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| Wer das Meerforellenfischen
einmal für sich entdeckt hat, kommt normal nicht wieder davon los.
Es zieht dich unweigerlich in den Bann und solange einen die Füße
tragen, wird man kaum dem Ruf der Küste und der Fischerei auf die
Meerforelle widerstehen können. Zu dieser Fischerei gehören für
mich aber unweigerlich Freunde, sehr gute Freunde die jahrzehntelang an
deiner Seite stehen, die gleiche Leidenschaft mit dir teilen und dich auf
diesen Reisen begleiten.
Anfang der 90er die erste Tour mit Freund Thomas unternommen, schloss sich im Frühjahr 2025 für mich ein kleines bisschen der Kreis. Unsere allererste Meerforellen Tour führte uns nach Dänemark, genauer gesagt auf die Insel Fünen. Auf der Suche nach dem fischereilichen Abenteuer, fiel uns damals eine Broschüre in die Hände, die sich nannte „Meerforellen Eldorado Fünen“. Wenn ich mich daran erinnere mit welchen Erwartungen wir uns dorthin auf den Weg machten und was wir die ersten Jahre an Lehrgeld gezahlt hatten, das erzeugt heute noch ein breites Grinsen im Gesicht und füllt die Abende mit Geschichten auf unseren gemeinsamen Angeltouren. Und nun im März des Jahres 2025, ging es erneut für eine Woche auf die Südwest Seite Fünens in die Nähe von Bojden. Über Hamburg und Flensburg nach Dänemark fahrend, zweigten wir rasch rechts ab, um über Als nach Finshav kommend, dann dort die Fähre in Richtung Fünen zu nehmen. Nach über 800 Kilometer Anfahrt von Waischenfeld aus und über 1000 Kilometer meiner beiden Freunde Steffen und Matze aus Stuttgart, ist man froh auf der Fähre, etwas entspannen zu können und die erste Prise Seeluft zu schnuppern. Das Hege.- Pflege.- Aufzucht und Besatzprogramm
von „Havørred Fyn“ ist für mich ein beeindruckendes Beispiel
mit wieviel Aufwand, Bemühungen und Leidenschaft, Enthusiasten und
Gleichgesinnte an einen Strang ziehen, um Voraussetzungen zu schaffen,
die den Lebensraum der Meerforelle wieder in den Zustand bringen sollen,
der ihr als idealer Lebensraum über viele Jahrzehnte von Natur aus
gegeben war.
Eben auch dieses Programm hat uns veranlasst die Fliegenrute wieder einmal in Fünen zu schwingen. Den Erlaubnisschein obligatorisch unter „fisketegn.dk“ gelöst, waren wir gespannt was uns erwartet…. Anreise war am Samstag, den 22. März Die Hütte in der Nähe von Bojden war
schon mal perfekt für uns drei ausgestattet. Jeder hatte sein eigenes
Zimmer, Küche und Mobiliar befanden sich in sehr gutem Zustand. Einen
separaten Raum für Wathosen und Utensilien gab es auch dazu. Überhaupt
war das Anwesen in einem sehr gepflegten Zustand. Zuerst einmal richtig
ankommen, nach dieser Devise von Udo Schroeter richteten wir uns in der
Hütte ein, entluden das Fahrzeug und verstauten das Gepäck. Nach
dem Kaffee und hervorragender Linzer Torte die Steffens Mutter jeden unserer
gemeinsamen Urlaube beigibt, gab es den ersten Spaziergang zum Hausstrand,
um zu sehen, wie denn die Lage am Wasser sei. Ruhig lag die See zu unseren
Füssen, glasklar und ein sehr niedriger Wasserstand, schon etwas sehr
ruhig, aber lassen wir uns überraschen ….
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| Unser Ferienhaus
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| Lecker
Linzer Torte
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| Am nächsten Tag
schauten wir uns zuerst an der südwestlichen Spitze unterhalb von
Bojden für unseren ersten Fischertag um. Die Wetterverhältnisse
waren ideal, aber uns bereitete etwas Sorgen, das die Wassertemperatur
immer noch unter 4 Grad Celsius lag. 3,5 bis 3,8 Grad, ziemlich kalt
an den offenen Küstenabschnitten und kein sichtbares Zeichen von Leben
im Uferbereich. Dazu wie gestern Abend am Hausstrand schon bemerkt, das
Wasser sehr klar und der Wasserstand extrem niedrig. Das ist einfach so
beim Meerforellenfischen, wenn du nicht an der Küste wohnst und du
lange vorher deine Woche planen musst, um alle unter einen Hut zu bringen,
ist es wie ein Griff in die Büchse „Pandoras“.
