Optik der Rute kommt wenn überhaupt an absolut letzter Stelle. Von mir aus kann die rosa Schleifen haben, wenn sie mir gefällt. Ich mache doch keine Modenschau am Wasser. Jemand der sein Hauptaugenmerk danach richtet, hat oft IMHO nicht viel Ahnung.
Leicht verwirrend mit den multiplen Wernern
Werner(1):
Ich denke du hast nicht verstanden worauf ich hinaus will, oder du ignorierst meine Beispiele (hinsichtlich Schnurklasse->Rute). Was die Kombination betrifft, habe ich denke ich mehrfach ausgedrückt, das diese wichtig ist.
Dein Vergleich hinkt im Gegensatz zu meiner Analogie - PS im Vergleich zu KW ist lediglich eine andere Einheit - du kannst nach PS und umgekehrt nach KW umrechnen (für die Mathematiker: eine bijektive Abbildung).
Im Gegensatz dazu würde eine Messmethode für Ruten objektive Werte für eine bisher nicht vorhandene Rutenklassifizierung abgeben.
Wie man diese interpretiert oder ob man diese braucht ist jedem selbst überlassen.
OK, Werner (Pinn) hat schon ziemlich genau verstanden worauf ich hinaus will.
Der AFTMA Standard dürfte in den meisten Fällen gut funktionieren, schon allein weil die mittlere Wurfdistanz beim Angeln nicht wesentlich 15m übeschreiten dürfte.
Klar ich würde diesen Standard anders definieren - z.B. erst einmal in SI Einheiten z.B. Gramm/10m . Wer sich mal die Mühe geben will, kann ja mal die AFTMA Funktion aufzeichnen - sehr unschön und nichtlinear. Man kann keine sinnvolle Formel angeben um die AFTMA Nummern auf das Grains Gewicht umzurechnen.
Aber wir haben den Standard und müssen damit leben und ich bin froh das es ihn gibt.
Bis dann..
Torsten
Erst einmal kurz an Gebhard aka RC,
Die Optik der Rute kommt wenn überhaupt an absolut letzter Stelle. Von mir aus kann die rosa Schleifen haben, wenn sie mir gefällt. Ich mache doch keine Modenschau am Wasser. Jemand der sein Hauptaugenmerk danach richtet, hat oft IMHO nicht viel Ahnung.
Leicht verwirrend mit den multiplen Wernern
Werner(1):
Ich denke du hast nicht verstanden worauf ich hinaus will, oder du ignorierst meine Beispiele (hinsichtlich Schnurklasse->Rute). Was die Kombination betrifft, habe ich denke ich mehrfach ausgedrückt, das diese wichtig ist.
Dein Vergleich hinkt im Gegensatz zu meiner Analogie - PS im Vergleich zu KW ist lediglich eine andere Einheit - du kannst nach PS und umgekehrt nach KW umrechnen (für die Mathematiker: eine bijektive Abbildung).
Im Gegensatz dazu würde eine Messmethode für Ruten objektive Werte für eine bisher nicht vorhandene Rutenklassifizierung abgeben.
Wie man diese interpretiert oder ob man diese braucht ist jedem selbst überlassen.
OK, Werner (Pinn) hat schon ziemlich genau verstanden worauf ich hinaus will.
Der AFTMA Standard dürfte in den meisten Fällen gut funktionieren, schon allein weil die mittlere Wurfdistanz beim Angeln nicht wesentlich 15m übeschreiten dürfte.
Klar ich würde diesen Standard anders definieren - z.B. erst einmal in SI Einheiten z.B. Gramm/10m . Wer sich mal die Mühe geben will, kann ja mal die AFTMA Funktion aufzeichnen - sehr unschön und nichtlinear. Man kann keine sinnvolle Formel angeben um die AFTMA Nummern auf das Grains Gewicht umzurechnen.
Aber wir haben den Standard und müssen damit leben und ich bin froh das es ihn gibt.
Bis dann..
Torsten
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Royal Coachman
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NEUE FORM DER GERÄTEKAUF'S
NEUE FORM DES GERÄTEKAUF’S
von Josef Wolpertinger jun.
Eine Rute der Schnurklasse “4“ fehlte eigentlich in meiner Sammlung, was sich an einem Fluss, wo Trockenfliegen und unbeschwerte Nymphen angesagt waren unangenehm bemerkbar machte.
Von RC bekam ich den Tip mir diesen Thread durchzulesen, denn da würde eine völlig neue und bemerkenswerte Einkaufsstrategie vorgestellt. Als technikhöriger Fliegenfischer machte ich mich sofort auf den Weg zum Händler meines Vertrauens. Zwei verschieden DT Schnüre in Klasse 4 hatte er vorrätig, eine teure um ca 90 Euro und eine günstige um ca 45 Euro, meine Entscheidung für die günstigere dauerte etwas, da die Farbe grell-orange nicht gerade mein Ding ist, aber naja man sollte ja so vorgehen. Auf seine Frage auf welcher Rute ich denn diese Schnur fischen wollte, betonte ich, dass ich diese erst erstehen wollte, was ein starkes Kopfschütteln hervorrief. Da er grundsätzlich nur zwei Rutenmarken in seinem Laden führt, probierte ich zuerst die günstige Z., musste aber feststellen, dass die Aktion zu “durchgehend“ und ein senkrechtes Anstellen der Schnur im Rückwurf nicht möglich war. Die teuren Produkte waren aber furchtbar schnelle und harte “Prügel“, sodass ich mit der erstandenen Schnur in der Tasche einen verblüfften Händler zurücklassend , weiterzog.
Beim nächsten Händler fand ich eine Rute der Fa. H. die einigermaßen gepasst hätte, aber nach einem kräftigen Preisschock wurde diese zurückgestellt. Ebenso erging es mir bei den nächsten beiden Händlern, entweder passte die Aktion nicht oder der Preis überstieg meine finanziellen Möglichkeiten (der häusliche Friede spielt bei solchen Käufen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle!).
Doch beim letzten Händler in der Reichweite von 100 km wurde ich fündig !
Ein Produkt sensationeller Rutenbaukunst, giftgrüner Blank mit rosaroten Wicklungen und einem blau-eingefärbten Holzrollenhalter passte genau , der Preis für die rot eloxierte Rolle war erschwinglich und so brauste ich hoch zufrieden sofort an mein Hausgewässer um die Sache einem Praxistest zu unterziehen.
Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass die Fische komplett inaktiv waren und mehrere Versuche brachten keinerlei Erfolg. Um die Gewässerseite zu wechseln muss man an diesem Bach auf einem großen Baumstamm hinüber balancieren und es kam wie es kommen musste, ich rutschte ab, konnte mich gerade noch halten, aber die Rute flog in hohem Bogen in den anschließenden Gumpen.
