Fischentnahme in NATÜRLICHEN Gewässern!!!

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Jürgen Anacker

Fischentnahme in NATÜRLICHEN Gewässern!!!

Ungelesener Beitrag von Jürgen Anacker »

Hallo freunde des fliegenfischens,

erst einmal ein gutes neues jahr, viel gesundheit und vor allem auch zufriedenheit!

Ich melde mich ja nicht soviel hier drin zu wort...aber mich beschäftigt wieder einmal eine bestimmte frage...wo ich gerne einige eurer meinungen dazu gehört hätte!

Meine frage betrifft die fischentnahme...stellen wir uns ein forellenfließgewässer vor...welche zusammenhänge gibt es hier bei der entnahme...welche fische sollte man entnehmen damit man einen natürlichen und gesunden fischbestand hat!!!

Also zb. Sollte man die forellen zb (erst) ab 35cm+ mitnehmen...damit sie einmal ablaichen können...wie schaut es mit den großen forellen 40cm+ aus...sollte man die generell mitnehmen...das die kleineren wieder nach kommen können usw usw

meine frage geht richtung erhalt und pflege eines gesunden, natürlichen fischwasser... das natürlich auch so bewirtschaftet wird...also nicht von fließgewässerpuffstrecken!!!

Und natürlich sind hier auch wenige zweibeinige komorane unterwegs (das ist jetzt nicht auf die tageskartenfischer gemünzt...nicht das ich wieder böse e-mails bekomme!)...dh. wo nur eine bestimmte anzahl fischer...die möglichkeit hat...fische zu entnehmen!

Schöne zeit
jürgen
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Jürgen,
ich habe Dir zu diesem Thema eine PN geschickt.
Ich arbeite gerade an einem Artikel zu diesem Thema ... Bitte Geduld ;)

MfG

Robert

P.S. Nur soviel: Die Entnahme bzw. das Mindestmaß muss gewässerspezifisch ermittelt werden. Die amtlicherseits vorgegebenen Mindestmaße sind in den seltensten Fällen ausreichend, um eine natürliche Population am Leben zu erhalten, sofern die zweibeinigen, schwarzbefiederten Rutenschwinger aktiv sind und Fische entnehmen.
Benutzeravatar
roland k
Beiträge: 541
Registriert: 28.09.2006, 11:14
Wohnort: Oberfranken

Ungelesener Beitrag von roland k »

wir handhaben es an unseren Gewässern so, dass wir die Fische ab guten 35 (Augenschätzmaß) mitnehmen. Das aber auch nicht grundsätzlich sondern je nachdem wie der Fisch gezeichnet, geformt, welche Rasse ob BF/RF ich dennoch immer wieder aufs neue entscheide ob der nun in der Räucherkammer landet oder wieder schwimmen darf. Hat ein Fisch die 45 cm erreicht entnehmen ich den grundsätzlich, da ich der Überzeugung bin, so ein Fisch frisst mehr an Jungfischen weg, als er wieder nachproduziert. Nach dieser "Regel" handhaben es die Kollegen in unseren Strecken genauso seit über 20 Jahren und unseren Bestand bewerte ich als gut bis sehr gut, was mich zu der Überzeugung kommen lässt, das unser tun völlig im Einklang mit dem Habitat steht.

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Benutzeravatar
Kevin NRW
Beiträge: 248
Registriert: 29.09.2006, 18:55
Wohnort: Zwischen Kohle und Stahl

Ungelesener Beitrag von Kevin NRW »

Hallo Jürgen,hallo zusammen,
am meinem Hausgewässer haben wir seid diesem Jahr ein "zwischenmaß" eingeführt.Fische von 30-35 cm dürfen entnommen werden oder ab 45 cm aufwärts.Die Laichfische werden somit geschont und man kann trotzdem mal einen Fisch entnehmen.Ich denke und hoffe das diese Maßnahme hilft einen ausgewogeneren Fischbestand zu schaffen und die "besten" Laichfische zu schützen.Ob diese Maßnahme erfolgreich ist wird sich erst nach einer längeren Zeit zeigen.Allerdings haben wir ja nichts zu verlieren ;)

Gruß
Kevin
<< streamstalkin´24/7 >>
...a dead fish will never strike a Fly
sepp
Beiträge: 96
Registriert: 02.10.2006, 21:07
Wohnort: Huglfing
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal

Ungelesener Beitrag von sepp »

Servus Jürgen
Bei den Äschen habe ich (und andere) erlebt, das erst Fische über 50cm größeren Laicherfolg haben. Bei Forellen siehts für mich so aus, das nur große (über ca 40 cm) kräftig genug für versinterte Bachgründe sind, und diese wirkungsvoll umgraben sowie viele Eier ablegen können. Man könnte es mit den Jäger sehen, die die stärksten Böcke wg der Vererbung nicht schiessen.
Gruß Sepp
Unz

Ungelesener Beitrag von Unz »

@graylinglover:
Kannst du den Artikel (soblad er fertig und erschienen ist), einen link dazu oder die Bezugsadresse hier ins Forum stellen, würd mich (und ich glaube und hoffe nicht nur mich) interessieren.
Dankeschön!

unz
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

@ unz

Mache ich! Kann aber noch ein Weilchen dauern ...