Es kann alles passen, oder aber es wird sehr anspruchsvoll…. Aber hey…der Fisch der 1000 Würfe, da war doch noch was…. Wir fischten zu dritt den Bereich für die nächsten 3 Stunden intensiv ab, hatten aber keinerlei Kontakt. Ein freundlicher dänischer Angler, mit dem wir ins Gespräch kamen, erzählte uns das es momentan an den offenen Küsten kaum Fischkontakte gab, wenn dann eher in den inneren geschützten Bereichen mit ausgedehnten Flachwasserzonen. . |
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| Im Süden
von Bojden
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| Also Standortänderung
und oberhalb von Bojden bei Hesseloje unser Glück versucht. Aber auch
hier leider kein zählbarer Erfolg, Wasser hier ebenso unter 4 Grad.
Der Bereich war gut zu bewaten, die Wassertiefe moderat und die Oberfläche
leicht gekräuselt. Wir hatten uns die nächsten Stunden immer
weiter rechts in den Innenbereich vorgearbeitet und nun auch den ersten
zarten Kontakt, aber noch nichts final gehakt. Die Bedingungen am heutigen
Tag waren doch nicht so schlecht wie mit dem spiegelglatten Wasser gestern
befürchtet, leider hat es dann doch nicht mit dem ersten Fisch geklappt.
Aber das macht nichts, denn endlich wieder in der See zu stehen, die Natur
und Panoramen zu genießen, ist einfach unbezahlbar.
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| Bei Hesseloje
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| Abends wieder in der
Hütte angekommen, lief wie immer alles reibungslos zusammen.
Erst das Getackel abgebraust und verstaut, ging es an das Feuer machen und Abendessen vorbereiten. Als eingespieltes Team ist es jedes Mal eine Freude mit den Freunden gemeinsam am Tisch zu sitzen, gemeinsam zu essen und im Anschluss bei einem guten fränkischen Bier die Pläne für morgen zu schmieden. Lagebesprechung, und Taktik für den nächsten Tag, wie ich das über all die Jahrzehnte liebgewonnen habe. Das Fischen und Erlebnis am Wasser, ist natürlich der eine Teil einer Reise mit guten Freunden, der andere nicht minder wertvolle Teil ist die Gemeinsamkeit mit ihnen. Ich möchte dieses nicht missen und hoffe doch noch einige dieser Abende vor mir zu haben. Die Strategiebesprechung hatte ergeben das wir
es am nächsten Tag zuerst in Dyreborg versuchen wollten. Eine wirklich
sehr schöne Ecke, aber hier angekommen, die Konditionen ebenso ungünstig
wie an den gestrig befischten Plätzen. Flaches Wasser, spiegelglatte
See und dazu heute schönster strahlender Sonnenschein.
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| Dyreborg
– klar und flach ...
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| Null Biss, null Kontakt
…. Also Stellungswechsel und südlich von Faaborg den Fisch gesucht.
Aber auch hier waren die Bedingungen absolut bescheiden. Ein altes Sprichwort
sagt: “Wenn du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!“ Also stellte ich
das Fischen ein, genoss die Sonne und schaute meinen beiden Freunden beim
Werfen zu.
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| Faaborg
–Lagepeilung
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| Aber auch bei ihnen
gab es nicht einen einzigen Kontakt.
So entschlossen wir uns zur Hütte zurückzukehren und uns neu zu sammeln. Nach einer Kaffeepause und Strategie Besprechung entschieden wir uns wieder für den Bereich oberhalb von Bojden, dieses Mal jedoch gleich in den Innenbereich. Tatsächlich ist uns hier das erste Anzeichen von Kleingetier im Wasser aufgefallen. Die See leicht gekräuselt, machte zudem Hoffnung bezüglich der Nahrung im Wasser. Wir teilten uns großräumig auf, um so
auf die Bereiche mit möglichem potenziellem Fischvorkommen zu stoßen.
Und tatsächlich war dieses von Erfolg gekrönt. Sowohl Steffen
als auch Matze konnten ihre ersten Forellen am Nachmittag fangen. Hier
schwammen einige Grönländer herum, der Bann war gebrochen.