Der Erfolg war durchschlagend :
1 Äsche , 46 cm totgelacht
2 RB um die 50 cm (die sind nun mal widerstandsfähiger) vibrierend kieloben,
1 Bafo kopfschüttelnd (wahrscheinlich humorlos) im Kreise schwimmend.
RC
meinte ich solle mir diese Farbkombination :
Giftgrüne Rute mit rosafarbenen Wicklungen und blau gefärbtem Rollenhalter + rot-eloxierte Rolle mit grell orangefarbener Schnur
patentieren lassen, außerdem wäre ich der erste, :rolleyes:der hakenlos fischt.
Darüber werde ich nachdenken meint eurer
Josef Wolpertinger jun
von Josef Wolpertinger jun.
Eine Rute der Schnurklasse “4“ fehlte eigentlich in meiner Sammlung, was sich an einem Fluss, wo Trockenfliegen und unbeschwerte Nymphen angesagt waren unangenehm bemerkbar machte.
Von RC bekam ich den Tip mir diesen Thread durchzulesen, denn da würde eine völlig neue und bemerkenswerte Einkaufsstrategie vorgestellt. Als technikhöriger Fliegenfischer machte ich mich sofort auf den Weg zum Händler meines Vertrauens. Zwei verschieden DT Schnüre in Klasse 4 hatte er vorrätig, eine teure um ca 90 Euro und eine günstige um ca 45 Euro, meine Entscheidung für die günstigere dauerte etwas, da die Farbe grell-orange nicht gerade mein Ding ist, aber naja man sollte ja so vorgehen. Auf seine Frage auf welcher Rute ich denn diese Schnur fischen wollte, betonte ich, dass ich diese erst erstehen wollte, was ein starkes Kopfschütteln hervorrief. Da er grundsätzlich nur zwei Rutenmarken in seinem Laden führt, probierte ich zuerst die günstige Z., musste aber feststellen, dass die Aktion zu “durchgehend“ und ein senkrechtes Anstellen der Schnur im Rückwurf nicht möglich war. Die teuren Produkte waren aber furchtbar schnelle und harte “Prügel“, sodass ich mit der erstandenen Schnur in der Tasche einen verblüfften Händler zurücklassend , weiterzog.
Beim nächsten Händler fand ich eine Rute der Fa. H. die einigermaßen gepasst hätte, aber nach einem kräftigen Preisschock wurde diese zurückgestellt. Ebenso erging es mir bei den nächsten beiden Händlern, entweder passte die Aktion nicht oder der Preis überstieg meine finanziellen Möglichkeiten (der häusliche Friede spielt bei solchen Käufen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle!).
Doch beim letzten Händler in der Reichweite von 100 km wurde ich fündig !
Ein Produkt sensationeller Rutenbaukunst, giftgrüner Blank mit rosaroten Wicklungen und einem blau-eingefärbten Holzrollenhalter passte genau , der Preis für die rot eloxierte Rolle war erschwinglich und so brauste ich hoch zufrieden sofort an mein Hausgewässer um die Sache einem Praxistest zu unterziehen.
Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass die Fische komplett inaktiv waren und mehrere Versuche brachten keinerlei Erfolg. Um die Gewässerseite zu wechseln muss man an diesem Bach auf einem großen Baumstamm hinüber balancieren und es kam wie es kommen musste, ich rutschte ab, konnte mich gerade noch halten, aber die Rute flog in hohem Bogen in den anschließenden Gumpen.
Der Erfolg war durchschlagend :
1 Äsche , 46 cm totgelacht
2 RB um die 50 cm (die sind nun mal widerstandsfähiger) vibrierend kieloben,
1 Bafo kopfschüttelnd (wahrscheinlich humorlos) im Kreise schwimmend.
RC
Giftgrüne Rute mit rosafarbenen Wicklungen und blau gefärbtem Rollenhalter + rot-eloxierte Rolle mit grell orangefarbener Schnur
patentieren lassen, außerdem wäre ich der erste, :rolleyes:der hakenlos fischt.
Darüber werde ich nachdenken meint eurer
Josef Wolpertinger jun
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Fly-Ing
Hallo Leute,
habe mich gerade durch die teils kontrovers geführte und mir nicht immer schlüssig erscheinende dennoch einige sehr interessante Aspekte erhellende Diskussion durchgelesen.
Zusammenfassende Erkenntnis für mich ist: “Weg mit der AFTMA – Klassifizierung!“
Ersatz durch einfache und eindeutige Schnurkennzeichnung:
Bei WF Leinen:
Aufdruck des Wurfgewichtes (ganze Keule) und der Keulenlänge mit der Angabe des Keulentapers (bzw. der Verjüngungslänge)
Bei DT Schnüren:
Gewicht der ersten 10 m (g/10 m) mit Angabe der Verjüngungslänge und
des spezifischen Meter-Gewichtes des Schnurbauches (g/m).
Anstelle der Bezeichnungen F, N, I, S1, S2, S3, etc. kann genauso einfach die Materialdichte (g/cm³) aufgedruckt werden, z.B. 0,8 – 1,0 für Floating, > 1,0 für Schnurteile aus Intermediate- und Sinkmaterial.
Jeder wird schnell begreifen, dass eine schwimmende 0,8-er Schnur höher aufschwimmt, sich aber eine 0,95-er besser in den Wind werfen lässt, und 1,1-er Spitzen langsamer sinken als 1,8-er Material.
Ist auf den Verpackungen ein dem Inhalt entsprechendes Schnurprofil mit solchen Angaben aufgedruckt oder wird eine Fliegenschnur in Katalogen etc. entsprechend beschrieben, wird die Entscheidung für das eine oder andere Produkt vielleicht nicht einfacher, aber man kauft nicht mehr die Katze im Sack.
Voraussetzung ist jedoch immer die Kenntnis des empfohlenen oder ermittelten bestens geeigneten Wurfgewichts (g) der in Frage kommenden Fliegenrute.
Unabhängig von der Beschreibung der Rutenaktion (Biegung im Spitzenbereich = schneller, durchgehende Rutenbiegung = langsamer) kann für jede Fliegenrute ermittelt werden, in welchem Belastungsbereich die Rute bei normalem Gebrauch idealer Weise einzusetzen ist.
Das Wurfgewicht = empfohlenes Schnurgewicht steht dann anstelle z.T. unsinniger AFTMA Angaben auf der Rute, z.B.: Mid Flex 10–12 g oder ähnlich.
Die den eigenen Bedürfnissen entsprechende Ruten-Schnurkombination kann dann abhängig davon was man schon besitzt oder sich noch anschaffen will, erheblich gezielter zusammengestellt werden.
Wurfspezialisten selbst wissen am besten, wann und wie sie von den auf die Normalbenutzer bezogenen Empfehlungen abweichen müssen um ihr Gerät für ihre speziellen Bedürfnisse fein zu tunen.
