Aktion PRO "catch & release"
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
-
Black Ant
Aktion PRO "catch & release"
Hallo,
das Thema "catch & release" wird ja sehr häufig im Forum diskutiert.
Wäre es nicht sinnvoll, z. B. durch eine grosse Unterschriftenaktion, Presse, Aufklärung etc. die Gesetzgeber dazu zubringen, "catch & release" unter bestimmten Umständen zu genehmigen.
Was in allen anderen Ländern der EU möglich ist, sollte doch auch in Deutschland machbar sein. Schließlich übernimmt Deutschland ja auch alles andere aus der EU.
Viel wichter wäre es, dass in Salmonidengewässern nicht mit Maden oder Würmern geangelt wird. Ich habe es schon oft beobachtet, dass kleine Forellen (10 - 15 cm) den Haken bis zum Magen geschluckt hatten -- Ist das ein verantwortliches Umgehen mit der Kreatur Fisch ?????
Deshalb meine Forderungen an die Gesetzgeber:
- Eigene Entscheidung, welchen Fisch man zurücksetzt oder nicht.
- Einschränkung bestimmter Angelmethoden an bestimmten Gewässern - denn das ist wirklich
Tierquäleriei
- Einführung einer praktischen Angelprüfung am Gewässer (nach meiner Angelprüfung wurde ich
von Schülern gefragt: "Wie entferne ich den Haken aus dem Fisch") Aber das scheint typisch für
Deutschland ---- Viel Therorie und Geschwafel aber keine PRAXIS !!!!!!
Ich bin nicht bereit, jeden gefangenden Fisch eins auf den Kopf zu geben.
Bis dann
Karsten
das Thema "catch & release" wird ja sehr häufig im Forum diskutiert.
Wäre es nicht sinnvoll, z. B. durch eine grosse Unterschriftenaktion, Presse, Aufklärung etc. die Gesetzgeber dazu zubringen, "catch & release" unter bestimmten Umständen zu genehmigen.
Was in allen anderen Ländern der EU möglich ist, sollte doch auch in Deutschland machbar sein. Schließlich übernimmt Deutschland ja auch alles andere aus der EU.
Viel wichter wäre es, dass in Salmonidengewässern nicht mit Maden oder Würmern geangelt wird. Ich habe es schon oft beobachtet, dass kleine Forellen (10 - 15 cm) den Haken bis zum Magen geschluckt hatten -- Ist das ein verantwortliches Umgehen mit der Kreatur Fisch ?????
Deshalb meine Forderungen an die Gesetzgeber:
- Eigene Entscheidung, welchen Fisch man zurücksetzt oder nicht.
- Einschränkung bestimmter Angelmethoden an bestimmten Gewässern - denn das ist wirklich
Tierquäleriei
- Einführung einer praktischen Angelprüfung am Gewässer (nach meiner Angelprüfung wurde ich
von Schülern gefragt: "Wie entferne ich den Haken aus dem Fisch") Aber das scheint typisch für
Deutschland ---- Viel Therorie und Geschwafel aber keine PRAXIS !!!!!!
Ich bin nicht bereit, jeden gefangenden Fisch eins auf den Kopf zu geben.
Bis dann
Karsten
Hallo Karsten,
“Wäre es nicht sinnvoll, z. B. durch eine grosse Unterschriftenaktion, Presse, Aufklärung etc. die Gesetzgeber dazu zu bringen, "catch & release" unter bestimmten Umständen zu genehmigen.“
Genau. Du solltest das sofort in die Wege leiten.
„Ich habe es schon oft beobachtet, dass kleine Forellen (10 - 15 cm) den Haken bis zum Magen geschluckt hatten -- Ist das ein verantwortliches Umgehen mit der Kreatur Fisch ?????“
Ja, es ist wirklich unverantwortbar von den kleinen Forellen, den Haken so tief zu schlucken.
Vielleicht solltest Du deine Angelmethode ändern und auf Fliege umsteigen, oder Fische gezielter anwerfen.