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| Hesseloje
- Erster Fang
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| Mir blieb an diesem
Tag der Erfolg leider weiterhin verwehrt, aber als geduldiger Meerforellenfischer
war das kein Thema und ich freute mich für meine beiden Freunde.
Gegen Abend wurde das Wasser wieder spiegelglatt und wir wurden mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt. . |
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| Hesseloje
– Kein Lüftchen weht
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| Sonnenuntergang
Hesseloje
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| Unsere abendliche
Lagebesprechung führte zu dem Ergebnis es am nächsten Tag eine
ganze Ecke weiter entfernt zu probieren. In Tåsinge hatte ich früher
im Herbst schon das eine oder andere Mal mit Erfolg den Bereich um Stenodde
gefischt, und so konnte ich meine beiden Freunde davon überzeugen
es morgen an dieser Stelle zu probieren. Die Vorfreude war groß,
doch um es vorwegzunehmen, natürlich auch hier absolut niedriger Wasserstand
und glasklares Wasser. In dieser Ausprägung hatte ich das bisher noch
nie so oder besser gesagt so lange gesehen, oder ich kann mich jedenfalls
nicht daran erinnern. Die komplette Struktur, die mir so viele Jahre unter
Wasser verborgen blieb, heute auf einen Blick alles sichtbar. Der dritte
Tag, den wir nun unter diesen Bedingungen fischten. Zumal auch hier wiederum
im Wasser kein Anzeichen von Leben zu finden war. Ich habe wirklich gut
Strecke gemacht und in den Bereichen mit Tang darinstehend auch intensiver
gefischt, aber nichts zu machen…. leichtes Zähneknirschen….. und Stellungswechsel
in Richtung Vornæs Skovvej, vielleicht ist es auf der gegenüberliegenden
Seite ja etwas besser.
Dort angekommen war das Wasser dann tatsächlich
an der linken Außenseite, also der wo das Wasser nach Svendborg strömte,
auch etwas trüber. Der innere leicht geschützte rechtsliegende
Bereich war wiederum klar und sehr flach. Und es stellte sich hier tatsächlich
der Erfolg ein, wiederum für meine Freunde Steffen und Matze, die
jeweils eine Forelle fingen. Um die 40 cm groß, durften diese natürlich
selbstredend wieder in die Freiheit. Der Fisch war momentan unter diesen
Bedingungen wirklich schwer zu erarbeiten. Nachdem sich keine weitere Forelle
zum Anbiss überreden ließ, ging es erstmal zur Stärkung
an die Hütte. Wie gut das Hesseloje gleich in der Nähe lag und
wir zum Abschluss des Tages keinen weiten Weg dahin hatte. Und endlich
am dritten Tag, stellte sich auch bei mir der Erfolg ein. Zwei Grönländer,
beide um die ca. 40cm ganz klassisch mit der Polar Magnus gefangen. Nach
1000 Würfen zum Erfolg, was willst du mehr. Auch diese durften selbstredend
wieder zurück in ihr Element. Es kristallisierte sich momentan heraus,
dass wenn Fisch zu finden war, dieser in den flachen dunklen Tang Bereichen
stand. Eigentlich logisch, da sich diese Bereiche schneller bei Sonne erwärmen,
zumal die Temperatur im Wasser allgemein immer noch richtig niedrig war.
Am heutigen Abend gab es viel zu erzählen und beim gemeinsamen Abendessen
hatte man das Gefühl, der dazu gereichte Wein oder das Bier schmeckte
irgendwie besonders gut.
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| Hesseloje
– Fliegenfischer Stimmungsbild
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| Neuer Tag, neue Suche
nach dem Glück….