Natürlich gibt es dann betrübte Klasse 0–3 er Enthusiasten, die plötzlich nur noch eine schwache #4 in der Hand halten, aber wer schon mal das Taper einer Schnur der Klasse 0, 1 oder 2 nachgemessen hat, weiß was ich meine, gar nicht zu reden von den 00 ern, die eigentlich gar nicht mehr zu erkennen sind.
Im Zweihandbereich gibt es, wie schon erwähnt wurde, bereits Fliegenruten mit der Angabe des Wurfgewichts und bei Schussköpfen die Kennzeichnung des Tapers mit Angaben von Länge und Gewicht. Auch hier ist es blödsinnig, #10/11 drauf zu schreiben, wenn #16-18 drin steckt.
Nerven wir die Hersteller mit Fragen nach Wurf- und Schnurgewicht, dann werden immer häufiger solche klarstellenden Angaben erscheinen.
Fly-Ing
habe mich gerade durch die teils kontrovers geführte und mir nicht immer schlüssig erscheinende dennoch einige sehr interessante Aspekte erhellende Diskussion durchgelesen.
Zusammenfassende Erkenntnis für mich ist: “Weg mit der AFTMA – Klassifizierung!“
Ersatz durch einfache und eindeutige Schnurkennzeichnung:
Bei WF Leinen:
Aufdruck des Wurfgewichtes (ganze Keule) und der Keulenlänge mit der Angabe des Keulentapers (bzw. der Verjüngungslänge)
Bei DT Schnüren:
Gewicht der ersten 10 m (g/10 m) mit Angabe der Verjüngungslänge und
des spezifischen Meter-Gewichtes des Schnurbauches (g/m).
Anstelle der Bezeichnungen F, N, I, S1, S2, S3, etc. kann genauso einfach die Materialdichte (g/cm³) aufgedruckt werden, z.B. 0,8 – 1,0 für Floating, > 1,0 für Schnurteile aus Intermediate- und Sinkmaterial.
Jeder wird schnell begreifen, dass eine schwimmende 0,8-er Schnur höher aufschwimmt, sich aber eine 0,95-er besser in den Wind werfen lässt, und 1,1-er Spitzen langsamer sinken als 1,8-er Material.
Ist auf den Verpackungen ein dem Inhalt entsprechendes Schnurprofil mit solchen Angaben aufgedruckt oder wird eine Fliegenschnur in Katalogen etc. entsprechend beschrieben, wird die Entscheidung für das eine oder andere Produkt vielleicht nicht einfacher, aber man kauft nicht mehr die Katze im Sack.
Voraussetzung ist jedoch immer die Kenntnis des empfohlenen oder ermittelten bestens geeigneten Wurfgewichts (g) der in Frage kommenden Fliegenrute.
Unabhängig von der Beschreibung der Rutenaktion (Biegung im Spitzenbereich = schneller, durchgehende Rutenbiegung = langsamer) kann für jede Fliegenrute ermittelt werden, in welchem Belastungsbereich die Rute bei normalem Gebrauch idealer Weise einzusetzen ist.
Das Wurfgewicht = empfohlenes Schnurgewicht steht dann anstelle z.T. unsinniger AFTMA Angaben auf der Rute, z.B.: Mid Flex 10–12 g oder ähnlich.
Die den eigenen Bedürfnissen entsprechende Ruten-Schnurkombination kann dann abhängig davon was man schon besitzt oder sich noch anschaffen will, erheblich gezielter zusammengestellt werden.
Wurfspezialisten selbst wissen am besten, wann und wie sie von den auf die Normalbenutzer bezogenen Empfehlungen abweichen müssen um ihr Gerät für ihre speziellen Bedürfnisse fein zu tunen.
Natürlich gibt es dann betrübte Klasse 0–3 er Enthusiasten, die plötzlich nur noch eine schwache #4 in der Hand halten, aber wer schon mal das Taper einer Schnur der Klasse 0, 1 oder 2 nachgemessen hat, weiß was ich meine, gar nicht zu reden von den 00 ern, die eigentlich gar nicht mehr zu erkennen sind.
Im Zweihandbereich gibt es, wie schon erwähnt wurde, bereits Fliegenruten mit der Angabe des Wurfgewichts und bei Schussköpfen die Kennzeichnung des Tapers mit Angaben von Länge und Gewicht. Auch hier ist es blödsinnig, #10/11 drauf zu schreiben, wenn #16-18 drin steckt.
Nerven wir die Hersteller mit Fragen nach Wurf- und Schnurgewicht, dann werden immer häufiger solche klarstellenden Angaben erscheinen.
Fly-Ing
-
AndreasS.
@ Fly-Ing
Meine allervollste Zustimmung !!
Das AFTMA-System ist nunmal von Annotobak und nicht mehr zeitgemäß. IMHO hält sich heute KEIN Ruten- und nur die allerwenigsten Schnurhersteller noch an dieses System. Es ist längst von der Realität eingeholt und ad absurdum geführt worden. Beispiele:
Ich besitze drei Ruten der Klasse 3 nach AFTMA und alle drei Ruten von drei verschiedenen durchaus renomierten Herstellern sind Ruten, die sich gemäß AFTMA real irgendwo zwischen #4 und #5 bewegen.
Eine 8/9 er Zweihand wirft heutzutage gemeinhin Schußköpfe um die 27gr, das ist nach AFTMA ungefähr # 13 !!, AFTMA Angaben auf modernen Zweihändern sind somit absolut nutzlos.
Ein Beispiel der Firma Loop:
Eine #6 (gemeint sein kann ja nur Schnurklasse gem. AFTMA) WF Opti Stream
wiegt 13 Gramm, das wäre aber gemäß AFTMA-Definition #8.
Ähnliches gilt für verschiedene Schnurmodelle beispielsweise von Guideline und Scierra.
Und in der Tat sind einige Firmen, allen voran die (innovativeren?) skandinavischen Firmen wie z.B. Scierra oder Loop, dazu übergangen, ihren Produkten ganz verschämt AFTMA-Klassen und (Wurf-)gewichte in Gramm aufzudrucken, mit dem merkwürdigen Beigeschmack, dass die angegebenen Wurfgewichte mindestens 1-2 Klassen über den angegebenen AFTMA Klassen liegen.
Also: Vergesst AFTMA, es lebe das Gramm:p
Grüße, Andreas
Meine allervollste Zustimmung !!
Das AFTMA-System ist nunmal von Annotobak und nicht mehr zeitgemäß. IMHO hält sich heute KEIN Ruten- und nur die allerwenigsten Schnurhersteller noch an dieses System. Es ist längst von der Realität eingeholt und ad absurdum geführt worden. Beispiele:
Ich besitze drei Ruten der Klasse 3 nach AFTMA und alle drei Ruten von drei verschiedenen durchaus renomierten Herstellern sind Ruten, die sich gemäß AFTMA real irgendwo zwischen #4 und #5 bewegen.
