Tote Äschen vs. Lebenseinstellung...

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

Danke Matthias - das habe ich gemeint!
moscero
Beiträge: 53
Registriert: 29.09.2006, 10:40
Wohnort: München

Ungelesener Beitrag von moscero »

Schon lustig: jetzt muss ich mich mit *kopfschüttel* und :mad: als jemand bezeichnen lassen, der sich für einen "besseren Menschen" hält. Zum "Moralapostel" habe ich mich auch schon ernannt... mal sehen was da noch kommt... Fischer und Moralapostel unter sich....... ;)

.... und Alles nur, weil sich einer über trophäengeile Hobbyfotographen aufregt, denen man Fliegenrute/Angel und Priest in die Finger drückt... Klar, ein wenig provokativ, aber existieren tut das ohne Zweifel viel zu häufig. Und dieses Gefühl bekomme ich nicht in diesem Forum, sondern am Wasser.

Zu der Sache mit den Fliegenfischern und den besseren Menschen: Bin selber halt nur Fliegenfischer, weil a) zu wenig Zeit und Geld, alle Varianten zu versuchen und mir b) das Fischen mit der Fliege einen riesen Spaß macht. Für nen besseren Menschen halte ich mich sicher nicht, bin aber der Meinung, dass Dich weder Postings noch ein Equipment oder Sonstiges, sondern nur die richtige Lebenseinstellung und das Verhalten am Wasser zu einem guten Fischer machen! (Danke für die Verbesserungsvorschläge. Mal sehen ob wir den Satz zu nem Gesetzestext weiterentwickeln können ;) )

Zurück zur Ausgangsfrage (ein wenig anders gesagt):

Wie kann man dazu beitragen, dass für ein Portrait unnötig abgeschlagene Fische (hier Äschen) künftig weiterschwimmen dürfen und nicht sterben müssen? Ich finde das Forum ist eine tolle Gelegenheit, über solche Diskussionen denjenigen eine Idee zu vermitteln, die darüber bisher noch gar nicht nachgedacht haben. Verwirrt bin ich, dass man dabei eher angefeindet wird, als konstruktiven Zuspruch findet. Erfreut bin ich, dass mich auch einige verstehen und nicht nur meckern.

Danke und beste Grüße,
Christian
Gäddsax

Ungelesener Beitrag von Gäddsax »

Original geschrieben von roland k
ein verantwortungsbewusster und hegebewusster Angler entnimmt gerade eben die großen Salmonieden egal welcher Art, denn die sind
a) nicht mehr so laichproduktiv wie jüngere Fische
b) fressen mehr Jungbrut weg als sie zur Erhaltung beitragen
c) hat seine gene im Laufe seines Lebens schon verbreitet

Roland

Hallo!

Ich habe mal irgendwo eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema gelsenen.
Die kamen anhand langjähriger Studien zu dem Ergebnis, dass die max. erreichbare Fischgröße immer kleiner wird, wenn sich nur noch die kleinen Fische einer Art / Stamm vermehren.
Sollten also immer alle großen Fische entnommen werden, wird es irgendwann diese Größen nicht mehr geben.

Meiner Meinung muss der Mensch den Jungfischen durch abschlagen der größeren Laichräuber nicht hilfreich zur Seite stehen, da die Natur das schon so vorgesehen hat.
Die Jungfische müssen in ihrer Zahl dezimiert werden, da sonst gar nicht genug Nahrung für alle aufkommenden Fische vorhanden ist.

TL., Max

P.S.: Auch wenn z.B. in einem verbutteten Barschgewässer 95% alle Barsche entnommen werden, wird es trotz dann ausreichend vorhandener Nahrung keine großen Barsche mehr geben - genetisch bedingt.
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

@ Hallo Max
Ich habe mal irgendwo eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema gelsenen.
Die kamen anhand langjähriger Studien zu dem Ergebnis, dass die max. erreichbare Fischgröße immer kleiner wird, wenn sich nur noch die kleinen Fische einer Art / Stamm vermehren.
Sollten also immer alle großen Fische entnommen werden, wird es irgendwann diese Größen nicht mehr geben.


