Spinnangler: wir müssen draussen bleiben.

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rgermo
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Spinnangler: wir müssen draussen bleiben.

Ungelesener Beitrag von rgermo »

Hallo liebe Angelkollegen.
Ich bin wie man unschwer erkennen kann, neu hier und möchte dennoch gleich einen eher selbstbemitleidenden und heftig langen Beitrag hier einstellen. Ich hoffe das ist gestattet.

Nach jahrelanger beruflich bedingter Angelabstinenz gehe ich nun öfter wieder raus zum fischen. Durch die Nähe meines jetzigen Wohnortes (Rheinhessen) zum Rhein, bin ich im Moment eigentlich meistens am Rhein mit meiner Spinnrute unterwegs.
Ich hab das Angeln, vorallem das Spinnangeln mit leichtem Gerät ich will mal sagen von der Pieke auf gelernt. Dh. in Bayern wo die Verwandtschaft wohnt, in kleinen Salmonidengewässern und schwierigen Verhältnissen zielgenau erfolgversprechende Stellen anwerfen,
ohne Widerhaken und nur mit Einfachhaken angeln wegen der kl. Forellen, die auf alles draufhauen,auch auf grosse Spinner, den Fisch auf Zug halten im schnellen Wasser etc..
Für mich ist dies neben dem Fliegenfischen die schönste Art zu fischen, sie ist, wenn man es richtig macht sehr wenig invasiv. Es kommt gar nicht so sehr darauf an großen Erfolg zu haben aber durch die Landschaft kilometerweit zu wandern, mit nur leichtem Gerödel, die Natur und das Gewässer zu beobachten, möglichst wenig aufzufallen und mit der Natur zu verschmelzen das ist ein besonderes Erlebnis. Dies kann mir das Angeln im Rhein in diesem Maße nicht bieten.
Letztlich ist es doch für alle "ernstzunehmenden" Anglerkollegen, egal ob "Fliegenfischer oder Spinnangler die gleiche Freude die uns zu unserem Hobby bewegt: Eine 45er Trutte, die schüttelnd aus der vollen Strömung springt, am leichten Gerät. Die wunderschöne Zeichnung des Fisches wenn es gelingt ihn zu landen, und das beinahe majestätische Bild das der Fisch abgibt, wenn er scheinbar regungslos in der vollen Strömung steht, mit dem Kopfe stromaufwärts gerichtet. Man hat super eingeworfen und der Spinner, zieht auf ihn zu. Dann mit einem schnellen Schlag die Attacke, leichter Anschlag und los geht der Tanz. Hach.. schwärm.. das ist es. Dann nach 3 km intensivem Wandern und Fischen, die Brotzeit auf einer Kiesbank, inmitten unberührter Natur, vielleicht mit einem netten Kameraden. Leute das ist es was es ausmacht.

Kollegen, als Buben haben wir die Forellen mit der Hand gefangen, im eisigen Wasser bis zum Hals halb liegend im Wasser, in den unterspülten Uferlöchern ( da stehen sie oft) ganz langsam hingewatet, 10 min. gewartet, dann vooorsichtig mit den Händen in die Höhlung reingefühlt. Ahh, da steht eine. Man konnte sie streicheln ob ihrs glaubt oder nicht, sie schreckten nicht auf wenn man es ganz langsam macht.
Tja so war das mal, als Bub macht man viele dummes Sachen. Aber man lernt mit der Natur umzugehen. Und mit dem Alter kommt die Liebe zur Natur und der ethische Umgang mit der Kreatur.. Die Erinnerungen kann einem niemand nehmen..

Bedauerlicherweise stelle ich nun fest, daß es mittlerweile beinahe unmöglich geworden ist, für anspruchsvolle kleine Flüsschen und Bäche noch Gastkarten zu erhalten als Spinnangler. Meisst sind die Strecken fest in Vereins- oder privater Hand, es werden keine oder "nur" Fliegenfischerkarten ausgegeben.