Eine 8/9 er Zweihand wirft heutzutage gemeinhin Schußköpfe um die 27gr, das ist nach AFTMA ungefähr # 13 !!, AFTMA Angaben auf modernen Zweihändern sind somit absolut nutzlos.
Ein Beispiel der Firma Loop:
Eine #6 (gemeint sein kann ja nur Schnurklasse gem. AFTMA) WF Opti Stream
wiegt 13 Gramm, das wäre aber gemäß AFTMA-Definition #8.
Ähnliches gilt für verschiedene Schnurmodelle beispielsweise von Guideline und Scierra.
Und in der Tat sind einige Firmen, allen voran die (innovativeren?) skandinavischen Firmen wie z.B. Scierra oder Loop, dazu übergangen, ihren Produkten ganz verschämt AFTMA-Klassen und (Wurf-)gewichte in Gramm aufzudrucken, mit dem merkwürdigen Beigeschmack, dass die angegebenen Wurfgewichte mindestens 1-2 Klassen über den angegebenen AFTMA Klassen liegen.
Also: Vergesst AFTMA, es lebe das Gramm:p
Grüße, Andreas
-
Werner
Hallo Fly Ing,
wenn ich auch kein Freund davon bin, "alles" in messbare Parameter zu fassen, so kann ich deiner Darstellung doch viel Sinn abgewinnen.
Endlich jemand, der das Problem umfassender zu erkennen vermag und deshalb beides , Leine und Rute, einer genaueren Klassifizierung unterziehen will.
So macht das ganze Sinn.
Gruß Werner
wenn ich auch kein Freund davon bin, "alles" in messbare Parameter zu fassen, so kann ich deiner Darstellung doch viel Sinn abgewinnen.
Endlich jemand, der das Problem umfassender zu erkennen vermag und deshalb beides , Leine und Rute, einer genaueren Klassifizierung unterziehen will.
So macht das ganze Sinn.
Gruß Werner
@ Fly-Ing
@ AndreasS.
Grundsätzlich bin ich mit Euch einer Meinung!
Allerdings hätte ich erhebliche Bedenken, wenn nach und nach jeder Hersteller sich aufgrund von Kundenwünschen veranlaßt sähe, sein eigenes Süppchen zu kochen und seine Schnüre mit Hilfe von national unterschiedlichen Längen- und Gewichtsangaben zu klassifizieren, und das dann noch auf unterschiedliche Weise.
Jeder Hersteller wird seine Kunden behalten wollen und hat von daher nicht unbedingt ein großes Interesse daran, daß sein Produkt problemlos mit dem der Konkurrenz verglichen werden kann. Es gibt ja nicht nur Gramm und Meter, sondern in anderen Ländern sind andere Maßeinheiten üblich.
Neue Schnurklassifizierungen mehrerer Hersteller würden sicher die Übersichtlichkeit für den Endverbraucher beeinträchtigen, sofern er unterschiedliche Marken vergleichen will.
Und bevor sich die Hersteller international zu einem (gemeinsamen) neuen Standard durchringen könnten, gingen sicher einige Jahre bis Jahrzehnte ins Land. Sowas muß wachsen und wächst vielleicht schon.
Den AFTMA-Standard für Fliegenschnüre gibt es und das ist derzeit der einzige Standard, weil er mehrheitlich gebräuchlich und international anerkannt ist. Er ist zwar schon etwas betagt, aber trotzdem noch hilfreich, zumindest was normale DT- und WF-Schnüre für Einhandruten betrifft. Das Gewicht der ersten 9,14m Schnur (AFTMA) ist für mich immer eine gute Orientierung, wenn ich für eine bestimmte Rute eine neue Schnur kaufen will. Dabei kommt es mir nicht auf Abweichungen um 1g nach oben oder unten an, aber in den zulässigen Toleranzen muß der Fabrikant sich schon bewegen. AFTMA ist schon viel älter als die heutigen Produktionsmethoden. Es kann es deshalb kein Problem mehr sein, gewichtsmäßig genau passende Schnüre zu produzieren. Wenn das Gewicht innerhalb der Toleranzen mehrmals nicht stimmt, ist diese Schnurmarke für mich erledigt.
Für Schußköpfe taugt AFTMA weniger, egal ob Einhand- oder Zweihandruten. Da gelten andere Kriterien.
Ich will mich trotzdem mal für diesen zugegebenermaßen nur eingeschränkt verwendbaren AFTMA-Standard einsetzen, solange es noch nix Besserers gibt: Er hat per Definition nur etwas mit Fliegenschnüren zu tun und nix mit Fliegenruten.
Für Fliegenruten gibt es zwar AFTMA-Empfehlungen der Hersteller, aber keinen Standard. Keinen Standard deshalb, weil es kein allgemein anerkanntes Verfahren zur korrekten Messung der Wurfeigenschaften von Fliegenruten gibt. Möglich wäre sowas, da habt Ihr recht.
Weil es kein Meßverfahren gibt, sind diese AFTMA-Empfehlungen an Ruten aber mit Vorsicht zu genießen.
Gruß, Werner (Pinn)
@ AndreasS.
Grundsätzlich bin ich mit Euch einer Meinung!
Allerdings hätte ich erhebliche Bedenken, wenn nach und nach jeder Hersteller sich aufgrund von Kundenwünschen veranlaßt sähe, sein eigenes Süppchen zu kochen und seine Schnüre mit Hilfe von national unterschiedlichen Längen- und Gewichtsangaben zu klassifizieren, und das dann noch auf unterschiedliche Weise.
Jeder Hersteller wird seine Kunden behalten wollen und hat von daher nicht unbedingt ein großes Interesse daran, daß sein Produkt problemlos mit dem der Konkurrenz verglichen werden kann. Es gibt ja nicht nur Gramm und Meter, sondern in anderen Ländern sind andere Maßeinheiten üblich.
Neue Schnurklassifizierungen mehrerer Hersteller würden sicher die Übersichtlichkeit für den Endverbraucher beeinträchtigen, sofern er unterschiedliche Marken vergleichen will.
Und bevor sich die Hersteller international zu einem (gemeinsamen) neuen Standard durchringen könnten, gingen sicher einige Jahre bis Jahrzehnte ins Land. Sowas muß wachsen und wächst vielleicht schon.