„ Einführung einer praktischen Angelprüfung am Gewässer (nach meiner Angelprüfung wurde ich von Schülern gefragt: "Wie entferne ich den Haken aus dem Fisch") Aber das scheint typisch für Deutschland ---- Viel Therorie und Geschwafel aber keine PRAXIS !!!!!!“
Du solltest eine Jugendgruppe in Deinem Verein gründen und auf die Missstände hinweisen und Dein Wissen weitergeben. Nur geteiltes Wissen ist wirklich wertvoll.
“Ich bin nicht bereit, jeden gefangenen Fisch eins auf den Kopf zu geben.“
Ich auch nicht. Bei grossen Fischen haue ich 2mal drauf.
TL Markus
“Wäre es nicht sinnvoll, z. B. durch eine grosse Unterschriftenaktion, Presse, Aufklärung etc. die Gesetzgeber dazu zu bringen, "catch & release" unter bestimmten Umständen zu genehmigen.“
Genau. Du solltest das sofort in die Wege leiten.
„Ich habe es schon oft beobachtet, dass kleine Forellen (10 - 15 cm) den Haken bis zum Magen geschluckt hatten -- Ist das ein verantwortliches Umgehen mit der Kreatur Fisch ?????“
Ja, es ist wirklich unverantwortbar von den kleinen Forellen, den Haken so tief zu schlucken.
„ Einführung einer praktischen Angelprüfung am Gewässer (nach meiner Angelprüfung wurde ich von Schülern gefragt: "Wie entferne ich den Haken aus dem Fisch") Aber das scheint typisch für Deutschland ---- Viel Therorie und Geschwafel aber keine PRAXIS !!!!!!“
Du solltest eine Jugendgruppe in Deinem Verein gründen und auf die Missstände hinweisen und Dein Wissen weitergeben. Nur geteiltes Wissen ist wirklich wertvoll.
“Ich bin nicht bereit, jeden gefangenen Fisch eins auf den Kopf zu geben.“
Ich auch nicht. Bei grossen Fischen haue ich 2mal drauf.
TL Markus
-
Black Ant
Ich sage ja nicht, dass man nur "catch & release" ausführen soll, sondern es je nach Fisch selbst entscheiden kann. Ob ich eine kleine oder grosse Forelle zurücksetze macht für mich keinen Unterschied. Warum soll eine große Forelle nicht überleben. Die kleine überlebt ja schließlich auch (bei entsprechender Behandlung).
Zu marcus/hig möchte ich hinzufügen, dass nicht ich die kleinen Forellen mit Made geangelt habe, sondern ich es oft bei Anglern beobachtet habe. Ich fische ausschließlich mit der Fliege.
Zu marcus/hig möchte ich hinzufügen, dass nicht ich die kleinen Forellen mit Made geangelt habe, sondern ich es oft bei Anglern beobachtet habe. Ich fische ausschließlich mit der Fliege.
- sedge111
- Beiträge: 590
- Registriert: 29.09.2006, 08:13
- Wohnort: im Weltkulturerbe
- Hat sich bedankt: 9 Mal
- Danksagung erhalten: 12 Mal
Hallo Karsten,
ich bin der Überzeugung, dass viele von uns schon ähnliche Überlegungen zum Thema c&r angestellt haben.
Ich bin bei dieser Thematik ziemlich schnell desillusioniert worden.
Rein hypothetisch:
Wer wären Deine Ansprechpartner, falls es Dein Bestreben wäre, dass Du verantwortungsvolles c&r sowohl in der Gesellschaft akkzeptiert, als auch per Gesetzgebung legimentiert wird?
Dein erster Ansprechpartner wären die "vermeintlichen" Tierschutzinstitutionen wie z.B. "P E T A". Speziell diese Organisation hat in der Vergangenheit Ihre absolute Disskussionsunfähigkeit schon häufig eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In einer Gesellschaft der unsäglichen Doppelmoral, in der sich Pseudopromis nur der lieben Schlagzeilen wegen vor den Karren deratig radikaler Bewegungen spannen lassen, wirst Du leider sehr schnell an die Grenzen einer seriösen Argumentation gelangen.