Stimmt prinzipiell, aber das ist dann kein Problem, wenn das Mindestmaß so hoch ist, dass die schnellwüchsigen Fische trotzdem zur Vermehrung kommen. 25 cm reichen da aber in den meisten Gewässern bei der Bachforelle selbstverständlich nicht aus, sondern 35 oder 40 cm sind vermutlich realistischer (je nach Produktivität des Gewässers) Die Entnahme kapitaler Fische ist bei territorialen und kannibalistischen Fischen durchaus sinnvoll, da die Gesamtproduktion dann steigt.
Die Jungfische müssen in ihrer Zahl dezimiert werden, da sonst gar nicht genug Nahrung für alle aufkommenden Fische vorhanden ist.


Nahrungslimitation durch Konkurrenz ist in Fließgewässern bisher nicht sicher nachgewiesen worden, sondern wird nur postuliert. Die Konkurrenz um günstige Stand- bzw. Futterplätze ist vermutlich viel entscheidender. Bei sehr hohen Dichten werden die schwächsten Fische vertrieben.

P.S.: Auch wenn z.B. in einem verbutteten Barschgewässer 95% alle Barsche entnommen werden, wird es trotz dann ausreichend vorhandener Nahrung keine großen Barsche mehr geben - genetisch bedingt.


Verbuttung ist nicht genetisch bedingt! Tatsächlich würde das Wachstum der Barsche zunehmen. Solche Studien gibt es zuhauf!
Allerdings hat die Anzahl an räuberischen Barschen sehr viel mit den Umweltbedingungen zu tun. Es gibt hierzu eine Reihe von Hypothesen .... nur so viel: In flachen, kleinen und überdüngten Seen kann man eher keine großen Barsche erwarten in tieferen, stark strukturierten schon (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Weitere Beispiel: Seesaibling. In Norwegen hat man Seen mit kleinwüchsigen Seesaiblingen mit Bachforellen besetzt. Folge: Dicke Bachforellen :D und weniger aber größere Seesaiblinge

Beste Grüße

Robert
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo Christian,
Wie kann man dazu beitragen, dass für ein Portrait unnötig abgeschlagene Fische (hier Äschen) künftig weiterschwimmen dürfen und nicht sterben müssen? Ich finde das Forum ist eine tolle Gelegenheit, über solche Diskussionen denjenigen eine Idee zu vermitteln, die darüber bisher noch gar nicht nachgedacht haben. Verwirrt bin ich, dass man dabei eher angefeindet wird, als konstruktiven Zuspruch findet. Erfreut bin ich, dass mich auch einige verstehen und nicht nur meckern.


Ich glaube nicht, dass Fische allein wegen des Porträts abgeschlagen werden. Eher wird es so sein, dass man einen Fisch, den man ohnehin mitnehmen wollte, durfte und möglicherweise sogar aus hegerischen Gründen sollte, ablichten wird.
Ich fotografiere häufiger abgeschlagene Fische, aber die würden auch dann im Räucherofen landen, wenn ich sie nicht fotografieren will.

Dass du bei allen Themen, die in irgendeiner Form mit "Moral" zu tun haben, "angefeindet" wirst, ist ein konstituierendes Merkmal des Forums.

Beispiele ?
Behauptest du, Fliegenfischen gefalle dir besser als anderes und sei zudem noch ressourcenschonender, wirst du als "besserer" Mensch mit falschem elitären Bewusstsein dingfest gemacht.

Behauptest du das Gegenteil, bist du kein richtiger Fliegenfischer und in diesem Forum überflüssig.

Releast du Fische, liegt der Verdacht nahe, dass du aus niederen "sportlichen" Motiven Tiere quälst.

Nimmst du welche mit und fotografierst sie womöglich, siehe dein Ausgangsposting.

Keine Prügel bekommst du nur, wenn du montags jeden Fisch releast, dienstags hin und wieder einen mitnimmst, mittwochs Nurfliegenfischer bist, donnerstags alle Angelarten praktizierst, dich freitags zu sprachlichem Niveau in deinen Postings bekennst, samstags deine Mails ohne Überlegung in die Tasten hämmerst und das als freigeistig deklarierst, sonntags nur mit Ruten unter Klasse drei fischst und montags..........leider hat die Woche nur sieben Tage.

M.A. Worten : Das dem Forum angemessene Wappentier ist das Chamäleon, und nur wenn du bereit bist, ein solches zu werden, sind alle deine Freunde.

Fischer ( Fliegenfischer klingt zu elitär ) , die Den Satz beherrschen : "Ich bin anderer Meinung, aber akzeptiere die deine." wirst du hier mit der Lupe suchen müssen.

