Der aktuelle Foto-Report!
Unterwegs in Schwedisch Lappland im Sommer 2025
170 stimmungsvolle Nordland-Reisebilder von Michael Müller

Die Schwedisch-Lappland-Tour 2025 führte mich zur besten Hochsommerzeit im Juli und August für drei Wochen in den hohen Norden. So ging es einmal mehr in mir seit Jahrzehnten gut vertraute Gebiete, aber auch eine 5-tägige Heli-Tour mit meinen langjährigen Freunden Kathi & Peter von Nikkaluokta aus in eine weit abgelegene Gegend stand auf dem Plan, warauf wir uns ganz besonders freuten. Meine weitere Reise führte mich dann erneut in die Region Arjeplog/Adolfström und (Pflicht!) in das schöne Kultsjöan Gebiet.
Unterwegs war ich nach der TT-Line Fährüberfahrt Rostock-Trelleborg rund 6000 Kilometer mit dem Auto, 2x mit dem Heli, etliche Kilometer zu Fuß und mit verschiedenen Wasserfahrzeugen, auch wieder mit meinem Lieblings-Bellyboat mit E-Motor. Genächtigt wurde im Auto, im Zeltlager oder in mehr oder weniger komfortablen Holzhäusern/Hütten.
Zum Fliegenfischen ging es an diverse Flüsse und Seen auf Forellen, Saiblinge und Äschen. Insgesamt war es wieder einmal eine wunderbare Reise mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen. Die fischereilichen Erfolge waren auf dieser Tour jedoch leider eher bescheiden. Dies lag ausschließlich an der gerade vorherrschenden, mehrere Wochen andauernden Hitzewelle. Wir sprechen über Temperaturen von um 30 °C oberhalb des Polarkreises und im Hochfjell, was auch bzw. besonders in den Bergregionen zu bedenklich hohen Wassertemperaturen führte und allen dort lebenden Forellen und Saiblingen absolut und anhaltend den Appetit verdarb. Was da oben allerdings in Unmengen auftrat, waren Heerscharen von Mücken, die einem bei Hitze und Windstille das Leben unerträglich machten. Sozusagen Kopfnetzpflicht angeordnet... und ThermaCell half im Lager ganz gut... Dafür entschädigte jedoch die unvergleichlich wunderbare Landschaft :-)
Und nun: einfach zurücklehnen und genießen! Für Fragen zu den besuchten Regionen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung (Kontakt siehe ganz unten).
Wegpunkte: Auf der Fahrt in den Norden, ein Rast-Stopp am Badesee tut immer gut, besonders bei der Hitze in diesem Jahr

Wegpunkte: Oft sind es immer wieder die selben, bekannten Orte, wo man am Tagesende nach langer Autofahrt für eine Nacht landet
Wegpunkte: Endlose, einsame Straßen in den Norden: hier macht Autofahren noch Spaß
Wegpunkte: Eine Pizza im Schnellrestaurant an der Straße - die geht immer :-) Hier sind übrigens immer Krautsalat, Kaffee so viel mal will & Cookies ohne Mehrkosten inklusive!
Wegpunkte: Hochsommer in Schweden
Wegpunkte: Der Trappstiegsforsen. Endlich wieder im Kultsjöan angekommen...
Sommerabend am Bergsee mit "Alpenglühen", bei Hochwasser und nur wenig Steigaktivität
Eine hübsche Fario hat sich für die kleine Eintagsfliege interessiert
Dunkler wird es nicht in diesen Nordland-Sommernächten

Nach kurzer Nacht im Auto folgt wieder ein wunderschöner Sonnentag
Schönes Kultsjöan bei Windstille
Das Marsfjäll im Panorama. Weiter geht die Reise nach Norden ...
Im Tal des Vojman

Troll-Gebiet ;-)

Ein kleines Stückchen wildes Wasser am Luleälven bei Porjus, am ansonsten durch Kaskaden von Stauseen und Wasserkraftwerken gebändigten Fluss...



Der Kopf produziert seltsame Gedanken, wenn man einige Minuten lang gebannt in dieses wilde Tosen schaut ...

Eine neue nordische Sommernacht bricht an, diesmal am Kaitum Fluss bei Lappeasuando

Weiter geht die Reise nach Nikkaluokta am Kebnekaise Massiv, welches hier schon aus der Ferne winkt
Die Freunde habe ich auch wie verabredet getroffen, ab jetzt reisen wir eine Woche gemeinsam ...