Du könntest natürlich auch den Weg gehen sich an die Gesetzgeber direkt zu wenden. Ich prognostiziere Dir, dass je näher der nächste Wahltermin rückt kein Poltiker auch nur einen Gedanken über Deine vorgebrachten Argumente verschwenden wird! Viel zu groß wäre die Gefahr, dass zB: die o.g. Organisation Ihre enorme Medienmacht gegen diesen Politiker einsetzen würde!
Deswegen habe ich zu bezüglich c&r meine eigene Einstellung gefunden:
Keinen Staub aufwirbeln und Entscheidungen einzig und allein unter Vorgabe des verantwortungsvollen Umgangs mit der Kreatur Tier zu treffen!
Grüße!
sedge111
ich bin der Überzeugung, dass viele von uns schon ähnliche Überlegungen zum Thema c&r angestellt haben.
Ich bin bei dieser Thematik ziemlich schnell desillusioniert worden.
Rein hypothetisch:
Wer wären Deine Ansprechpartner, falls es Dein Bestreben wäre, dass Du verantwortungsvolles c&r sowohl in der Gesellschaft akkzeptiert, als auch per Gesetzgebung legimentiert wird?
Dein erster Ansprechpartner wären die "vermeintlichen" Tierschutzinstitutionen wie z.B. "P E T A". Speziell diese Organisation hat in der Vergangenheit Ihre absolute Disskussionsunfähigkeit schon häufig eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In einer Gesellschaft der unsäglichen Doppelmoral, in der sich Pseudopromis nur der lieben Schlagzeilen wegen vor den Karren deratig radikaler Bewegungen spannen lassen, wirst Du leider sehr schnell an die Grenzen einer seriösen Argumentation gelangen.
Du könntest natürlich auch den Weg gehen sich an die Gesetzgeber direkt zu wenden. Ich prognostiziere Dir, dass je näher der nächste Wahltermin rückt kein Poltiker auch nur einen Gedanken über Deine vorgebrachten Argumente verschwenden wird! Viel zu groß wäre die Gefahr, dass zB: die o.g. Organisation Ihre enorme Medienmacht gegen diesen Politiker einsetzen würde!
Deswegen habe ich zu bezüglich c&r meine eigene Einstellung gefunden:
Keinen Staub aufwirbeln und Entscheidungen einzig und allein unter Vorgabe des verantwortungsvollen Umgangs mit der Kreatur Tier zu treffen!
Grüße!
sedge111
-
DirkR
Ich sag's nochmal, ich habe noch kein deutsches Gesetz gesehen, dass das gelegentliche zurücksetzen von Fischen verbietet!
Woher kommt bitte dieser Irrglaube, dass das in Deutschland untersagt ist????
Reines Catch and Release ist trotz allem Schwachsinn, denn warum soll man Angeln gehen wenn man nicht ab und zu mal einen Fisch essen möchte? Wer nur Spass im Drill haben will, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
Woher kommt bitte dieser Irrglaube, dass das in Deutschland untersagt ist????
Reines Catch and Release ist trotz allem Schwachsinn, denn warum soll man Angeln gehen wenn man nicht ab und zu mal einen Fisch essen möchte? Wer nur Spass im Drill haben will, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
- Matthias M.
- Moderator
- Beiträge: 998
- Registriert: 28.09.2006, 11:49
- Wohnort: Haslital, Berner Oberland
- Danksagung erhalten: 47 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo ranzi,
soweit ich weiß, wurden in Deutschland einige Fischer verurteilt, wegen zurücksetzten von maßigen Fischen. Mir ist insbesondere ein Fall bekannt, wo ein Karpfenangler einen Großkarpfen zurückgesetzt hat. Verurteilt wurde er jedoch hauptsächlich da sich der Fisch sehr lange ausserhalb des Wassers aufhielt um von ihm Fotos zu machen.