Den AFTMA-Standard für Fliegenschnüre gibt es und das ist derzeit der einzige Standard, weil er mehrheitlich gebräuchlich und international anerkannt ist. Er ist zwar schon etwas betagt, aber trotzdem noch hilfreich, zumindest was normale DT- und WF-Schnüre für Einhandruten betrifft. Das Gewicht der ersten 9,14m Schnur (AFTMA) ist für mich immer eine gute Orientierung, wenn ich für eine bestimmte Rute eine neue Schnur kaufen will. Dabei kommt es mir nicht auf Abweichungen um 1g nach oben oder unten an, aber in den zulässigen Toleranzen muß der Fabrikant sich schon bewegen. AFTMA ist schon viel älter als die heutigen Produktionsmethoden. Es kann es deshalb kein Problem mehr sein, gewichtsmäßig genau passende Schnüre zu produzieren. Wenn das Gewicht innerhalb der Toleranzen mehrmals nicht stimmt, ist diese Schnurmarke für mich erledigt.
Für Schußköpfe taugt AFTMA weniger, egal ob Einhand- oder Zweihandruten. Da gelten andere Kriterien.
Ich will mich trotzdem mal für diesen zugegebenermaßen nur eingeschränkt verwendbaren AFTMA-Standard einsetzen, solange es noch nix Besserers gibt: Er hat per Definition nur etwas mit Fliegenschnüren zu tun und nix mit Fliegenruten.
Für Fliegenruten gibt es zwar AFTMA-Empfehlungen der Hersteller, aber keinen Standard. Keinen Standard deshalb, weil es kein allgemein anerkanntes Verfahren zur korrekten Messung der Wurfeigenschaften von Fliegenruten gibt. Möglich wäre sowas, da habt Ihr recht.
Weil es kein Meßverfahren gibt, sind diese AFTMA-Empfehlungen an Ruten aber mit Vorsicht zu genießen.
Gruß, Werner (Pinn)
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TorstenHtr
Hallo Leute,
Zum Thema Schnur, da hatte ich ähnliche Gedanken und habe sie in einem englischen Forum geäussert .. Ich wäre der erste der SI Einheiten bevorzugen würde. Das sich irgendetwas ändern wird am AFTMA Standard halte ich für fast 100% ausgeschlossen, da der FF Markt von den USA dominiert wird und die nicht mal im allgemeinen Gebrauch SI Einheiten benutzen, sondern immer noch inch, ft. usw. Keine Chance, habe schon mit Bruce Richards von 3M darüber diskutiert.
Das die ersten 9.15m benutzt werden für die Definition finde ich an sich schon richtig, weil diese im wesentlichen bestimmen wie die Präsentation der Schnur sein wird. Prinzipiell hat man Probleme nur mit WF's, DT's von gleicher AFTMA Klasse verhalten sich fast identisch. Bei WF's nur Masse der Keule wäre zu wenig, aber als zusätzliche Information schon sinnvoll.
Hmm, ich hoffe den Artikel über ein mögliches Messsystem in den nächsten Wochen fertig zu kriegen, muss noch Tabellen umrechnen usw.
Das CC System erfüllt IMHO schon jetzt alle Erwartungen an ein objektives Messverfahren; eine Variable für die mittlere Steifigkeit, eine für den Aktionstyp und eine für die Rückstellgeschwindigkeit .. was will man mehr.
Bis dann..
Torsten
Zum Thema Schnur, da hatte ich ähnliche Gedanken und habe sie in einem englischen Forum geäussert .. Ich wäre der erste der SI Einheiten bevorzugen würde. Das sich irgendetwas ändern wird am AFTMA Standard halte ich für fast 100% ausgeschlossen, da der FF Markt von den USA dominiert wird und die nicht mal im allgemeinen Gebrauch SI Einheiten benutzen, sondern immer noch inch, ft. usw. Keine Chance, habe schon mit Bruce Richards von 3M darüber diskutiert.
Das die ersten 9.15m benutzt werden für die Definition finde ich an sich schon richtig, weil diese im wesentlichen bestimmen wie die Präsentation der Schnur sein wird. Prinzipiell hat man Probleme nur mit WF's, DT's von gleicher AFTMA Klasse verhalten sich fast identisch. Bei WF's nur Masse der Keule wäre zu wenig, aber als zusätzliche Information schon sinnvoll.
Hmm, ich hoffe den Artikel über ein mögliches Messsystem in den nächsten Wochen fertig zu kriegen, muss noch Tabellen umrechnen usw.
Das CC System erfüllt IMHO schon jetzt alle Erwartungen an ein objektives Messverfahren; eine Variable für die mittlere Steifigkeit, eine für den Aktionstyp und eine für die Rückstellgeschwindigkeit .. was will man mehr.
Bis dann..
Torsten
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Fyggi
Hai Fly-Ing und Andreas,
bin genau eurer Meinung und schließe mich den Argumenten entsprechend an:
"Zusammenfassende Erkenntnis für mich ist: “Weg mit der AFTMA – Klassifizierung!“
Ersatz durch einfache und eindeutige Schnurkennzeichnung".
PINN:
"Jeder Hersteller wird seine Kunden behalten wollen und hat von daher nicht unbedingt ein großes Interesse daran, daß sein Produkt problemlos mit dem der Konkurrenz verglichen werden kann. Es gibt ja nicht nur Gramm und Meter, sondern in anderen Ländern sind andere Maßeinheiten üblich."
Diese Maßeinheiten sind aber auch genormt und vergleichbar, bzw. umrechenbar. Daher kein Argument gegen eine Änderung. Nachvollziehbar würde es trotzdem sein.
WERNER:
Stimme auch dir zu, das erst die Klassifizierung von Rute und Rolle optimal wäre.
Aber es scheint doch einfacher zu sein, einen Gegenstand (Schnur) nachzuwiegen, als eine Rute nach einem bestimmten (???) Messverfahren zu Klassifizieren. Das wäre zumindest mal ein Anfang!!!
Eine Empfehlung für eine Kombination Rute/Schnur kann nur eine grobe Aussage treffen, die schon fischbar sein wird.
Für geübtere Werfer kristallisieren sich später bestimmte Vorlieben in Bezug auf die Schnüre wieder, je nach Gusto und Verwendungszweck. Und dann helfen doch Grammangaben entscheident weiter.
Thorsten:
Ich gebe dir Recht, dass die ersten 9,14 Meter für die Präsentation wichtig sind, aber nicht mehr und nicht weniger.
Wären alle Schnüre einer Klasse gleicher Machart, wären wir weiter.
Aber solange eine WF nun einmal mit der ganzen Keule geworfen wird, wenn es auch mal weiter gehen soll (macht uns doch beiden Spaß, oder ?!) helfen mir die 9,14 Meter nicht weiter. Und für die Präsentation ist das genaue Gewicht dieser Länge m.E. auch sekundär. Wichtiger hier erscheinen mir Länge und Stärke der Spitze, da diese im Nahbereich der eigentliche Transporteuer des Vorfaches ist, unter Zuhilfenahme des Restes der Schnur.
Aber ich glaube auch nicht unbedingt, das der Markt der USA sich den "paar" Europäern anpassen würde, selbst wenn wir die absolut besseren Sachargumente hätten.
