Was sind "richtige" Fliegenfischer oder wie wird m

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Werner!
Original geschrieben von Werner

@ Matthias
Perfektion ist natürlich eine idealtypische Vorstellung, die in der Wirklichkeit nicht existiert, die man aber- so unlogisch es klingt- anstreben muss, um ein gewisses Level zu erreichen.

Noch einmal an alle : Es geht nicht darum, irgendwem seine Allroundfischerei madig zu machen, sondern- für mich- um die Frage : Soll man- ich-wie Jochen andeutet, die anderen Fischer sich unbeeinflusst entwickeln lassen oder macht es Sinn, sie zu "infizieren" ?
Vor dieser Frage stehe ich jedesmal, wenn ich die mehr oder minder tauglichen Bemühungen der Fliegenfischer sehe, die ich in meinem obigen Beitrag beschrieben habe....

Gruß Werner
Genau da liegt doch das Problem! ...mehr oder minder tauglich ....
Ich würde mich schwer hüten so über andere zu urteilen! Kannst Du Dir vorstellen, dass ich wirklich Probleme hätte mit Dir loszuziehen? Ich werde - so mir Zeit gegeben - ist auch noch versuchen meine Wurftechniken zu verbessern, käme aber niemals auf die Idee andere herabzuqualifizieren, die es nicht könne und mit dem wenigen zufrieden sind was sie können. Wenn Du wirklich andere auf den wunderbaren Weg des Fliegenfischens mitnehmen möchtest, dann funktioniert das nur mit Motivation (hört sich sehr lehrerhaft an, ich weiss) und bei einem Hobby noch viel mehr!
Ich kenne viel Leute, die binden keine eigenen Fliegen, weil ihnen das zu fitzelig ist (wovon sollten auch die ganzen Binder leben!). Die freuen sich um so mehr über geschenkte von mir! Sind diese Fliegenfischer etwa dann auch keine "Complete fly-fishers":confused:

Petri und trockene Füße

Robert
Holger a. Neuss
Beiträge: 124
Registriert: 28.09.2006, 22:43

Ungelesener Beitrag von Holger a. Neuss »

Hallo Werner,

Mhm, ich glaub langsam zu verstehen was Du meinst......ich glaube nicht, das ein weniger geübter Fliegenfischer Kritik oder Ratschläge ablehnt, solange es nicht belehrend daher kommt. Auch glaube ich, das angehende Fliegenfischer dankbar für wohlgemeinte Tip´s sind, etwa: du knickst beim Rückwurf zu weit ab ( wenn man sich gut kennt ) , oder..............
Aber es kommt schon auf die Einstellung des "Auchfliegenfischers" an. Wenn er mit seinem Schaffen zufrieden ist, solltest Du ihn lassen.
Wie reagierst Du denn auf Komentare von anderen FliFi´s???
Markus H.

Ungelesener Beitrag von Markus H. »

Hallo,

ich kann mich noch gut daran erinnern wie sehr ich mich gegen das FliFi gewehrt habe. Bis mich dann zwei meiner Freunde überredeten mal mit zu gehen und es einfach zu versuchen. Ich fing (sicher mit etwas Glück) meine erste Forelle und war infiziert! Seit diesem Tag fische ich nur noch mit der Fliege, besuchte mehrere Wurf- und Bindekurse und bin seitdem auch Fliegenbinder. Wenn andere interresiert sind gehe ich gerne mit ihnen auf die Wiese zum werfen oder zeige ihnen wie man eine Fliege bindet.

Ich habe auch nichts gegen Angler die nicht mit der Fliege fischen.Jeder soll auf sene Art glücklich werden und Spaß am Sport haben. Der Weg aber, zur perfekten Fliegenfischerei ist unendlich. Wenn ich an dieser Stelle zwei große Fliegenfischer zitieren darf:

So alt kann man gar nicht werden, als das man beim Fliegenfischen nicht noch etwas dazu lernen kann. ( Hans Gebetsroither)

Beim Fliegenfischen bewegt man sich von Stufe zu Stufe. Hat man eine erreicht, sieht man schon die nächste und will hinauf. ( Mel Krieger )

In diesem Sinne.....
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

Ich denke, man sollte schon versuchen andere für das Fliegenfischen zu begeistern - macht mehr Spass wenn die Kollegen auch Fliegenfischen ...

