Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.
ich habe vor mir eine rute selbst aufzubauen, habe so etwas aber noch nie gemacht. meine frage ist, würdet ihr mir dazu raten oder soll ich es lieber seien lassen.
ich habe mich für einen st. croix blank 9ft #9 (fast aktion) entschieden.
kennt den jemand ?
wäre außerdem nett wenn ihr mir sagt was ich sonst noch alles benötige.
preise und bezugsquellen würden mich auch interessieren.
danke schon mal für den buchtip...
ich würde mir ja gerne jemanden daneben stellen, aber ich hab niemanden:bawling:
leider kenne ich keinen der schon mal ne rute aufgebaut hat.
vergiss dieses Buch! Ich habe es selbst per ebay ersteigert und kann es nur bedingt empfehlen. Besser ist das Sonderheft "Rutenbau" der Zeitschrift Blinker, geschrieben von Herrn Weckesser (CMW).
Ansonsten solltest Du hier auf der Fliegenfischer-Forum den Artikel über den Rutenbau durchlesen, der ist ziemlich komplex und ausreichend . Damit allein solltest Du schon weiterkommen.
Eine Bitte: Leg besonderen Augenmerk auf die Ermittlung des Springpunktes - wie das geht ist im Forum genau beschrieben.
Ansonsten kann ich Dir viel Spass wünschen, das wird bestimmt nicht die letzte Rute sein, die Du baust. Macht irgendwie süchtig.
hab mir gerade das blinker sonderheft besorgt, werd mal schaun ob ich durchblicke. wenn nicht hört ihr von mir. ach übrigens das buch "ruten selber bauen" ist micht mehr verfügbar....
watti: "Ansonsten solltest Du hier auf der Fliegenfischer-Forum den Artikel über den Rutenbau durchlesen, der ist ziemlich komplex und ausreichend . Damit allein solltest Du schon weiterkommen."
Ich habe die Suche nach diesem Artikel aufgegeben...
„Der Blank "springt" nun so, dass der Overlap (weil er härter ist) unten liegt.“
Der Overlap ist doch die steife Seite.
Wieso sollte er unten sein, also dort, wo die stärkste Biegung zustande kommt?
Material geht doch immer den Weg des geringsten Widerstands. Der Overlap müsste also, wenn der Blank gesprungen ist, genau auf der anderen Seite, also oben liegen.
Die steife Seite wäre dann oben und nicht unten.
Zuletzt geändert von Thilo (NRW) am 04.12.2005, 16:37, insgesamt 1-mal geändert.
Der Overlap ist doch die steife Seite.
Wieso sollte er unten sein, also dort, wo die stärkste Biegung zustande kommt?
Material geht doch immer den Weg des geringsten Widerstands. Der Overlap müsste also, wenn der Blank gesprungen ist, genau auf der anderen Seite, also oben liegen.
Die steife Seite wäre dann oben und nicht unten.
Fragt Thilo
Dann wollmer mal die rudimentären Physikkenntnisse herauskramen:
Innenkurve=kleinerer Radius, Außenkurve=größerer Radius!
In der Innenkurve (hier die Rute oben=kleiner Radius) muß sich das Material stärker stauchen, also springt die Seite mit dem Overlap (steifere Seite) nach unten in die Außenkurve!
Original geschrieben von Tante Käthe ... springt die Seite mit dem Overlap (steifere Seite) nach unten in die Außenkurve ...
Falsch, da der Blank zwei Springpunkte hat (Anfang und Ende der Matte), wird die Seite mit dem (einen) Overlap maximal zur Seite "springen", aber nicht nach unten.
Zug- und Druckfestigkeit müssen beachtet werden – klar.
Meiner Meinung lässt sich ne laminierte Matte leichter Stauchen als Strecken.
Jedenfalls wickelt jeder Rutenbauer, der mehr Kraft bei Rückschwung oder Drill, bzw. Köderführung haben möchte die Ringe an die untere Seite, da dies nun mal die weiche Seite ist.
Wer mehr Kraft beim Wurf braucht muss die Ringe auf der harten Seite anbinden, also genau umgekehrt wie in der Anleitung beschrieben.
Zuletzt geändert von Thilo (NRW) am 04.12.2005, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
der Overlap ist unten. Gibt genügend engl. Literatur darüber, wo dies beschrieben ist (einfach mal nach Spine, blank... gooogeln oder auch den Spine finder bei cabelas
Könnt Ihr übrigens ganz einfach an fast jeder Stangenrute ausprobieren: Einfach das Spitzenteil nehmen und mit der Spitze über einer Stuhllehne wie im Bild durchbiegen (das dicke Ende liegt in der Hand). Normalerweise werden sich dann die Ringe wie von Zauberhand nach unten drehen.
@ Matthias - Du hast recht, der Blank hat 2 Overlaps, und beim Rutenbau sollte man den stärkeren herausfinden und entspr. beringen.
Die im Forum beschriebene Methode bietet m.E. hier den besten Kompromiß eine Rute nach dem dominantem Overlap auzurichten, denn das Durchbiegen des Blanks simuliert ja nichts anderes als den gerade beginnenden Vorschwung der Rute während des Wurfes. Hier ist jedes Verdrehen um die eigene Achse unerwünscht, da es im Resultat die Zielgenauigkeit beeinflussen würde.
Die bei der oben beschriebenen Methode auf dem Blank definierte "stabile" Position garantiert somit insbesondere Zielgenauigkeit.
Falsch, da der Blank zwei Springpunkte hat (Anfang und Ende der Matte), wird die Seite mit dem (einen) Overlap maximal zur Seite "springen", aber nicht nach unten.
Richtig ist das ein Blank einen schwachen und einen stärkeren Springpunkt hat.
Anfang und ende der Matte? Stimmt so nicht. Die Matte wird nie exakt und gerade abgeschnitten werden. Gleicher Effekt wenn man eine Schultüte dreht.
Der Overlap zieht sich auch nie kerzengerade über den Blank. Deshalb ist es ganz wichtig an mehreren Stellen zu prüfen und später zu vermitteln.
Der 'Overlap' entsteht auch nicht ausschließlich durch Überlappung. Viele Faktoren haben hier Einfluß und ergeben diesen Effekt.
Zu Overlap oben oder unten kann ich nur sagen: GESCHMACKSSACHE!
Ich habe an mehreren Ruten die Overlaps unterschiedlich plaziert, je nachdem für welchen Zweck ich die Rute verwende. Es ist beides möglich und wird auch beides praktiziert.