Der vorbestellte Hubschrauber ist rasch beladen ...
... und schon fliegen wir bei Traumwetter in ein abgelegenes Flusstal in der weglosen Bergwelt des schwedisch norwegischen Grenzlandes
Alles ausgeladen. Ab jetzt heißt es für die nächsten Tage: allein in der Wildnis ...
Das alles "gehört" nun uns für die nächsten 5 Tage ;-)
Doch zunächst heißt es: Lager aufbauen und sichern. Nach der ersten Panne durch böse böige Fallwinde haben wir es doch geschafft, alles gut abzuspannen ...
Was für eine traumhafte Kulisse ...


Meine Freunde und Reisegefährten Kathi & Peter: Eine über Jahrzehnte gewachsene Freundschaft, die gemeinsame Leidenschaft zum Fliegenfischen und Nordland-Begeisterung hat uns einst zusammengebracht... und heute gemeinsam an diesen Platz geführt. Das ist wunderbar! Täglich erkunden wir die Gegend in ausgiebigen Wanderungen. Aber es ist sehr heiß, daher alles sehr mühsam und die Fischerei entsprechend schlecht, selbst in den Nachtstunden, da das zu warme Wasser kaum abkühlt.
Im Lager, im milden Abendlicht
Weit im Osten zieht eine abendliche Gewitterfront vorbei, man hört es leise Grollen ...
Das ausgedehnte Flusstal, welches wir täglich erkunden, ist von einer wunderschönen Kargheit erfüllt und auf den Gipfeln glitzern Schneefelder (die in der sengenden Hitze täglich etwas kleiner werden...)

Hier darf der Fluss noch fließen, wie er schon immer floss... Es ist allerdings in diesem Bereich sehr schwer, eine geeignete Stelle zum Fischen zu Finden. Erst heißt es: Kilometer machen und Rinnen und Pools suchen.
Kathi nimmt eine Abkühlung im Schneefeld

In der kargen Tundralandschaft liegt die Schönheit oft im kleinen Detail



Einige Kilometer oberhalb unseres Lagers rückt das Flusstal wieder enger zusammen und die Schneeberge kommen näher





Wir geben einfach alles ...


Aber bei knapp 30 Grad ist es echt schwierig ...
Es ist so schön hier, dass man eigentlich nie mehr weg möchte ... wenn da nicht:
Wenn den Wind weniger wird, überfallen uns Millionen von Steckmücken :-(
Mit dem ThermaCell-Gerät lassen sich die Biester bis zu einem gewissen Grad vom Lager fern halten
Das Waten im Fluss ist ein "Eiertanz". Große glitschige Steine wechseln sich ab mit glitschigen Platten, tiefen Spalten und Löchern ...
Aber wenn man sich Zeit nimmt und alles schön vorsichtig in Ruhe (und mit dem Watstock!) angeht, dann passt das ...
Drei erfahrene Fliegenfischer geben wirklich alles, Trocken, Nass, mit Nymphe oder Streamer... aber bei der Hitze und den hohen Wassertemperaturen gehen nur ab und zu mal eine halbstarke Forelle oder finger- bis handlange Saiblinge an die Fliegen. Alles Größere ist abgetaucht.
Wir genießen dennoch die wunderbare nordische Natur an diesem abgelegenen Ort und das Sommerwetter.









Irgendwann rückte das Fischen dann mehr und mehr in den Hintergrund und wir erwanderten die umliegenden Bergrücken ...





Wenn die vorgesehene Ernährung zum wichtigen Teil aus Fisch besteht bzw. bestehen sollte (z.B. weil man sich an den besten Saiblingsfluss der Region fliegen lässt ;-), dieser aber nicht kommt, wird es bald eng mit dem Proviant ...
Siesta


Eine der wenigen besseren Farios dieses Trips, gefangen und präsentiert von Peter
Schade, bald ist unsere gemeinsame Zeit hier oben schon wieder zu Ende ...
Das Lager wird abgebaut...
Unser "Flug-Taxi" kommt pünktlich und bringt uns zurück in die Zivilisation

Das Kebnekaise Massiv (inkl. Schwedens höchstem Berg)