Um solche Erlebnisse zu haben:
Seit diesem Tag fische ich nur noch mit der Fliege,...
muss man denk ich ein eigener Menschentyp sein (nicht abwertend gemeint). Manche sind sofort Feuer und Flamme - andere tasten sich vorsichtig in den neuen Bereich hinein und brauchen lange um gewohntes loszulassen!
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
@Robert
ich habe jetzt ungefähr fünf Mal in verschiedenen Variationen geschrieben, dass ich niemand abwerten will, aber bei dir scheint das absolut nicht anzukommen.
Genau da liegt doch das Problem! ...mehr oder minder tauglich ....


Es ist doch einfach nur logisch, dass ich, bevor ich jemand etwas richtig zeigen kann, was er falsch macht, zunächst einmal feststellen muss, dass er etwas falsch macht. Oder ist die Feststellung, dass jemand hinter sich ständig in den Weidezaun wirft, weil er beim Rückschwung das Handgelenk abwinkelt, schon eine Diffamierung ?
Natürlich musst du nicht mit mir Angeln gehen, aber ist es nicht mühsam, mich ständig missverstehen zu wollen ?

So das musste mal raus.

@Holger
Wie reagierst Du denn auf Komentare von anderen FliFi´s???


In aller Regel habe ich positiv reagiert. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass ich in meinen Anfangsjahren sehr lernbegierig war. Ich stimme dir zu, dass der Ton die Musik macht und oft erreiche ich mehr dadurch, dass ich das ein oder andere "sichtbar" anders mache, aber es gibt eben auch Fliegenfischer, die wollen jeden vorsichtigen Hinweis als Angriff auf ihre Person verstanden wissen. Da man in die Fliegenfischer am Wasser nicht hineinsehen kann, lasse ich im Zweifelsfall die Finger von Hinweisen, frage mich aber oft, ob das richtig war.

Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 10.11.2004, 23:40, insgesamt 1-mal geändert.
Matthias

Ungelesener Beitrag von Matthias »

Hallo,

warum entweder oder? Bin ich der eine Typ und kann so in logischer Konsequenz nicht der andere sein? Warum kann ich nicht mit der gleichen Begeisterung und Hingabe fliegenfischen wie ein "Fly-only-Kollege", wenn ich auch mal ganz gerne (wenn auch selten) zur ultraleichten Twisterrute greife oder mit Poppern auf Hecht fische? BTW, ich bin schon die ganze Woche Feuer und Flamme, am Wochenende wieder mit der Streamerrute am Wasser zu stehen und den Hechten nachzustellen ;)

@Wener: Da gebe ich Dir vollkommen Recht, auch ich strebe Perfektion an, manchmal zur Verwunderung meiner Frau, wenn ich mal wieder selbstkritisch über meinen Fliegen am Bindestock sitze ;) Ich denke das ist ganz wichtig um sich weiter zu entwickeln und auch völlig normal, wenn man sich intensiv und mit Begeisterung mit einer Thematik auseinandersetzt.

Bez. der Hinweise auf Fehler bei anderen (Fliegen-)Fischern ... ich würde das vom Typ und der jeweiligen Situation abhängig machen. Nachdem man ein paar Sätze gewechselt hat, merkt man eigentlich recht schnell wie der andere drauf ist und ob hilfreiche Kommentare erwünscht sind.

Viele Grüße, Matthias
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Werner,

habe verstanden. Wie Du schon selber schreibst, der Ton macht die Musik. Hat also ein paar Anläufe gebraucht bis ich "Sensibelchen" :verlegen: mich nicht mehr persönlich angesprochen gefühlt habe.
Weiterhin viel Erfolg beim "Bekehren" anderer Angler zur schönsten Nebensache der Welt! ;)

Beste Grüße

Robert
Jochen

Ungelesener Beitrag von Jochen »

es kommt bei der "Infizierung", "Bekehrung", was auch immer, also bei der Weitergabe der eigenen Erfahrungen sicherlich auch ganz stark auf den "Ton" an, das finde ich auch.