So, jetzt ist mir besser !

Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 24.11.2004, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

Habe bei einem solchem Barschprojekt mitgewirkt (hoffe das wird jetzt nicht zu off-topic!)

Das Augangsstadium war ein See in dem es hauptsächlich Barsch und zwar in der 10 bis max. 15 cm Ordnung gab. Ein paar vereinzelte Rotaugen und ein Hecht der 20cm-Klasse wurden sonst noch beim Kontrollfischen erbeutet. Also ein klassischer verbutteter Barschbestand. Trotz aller Fischereilicher Anstrengungen kamen keine Barsche in "Pfannengrösse" zum Vorschein.
Der Versuch war folgender: "Düngerhaufen" wurden auf den Seeboden abgesenkt (für sowas brauchts eine Genehmigung!). Und dann haben wir abgewartet. Nach einem Jahr wurde wieder gefischt. (Muss dazusagen, dass immer im Winter gefischt wurde - da sind Massenfänge an Barschen möglich - die auch einmal im Jahr von wenigen Leuten durchgeführt bei einem verbuttetem See nicht ins Gewicht fallen, aber eine gute Vorstellung davon geben, welche Fischgrössen, wie oft vorkommen!) Das Ergebniss war, dass der Durschnittsbarsch um ~15% mehr auf die Waage gebracht hat als im Jahr davor. Natürlich muss man da andere Faktoren auch mit einrechnen, bzw abziehen - denke aber trotzdem, dass damit bewiesen wurde, dass es nicht genetisch bedingt ist, ob ein Fischbestand verbuttet.
Graylinglover

off-topic

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

@ Hallo stekus :winkie:

Ich schicke Dir morgen eine PN ;)
Beschäftige mich beruflich mit solchen Dingen...

Bis morgen ... muß jetzt in die Horizontale :schnarch:

Robert
Gäddsax

Ungelesener Beitrag von Gäddsax »

Original geschrieben von stekus
............. denke aber trotzdem, dass damit bewiesen wurde, dass es nicht genetisch bedingt ist, ob ein Fischbestand verbuttet.
Ok., das mag so sein und mein Beispiel mit den Barschen war auch etwas unpassend zur Entnahme von großen Laichräubern.

Wir reden jetzt von 2 verschiedenen Paar Schuhen:

a) Maximierung der möglichen Fischgröße durch Entnahme der verbutteten Fische / Erhöhung der im Gewässer enthaltenen Nahrung [dieser Punkt hat wohl mit dem typischen Fliegenfischergewässer wenig zu tun - sorry für mein mißratenes Beispiel]

b) Abnahme der des maximalen Größenwachstums durch Entnahme fast alles Großfische / Laichräuber [darüber hatte ich eine Studie gelesen, leider weiß ich nicht mehr wo :-( ]

TL., Max
Matthias

Ungelesener Beitrag von Matthias »

Hallo Werner,
Original geschrieben von Werner
Ich glaube nicht, dass Fische allein wegen des Porträts abgeschlagen werden. Eher wird es so sein, dass man einen Fisch, den man ohnehin mitnehmen wollte, durfte und möglicherweise sogar aus hegerischen Gründen sollte, ablichten wird.
Ich fotografiere häufiger abgeschlagene Fische, aber die würden auch dann im Räucherofen landen, wenn ich sie nicht fotografieren will ...
das sehe ich genauso und fotografiere Fische außerhalb des Wassers nur wenn sie schon tot sind. Fische die ich zurücksetzen will, werden so abgelichtet:

Bild

oder so:

Bild


-- BEGIN OFF TOPIC --
Original geschrieben von Werner
... Dass du bei allen Themen, die in irgendeiner Form mit "Moral" zu tun haben, "angefeindet" wirst, ist ein konstituierendes Merkmal des Forums.

Beispiele ?
Behauptest du, Fliegenfischen gefalle dir besser als anderes und sei zudem noch ressourcenschonender, wirst du als "besserer" Mensch mit falschem elitären Bewusstsein dingfest gemacht.

Behauptest du das Gegenteil, bist du kein richtiger Fliegenfischer und in diesem Forum überflüssig.

Releast du Fische, liegt der Verdacht nahe, dass du aus niederen "sportlichen" Motiven Tiere quälst.

Nimmst du welche mit und fotografierst sie womöglich, siehe dein Ausgangsposting.