Den letzten Frust habe ich mir beim letzten Besuch eines Verwandten im Allgäu abgeholt. Keine Gastkarten für die fischreiche Wertach, Iller etc.. "Jo wenns a Woch bei uns einmieten da kann man dann scho was machen, i kenn den besitzer aber nur mit Fliege und der Fisch darf nicht entnommen werden", usw...
Ja sauber.
Ich find das einfach nur so traurig, ich seh ja ein das die Gewässer zu schützen sind, ich hab auch nichts gegen eine Limitierung der Karten, aber einfach nix zu machen.. schleich di´ Preis..
Eines meiner letzten Refugien der weisse Regen von Kötzting bis zur Mündung ist nun auch zu..das Fischrecht gehörte einer alt-ehrwürdigen Dame, Fr. Höcherl . Die gab Karten aus, für nen gefangenen Hecht gabs ´ne Freikarte und ein Bier, das war schön.. leider ist die Dame nun altersbedingt abgetreten und das Recht Karten auszugeben an einen verw. Pensionsbesitzer übergegangen. Der gibt nur noch an seine Gäste aus und nur mit der Fliege und C&R .. super.

Also ich hoffe ich hab Euch nicht gelangweilt, aber das Thema macht mich ziemlich traurig, für mich ein enormer Verlust an Lebensqualität. Mir geh es auch darum eine Lanze zu brechen für das unterbewertete, wenn richtig betrieben,"seriöse"Spinnfischen.

Ich werd mich auch mal mit dem Fliegenfischen beschäftigen, ich war nur bislang der Ansicht, es macht nur dann Sinn wenn man ein Hausgewässer o.ä hat und oft gehen kann. Sonst lernt man es nicht richtig, dachte ich.

Ich bitte um Meinungen der "eingefleischten Fliegenfischer" und möchte mich noch einmal für den lang geratenen Beitrag entschuldigen.

Liebe Grüße an alle Fliegenfischer und alle Leute die den Respekt for diesen königlichen Fischen nicht verloren haben.
Ralf Germowitz
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Hallo Ralf,

leider gibt es sehr wenige Spinnfischer die in der von Dir beschriebenen
Art losziehen.

Solltest Du dich nunmehr fürs Fliegenfischen entscheiden, wirst du
sicherlich die gleiche Faszination erleben.

Mach es,.........nur fange richtig an, d.h. besuche einen vernünftigen Kurs
und kaufe Dir im Anfang halbwegs vernünftiges Gerät.

Lese auch mal die Reiseberichte hier im Forum, Du wirst schnell erkennen
mit welcher Faszination und Begeisterung die Leute Ihre Berichte
verfasst haben.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß mit der Fliegenfischerei und sei Dir
sicher, bereuen wirst Du es nicht;)

Schönes WE und Grüße aus Hamm/Westf.

Thomas
I love Babs
Jürgen Gaul

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Original geschrieben von Thomas aus Hamm
leider gibt es sehr wenige Spinnfischer die in der von Dir beschriebenen
Art losziehen.
Hallo Ralf,

da hat Thomas leider recht, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann: als wir in unseren Vereinsgewässern für Spinnfischer das Abzwicken eines Hakens beim Drilling und das Andrücken der restlichen Widerhaken bzw. die Verwendung von Einfachhaken vorgeschrieben haben, gab es lautstarke Proteste wie: "Da verlier ich ja einen Haufen Fische im Drill" oder "Jetzt brauch ich wegen dieser Vorschrift auch noch 2 Garnituren von Spinnern - eine für hier und eine für den Urlaub".

Wie auch Thomas kann ich Dir also wirklich nur empfehlen, mit der Fliegenfischerei anzufangen.

Viel Erfolg dabei wünscht Dir
Jürgen
rgermo
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Ungelesener Beitrag von rgermo »

Naja, solche Leute haben wohl nur den Erfolg, gemessen in Fischmetern im Auge. Die haben nichts verstanden. Solche wollt ich auch nicht am Wasser.

Natürlich kommen mehr Fische ab, das liegt aber auch am Vermögen des Spinnanglers. Ich bin möglicherweise untypisch aber nach kurzem Bedauern über den verlorenen Fisch kommt bei mir so etwas wie Respekt hoch für die Flucht des Fisches und manchmal bleiben sie noch einen Moment stehen als wollten sie sagen: "Sieh her, so einfach ist es doch nicht". Was für ein Fisch! Die Erhöhung der Chance für den Fisch ist ein sportliches Mittel.
Es ist wohl so wie Ihr sagt. Leider kann man die Leute schlecht unterscheiden. . In den Köpfen der Angelvereine existiert sicher so ein Bild des durch das Unterholz brechenden überall in den Bäumen Schnur und Spinner hinterlassenden Asso Anglers dem es nur um max. Ausbeute geht. Oder so..
Am Weissen Regen war ich auch schon mit Fliegenfischern im Kontakt, wenn er fing wars bei mir mau, und umgekehrt.. Zuerst war die Arroganz doch zu spüren, später dann kam man ins Gespräch, auch weil er sah wie man auch Spinnfischen kann. Ich finde die Methoden können sich ergänzen.
Leider bekommt man keine Gelegenheit e unter Beweis zu stellen, das man waidgerecht angeln kann..