Aber entscheidend ist aus meiner Sicht, ob der "zu Belehrende" überhaupt bereit ist, einen Fortschritt zu machen, etwas dazu zu lernen. Meistens ist die Ablehnung von Hilfe ja durch eigene Unsicherheiten begründet.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich vor vielen Jahren im Bräurup zwei sehr erfahrenene Fischer kennelernte und die Gelegenheit hatte, mit den beiden loszuziehen. Abgesehen davon, dass ich total "heiß" war (mindestens 16 Std. lang Fische fangen am Tag) und damals noch nicht wirklich begreifen wollte, warum die beiden ganz entspannt und mit Leichtigkeit ´mal einen Fisch fingen und danach wieder für eine halbe Stunde still am Ufer saßen und in´s Wasser guckten, hätte ich soviel mitnehmen können. Den ersten zarten, aber konkreten Vorstoß eines der Beiden zur Entspannung meines damals sehr angestrengten Wurtfstils diskutierte ich sofort vehement weg ("warum ich so werfe wie ich werfe und warum ich das auch nicht ändern muß"). Im Nachhinein schade, der Kollege hat sofort erkannt, dass ich einfach noch nicht dafür bereit war und sich nett zurückgezogen. Ich habe mich gewehrt, weil ich wußte, dass es stimmte, aber es nicht wahrhaben wollte.

Ich vermute, die meisten kennen von sich selbst solche Situationen; logischerweise gibt´s die dann jedoch auch bei jedem zu "Belehrenden".

Wir können´s nur rausfinden, indem `wir unsere Unterstützung ganz vorsichtig anbieten. Wenn´s funkt, dann o.k., wenn nicht, nett zurückziehen, nicht schmollen und das nächste Mal wieder versuchen. Letztendlich ist ja jeder selbst für seinen eigenen Fortschritt verantwortlich.

Au weiah, das klingt jetzt ja beim Nochmallesen wie ´ne pädagogische Abhandlung. Ich schwöre, ich bin weder Lehrer, noch Psychologe noch Berufsesoteriker .... aber ich lass´ das da oben trotzdem ´mal mit Überzeugung stehen!

Gruß
Jochen
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Jochen!

schau mal in Deine PN!

Gruß
Robert
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
Wir können´s nur rausfinden, indem `wir unsere Unterstützung ganz vorsichtig anbieten. Wenn´s funkt, dann o.k., wenn nicht, nett zurückziehen, nicht schmollen und das nächste Mal wieder versuchen. Letztendlich ist ja jeder selbst für seinen eigenen Fortschritt verantwortlich.


Ich fürchte, Jochen hat Recht.
Warum ich das fürchte ? Weil alle arbeitsintensiven Versuche eines vom Fliegenfischen ebenso "angefressenen" Kollegen und meiner Person, eine örtliche Fliegenfischerszene aus "lern- und perfektionswilligen" Kollegen aufzubauen, letztlich zum Scheitern verurteilt sind.
Was wir uns vorstellten war eine allmählich größer werdende Gruppe sich gegenseitig ergänzender Fliegenfischer, innerhalb der man auf gleicher fachlicher Ebene fachsimpeln, werfen, binden kann.

Was wir - und vor allem mein Kollege als kostenloser Wurfinstruktor- bis jetzt bekommen, sind - in seinem Umkreis- drei, vier Fliegenfischer, die man mit der Schubkarre zum kostenlosen Wurftraining karren muss. Weder bei mir noch bei meinem Kollegen stecken kommerzielle Interessen hinter den Bemühungen, wohl aber eine bestimmte Vorstellung vom Fliegenfischen.
Was wir aber sehen sind - an unserer Hausstrecke- Fischer, die mit Sinkleine und schwerer Nymphe stromab im Fluss stehend systematisch die besetzten Forellen herausfischen. Mit der Fliegenrute ( glaube ich ) tun sie das nur deshalb, weil nichts anderes erlaubt ist.
So, die letzten Sätze waren nun tatsächlich abwertend ( Robert ), aber dieser Zustand deprimiert mich. Andererseits bin ich - auch nach euren Beiträgen- fast sicher, dass der Aufwand, den man betreibt, um jemand dort abzuholen, wo er gar nicht abgeholt werden will, Zeitverschwendung ist.

