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Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo Matthias,
ich denke, dass ich dir auch diese Frage beantworten kann. Meiner Meinung nach, sind diese Ruten und diese Geräte für die Fischerei in kleineren Gewässern gedacht, was jedoch die Ausnahme nicht ausschließt. Hierbei wird in der Regel auf Sicht in kurzen bis mittleren Weiten mit hauptsächlich Trockenfliegen, selten auch Nassfliegen und unbeschwerten Nymphen gefischt.


Das war mir schon klar, trotzdem danke ich dir für die Antwort.
Was ich jedoch gern vom Initiator des Threads gehört hätte, wären folgende Alternativen gewesen -sozusagen als Diskussionsgrundlage :
1. Ich fische nur trocken.
2. Ich fische Trocken- Nassfliege und unbeschwerte Nymphe.
3. Ich fische beschwerte Nymphen mit den entsprechend höheren Ruten-
und Schnurklassen.
4. Ich fische beschwerte Nymphen mit einer 3er Rute und einer 5er Leine.

Letzteres geht nämlich auch,wenn man keine große Entfernung zu bewältigen hat und bietet den Vorteil einer gefühlvollen Fischerei, an deren Ende man deutlich weniger "Ermüdungserscheinungen" feststellt. Auf kurze Entfernungen ist diese Ruten- Leinenkombination wegen der kürzeren und leichteren Rute, die sich zudem stärker auflädt, komfortabler als die übliche Kombination.

Gruß Werner
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Guten Morgen Heiliger St. Gebhard,

kannst Du mir am 13.11. bitte die Beichte abnehmen, ich will mich ändern.:D

TaH
Jochen

Ungelesener Beitrag von Jochen »

Hallo Ihr "Einser",

ich oute mich hier auch noch mal. Ich fische zwar keine #1, aber standardmäßig eine #2 von Loomis.

Einsatzgebiet: meist kleinere Gewässer, wenig Wind, Entfernungen bis 15m, Trockenfliegen, Aufsteiger, unbeschwerte Nymphen. Einfach deshalb, weil ich diese Fischerei schöner finde.
Aber ich bin kein Purist....wenn es eingetrübt ist, oder ein Fisch im Gumpen tief steht oder...oder...oder gehe ich nicht sofort nach Hause, auch nicht zum Auto und hole mir eine andere Rute, sondern habe in diesen Situationen "auch schon mal" ne Tungsten-Nymhe angeknüpft, mit dieser Gerätekombination sogar schon 6er Wooly Bugger gefischt.
Das ist klar nicht im Sinne des Erfinders, aber (@Werner) geht auf die o.g. Distanz. Ich werfe dann mit langsamer Zugunterstützung, langsam verlängernd, eher geschlenzt mit großer Schlaufe, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass bei "Vollgas mit Doppelzug" die Fliege einfach zu schwer ist und der hohen Schnur-Geschwindigkeit nicht geschmeidig folgt.
Mit leichten Trockenfliegen werfe ich jedoch selbst die 2er auf kürzere Distanzen schnell mit kleiner Schlaufe und Doppelzug.

Wenn ich Wind habe oder sowieso größere Fliegen verwenden möchte (z.B. Daddy Longlegs) benutze ich eine Loop Green Line #3. Die wirft sich auch mit ner 4er Schnur gut.

Stärkeres Gerät als 2-3 benutze ich inzwiscen ausschließlich zum Streamern, dann nehme ich meine "steife" Loomis #5 mit ´ner 6er Schnur und fische damit meistens auch auf Hechte (mit kleinen Streamern Gr.2-4).

Und zum Drill: Mein Eindruck sit, dass meiner sehr elastische 2er Rute die Fische eher schneller ermüdet als die eher härteren Ruten, die ich früher in den höheren Klassen gefischt habe.

Schön, dass es noch mehr Gleichgesinnte hier gibt!
Jochen
cgx

Ungelesener Beitrag von cgx »

Das sind die angenehmen Seiten des Forums: ein paar klärende Sätze und man ist wieder am Thema. Danke Harald, Deine Einschätzungen sind nur zu wahr sind aber, denke ich, "klassenübergreifend". Neben den zu dünnen Vorfächern sollte auch mal die Hakengröße betrachtet werden. Ab einer gewissen "Kleinheit" ist es, m.E., ein Foltergerät. Werner hat wegen meiner Nicht-Antwort auf seine Frage einen gut bei mir. In diesem Zusammenhang, bis 5 (inkl.) fische ich nur trocken.
Einen entsprechenden Knoff-Hoff-Transfer erhoffe ich mir durch meine Anfrage.