Also: Ich werde mich auch dank einiger aufmunternder Beiträge hier dann doch mal intensiv mit der Fliege beschäftigen. Sobald der berufl. und familiäre Leidensdruck nachgelassen hat werd ich mich aufmachen und vielleicht eine Schule oder so besuchen.
Lieber wäre mir jedoch, einen netten Kollegen zu finden der mich Newbie mal an die Hand nimmt und mir einen Einstieg in die Kunst vermittelt. Wenn die Chemie dann stimmt, kann man vielleicht auch mal zusammen über ein langes WE irgendwo in einer Pension einmieten und zusammen auf die Pirsch gehen. Ja, das werd ich probieren. In der Zwischenzeit werd ich mich mit Lesen und Forenlektüre über Wasser halten und über den Winter retten.
Danke schon mal.
Ralf
Edit wegen Tippfehler und Ergänzung.
Zuletzt geändert von rgermo am 27.08.2004, 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Hallo Ralf,

habe bei Deinen Schilderungen geschmunzelt, denn diese Erlebnisse kennen doch die meisten von uns aus eigener Erfahrung. Die einen haben sich als junge Schwarzfischer bibbernd unter Brücken verstecken müssen, andere haben die köstlichen Forellen mit anderen Jungs gleich im Wald auf dem selbstgebauten Holzgrill verspeist. Die spätere Entwicklung vom Wurm- bzw. Spinnfischer an kleinen und mittleren Wiesenbächen hin zum verrückten Fliegenfischer im Süß- und Salzwasser ist bei vielen von uns zwangsläufig so gekommen.

Mein Tipp: Lass die Finger vom Fliegenfischen!!!
Du sparst jede Menge Geld, hast keinen Ärger mit der Regierung und musst Dich auch nicht mit anderen verrückten Zeitgenossen in den abgelegensten Ecken zum Fischen treffen. Diesen Stress und die Hektik solltest Du Dir ersparen! :suprise: ;) :D

Wahrscheinlich kommen meine warnenden Worte aber schon zu spät, da Du Dich im Moment infizierst! Der Fliegenfischer-Virus ist weder harmlos noch kannst Du ihn mit irgendwelchen Mitteln in den Griff bekommen. Die Erkrankung geht sogar soweit, dass Du Dich mit anderen Kranken regelmäßig triffst. Nationalitäten, oder berufliche Tätigkeiten werden zur Nebensache, Euch interessieren dann eher die raffinierten Bindetechniken für Parachutefliegen, der Aktionsgrad verschiedener High-End-Gerten oder diverse Trickwürfe an aussichtslos wirkenden Gewässerstellen.
Du lernst viele Leidensgenossen kennen und wenn die Chemie stimmt, bist Du mit denen unterwegs, Du fischst, hast Spaß und das gemeinsame Erleben mindert Dein Leiden als Fliegenfischer.

Anfangs willst Du vielleicht viele Fische mit der Fliege fangen, im nächsten Stadium möglichst große Fisch und ab dem letzten Stadium wirst Du zum richtigen Fliegenfischer! Was Du mit Deinen Jugenderinnerungen beschreibst, passiert Dir beim Fliegenfischen auch, d.h. die Lausbuben sind älter geworden, doch das was wir heute mit dem nötigen Hintergrund am Wasser erleben, ist genauso faszinierend geblieben wie früher. Die Achtung vor der Kreatur und den respektvollen Umgang mit den wertvollen Ressourcen kann Dir niemand beibringen. Das kommt von Dir selbst, oder es kommt nicht.

Das fachliche, den Umgang mit unseren Geräten und Materialien, das kannst Du in Kursen oder in den erwähnten Selbsthilfegruppen (Fliegenfischer-Stammtisch) lernen. Hier findet oftmals generationsübergreifende Arbeit statt, denn Alte lernen von Jungen und umgekehrt.

Ich schätze, dass Du auch in Deiner Gegend Gleichgesinnte triffst.

Gruß, Olaf
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Original geschrieben von marioschreiber
Toll, wird hier schon wieder gelöscht ?
Wird mir langsam auch etwas zu heftig:(
I love Babs
marioschreiber

Ungelesener Beitrag von marioschreiber »

Sagt mal kann den Olaf nicht mal einer bremsen ?
Kommentarlos löschen, und dann auch nur teilweise, damit es jeder merkt !?
Was passt dem herrn Moderator denn nicht ?