Keine Prügel bekommst du nur, wenn du montags jeden Fisch releast, dienstags hin und wieder einen mitnimmst, mittwochs Nurfliegenfischer bist, donnerstags alle Angelarten praktizierst, dich freitags zu sprachlichem Niveau in deinen Postings bekennst, samstags deine Mails ohne Überlegung in die Tasten hämmerst und das als freigeistig deklarierst, sonntags nur mit Ruten unter Klasse drei fischst und montags..........leider hat die Woche nur sieben Tage.

M.A. Worten : Das dem Forum angemessene Wappentier ist das Chamäleon, und nur wenn du bereit bist, ein solches zu werden, sind alle deine Freunde.

Fischer ( Fliegenfischer klingt zu elitär ) , die Den Satz beherrschen : "Ich bin anderer Meinung, aber akzeptiere die deine." wirst du hier mit der Lupe suchen müssen.

So, jetzt ist mir besser !

Gruß Werner
@Werner: Ich will weder aller Freund sein, noch habe ich Angst vor Prügel, aber ich habe eine eigene Meinung! Warum soll ich eine andere Meinung akzeptieren, wenn ich sie grundsätzlich falsch finde? Warum nicht darüber diskutieren? Das hat nichts mit anfeinden zu tun ... Christian ist sicher ein netter Typ, ich habe ihn auch nicht persönlich angegriffen, sondern nur Bezug auf einen Satz seines Postings genommen. Was ist daran falsch?

Meiner Meinung nach gibt es viel zu viele Chamäleons, die sofort einen Rückzieher machen, wenn der Wind mal etwas schärfer um die Nase weht. Da fällt mir ein Sprichwort ein: "Nur wer kriecht kann nicht stolpern!" Wohl wahr! Wenn jemand eine Meinung hat (z.B. "Nicht das Equipment macht Dich zum Fliegenfischer, sondern die Lebenseinstellung!"), dann soll er auch dazu stehen und diese verteidigen oder sind es nur leere Floskeln, aufgeschnappt und wiedergegeben? Die Vermutung liegt nahe, denn die Verbesserung folgte wenig später:
Original geschrieben von moscero
... Für nen besseren Menschen halte ich mich sicher nicht, bin aber der Meinung, dass Dich weder Postings noch ein Equipment oder Sonstiges, sondern nur die richtige Lebenseinstellung und das Verhalten am Wasser zu einem guten Fischer machen! (Danke für die Verbesserungsvorschläge ...
Da sind wir doch einer Meinung, wie schön ;)

-- END OFF TOPIC --

Viele Grüße, Matthias
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo Matthias,
ich zitiere mich selbst :
"Ich bin anderer Meinung, aber akzeptiere die deine."


Das sollte besser heißen : Ich bin anderer Meinung, aber respektiere
die deine. Insofern bekenne ich mich schuldig, dass falsche Adjektiv verwendet zu haben.

Ich fände es aber trotzdem hilfreich, wenn du nicht hinter jedem Bekenntnis zum Fliegenfischen ( und seinen unbestreitbaren Vorzügen) eine ungerechtfertigte Abqualifizierung anderer Angelarten vermuten müsstest. M.a. Worten : Respektiere doch einfach meine Überzeugung (und die anderer) , dass für uns Fliegenfischen eine höhere Wertigkeit besitzt als andere Angelarten, ich/ wir respektieren doch auch, dass das für dich nicht der Fall ist.

Gruß Werner
Matthias

Ungelesener Beitrag von Matthias »

-- OFF TOPIC --

Hallo Werner,

ich verurteile nicht pauschal jedes Bekenntnis zum Fliegenfischen, aber wenn aus dem Zusammenhang eindeutig eine Abwertung aller anderen Angelarten hervorgeht (und den Eindruck hatte in diesem Thread nicht nur ich), dann erlaube ich mir Kritik. Ich bekenne mich selbst zum Fliegenfischen (wenn auch nicht ausschließlich) und versuche immer wieder Freunde und Bekannte von den - und darin stimme ich Dir 100%ig zu - "Vorzügen des Fliegenfischens" zu überzeugen, da es auch für mich die schönste und eleganteste Angelmethode ist. Aber das war es dann auch schon, ich sehe darin immer noch eine Angelmethode, weder Lebenseinstellung (auch wenn die Angelei mein Leben wesentlich prägt), noch höhere Wertigkeit (höherwertig in was?). Aber auch wenn ich es nicht verstehe, respektiere ich natürlich Deine Meinung. Vielleicht kannst Du sie mir noch etwas näher bringen?