Danke für die PNs und nie vergessen: Der Dschungel ist überall!
squid77
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Ungelesener Beitrag von squid77 »

Die stärken der Ruten liegt jedoch darin, besonders heikle Fische in ruhigen Gewässern mit wenig Strömung gezielt anzuwerfen. werden.


@Matthias Meyer

Irgendwie habe ich da noch nicht ganz den Durchblick, ich kann doch auch mit meiner 4er oder 5er einen Fisch gezielt anwerfen und dies mit 12er Vorfach...?

Eine dumme Frage vielleicht, aber ist denn eure Reichweite nicht geringer als mit meiner 4er? Ich fische meist in einem etwa 20-30Meter breiten Fluss. Somit kann ich alle Fisch mit einem geringen Aufwand an waten erreichen.


Pascal
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo Pascal,

mit deinen oben genannten Fakten hast du schon recht, jedoch darfst du einen ganz wichtigen Punkt nicht vergessen, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, wenn eine 4er oder eine 0er Schnur sich aufs Wasser auflegt.

Gerade an Gewässern, wie z.B die Sinn im Spessart, die sehr stark überfischt ist, konnte ich diese Erfahrung machen. Du kannst natürlich den selben Effekt erzielen, wenn du ein überlanges Vorfach verwendest. Mit ultraleichten Gerät macht es mir persönlich mehr Spaß und du kannst die Scheuchwirkung trotz normal langem Vorfach auf ein minimum reduzieren. ;)

TL Matthias
Zuletzt geändert von Matthias M. am 02.11.2004, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
ich fische möglichst leicht, aber als Freund des Filigranen sollte man folgendes nicht vergessen :
aber ich habe keinen Druck unbedingt etwas zu fangen und keine Lust mit " Plumpsnymphen " die Fische zu bombardieren, wenn sie nicht aktiv sein sollten .


In der "privilegierten" Situation, in der der Verfasser dieses Zitates ist, befindet sich die Mehrheit der Fliegenfischer leider nicht. Zu meiner "Hausstrecke" mit dem kürzesten Anfahrtsweg fahre ich 40 km, und an dieser Strecke stopfen die Forellen sich mit den massenhaft vorkommenden Flohkrebsen voll, steigen nur ganz selten, und aufgrund der Gewässereigenschaften kann man keine Fische sehen und dementsprechend gezielt anfischen.
Dorthin zu fahren und bei nicht aktiven Fischen wieder umzukehren, mithin mein Fischen auf die wenigen Stunden, wenn die Fische "zufällig" steigen,
zu beschränken, überfordert meine zweifellos vorhandene Neigung zum Filigranen, sodass ich mich in der Situation befinde, hier nach Kompromissen suchen zu müssen. Dazu zählt eben auch die beschwerte Nymphe. An einem anderen Wasser fische ich fast ausschließlich trocken, weil es da geht.

Der langen Rede kurzer Sinn : Ausschließlich klein und nur oder überwiegend trocken zu fischen setzt voraus, dass man relativ problemlosen Zugang zu einem entsprechenden Gewässer hat.

Alle anderen müssen m. E. nach Haralds Devise fischen : So klein wie möglich und so groß wie nötig (sinngemäß). Und es macht wenig Sinn, auf die Verwender solcher "Plumpsnymphen" pauschal herabzuschauen, genau so wenig, wie die andere Seite als Tierquäler anzuprangern.

Feines Fischen macht Freude, aber nicht jeder hat die Möglichkeiten dazu.