Wir sind wieder gut gelandet, nun wird der Heli entladen ...
Rustikale Gepäck-Karre, sehr nützlich :-)
Das obligatorische Gruppenbild: liebe Kathi & Peter, es war eine sehr schöne Zeit mit euch, ich hoffe, wir können es bald einmal wiederholen!
Ab jetzt bin ich wieder allein auf Reisen. Ich fahre ein kleines Stück nach Süden und nächtige in Laxforsen...
Nach kurzem Telefonat mit einer sehr alten Dame kommt diese herbei und ich darf für kleines Geld in diesem interessanten Haus übernachten, welches auch noch das Versammlungshaus und ein Museum beherbergt. Nachts halb 3 werde ich durch einen Mückschwarm geweckt, der wohl durch eine kleine Lüftungsklappe den Weg ins Haus gefunden hat.
Ein herrlicher Sommerabend am Torneälven


Nächste Station ist wieder einmal Jokkmokk, die Hauptstadt der Samen, hier ein Blick vom "Hausberg" Storknabben auf den Ort (empfehlenswerter Ausflugstip! Selbst das im Lappland-Krimi "Toten-Leuchten" von Klara Nordin erwähnte alte (verlassene) Kaffeehaus existiert noch auf der Bergkuppe...)
Pflichtbesuch im Ajtte Sami-Museum


Der Talvatis See in Jokkmokk: hier kann man u.a. Hechte und Regenbogenforellen fangen
Es wird Abend am Luleälven bei Jokkmokk...


... und was für einer !!

Weiter geht die Reise in die Arjeplog Region und nach Adolfström, wo ich die kommende Woche bleiben werde ...
Arjeplog bei Kaiserwetter
So fühlt man sich doch gleich herzlich Willkommen :-)
Mal ausprobieren! Schmeckt ziemlich lecker ...
Wunderbarer, klarer Laisälven


Beeindruckendes Gehörn

Wanderung an bekannte und vertraute Gewässer. Aber auch hier ist das Wasser mit über 20° viel zu warm für eine gute Fischerei... es lädt eher zum Baden ein


Gauto am Abend zwischen den Gewitterschauern
Abendlicher Blick von Adolfström über den Yraft See nach Westen
Heute mache ich einen Bootstag auf dem Yraft.  Diese Idee hatten wohl auch schon "ein paar" andere ...  Es sind aber auch Wanderleute vom nahen Kungsleden darunter.
Auf gehts...
Endlich wieder "Seeluft schnuppern"... Herrlich :-)


Das norwegische Grenzgebirge ist hier immer im Blick. Sollte man auf dem Boot auch im Blick behalten, denn oft zieht schlechtes Wetter aus dieser Richtung heran!




Das Wetter ändert sich, es wird windig und von Westen treiben dicke Regenwolken heran
Neuer Tag - anderer See - neues Glück
Na also !!









... am Bergsee: ein Gewitter zieht auf


Nach dem Gewitter wird es noch ein schöner lauer Abend



Irgendwas bleibt immer auf der Strecke bei solch einem Trip: Zuerst macht ein Handyladekabel durch Steckerbruch schlapp, in einer Gegend, wo es mangelnds Ersatz wirklich ein Problem darstellte, dann bricht (in der gleichen Gegend) mein langjähriger Campingstuhl irreparabel zusammen und hier (siehe oben) haben sich nun auch noch meine Wanderschuhe verabschiedet ...
Weil es so schön ist (und weil es hier so unendlich viele Möglichkeiten gibt), wird der nächste Tag wieder ein Bootstag...

Hier bloß nicht in die Stromschnelle geraten ... aber direkt an der Kante steigen die besten Fische ...




Die Rückreise führt mich nochmals ins Kultsjöan Gebiet, wo der Saxan Fluss eine Kette von Seen bildet und später weiter im Osten zum Angermanälven wird...
... und dort schenkt mir Schwedisch Lappland noch eine wunderschöne Abschieds-Forelle dieses rudherum gelungenen Trips

Wegpunkte: ... der Lödge Älven, der hat Lachse ;-)
Wegpunkte: ... die Fähre geht vorbei an den immer wieder beeindruckenden Steilküstenformationen von Möns Klint. Ich glaub', da sollte ich im Herbst mal wieder hin!

Das war's für heute! Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal!


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(Foto rechts: Moltebeeren, das Sommer-Gold der Fjäll-Sümpfe. Foto: Kathi Arent)


© Ein Beitrag von Michael Müller für www.fliegenfischer-forum.de - Januar 2026. Fotos von Michael Müller und z.T. von Kathi und Peter Arent.
Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Beitrag ist verboten.
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