Anders herum wurden auch schon Fischer freigesprochen, wie z.B. nachzulesen in der "Andvari" der Zeitschrift des DHC´s, wo ein Hechtangler einen maßigen Hecht zurückgesetzt hatte und er dem Gericht plausibel erklären konnte, dass er die Großhechtdame aus hegerischen Maßnahmen zurückgesetzt hat.
Ich denke das langfristig gesehen ein Umdenken in Deutschland stattfinden wird, allein schon aus hegerischen Aspekten. Es muss dem einzelnen Fischer einfach mehr Verantwortung übertragen werden mit der er dann auch verantwortungsvoll umgehen sollte, insbesondere bezogen auf Wildfische.
Laut der HP des Verband hessischer Sportfischer wird das Zurücksetzten von maßigen Fischen in Hessen neuerdings als Ordnungswidrigkeit geahndet und nicht als Straftat!!!
Gruß Matthias
soweit ich weiß, wurden in Deutschland einige Fischer verurteilt, wegen zurücksetzten von maßigen Fischen. Mir ist insbesondere ein Fall bekannt, wo ein Karpfenangler einen Großkarpfen zurückgesetzt hat. Verurteilt wurde er jedoch hauptsächlich da sich der Fisch sehr lange ausserhalb des Wassers aufhielt um von ihm Fotos zu machen.
Anders herum wurden auch schon Fischer freigesprochen, wie z.B. nachzulesen in der "Andvari" der Zeitschrift des DHC´s, wo ein Hechtangler einen maßigen Hecht zurückgesetzt hatte und er dem Gericht plausibel erklären konnte, dass er die Großhechtdame aus hegerischen Maßnahmen zurückgesetzt hat.
Ich denke das langfristig gesehen ein Umdenken in Deutschland stattfinden wird, allein schon aus hegerischen Aspekten. Es muss dem einzelnen Fischer einfach mehr Verantwortung übertragen werden mit der er dann auch verantwortungsvoll umgehen sollte, insbesondere bezogen auf Wildfische.
Laut der HP des Verband hessischer Sportfischer wird das Zurücksetzten von maßigen Fischen in Hessen neuerdings als Ordnungswidrigkeit geahndet und nicht als Straftat!!!
Gruß Matthias
-
mathias
Hallo Matthias und natürlich auch alle Anderen,
warum sollte ich Fischen, wenn ich jeden gefangenen Fisch wieder zurücksetze? Reines C&R ist schlicht und einfach Tierquälerei.
Ich gehöre nicht zu denen, die jeden massigen Fisch wahllos abschlagen, aber es muss einen sehr guten Grund geben, dass ich es NICHT mache. So z.B. die Erhaltung einer bedrohten Art. Vielleicht ist bei vielen einfach ein wenig mehr Zurückhaltung angebracht. Warum muss ich einen Fisch anwerfen, wenn ich ohnehin schon weiss, dass ich ihn nicht mitnehmen werde – um ihn Stress, Panik, Schmerzen usw. auszusetzen, nur um mein Ego zu befriedigen? Sicher fängt jeder mal einen Fisch, der besser wieder ins Wasser als in den Kochtopf gehört, dann sollte er schonend wieder zurückgesetzt werden.
Hier fangen die Probleme aber schon an. Um das beurteilen zu können ist neben der fischereilichen Ausbildung hinsichtlich Recht, Fischkunde usw. noch ein wenigstens kleiner Einblick in die Ökologie des jeweiligen Fischwassers und seiner Bewohner nötig. Diese Kenntnisse haben leider nur die Wenigsten, sonst würden sie nicht mit Würmern im Forellenwasser fischen.
Du willst den Anglern mehr Eigenverantwortung geben? Mir graut vor dem Gedanken, all die, die jetzt schon Untermassige befischen, (die 15cm Forelle könnte ja doch das Mass haben), die ihre Fliege hemmungslos im Äschenkindergarten auswerfen, durch Laichbetten waten, Fische minutenlang an der Luft halten (man will ja ein Foto) und einen Wildfisch eben nicht vom Besatzfisch unterscheiden können, mit mehr Befugnissen auszustatten.