Wenn das so weiter geht, dann könnt ihr mich hier löschen :(
marioschreiber

Ungelesener Beitrag von marioschreiber »

In anderen Foren versuchen die Mods mit mahnenden Worten die Diskusionen in die richtige Richtung zu lenken. Das geht ! Sollte man mal versuchen !
Was spricht gegen einen kurzen Komentar? Würde der Stimmung hier auch zu gute kommen !
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

@ Ralf
Hallo,
obwohl ich selber vom Spinnfischen komme, stelle ich leider heute fest, dass die Spinnfischer, die mir am Wasser begegneten, viel mit dem Gerät am Ende ihrer Leine gemeinsam hatten.
Aber wenn du gute Gewässer suchst, die gibt es noch im Erzgebirge. Da durfte ich mich unlängst davon überzeugen, dass an der Zschopau, der Flöha usw. sowohl für Fliegenfischer als auch für Spinnfischer ( aber nicht mit Drilling ) die Welt - auch preislich- noch in Ordnung ist.

Gruß Werner
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Original geschrieben von marioschreiber
Sagt mal kann den Olaf nicht mal einer bremsen ?
Kommentarlos löschen, und dann auch nur teilweise, damit es jeder merkt !?
Was passt dem herrn Moderator denn nicht ?

Wenn das so weiter geht, dann könnt ihr mich hier löschen :(

@ Mario:

Komme vor einer Stunde nach Hause und muss mir diesen Mist ansehen. Thilo und Horst unterstellen mir, dass ich ihre Beiträge gelöscht oder bearbeitet hätte. Nach meinem Beitrag am Freitagabend 18.16 Uhr sind wir zu Freunden gefahren und jetzt muss ich mich bei Euch für die nachfolgenden fingierten Beiträge rechtfertigen. Glaube mir, ich habe mit diesen Postings nichts zu tun, die Bearbeitungszeilen mit meinem Namen sind falsch und können nicht von mit stammen.

Es geht mir an dieser Stelle definitiv zu weit!!

Wir werden uns bei den einschlägigen Postern revanchieren.


Gruß, Olaf
Thilo (NRW)

Ungelesener Beitrag von Thilo (NRW) »

Ja ne ist klar.
Wahrscheinlich war es die gute Forumfee, die das Niveau des Forums aufrechterhalten möchte – so wie bei den anderen ca. 50 gelöschten Beiträgen und Theads der letzten 2 Wochen auch. Es war jeweils niemand zuhause und verantwortlich.
Normalerweise ist ein Forum ein Allgemeingut und lebt von seinen Mitgliedern ………..

Jetzt noch mal mein Beitrag (sogar etwas ausführlicher) – in der Hoffnung auf eine längere Halbwertzeit (trotz Kritik):

-------------------------------
Hallo,

ich bin der Meinung, dass sich einige wenige Spinnfischer am Wasser durchaus positiv verhalten, aber die meisten gehen mit der Ressource „sensibles Ökosystem“ nicht besonders schonend um. Es sind jedoch nicht nur Spinnfischer, die sich so verhalten. Immer mehr Fliegenfischer drängen an die Gewässer und verhalten sich wenig vorbildlich. Da werden genauso Jungfische verangelt, ja sogar speziell auf diese gefischt. Es ist halt schwieriger mit der Fliege eine größere Forelle als den Kindergarten zum Anbiss zu überreden. Spaß macht auch der Kindergarten, jedoch leidet er genauso, wie wenn es sich an einem Spinner mit angedrücktem Einzelhaken vergreift. Auch von Fliegenfischern wird die Vegetation zertreten, aber viel schlimmer: Nach der Forellenschonzeit wird munter durch die Laichbetten anderer, später laichender Salmoniden getrampelt, denn als Fliegenfischer muß man ja mitten im Wasser stehen – das gehört sich so und muss auch so gemacht werden – jawohl!
So etwas hat ein Spinnfischer gar nicht nötig, da er die meisten Stellen auch vom Ufer aus erreicht. Anders als viele Außenstehende denken, gibt es unter Fliegenfischern einen großen Anteil an Schädlern, die alles Maßige auf den Kopf hauen.
Mit dieser Einstellung kann man nicht auf Spinnfischer herabblicken. Gott sei Dank gibt es auch noch wenige Fliegenfischer, die nicht ihr Fanglimit ausschöpfen – auch wenn sie es könnten. Den meisten muss jedoch mit der Vorschrift „C&R“ ein Riegel vorgeschoben werden.
Bitte nenne man mir den Unterschied, den ein Fisch empfindet, wenn er einen 2er Streamerhaken durchs Maul getrieben bekommt im Vergleich zum Einzelhaken am Spinner.
Worin unterscheidet sich Streamerfischen vom Spinnfischen? Ist es nur so, dass Streamerfischen legal und Spinnfischen an den meisten Salmonidengewässern verboten ist, oder gibt es auch noch etwas anderes? Ach ja: Streamer werden mit der Fliegenrute geworfen.