Gruß Werner
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Werner,
wenn das "Benutzen" einer Fliegenfischerausrüstung nur darin besteht seine Fangchancen zu erhöhen und damit das Fischen in Salmonidengewässern zur reinen Beutemaximierung verwendet wird kann ich Deine Frustration sehr gut verstehen. Diese Spezies würde aber auch Würmer verwenden wenn erlaubt und keine Rücksicht auf Jungfische geschweige denn die Bestandserhaltung nehmen.
Ich würde mich sehr über die Möglichkeit einer kostenlosen Übungsstunde freuen, hätte ich hier in der Nähe jemanden. Schubkarre wäre nicht vonnöten ;)

Also nichts für ungut und trotzdem viel Spass bei der Suche

Robert
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

Beutemaximierung zu verbieten ist meiner Meinung nach nicht ok. Das Ziel eines Angelausfluges ist das Beutemachen (natürlich kann man auch Natur genießen, nur dann gehe ich eine Runde mit dem Hund am Gewässer entlang und schleppe nicht die Angel mit!). Jemandem, der angelt um Fische zu fangen, und dabei die (seiner Meinung nach) beste Methode wählt um Erfolgreich zu sein vorzuwerfen
keine Rücksicht auf Jungfische geschweige denn die Bestandserhaltung nehmen
ist eine Frechheit. Man kann mit jeder Methode Jungfische Verangeln und den Bestand gefährden!

Warte übrigens noch auf eine Erklährung von dir Werner (um wieder zum Thema zurückzukommen!)
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

@ Stekus,
Warte übrigens noch auf eine Erklährung von dir Werner (um wieder zum Thema zurückzukommen!)


Ich weiß jetzt mit dem besten Willen nicht, was du meinst. Vielleicht habe ich etwas überlesen. Was soll ich erklären ?

Das, was Robert sagt, hat m.E. schon seine Berechtigung. Ich kann und will nicht alle von mir im obigen Beispiel erwähnten Fischer über einen Kamm scheren, aber wenn einer 17 Forellen an einem Tag ( wie geschehen) mit nach Hause nimmt, dann geht es ihm ganz sicher nicht um das Erlebnis Fliegenfischen, sondern in der Tat um Beutemaximierung, die ihm zwar aufgrund der Bestimmungen niemand verbieten kann, aber ein wenig Augenmaß wäre da schon nicht falsch, weil "richtige" Fischer-nicht nur Fliegenfischer auch die Fähigkeit ( schon wieder eine Forderung) zur Selbstbeschränkung besitzen sollten.

Gruß Werner
Graylinglover

Thread der Missverständnisse

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo stekus, hallo alle
dem von Werner gesagten möchte ich nur hinzufügen.
1. Naturköderangeln ist völlig in Ordnung wo es angebracht ist. Ich würde z.B. auch nicht versuchen Flundern in der Ostsee mit der Fliege zu fangen.
2. Das Naturköderverbot in Salmonidengewässern besteht NICHT um andere auszuschliessen, sondern zum Schutz der Fische.
3. Naturköder führen zu einer erheblich höheren Mortalität im Vergleich zu Kunstködern (Spinn- und Fliegenfischen). Dazu gibt es zig Untersuchungen. Siehe auch "Fliegenfischen" Heft 5, 2004.
4. Beutemaximierung ist so gemeint wie Werner es darstellt. Ohne den Antrieb möglichst viele Fische zu fangen würde die Fliegenfischerei auch statisch bleiben ud es gäbe keine neuen Entwicklungen. Nur mitnehmen muss man ja nicht alles. Es gibt kleinere Gewässer, die werden von wenigen Personen (mit viel Zeit) systematisch "geerntet". D.h. diese ziehen nur los, wenn das Wasser leicht angetrübt ist und die Fische auf alles beissen. Für Leute, die weniger Zeit haben bleiben dann, wenn überhaupt, nur untermassige Fische übrig. Das ist egoistisch und führt nur zu solchen Verhältnissen, wie in einem anderen Thread beschrieben (keine Tageskarten und vereinsinterne "Kontrolle"). Nicht sehr erstrbenswert, aber verständlich.

Hoffe das hat als Erklärung gereicht

So jetzt schaffe, schaffe ...

Petri

Robert
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

@ werner:
Erklähr mal dein "Gesamtkunstwerk Fliegenfischen"
Was gehört dazu - was nicht?
Antworten