Das was mich ein bischen hoffen läßt ist die weiter fortschreitende Tendenz, Grammangaben gerade bei Schußköpfen zu machen (ob Werfer oder Händler/Hersteller) und das auch der ein oder andere Hersteller (na gut, Vertreiber....) es so händelt. Auch wenn es sich hier u.a. um einen AFTMA-Klassifizierungsignoranten handelt. (Der zugegebener Maßen das tatsächliche Gewicht seiner noch nach AFTMA-Standart verkauften Schnüre ziemlich hoch ansetzt, wie ich nach eigenem Wiegen einer bestimmten Schnur feststellen konnte).
Mark
bin genau eurer Meinung und schließe mich den Argumenten entsprechend an:
"Zusammenfassende Erkenntnis für mich ist: “Weg mit der AFTMA – Klassifizierung!“
Ersatz durch einfache und eindeutige Schnurkennzeichnung".
PINN:
"Jeder Hersteller wird seine Kunden behalten wollen und hat von daher nicht unbedingt ein großes Interesse daran, daß sein Produkt problemlos mit dem der Konkurrenz verglichen werden kann. Es gibt ja nicht nur Gramm und Meter, sondern in anderen Ländern sind andere Maßeinheiten üblich."
Diese Maßeinheiten sind aber auch genormt und vergleichbar, bzw. umrechenbar. Daher kein Argument gegen eine Änderung. Nachvollziehbar würde es trotzdem sein.
WERNER:
Stimme auch dir zu, das erst die Klassifizierung von Rute und Rolle optimal wäre.
Aber es scheint doch einfacher zu sein, einen Gegenstand (Schnur) nachzuwiegen, als eine Rute nach einem bestimmten (???) Messverfahren zu Klassifizieren. Das wäre zumindest mal ein Anfang!!!
Eine Empfehlung für eine Kombination Rute/Schnur kann nur eine grobe Aussage treffen, die schon fischbar sein wird.
Für geübtere Werfer kristallisieren sich später bestimmte Vorlieben in Bezug auf die Schnüre wieder, je nach Gusto und Verwendungszweck. Und dann helfen doch Grammangaben entscheident weiter.
Thorsten:
Ich gebe dir Recht, dass die ersten 9,14 Meter für die Präsentation wichtig sind, aber nicht mehr und nicht weniger.
Wären alle Schnüre einer Klasse gleicher Machart, wären wir weiter.
Aber solange eine WF nun einmal mit der ganzen Keule geworfen wird, wenn es auch mal weiter gehen soll (macht uns doch beiden Spaß, oder ?!) helfen mir die 9,14 Meter nicht weiter. Und für die Präsentation ist das genaue Gewicht dieser Länge m.E. auch sekundär. Wichtiger hier erscheinen mir Länge und Stärke der Spitze, da diese im Nahbereich der eigentliche Transporteuer des Vorfaches ist, unter Zuhilfenahme des Restes der Schnur.
Aber ich glaube auch nicht unbedingt, das der Markt der USA sich den "paar" Europäern anpassen würde, selbst wenn wir die absolut besseren Sachargumente hätten.
Das was mich ein bischen hoffen läßt ist die weiter fortschreitende Tendenz, Grammangaben gerade bei Schußköpfen zu machen (ob Werfer oder Händler/Hersteller) und das auch der ein oder andere Hersteller (na gut, Vertreiber....) es so händelt. Auch wenn es sich hier u.a. um einen AFTMA-Klassifizierungsignoranten handelt. (Der zugegebener Maßen das tatsächliche Gewicht seiner noch nach AFTMA-Standart verkauften Schnüre ziemlich hoch ansetzt, wie ich nach eigenem Wiegen einer bestimmten Schnur feststellen konnte).
Mark
-
Fly-Ing
Fundsache zum Thema Fliegenruten- und AFTMA- Klassifizierung.
Zitat aus der neuesten Ausgabe einer Zeitschrift über das Fliegenfischen:
------------------------------------------------------------------------------------------
“Die dreiteilige MPA ist eine Rute, mit der man einfach sofort klar kommen muss. Zur Erleichterung bei der Schnurwahl ist das optimale Wurfgewicht auf dem Blank vermerkt, bei dem hier vorgestellten Modell (Klasse 5/6) mit 11 Gramm. Diese Gramm-Angaben beziehen sich auf die ersten 9,15 Meter der Fliegenschnur, geben also auch eine sehr gute Hilfe bei der Kalibrierung von Schussköpfen.
So richtig in Fahrt kommt die MPA bei mittleren wie großen Distanzen. Die Rute lädt sich tadellos auf und zeigt keine Schwächen, selbst wenn eine Menge Schnur in der Luft ist.“
-----------------------------------------------------------------------------------------
Erfreulich fortschrittlich die Angabe des “Optimalen Wurfgewichtes“. So wünscht sich das der aufgeschlossene und aufgeklärte Fliegenfischer.
Bedauerlich deshalb die erklärende falsche Interpretation des “Optimalen Wurfgewichtes“.
Diese Gramm-Angaben beziehen sich keinesfalls auf die ersten 9,15 Meter einer Fliegenschnur.
Diese Rute arbeitet unabhängig der Schnurlänge am optimalsten bei dem empfohlenen Wurfgewicht von etwa 11 Gramm, das können z.B. ebenso 8 Meter wie 12 Meter Fliegenschnur sein!
Der Nachsatz, bei korrekt durchgeführtem Rutentest, könnte dann etwa so lauten:
“So richtig in Fahrt kommt die MPA wenn der 11 Gramm schwere Schusskopf draußen ist. Die Rute lädt sich tadellos auf und zeigt bei dem empfohlenen Wurfgewicht noch keinerlei Schwächen.“
Dann erst weiß der interessierte Verbraucher ob in dieser Rute auch das drinsteckt was draufsteht.
Wäre jetzt noch eine Bemerkung über die Aktion der Rute (das Biegeverhalten) und eine Rutengewichtsangabe dabei, könnte man sich schon ein ganz gutes Bild über diese Fliegenrute machen.
Fly-Ing
Zitat aus der neuesten Ausgabe einer Zeitschrift über das Fliegenfischen:
------------------------------------------------------------------------------------------
“Die dreiteilige MPA ist eine Rute, mit der man einfach sofort klar kommen muss. Zur Erleichterung bei der Schnurwahl ist das optimale Wurfgewicht auf dem Blank vermerkt, bei dem hier vorgestellten Modell (Klasse 5/6) mit 11 Gramm. Diese Gramm-Angaben beziehen sich auf die ersten 9,15 Meter der Fliegenschnur, geben also auch eine sehr gute Hilfe bei der Kalibrierung von Schussköpfen.
So richtig in Fahrt kommt die MPA bei mittleren wie großen Distanzen. Die Rute lädt sich tadellos auf und zeigt keine Schwächen, selbst wenn eine Menge Schnur in der Luft ist.“
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Erfreulich fortschrittlich die Angabe des “Optimalen Wurfgewichtes“. So wünscht sich das der aufgeschlossene und aufgeklärte Fliegenfischer.