Mit Sicherheit bin ich jetzt ein paar Leuten hier auf die Füsse gestiegen, ihr solltet Euch nur mal fragen, wie weit Euer Naturschutz- und Hegeanspruch tatsächlich reicht. Ist es hegerisch sinnvoller eine(n) schützenswerte(n) Fisch/Fischart gezielt zu befischen und wieder zurückzusetzen oder sie einfach in Ruhe zu lassen?
Gruß
Mathias
warum sollte ich Fischen, wenn ich jeden gefangenen Fisch wieder zurücksetze? Reines C&R ist schlicht und einfach Tierquälerei.
Ich gehöre nicht zu denen, die jeden massigen Fisch wahllos abschlagen, aber es muss einen sehr guten Grund geben, dass ich es NICHT mache. So z.B. die Erhaltung einer bedrohten Art. Vielleicht ist bei vielen einfach ein wenig mehr Zurückhaltung angebracht. Warum muss ich einen Fisch anwerfen, wenn ich ohnehin schon weiss, dass ich ihn nicht mitnehmen werde – um ihn Stress, Panik, Schmerzen usw. auszusetzen, nur um mein Ego zu befriedigen? Sicher fängt jeder mal einen Fisch, der besser wieder ins Wasser als in den Kochtopf gehört, dann sollte er schonend wieder zurückgesetzt werden.
Hier fangen die Probleme aber schon an. Um das beurteilen zu können ist neben der fischereilichen Ausbildung hinsichtlich Recht, Fischkunde usw. noch ein wenigstens kleiner Einblick in die Ökologie des jeweiligen Fischwassers und seiner Bewohner nötig. Diese Kenntnisse haben leider nur die Wenigsten, sonst würden sie nicht mit Würmern im Forellenwasser fischen.
Du willst den Anglern mehr Eigenverantwortung geben? Mir graut vor dem Gedanken, all die, die jetzt schon Untermassige befischen, (die 15cm Forelle könnte ja doch das Mass haben), die ihre Fliege hemmungslos im Äschenkindergarten auswerfen, durch Laichbetten waten, Fische minutenlang an der Luft halten (man will ja ein Foto) und einen Wildfisch eben nicht vom Besatzfisch unterscheiden können, mit mehr Befugnissen auszustatten.
Mit Sicherheit bin ich jetzt ein paar Leuten hier auf die Füsse gestiegen, ihr solltet Euch nur mal fragen, wie weit Euer Naturschutz- und Hegeanspruch tatsächlich reicht. Ist es hegerisch sinnvoller eine(n) schützenswerte(n) Fisch/Fischart gezielt zu befischen und wieder zurückzusetzen oder sie einfach in Ruhe zu lassen?
Gruß
Mathias
-
Marco Reisen
- Matthias M.
- Moderator
- Beiträge: 998
- Registriert: 28.09.2006, 11:49
- Wohnort: Haslital, Berner Oberland
- Danksagung erhalten: 47 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo Mathias,
da du insbesondere mich ansprichst, frage ich mich, wie du aus meinem Text erlesen kannst, dass ich reines C&R betreibe?!
Ja, ich bin in gewisser Weise für C&R, das heißt aber nicht, dass ich jeden Fisch zurücksetzten würde. Ich bin für eine gut durchdachte und selektive Entnahme, dem jeweiligen Gewässer angepasst.
Und aus diesem Grund bin ich dafür, dass dem einzelnem Fischer mehr Verantwortung übertragen werden sollte, sodass er selbst entscheiden kann, welchen Fisch er entnimmt und welchen nicht.
Meiner Auffassung nach kann nur der Fischer, der sein Gewässer gut kennt, in der Lage sein zu beurteilen, welche Entnahmen das Gewässer verträgt und welche nicht. Mit der heutigen Gesetzgebung kann in meinen Augen keine vernünftige Gewässerbewirtschaftung durchgeführt werden.