Beste Grüße

Robert
troutteaser

Ungelesener Beitrag von troutteaser »

Hallo Leute,

ich glaube, dass es hierzu keine allgemeingültige Regel gibt. Während der eine Gewässerpächter bzw. Verein sehr gute Erfahrungen gemacht hat mit der konsequenten Entnahme von Bachforellen über 35/40 cm bzw. wie oben beschrieben ein Zwischenschonmaß eingeführt hat, erwartet der andere völlig zurecht - sofern erlaubt - dass man gerade diese starken Fische als Laichfische schonen sollte.
Ich handhabe es an unseren nahrungs- und kleinfischreichen Gewässern i.d.R. so, dass ich die starken Fische entnehme, damit die nächstkleineren wieder an die vormals "besetzten" Standplätze nachrücken können. Meines Erachtens verteidigen gerade die großen Bachforellen ihren Standplatz sehr stark gegenüber anderen Fischen.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man nur einen kleinen Teil der wirklich großen Fische überhaupt zu Gesicht, geschweige denn an die Angel bekommt, weil diese Burschen ganz besonders schlau sind. Viele dieser Fische hatten wohl schon mal Kontakt mit Anglern und sind aus Erfahrung schlau geworden.


Viele Grüße,

Emil
fishingedd

Ungelesener Beitrag von fishingedd »

Original geschrieben von troutteaser
Viele dieser Fische hatten wohl schon mal Kontakt mit Anglern und sind aus Erfahrung schlau geworden.
ich bezweifle bei allem respekt ob ein salmonide, oder fische allgemein ein pavlovsches kontinuierliches lernvermögen haben

nur so am rande.........;)

tight lines
Benutzeravatar
Matthias M.
Moderator
Beiträge: 998
Registriert: 28.09.2006, 11:49
Wohnort: Haslital, Berner Oberland
Danksagung erhalten: 47 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo fishingedd,
in irgrend einer Art und Weise müssen Fische einen Lernprozess vollziehen können, sonst wären gerade Äschen an stark überfischten Gewässern genauso einfach zu überlisten, wie an fast unberührten Gewässern?!

Gruß Matthias
Jürgen Anacker

fische lernen!!!

Ungelesener Beitrag von Jürgen Anacker »

...das was matthias schreibt ist auch meine meinung...fische lernen...ich kenne große forellen oder auch döbel...denen konntest du dein ganze sortiment vorführen...ich meine das an diesen gewässern üblich war...nur leises lächeln von den kollegen...hattest du aber dann was drangefrimelt...was untypisch war...z.b. ne kleine lachsfliege...war das interresse da...ich habe so etwas schön öfters erlebt...vor allem gegen ende der fischerzeit im herbst...außerdem möchte ich nicht wissen
...was so an großen fischen rumschwimmt...die man gar nicht sieht <grins>...wenn ich an der partnach und loisach an einem schönen gumpen stehe...denke ich mir...man müsste mal die strömung und die zeit anhalten können...um mal einen querschnitt ins wasser zu legen...wie viele von den kollegen drin sind...ich glaube da würde man manchmal sein blaues wunder erleben!!!!

Schöne zeit
jürgen
Benutzeravatar
rikus
Beiträge: 324
Registriert: 28.09.2006, 14:51
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Ungelesener Beitrag von rikus »

Eine interessante Frage, die weitere aufkommen läßt.
Ich meine die Startfrage des threads.

Wie errechne ich den "Ertrag" eines Gewässers?
Wieviel kg Nahrung braucht ein kg Forelle? ( oder so ähnlich )

Entnehme ich zuviel, stelle ich dieses unter Umständen erst zu spät fest.
Besetze ich zuviel, wandern die Fische ab, nachdem sie alles weggefressen haben.

TL, Rikus
Benutzeravatar
Wilfried Kaser
Beiträge: 92
Registriert: 30.09.2006, 07:55
Wohnort: Tirol
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Wilfried Kaser »

Hallo fishinggedd,
ich konnte im Duden den Ausdruck "pavlovsches Lernvermögen" nicht finden. Ich weiß also nicht von was du schreibst. Sicher ist für mich jedoch, daß Fische einen Instinkt zum Überleben entwickeln können. In unberührter Natur verhalten sich Fische ganz anderst, als in stark belasteten "Fliegenstrecken ".
Gruß Willi
Internet ?? :smt021
Royal Coachman
Beiträge: 2885
Registriert: 28.09.2006, 20:06
Wohnort: Oberhausen in Obb.
Hat sich bedankt: 268 Mal
Danksagung erhalten: 479 Mal

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Forellen kann man dressieren !

Siehe Forellenzirkus !

tight lines
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
Benutzeravatar
Thomas aus Hamm
Beiträge: 1260
Registriert: 28.09.2006, 11:03
Wohnort: Hamm/NRW
Hat sich bedankt: 66 Mal
Danksagung erhalten: 17 Mal

Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Original geschrieben von royal coachman
Hallo Freunde !

Forellen kann man dressieren !

Siehe Forellenzirkus !

tight lines
Royal Coachman

Mensch Gebhard, Eigenwerbung ist hier im Forum wirklich nicht erwünscht:(

Obwohl das Bild, wo der Hahn bei Dir auf dem Kopf sitzt, wirklich gut aussieht:D http://www.mamilade.at/forellenzirkus/e ... harts.html

Schönes WE,

Thomas aus Hamm
Antworten