Nachdem wir bisher ausschließlich in den flacheren Bereichen zum Erfolg kamen, wollten wir der Halbinsel Thorø mit ihren ca. 65ha einen Besuch abstatten. Diese hatte beides zu bieten… Auf der nordwestlichen Seite ging es in Richtung offenes Meer hinaus und dementsprechend auch tiefer, in den inneren Bereichen von Thorø hat es ausgeprägte Flachwasserbereiche mit entsprechenden Blasentangfeldern. Nach so vielen Jahren an der Küste sind wir tendenziell auf der Suche nach der richtig guten Meerforelle, und hofften hier fündig zu werden. Aber halt, wenn wir schon mal in der Nähe sind, dann wollten wir unbedingt der „Denmark Fishing Lodge“ einen Besuch abstatten, bevor es an das Wasser geht. Schon einiges davon gehört, waren wir überaus angenehm überrascht über das gesamte Anwesen. Strategisch ideal wegen kurzen Wegen zum Wasser und vielen Topstellen in der Nähe der Halbinsel Helnæs gelegen, wirkte bereits beim Eintreten, der Innenbereich, Gastraum, Fliegenbindezimmer usw. sehr gemütlich auf den Fliegenfischenden Gast eingerichtet. Wir hatten Glück und konnten Omar den Direktor der Denmark Fishing Lodge vor Ort selbst begrüßen. Man merkt gleich das hier der „Spirit“ des Fliegenfischens, allgegenwärtig ist. Es war sofort eine angenehme freundschaftliche Atmosphäre unter Gleichgesinnten. Ein nettes Gespräch, wer man ist, wo man herkommt, die momentane Situation, fängige Fliegen und natürlich vermeintlich guten Angelplätzen, und all das ohne jeglichen Vorbehalt. Nochmals vielen herzlichen Dank an Omar für seine freundliche und offene Art. Und als mehrmals teilnehmender Fliegenbinder auf der EWF in Fürstenfeldbruck, vielleicht sieht man sich ja auch dort irgendwann mal wieder. Auf dem Weg nach Thorø, machten wir vorher
noch einen Zwischenstop bei der Angelstelle 95 der 117 besten Angelplätze
auf Fünen, Sonderby Klint.
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| Sonderby
Klint
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| Laut der Informationstafel,
die am Klint steht, soll hier bereits eine Meerforelle mit 9,5 Kilogramm
gefangen worden sein, ebenso eine Regenbogenforelle mit 8,5 Kilogramm.
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| Sonderby
- Infotafel 95 | Unten: Sonderby - Infotafel 95 Beschreibung
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| Um es einmal anzumerken,
auch diese Informationstafeln mit der Beschreibung des Angelplatzes entsprang
der Initiative „Havørred Fyn“, verbunden mit dem Angelführer
der 117 besten Angelplätze auf Fünen. Finden muss man den Fisch
natürlich selbst, aber zur Unterstützung und als Informationsquelle,
für viele eine angenehme Unterstützung. Für Luftaufnahmen
und zur weiteren Recherche verwenden wir gerne die Seite „krak.dk“ – „kort“
, die sehr schön mit ihren Luftaufnahmen auch die Strukturen im Uferbereich
unter Wasser aufzeigt.
Am Klint selbst herrschte schon etwas „Betrieb“, war die Stelle doch mit dem Fahrzeug schnell erreichbar. Trotzdem fand jeder von uns dreien noch seinen Platz und fischte diesen konsequent ab. Aber nach einer guten Stunde und wiederum null Kontakt, ebenso bei all den anderen Fischern, entschieden wir uns den Platz zu verlassen und uns auf den Weg nach Thorø zu machen. |
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| Auf Thorø angekommen, wie überall,
Bilderbuchwetter …
Trotz strahlendem Sonnenschein und Lufttemperaturen von 10 – 12 Grad lagen die Wasser Temperaturen immer noch um die 4 Grad, fing es jetzt jedoch ganz langsam an sich zu erwärmen. Aber wie immer bei einer voraus gebuchten und geplanten Woche, lief auch diese Urlaubswoche schon langsam wieder dem Ende entgegen. Im Urlaub läuft die Zeit scheinbar noch schneller, wie sie eh schon rast. Die Halbinsel selbst darf nicht befahren werden und dafür gibt es direkt davor einen großen Parkplatz mit schöner Bank zum Rasten. . |
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| Thorø
- Rastplatz
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| Komplett aufgetackelt,
machten wir uns auf den Weg, um die Insel von Westen aus zu umrunden. Eine
schweißtreibende Angelegenheit bei purem Sonnenschein mit Wathose
und zweilagiger Unterwäsche sich auf den Weg zu machen. Nach ca. 30
Minuten Fußmarsch und halt an der ersten Stelle an der offenen Küste,
stehst du sprichwörtlich im eigenen Saft, und das Ende März.
Wie gut das die Abkühlung im Wasser sofort Wirkung zeigt. Auch hier
das gleiche Bild… etwas erhöht gestanden, konnten wir in die Bereiche
der offenen Küste sehr gut Einblicken, trotz des hier leicht gekräuselten
Wassers.