Gruß Matthias
da du insbesondere mich ansprichst, frage ich mich, wie du aus meinem Text erlesen kannst, dass ich reines C&R betreibe?!
Ja, ich bin in gewisser Weise für C&R, das heißt aber nicht, dass ich jeden Fisch zurücksetzten würde. Ich bin für eine gut durchdachte und selektive Entnahme, dem jeweiligen Gewässer angepasst.
Und aus diesem Grund bin ich dafür, dass dem einzelnem Fischer mehr Verantwortung übertragen werden sollte, sodass er selbst entscheiden kann, welchen Fisch er entnimmt und welchen nicht.
Meiner Auffassung nach kann nur der Fischer, der sein Gewässer gut kennt, in der Lage sein zu beurteilen, welche Entnahmen das Gewässer verträgt und welche nicht. Mit der heutigen Gesetzgebung kann in meinen Augen keine vernünftige Gewässerbewirtschaftung durchgeführt werden.
Gruß Matthias
-
mathias
C&R
Hallo Namensvetter,
das war etwas unglücklich formuliert, ich gehe keineswegs davon aus, dass Du reines C&R betreibst. Ganz im Gegenteil, Deine Meinung zu diesem Thema liegt der meinen doch recht nah.
Was ich vor allem kritisiere ist der Gedanke, jedem Fischer mehr Eigenverantwortung zu geben. Für jemand, der sich mit seinem Gewässer auseinandersetzt, ist mehr Verantwortung mit Sicherheit kein Problem. Wenn man sich jedoch umsieht, was jetzt schon an fast allen Gewässern so vor sich geht, wie mit der Kreatur Fisch und der Natur umgegangen wird, fragt man sich wohin so ein selbstständigeres Handeln führen könnte. Im Rahmen der Fischerprüfung hat jeder etwas über den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gehört und dennoch sieht man am Wasser laufend Dinge, die einem die Nackenhaare aufstellen. Warum? Ich vermute, die Achtung vor dem Tier fehlt einfach.
Was die Gesetzgebung betrifft, so ist es durchaus erlaubt einen Fisch wieder in die Freiheit zu entlassen, wenn es bzgl. Naturschutz/Arterhaltung sinnvoll ist. Zu dieser Thematik gab es auch einen Artikel in einer der Fliegenfischerzeitschriften ("der Fliegenfischer", müsste das gewesen sein), der dieses näher erläutert.
Insofern denke ich, dass eine vernünftige Gewässerbewirtschaftung (zumindest was die Entnahme betrifft) im Rahmen der existierenden Vorschriften durchaus möglich ist – vernünftige Fischer vorausgesetzt. Nicht zuletzt sollte aber auch der Gewässereigner bzw. Pächter für eine ordnungsgemässe Entnahmepolitik usw. sorgen, schliesslich kennt er sein Wasser am besten. Womit wir wieder bei der Vernunft wären, denn "vernünftig" bewirtschaftete Wasser sind trotz vorhandenem Potential rar, weil oft nicht einmal die Gewässereigner wissen, wie man das Wasser korrekt bewirtschaften sollte.
Hallo Marco,
bist Du vielleicht einer derer, die sich durch meine Aussagen auf die Füsse getreten fühlen?
Wenn Du meinst, ich hätte ein Problem mit der Fischerei, weil ich mir Gedanken mache, ob ich Fische unnötig quälen will, dann bin ich eigentlich froh dieses Problem zu haben.
Viel zu viele Angler machen sich überhaupt keine Gedanken darüber, was sie dem Tier zu ihrer eigenen Freude antun.
Wie kann man sich naturbewusst nennen und dann gezielt einen Fisch beangeln, den man nie entnehmen würde. Diese Doppelmoral wollte ich hier ansprechen, denn sie ist für mich völlig unverständlich.
Übrigens bin ich ganz froh, dass auch andere z.B. DirkR und RolandK scheinbar ähnliche Probleme haben, das gibt mir Hoffnung – vielleicht kann man es wirklich mal wagen, den Fischern mehr Verantwortung zuzugestehen.