Gruß Werner
cgx

Ungelesener Beitrag von cgx »

... unabhänig von meiner o.g. "Bedenklichkeit" in Bezug auf zu kleine Haken, in welchen Haken-Größenbereichen fischt ihr eure "Kleinen"? Dabei finde ich weniger das "was-hält-aus" wichtig als das "was-üblicherweise". Da ich selbst in diesen Klasse-Regionen nur trocken fische würde mich auch interessieren, was für "Abtaucher" (Nymphen usw.) ihr verwendet. Meine Muster erfahren von mir zwar ein Eigenlob bis zum Aberglauben, haben mir allerdings schon manchen faszinierenden Tag beschert: es sind durchweg 18-20er, Gnats bzw. Varianten, Adams (Teufel ist die für mich in der Größe 20 schwer zu binden) und CDC Duns.

Bis auf weiteres ...
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo cgx,

ich glaube meine meist verwendetste Fliege ist auch die Adams in Größe 20 (ist halt die Standard-Trockenfliege schlechthin), wobei ich die alte gute Hexe auch nicht verachte. Mit CDC Trockenfliegen habe ich die Erfahrungen gesammelt, dass sie sich eigentlich auch in sehr großen Größen (bis etwa Maifliegenimitation) mit den leichten Geräten noch sehr gut werfen und präsentieren lassen.

Mit Nymphen und Nassfliegen habe ich so gut wie keine Erfahrungen gemacht.

Da ich mich oft an sehr überfischten Gewässern herumtreibe, habe ich viel mit sehr kleinen Midges (Größe 24-28) herumexperimentiert. Gerade aber bei diesen Fliegen habe ich eine Menge Nachteile gesammelt. So z.B sind die Hakeigenschaften bei der Äschenfischerei sehr gering. Bei Bachforellen hingegen hakten und faßten die Kleinen sehr gut.

Jedoch ist der ausschlaggebende Punkt, warum ich die "Minis" nur in den seltensten Situationen verwende, dass es recht schwierig ist, den Haken der Kleinen aus dem Fischmaul zu entfernen.

Hingegen der Fachpresse konnte ich bei Bachforellen kein Ausschlitzen oder Aufreisen des Maules feststellen! Der ernorme Vorteil der "Minis" ist halt, dass auch sehr scheue Fische ohne Zweifel die Fliegen nehmen.
Hierbei ist mir aufgefallen, dass es gar nicht so sehr auf das Muster selber ankommt, sondern auf die genaue Größe der Fliege. Top Muster sind hierbei auch graue (Adams) und schwarze Muster.

Welche Vorfachspitzen verwendet ihr für eure leichten Ruten?

TL Matthias
Zuletzt geändert von Matthias M. am 06.11.2004, 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
@royal coachman
Wogegen ich mich aber wehre und das massiv, ist das Verhalten der Fliegenfischer am Wasser.

In dem Punkt sind wir uns einig. Auch an meiner Hausstrecke gibt es "Fliegenfischer", die nur eine Methode kennen und können : Rein in den Fluss, die schwere Nymphe schräg stromab, herum treiben lassen, zwei Schritte weiter gehen und das Ganze von vorn, und das dann über eine Strecke von 500 Metern.

Zur Fliegengröße bei der Trockenen : Ich fische Imitationen in der Regel in der Größe, die den gerade schlüpfenden Insekten angemessen ist, d.h.
die meisten Baetis-Imitationen ab Frühjahr auf 16er im Herbst auf 18er, BWO 18er, Pal Morning und Evening Duns ( auch Baetis)in 18er und 20er, im Sommer Imitationen von Epeorus assimilus und Hepthagenia auf 12er
und Adams als Allroundfliege 12er und 14er. Sedge-Imitationen zwischen 12 und 20, Midges zwischen 14er und 22er. Nymphen: Goldkopf Hasenohr, Pheasant Tail von 14 bis 18, Baetisnymphen in 18er und große Steinfliegennymphen ( 8er bis 12er ) Segdepuppen in versch. Varianten.

Ich halte es für wichtig, nicht unter allen Umständen mit kleinen Fliegen zu fischen, weil zu oft der Äschen- und Forellenkindergarten "unnötig" gefangen wird. Meiner Erfahrung nach lassen sich selektive größere Fische mit einer größeren Portion leichter nach oben locken. Kleinstfliegen setze ich nur ein, wenn ich davon ausgehen kann, dass ich nicht andauernd eine Miniäsche vom Haken lösen muss.

Gruß Werner
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