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| Thorø
– Westseite
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| Thorø
– Auf dem Weg
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| Wir fischten uns die
nächsten Stunden an der offenen Küste von West nach Ost, hatten
aber wiederum null Kontakt. Auch an Fliegen, von Polar Magnus bis Kobberbassen
bis Sandaalmuster, hatten wir nach unserem besten Wissen so ziemlich alles
ausprobiert, was für uns Sinn machte, aber nicht einen einzigen Kontakt.
Ich denke die Situation kennen viele Erfahrene…….. Meerforellenfischen
verlangt einem doch einiges ab und man ist sich der Tage ohne Biss und
Kontakt auch bewusst, aber wenn es dann wieder einmal so weit ist, ja dann
knabbert man doch immer ein bisschen, gerade auch weil die eigene Strategie
dann doch nicht so auf geht wie erhofft. Aber egal, man kennt es ja …
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| Thorø
– Nordseite
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| Thorø
- Wahrzeichen
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| So langsam näherten
wir uns wieder dem Ausgangspunkt der Halbinsel und waren jetzt in den ausgedehnten
Flachwasserbereichen angekommen. Der eine oder andere Fliegenfischer konnte
gesichtet werden und von daher gingen wir davon aus das die Situation hier
üblich, wie an den anderen Plätzen mit Flachwasserbereich war.
Wir unterhielten uns mit einem einheimischen Fischer, der innerhalb kürzester
Zeit mehrere Meerforellen landen konnte.
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| Thorø
– Ausgangspunkt und Innenbereich
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| Aber das hier war
echt Kinderstube, und kontraproduktiv zu den Bemühungen des ganzen
Fünischen Meerforellenprogramms, und so stellten wir das Fischen endgültig
ein. Thorø, eine wirklich schöne Halbinsel mit vielen interessanten
Stellen zum befischen. Unter idealen Bedingungen kann man sich gut vorstellen
hier auch richtig erfolgreich zu sein. Bei uns in den fliegenfischenden
Kreisen auf Meerforelle hat sich mal der Spruch eingebürgert:
„Die Woche davor war gut und auch die Woche danach“, von daher alles normal. Der Tag war überaus kräftezehrend und wir fuhren nach Hause zu unserer Hütte. Nach einem gepflegten Abendessen machte sich Freund
Steffen noch die Mühe für uns zwei Hefezöpfe zu backen.
Die waren wirklich fantastisch und halfen den Kalorien-Verlust des Tages
wieder etwas auszumerzen.
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| Steffens
Hefezöpfe
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| Und natürlich
gab es wieder die anschließende Lagebesprechung, die „nixderwischten“
Fänge diskutiert, das Resümee des Tages, für den morgigen
Tag neu ausgerichtet, Windfinder studiert und Plan geschmiedet, einfach
herrlich.
Der nächste Tag führte uns auf die Halbinsel Helnæs. Jedem Meerforellenfischer, der auf Fünen unterwegs ist, dürfte diese wohlbekannt sein. Es wird über viele Jahre von zahlreichen guten Fängen berichtet und wenn man sich die geographische Lage von Helnæs betrachtet, dann kann man sich gut vorstellen hier einen wirklichen Hotspot zu betreten. |
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Auf
dem Weg nach Helnæs – Eingangsbereich bei Brunshuse
Unseren ersten Stop legten wir aber noch am Festland kurz vor dem Übergang auf die Halbinsel ein. Rechterhand ist ein großer Parkplatz, von dem man aus bequem die Straße in Richtung zu einem Hotel überqueren kann. Links unten am Hotel vorbei kommt man in diesen, ich sag mal inneren geschützten Flachwasserbereich. Nach Norden schauend liegt Brunshuse direkt gegenüber. Wir liefen ca. 25-30 Minuten bis nach hinten durch, um von dort aus wieder in Richtung unseres geparkten Fahrzeuges zu fischen. |
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| Eingangsbereich
Helnæs – Gegenüber liegt Brunshuse
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| Die Stellen schauten
wirklich vielversprechend aus, und weitere 6 Meerforellenfischer, die wir
auf den Weg sichten konnten, ließen uns hoffen taktisch einen guten
Spot gewählt zu haben. Das Wasser war aber auch hier wie an einem
Bergsee, glasklar. Die Bereiche vorne am Hotel sehr flach und sandig, nach
hinten tiefer werdend und auch mit Blasentang durchzogen, machten Hoffnung
an diesem Platz zum Erfolg zu kommen. Ich befischte hinten am Eingangsbereich
des Wassers auf dieser kleinen Landzunge ca. 2 Stunden alles konsequent
und ausgiebig ab, konnte aber keinen Fisch finden. Auch Freund Matze der
hier mit der Spinnrute unterwegs war, landete keinen Treffer. Steffen wählte
eine andere Taktik und hat sich schneller wieder in den Innenbereich vorgearbeitet
und hatte tatsächlich nach ca. zwei Stunden den ersten Erfolg. Er
konnte eine Forelle von knapp 45cm zum Anbiss überreden.