Bedauerlich deshalb die erklärende falsche Interpretation des “Optimalen Wurfgewichtes“.
Diese Gramm-Angaben beziehen sich keinesfalls auf die ersten 9,15 Meter einer Fliegenschnur.
Diese Rute arbeitet unabhängig der Schnurlänge am optimalsten bei dem empfohlenen Wurfgewicht von etwa 11 Gramm, das können z.B. ebenso 8 Meter wie 12 Meter Fliegenschnur sein!
Der Nachsatz, bei korrekt durchgeführtem Rutentest, könnte dann etwa so lauten:
“So richtig in Fahrt kommt die MPA wenn der 11 Gramm schwere Schusskopf draußen ist. Die Rute lädt sich tadellos auf und zeigt bei dem empfohlenen Wurfgewicht noch keinerlei Schwächen.“
Dann erst weiß der interessierte Verbraucher ob in dieser Rute auch das drinsteckt was draufsteht.
Wäre jetzt noch eine Bemerkung über die Aktion der Rute (das Biegeverhalten) und eine Rutengewichtsangabe dabei, könnte man sich schon ein ganz gutes Bild über diese Fliegenrute machen.
Fly-Ing
-
TorstenHtr
Hallo Fly-Ing,
Ich glaub da hast du dich täuschen lassen, diese Gramm Angabe ist das gleiche nur in einer anderen "Einheit". Der gleiche Test und man hat nichts gewonnen, denn wo wurde jemals ein "optimales" Wurfgewicht definiert?
Das ist lediglich die subjektive Meinung des Testwerfers, und ob sich das so verallgemeinern lässt möchte ich mal bezweifeln, da sich ein Schusskopf doch etwas anders verhält.
Bis dann..
Torsten
Ich glaub da hast du dich täuschen lassen, diese Gramm Angabe ist das gleiche nur in einer anderen "Einheit". Der gleiche Test und man hat nichts gewonnen, denn wo wurde jemals ein "optimales" Wurfgewicht definiert?
Das ist lediglich die subjektive Meinung des Testwerfers, und ob sich das so verallgemeinern lässt möchte ich mal bezweifeln, da sich ein Schusskopf doch etwas anders verhält.
Bis dann..
Torsten
-
Fly-Ing
Hallo Torsten,
in dem Thread “WF oder DT“ habe ich mich neulich schon mal zu den Problemen, welche scheinbar vielen Fliegenfischern eigen sind, nämlich die Unterschiede der verschiedenen Schnurausführungen einzuordnen und ihre eigenen Ruten klassifizieren zu können, geäußert.
Originaltext:
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geht man davon aus, dass DT – Fliegenschnüre im allgemeinen parallele Leinen sind, die sich nur durch verschieden lang ausgeführte Endverjüngungen unterscheiden, dass es bei WF – Fliegenschnüren aber eine Vielzahl von Leinenausführungen gibt, d.h. sehr verschiedene Leinenprofile und Kopflängen, relativieren sich solch simple Vergleiche zu Nonsens.
Ein Vorschlag:
Man nimmt seine Lieblings-DT mitsamt passendem Vorfach (und Fliege), geht ans Wasser oder auf die Wiese und wirft die Leinenlänge, bei der die Rute optimal arbeitet, die Restleine am weitesten schießt und sich das Vorfach noch streckt.
Markiert diese Leinenlänge (zunächst in der Nähe des Handteiles mit einem Filzstiftstrich) und wiederholt das Ganze ein paar Mal unter anderen Bedingungen, z.B. anderem Wind.
Ist man sicher, welche ausgebrachte Leinenlänge man nutzen kann, schneidet man die Leine am Spitzenring ab und spleißt dieses Stück an eine Runningleine.
Fest verbunden könnte man das Ganze jetzt als WF – Schnur bezeichnen, zusammen geschlauft wäre es identisch mit einem Schusskopfsystem.
Der Vergleich vorher (DT) zu nachher (WF) wird zeigen, dass sich im Nahbereich nichts geändert hat, im Distanzbereich aber etwas mehr drin ist.
Der Vorteil von entsprechend getaperten WF-Fliegenschnüren ist eben der oft spezielle Einsatzbereich, es gibt heute für fast alle Wurfvarianten auch ein entsprechendes Schnurprofil.
Der Nachteil bei WF-Fliegenschnüren ist, dass diese in fertiger Form vorliegen, d.h. Kopflänge und ( – )Gewicht sind festgelegt aber meistens nicht bekannt (siehe parallel laufende AFTMA-Diskussion), an Schusskopfsystemen dagegen lassen sich manchmal Anpassungen vornehmen.
Hilfreich bei der Auswahl der entsprechenden Fliegenschnur ist es auf jeden Fall, wenn das optimale (individuelle) Wurfgewicht der Fliegenrute bekannt ist (einfach das (abgeschnittene) Fliegenschnurende oder eine gut harmonierende WF-Keule incl. Vorfach abwiegen).
Um sich an Schusskopfsysteme zu gewöhnen, schneiden manche Fliegenfischer DT – Schnüre ( bis ~ # 5, wo es auf Weite noch nicht so ankommt) einfach in der Mitte durch, und benutzen dann angeschlauft oder verbunden mit einer dünnen Schussleine einen sogenannten Longbelly-Kopf.
Es gibt vieles neu zu entdecken – aber es auszuprobieren und dann über das Gleiche zu diskutieren verwirrt dabei am wenigsten.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Angabe "Optimales Wurfgewicht" für eine Angelrute ist das empirisch ermittelte vom Hersteller/Vertreiber empfohlene Wurfgewicht, in dessen Bereich sich diese Rute optimal werfen läßt. Darunter (hier stört es weniger) und darüber (hier ist die Rute eventuell überladen) sind Einschränkungen hinzunehmen.
Eine einfach zu ermittelnde, simple und praxistaugliche Angabe des Ruten(arbeits)vermögens, womit eine passende Schnurzuordnung deutlich erleichtert wird.
Und wenn auf diesen Ruten eine Wurfgewichtsempfehlung aufgedruckt ist, kann man davon ausgehen, dass diese Angaben von qualifizierten Testwerfen ermittelt wurden und für den normalen Anwender als zuverlässiger Anhalt gelten können.
Dass diese Leute Ahnung von Rutenaktion und Wurfeigenschaften haben müssen, zeigt der Rutenaufbau.
Zitat: „Der .... Blank ... ist mit zwei Leitringen und sieben hochabstehenden Schlangenringen versehen, deren Materialstärke zur Spitze hin abnimmt.“
Möglichst wenig Ringgewicht zur Rutenspitze hin, das ist qualifizierter Rutenbau!