Viele Grüße, Matthias
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Vielleicht kannst Du sie mir noch etwas näher bringen?


Ich versuche es Matthias :

Wert ist als solcher eine leere Worthülse, mithin meint der Begriff immer, dass etwas eine objektiv oder subjektiv wichtige Bedeutung für jemand hat. Höherwertigkeit bedeutet demzufolge, dass irgendein "Gegenstand" für eine definierte Gruppe von Menschen wichtiger ist als ein anderer "Gegenstand".
Meine Frau besitzt zum Beispiel für mich einen höheren Wert als die von Gerhard Schröder, das berechtigt die Kanzlergattin aber nicht dazu, sich diskriminiert zu fühlen, denn unser aller Kanzler wird die Wertigkeit möglicherweise umgekehrt sehen.

Wert kann man auch definieren als den Nutzen eines "Gegenstandes" im Hinblick auf einen bestimmten Zweck, daraus ergibt sich dann, dass Fliegenfischen am Forellenbach zum Zwecke der Bestandsschonung höherwertig ist als das Auslegen einer Grundrute mit einem Madenbündel.

Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen, das brauchen ich aber gar nicht, wenn du aufhörst Höherwertigkeit pauschal mit gut und das Gegenteil mit schlecht gleichzusetzen, etwas ist subjektiv gut/höherwertig für eine bestimmte Person und objektiv im Hinblick auf einen zu erfüllenden Zweck.

Gruß Werner
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

Ich habe mal irgendwo eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema gelsenen.
Die kamen anhand langjähriger Studien zu dem Ergebnis, dass die max. erreichbare Fischgröße immer kleiner wird, wenn sich nur noch die kleinen Fische einer Art / Stamm vermehren.
Sollten also immer alle großen Fische entnommen werden, wird es irgendwann diese Größen nicht mehr geben.

Meiner Meinung muss der Mensch den Jungfischen durch abschlagen der größeren Laichräuber nicht hilfreich zur Seite stehen, da die Natur das schon so vorgesehen hat.
Die Jungfische müssen in ihrer Zahl dezimiert werden, da sonst gar nicht genug Nahrung für alle aufkommenden Fische vorhanden ist..


Hallo Max,
das hab ich auch irgendwo mal gelesen, jedoch glaube ich der Arbeit nix:) Die Gründe will ich dir nennen:
a)glaube ich nicht, dass Jungfische von Trophy auch wieder so groß werden, denn der große Fisch hat ja schon mehrmals in seinem Leben abgelaicht und warum soll gerade vielleicht letzte Laich vor seinem natürlichem Tot gerade Trophy Fische zur Welt bringen. Die Gene die der Fisch weitervererbt ändern sich im laufe seines Lebens nicht.

b) die Natur sorgt schon dafür, dass in einem Gewässer genug für alle zu fressen da ist, wäre dem nicht so, würden Fische anfälliger werden für Krankheiten, Verhungern oder abwandern sofern das möglich ist. Die Bestandsdichte regelt sich hier von selbst was jederzeit nachzuvollziehen ist, wenn du in einem kleinen Wiesenbach z.B. 10 Zentner Fische nachbesetzt.

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Roland,

Max möchte Dir doch bitte die PN, die ich ihm geschickt habe an Dich weiterleiten. Da ist jede Menge Info zu dem Thema ;)

Beste Grüße

Robert
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Wolfgang Hinderjock
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Ungelesener Beitrag von Wolfgang Hinderjock »

Ich habe irgendwo mal etwas zu dem Thema gelesen, es ging dabei allerdings nicht um Salmoniden, sondern um Ostseedorsche.
Dabei wurde folgende Hypothese vertreten, wenn in einem Fischbestand ständig über lange Zeit alle größeren Fische weggefangen werden, nicht nur die wirklich kapitalen, wie es wohl nur mit berufsfischereilichen Mitteln möglich ist, dann reagiert die Population dementsprechend, die Fische werden früher geschlechtsreif, laichen somit früher und werden auch nicht so groß, es soll sich dabei praktisch um eine Art genetische Notbremse handeln.
Das kann man aber so nicht einfach auf alle Bereiche und Fischarten so ohne weiteres übertragen.
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