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| Brunshuse
– Steffens Meerforelle | Unten: Dänischer Plunder
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| Auch wieder auf dem
Rückweg in Richtung Auto fischend, konnte ich sehen, dass in etwa
dem gleichen Areal wo Steffen seinen Biss hatte ein weiterer Fischer eine
kleine Meerforelle drillte. Forellen waren also hier, aber ebenso wie an
anderen flachen Bereichen, waren auch hier eher kleinere Exemplare zu finden.
Nach weiteren 2 Stunden am Ausgangspunkt angekommen, war es erstmal Zeit für eine kleine Rast bei Kaffee und dänischen Plunder. Das Gebäck war echt lecker und schmeckte doch deutlich besser und intensiver als den Plunder, den es bei uns zu Hause zu kaufen gibt. Steffen erzählte uns dabei das er noch einen zweiten Fisch landen konnte, aber von der Größe, reihte sich diese nahtlos zu den anderen gefangenen ein. Nach der ausgiebigen Pause setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren nach Helnæs Fyr. |
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| Überfahrt
nach Helnæs in Richtung Fyr
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| Helnæs
Fyr - Parkplatz
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| Das war mal ein Platz
nach meinem Geschmack. Ich fische gerne an der offenen Küste, weil
für mich gefühlt hier die Meerforellen tendenziell in ansprechenderen
Größen vorzufinden sind. Eine steinige Küstenlinie und
ein sehr malerischer Leuchtturm mit Anwesen. Imponiert hat mir das Fenster
eines zugehörigen Gebäudes, das in Nähe des Treppen Abgangs
zur See liegt und von welchem man einen fantastischen Blick auf die Ostsee
genießen kann. Was für Sonnenuntergänge oder aber auch
die Rauhe See wären von diesem gemütlichen und ansprechenden
Platz doch zu beobachten. Die Schönheit mancher Dinge findet sich
oftmals im Kleinen und unscheinbaren wieder, man muss nur ein Auge dafür
haben.
Helnæs Fyr – Abgang hinterm Leuchtturm |
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Helnæs
Fyr –hinterm Leuchtturm
Ein Auge warf ich auch auf die hoffentlich hier herumschwimmenden Meerforellen an der echt toll anzusehenden Küstenlinie. Ich machte gut Strecke sowohl linker- als auch rechter Hand vom Leuchtturm. Perfekte Struktur unter Wasser und an der westlichen Kante beim Leuchtturm auch teilweise etwas rascher tiefergehend in Richtung auf das offene Meer hinaus. Ebenso sehr interessant, die Steinpackung direkt vor dem Leuchtturm. Flächenmäßig wurde alles abgefischt, ebenso den Uferbereich östlich vom Leuchtturm, aber um es kurz zu machen, auch hier nichts, absolut null. Weder bei mir noch bei Steffen und auch Matze, wir hatten alle keinerlei Kontakt. |
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| Helnæs
Fyr –Blick auf den Leuchtturm
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| Zurück zum Parkplatz
bei dem Leuchtturm trafen wir auf mehrere gleichgesinnte Meerforellenangler,
die ebenso wie wir am Verstauen ihrer Utensilien waren. Ein kurzer „Fiskesnak“
gehört natürlich immer dazu und so erfuhren wir, daß einer
der Angler eine seiner Aussage nach Forelle in „ansprechender“ Größe
gehakt hatte, diese aber nicht landen konnte und sie wieder ausstieg. Bei
allen anderen ebenso null, einer von ca. zehn Anglern mit einem Kontakt…..
Die Temperaturen hier an der Küste lagen nun
knapp an die 5 Grad, im Wasser aber immer noch darunter liegend….. jeder
hat ja so seine eigene Meinung zu der Fischerei und gerade, wenn es zäh
ist, dann sucht man ja immer nach den Gründen, Fakt war jedenfalls
das die Meerforellen die Tage, wo wir gefischt hatten, leider noch nicht
so ganz auf Betriebstemeparatur waren.