Warum wird nun in der Frage DT, WF oder Schusskopf von manchen immer noch vieles so eng und eingeschränkt gesehen?
Das oben zitierte leicht nachzuvollziehende Beispiel zeigt doch, dass es bei gleichem Wurfgewicht gar keinen Unterschied zwischen DT, WF und Schusskopf in Bezug auf das Wurfverhalten gibt, solange man das gleiche Schnurprofil auswählt.
Ich zumindest weiß, welches Gewicht meine Ruten optimal werfen, und wähle das Gerät der jeweiligen Anwendung (Gewässer, Wurfbedingungen, Fischbestand, Fliegenauswahl, Wetter, etc.) und meinen Vorstellungen entsprechend aus, d.h. ich wähle zu der diesen Bedingungen entsprechenden Fliegenrute den gewichtsmäßig passenden Schusskopf in passender Länge und Dichte mit dem entsprechenden Vorfach aus und gehe fischen.
Und es funktioniert!
Sorry für diesen langen Exkurs (manche lesen ja schon gar nicht mehr mit), aber wenn es manchem bei der Auswahl seines Gerätes hilfreich sein kann.....................
Fly-Ing
in dem Thread “WF oder DT“ habe ich mich neulich schon mal zu den Problemen, welche scheinbar vielen Fliegenfischern eigen sind, nämlich die Unterschiede der verschiedenen Schnurausführungen einzuordnen und ihre eigenen Ruten klassifizieren zu können, geäußert.
Originaltext:
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geht man davon aus, dass DT – Fliegenschnüre im allgemeinen parallele Leinen sind, die sich nur durch verschieden lang ausgeführte Endverjüngungen unterscheiden, dass es bei WF – Fliegenschnüren aber eine Vielzahl von Leinenausführungen gibt, d.h. sehr verschiedene Leinenprofile und Kopflängen, relativieren sich solch simple Vergleiche zu Nonsens.
Ein Vorschlag:
Man nimmt seine Lieblings-DT mitsamt passendem Vorfach (und Fliege), geht ans Wasser oder auf die Wiese und wirft die Leinenlänge, bei der die Rute optimal arbeitet, die Restleine am weitesten schießt und sich das Vorfach noch streckt.
Markiert diese Leinenlänge (zunächst in der Nähe des Handteiles mit einem Filzstiftstrich) und wiederholt das Ganze ein paar Mal unter anderen Bedingungen, z.B. anderem Wind.
Ist man sicher, welche ausgebrachte Leinenlänge man nutzen kann, schneidet man die Leine am Spitzenring ab und spleißt dieses Stück an eine Runningleine.
Fest verbunden könnte man das Ganze jetzt als WF – Schnur bezeichnen, zusammen geschlauft wäre es identisch mit einem Schusskopfsystem.
Der Vergleich vorher (DT) zu nachher (WF) wird zeigen, dass sich im Nahbereich nichts geändert hat, im Distanzbereich aber etwas mehr drin ist.
Der Vorteil von entsprechend getaperten WF-Fliegenschnüren ist eben der oft spezielle Einsatzbereich, es gibt heute für fast alle Wurfvarianten auch ein entsprechendes Schnurprofil.
Der Nachteil bei WF-Fliegenschnüren ist, dass diese in fertiger Form vorliegen, d.h. Kopflänge und ( – )Gewicht sind festgelegt aber meistens nicht bekannt (siehe parallel laufende AFTMA-Diskussion), an Schusskopfsystemen dagegen lassen sich manchmal Anpassungen vornehmen.
Hilfreich bei der Auswahl der entsprechenden Fliegenschnur ist es auf jeden Fall, wenn das optimale (individuelle) Wurfgewicht der Fliegenrute bekannt ist (einfach das (abgeschnittene) Fliegenschnurende oder eine gut harmonierende WF-Keule incl. Vorfach abwiegen).
Um sich an Schusskopfsysteme zu gewöhnen, schneiden manche Fliegenfischer DT – Schnüre ( bis ~ # 5, wo es auf Weite noch nicht so ankommt) einfach in der Mitte durch, und benutzen dann angeschlauft oder verbunden mit einer dünnen Schussleine einen sogenannten Longbelly-Kopf.
Es gibt vieles neu zu entdecken – aber es auszuprobieren und dann über das Gleiche zu diskutieren verwirrt dabei am wenigsten.
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Die Angabe "Optimales Wurfgewicht" für eine Angelrute ist das empirisch ermittelte vom Hersteller/Vertreiber empfohlene Wurfgewicht, in dessen Bereich sich diese Rute optimal werfen läßt. Darunter (hier stört es weniger) und darüber (hier ist die Rute eventuell überladen) sind Einschränkungen hinzunehmen.
Eine einfach zu ermittelnde, simple und praxistaugliche Angabe des Ruten(arbeits)vermögens, womit eine passende Schnurzuordnung deutlich erleichtert wird.
Und wenn auf diesen Ruten eine Wurfgewichtsempfehlung aufgedruckt ist, kann man davon ausgehen, dass diese Angaben von qualifizierten Testwerfen ermittelt wurden und für den normalen Anwender als zuverlässiger Anhalt gelten können.
Dass diese Leute Ahnung von Rutenaktion und Wurfeigenschaften haben müssen, zeigt der Rutenaufbau.
Zitat: „Der .... Blank ... ist mit zwei Leitringen und sieben hochabstehenden Schlangenringen versehen, deren Materialstärke zur Spitze hin abnimmt.“
Möglichst wenig Ringgewicht zur Rutenspitze hin, das ist qualifizierter Rutenbau!
Warum wird nun in der Frage DT, WF oder Schusskopf von manchen immer noch vieles so eng und eingeschränkt gesehen?
Das oben zitierte leicht nachzuvollziehende Beispiel zeigt doch, dass es bei gleichem Wurfgewicht gar keinen Unterschied zwischen DT, WF und Schusskopf in Bezug auf das Wurfverhalten gibt, solange man das gleiche Schnurprofil auswählt.
Ich zumindest weiß, welches Gewicht meine Ruten optimal werfen, und wähle das Gerät der jeweiligen Anwendung (Gewässer, Wurfbedingungen, Fischbestand, Fliegenauswahl, Wetter, etc.) und meinen Vorstellungen entsprechend aus, d.h. ich wähle zu der diesen Bedingungen entsprechenden Fliegenrute den gewichtsmäßig passenden Schusskopf in passender Länge und Dichte mit dem entsprechenden Vorfach aus und gehe fischen.
Und es funktioniert!
Sorry für diesen langen Exkurs (manche lesen ja schon gar nicht mehr mit), aber wenn es manchem bei der Auswahl seines Gerätes hilfreich sein kann.....................
Fly-Ing
Zuletzt geändert von Fly-Ing am 22.08.2005, 12:47, insgesamt 1-mal geändert.