Auch ich hatte mich bis dato aus den C&R Diskussionen herausgehalten, aus oben genannten Gründen jedoch, wollte ich nun doch einmal Stellung zu diesem Thema nehmen. Ich danke Dir jedoch für Deinen konstruktiven Beitrag, muss Dich aber leider enttäuschen, Fischen werde ich hoffentlich noch wenn ich alt und grau bin.
Grüsse
Mathias
das war etwas unglücklich formuliert, ich gehe keineswegs davon aus, dass Du reines C&R betreibst. Ganz im Gegenteil, Deine Meinung zu diesem Thema liegt der meinen doch recht nah.
Was ich vor allem kritisiere ist der Gedanke, jedem Fischer mehr Eigenverantwortung zu geben. Für jemand, der sich mit seinem Gewässer auseinandersetzt, ist mehr Verantwortung mit Sicherheit kein Problem. Wenn man sich jedoch umsieht, was jetzt schon an fast allen Gewässern so vor sich geht, wie mit der Kreatur Fisch und der Natur umgegangen wird, fragt man sich wohin so ein selbstständigeres Handeln führen könnte. Im Rahmen der Fischerprüfung hat jeder etwas über den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gehört und dennoch sieht man am Wasser laufend Dinge, die einem die Nackenhaare aufstellen. Warum? Ich vermute, die Achtung vor dem Tier fehlt einfach.
Was die Gesetzgebung betrifft, so ist es durchaus erlaubt einen Fisch wieder in die Freiheit zu entlassen, wenn es bzgl. Naturschutz/Arterhaltung sinnvoll ist. Zu dieser Thematik gab es auch einen Artikel in einer der Fliegenfischerzeitschriften ("der Fliegenfischer", müsste das gewesen sein), der dieses näher erläutert.
Insofern denke ich, dass eine vernünftige Gewässerbewirtschaftung (zumindest was die Entnahme betrifft) im Rahmen der existierenden Vorschriften durchaus möglich ist – vernünftige Fischer vorausgesetzt. Nicht zuletzt sollte aber auch der Gewässereigner bzw. Pächter für eine ordnungsgemässe Entnahmepolitik usw. sorgen, schliesslich kennt er sein Wasser am besten. Womit wir wieder bei der Vernunft wären, denn "vernünftig" bewirtschaftete Wasser sind trotz vorhandenem Potential rar, weil oft nicht einmal die Gewässereigner wissen, wie man das Wasser korrekt bewirtschaften sollte.
Hallo Marco,
bist Du vielleicht einer derer, die sich durch meine Aussagen auf die Füsse getreten fühlen?
Wenn Du meinst, ich hätte ein Problem mit der Fischerei, weil ich mir Gedanken mache, ob ich Fische unnötig quälen will, dann bin ich eigentlich froh dieses Problem zu haben.
Viel zu viele Angler machen sich überhaupt keine Gedanken darüber, was sie dem Tier zu ihrer eigenen Freude antun.
Wie kann man sich naturbewusst nennen und dann gezielt einen Fisch beangeln, den man nie entnehmen würde. Diese Doppelmoral wollte ich hier ansprechen, denn sie ist für mich völlig unverständlich.
Übrigens bin ich ganz froh, dass auch andere z.B. DirkR und RolandK scheinbar ähnliche Probleme haben, das gibt mir Hoffnung – vielleicht kann man es wirklich mal wagen, den Fischern mehr Verantwortung zuzugestehen.
Auch ich hatte mich bis dato aus den C&R Diskussionen herausgehalten, aus oben genannten Gründen jedoch, wollte ich nun doch einmal Stellung zu diesem Thema nehmen. Ich danke Dir jedoch für Deinen konstruktiven Beitrag, muss Dich aber leider enttäuschen, Fischen werde ich hoffentlich noch wenn ich alt und grau bin.
Grüsse
Mathias
-
Marco Reisen
-
Rolf Schwartz