Ganz ehrlich muss ich aber gestehen, dass es nur sehr wenige Spinnfischer gibt, die so wie Ralf fischen. Meist werden weder Drillingshaken entfernt, noch Widerhaken angedrückt. Diese „normalen“ Spinnfischer verangeln natürlich fast jeden Jungfisch und machen durch ihre Haken ein Zurücksetzen oft unmöglich. Mit dieser Art zu fischen können sie ganze Bäche in kurzer Zeit fischleer machen.
Natürlich kann man als Kartenausgeber nicht zwischen dem „guten“ und „schlechten“ Spinnfischer unterscheiden, aber genauso wenig kann man das bei Fliegenfischern.

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Spinnfischen mit Einzelhaken und angedrückten Drillingen einzuwenden, auch wenn man dann als Fliegenfischer öfter, aber nicht immer das Nachsehen hat. Wie sehr ihr die Sache?

Grüße
Zuletzt geändert von Thilo (NRW) am 15.12.2004, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
T.Z..

Ungelesener Beitrag von T.Z.. »

Hallo Thilo,

ich kann mich dir in beiden Punkten - löschen von Beiträgen und Antwort an Ralf - nur 100% anschliessen. Mal gespannt wie lange dein Posting stehen bleibt. Schätze es wir den Mittag nicht überleben.

Beste Grüße,

Thomas
rgermo
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Ungelesener Beitrag von rgermo »

Es freut mich das dieses Thema Spinnfischen von vielen doch durchaus differenziert betrachtet wird. Danke für die Beiträge Thilo und alle , ebenso hab ich mich sehr über den Post von Olaf gefreut.

Ging wohl einigen so. Mit blauen Lippen gewartet bis der Bauer wieder weg war, dem das Stück gehörte..

Grüße Ralf
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Ralf,
wie Olaf schrieb:
"Die einen haben sich als junge Schwarzfischer bibbernd unter Brücken verstecken müssen, andere haben die köstlichen Forellen mit anderen Jungs gleich im Wald auf dem selbstgebauten Holzgrill verspeist. Die spätere Entwicklung vom Wurm- bzw. Spinnfischer an kleinen und mittleren Wiesenbächen hin zum verrückten Fliegenfischer im Süß- und Salzwasser ist bei vielen von uns zwangsläufig so gekommen. " war bei mir ähnlich.

Heute greife ich ausschließlich zur Fliegenrute. Aber auch hier stößt man gelegentlich an Grenzen, wo nichts mehr geht. Warum dann nicht zur Spinnrute greifen?
Übrigens weise ich bei meinen Fliegenfischerkursen die Teilnehmer immer darauf hin, auch bei Spinnködern die Drillinge durch Einzelhaken zu ersetzen. Manchmal kommt dann der Einwand, man verlöre damit mehr Fische, aber es kommt gar nicht selten vor, daß ich die Leute überzeugen kann, es wenigstens zu versuchen. Wenn nur einige Fische dadurch gerettet werden, ist das gut. Jeder verangelte Fisch ist ein Fisch zuviel!

Bei Deiner Einstellung ist es zweitrangig, ob Du mit der Spinn- oder Fliegenrute fischst. Probier das Fliegenfischen ´mal aus. Es wird Dir bestimmt Spaß machen. Und mit der Spinnrute als backup...warum nicht?
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Dirk Janßen
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unberechtigte Vorwürfe an Olaf

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Es ist ziemlich einfach einen Moderator dumm aussehen zu lassen, und
hoffentlich schmeisst MM hier mal ein paar Poster raus.:mad:

Die unterste Zeile habe ich mal als Beispiel kreiert, damit alle verstehen, was ich meine.

TL
Dirk


nicht bearbeitet von Horst oder Thilo am 35.Mai 2004 um Mitternacht
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