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| Helnæs
Fyr – Gruß an alle Fischer
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| So machten wir uns
wieder auf den Rückweg, wollten aber nochmal an der bisher fängigsten
Stelle oberhalb von Bojden bei Hesseloje für ein letztes Stündchen
unser Glück probieren.
Und tatsächlich wie auch schon Tage zuvor war das Glück auf meiner Seite und ich konnte wiederum eine Forelle zum Nehmen meiner Fliege überreden. Eine Polar Magnus, die auch schon die Tage zuvor erfolgreich gewesen war, hatte zum Erfolg geführt. Da sich die Größe der Forelle nahtlos in die der bisher gefangenen einreihte, durfte sie umgehend wieder in ihr Element zurück. Schonendes Lösen im Wasser ist selbstredend, wollen wir doch das sie in Zukunft irgendwann vielleicht noch einmal kraftvoll zubeißen kann. Deswegen hier nur der eine oder andere schnelle Schnappschuss im Wasser. Auch Steffen hatte noch das Glück auf seiner Seite und konnte einen Fisch zum Anbiss überreden. In etwa gleicher Größe wie bei allen anderen bisher. Hier hielten sich also beständig die Meerforellen auf, leider war aber nichts zu finden, was von der Größe sich etwas vom Durchschnitt der bisher gefangenen Forellen unterschied. Aber jeder Tag ist trotzdem reich an Eindrücken und bleibenden Momenten und ob du jetzt den dir gewünschten Fisch bei dieser Reise kurz in Händen halten kannst oder vielleicht auch mal nicht, hat keinen Einfluss auf die Wertigkeit oder Schönheit des Angeltrips. Was zählt ist das grundsätzliche Erlebnis mit all den Momenten, die dir in Erinnerung bleiben. Abends in der Hütte haben wir wiederum das Erlebte vom Tag Revue passieren lassen. Ein jeder erzählt seine Geschichten vom Tag, da du ja manchmal so auseinander stehst, dass du gar nicht mitbekommst was denn im Detail bei den anderen so passiert. Da können die Abende auch mal ganz schön lang werden. Die Woche neigt sich dem Ende zu und morgen ist
bereits wieder unser letzter Fischertag. Da wollen wir auf jeden Fall ein
schönes Plätzchen aufsuchen und hoffen das wir nochmal zum Erfolg
kommen.
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| Dyreborg
– Abschluss
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| Matze hatte einmal
zugeschlagen und ich konnte ebenso eine Forelle landen, und eine die sichtbar
klein war, hatte ich noch „long-line“ releast. Auch an dieser Stelle
konnten wir die ansprechenden Größen leider nicht finden, aber
egal wir waren doch alle sehr zufrieden mit dem bisher Erlebten.
Bei einer kurzen Rast saßen wir entspannt am Ufer und ließen uns zufrieden die Sonne in das Gesicht scheinen. War das Wasser am Vormittag noch etwas gekräuselt, schlief der Wind immer mehr ein und die See lag wiederum spiegelglatt vor uns. Letzter Stellungswechsel und wir statteten unseren Hausstrand bei Horne einen Besuch ab. Leider war nun auch hier wieder die See spiegelglatt, somit glasklar und absolut nichts auszumachen. Wir fischten gut eineinhalb Stunden den Bereich durch, entschieden uns aber dann das Fischen einzustellen. Morgen früh war Abreise, die Sachen waren grob zu packen und wir wollten den letzten Abend noch einmal gemütlich kochen und entspannt zu Abend essen. Natürlich nimmt man sich dabei auch die Zeit die komplette Woche noch einmal durchzugehen. Fazit: Eine wiederum
echt schöne Angelwoche mit Freunden, vielen tollen Momenten und Erlebnissen
am Wasser und auch einige Meerforellen die wir überlisten konnten.
Gerne hätte ich mir das Wasser zwei Grad wärmer gewünscht,
etwas mehr Wind und Welle und dadurch auch ein leicht angetrübtes
Wasser. Aber wie bereits am Anfang erwähnt, musst du dich bei den
Planungen auf eine Woche festlegen, wo jeder Mitreisende auch die Möglichkeit
findet, teilzunehmen. Ich persönlich bevorzuge im Frühjahr, wenn
ich mir eine Woche aussuchen müsste, immer die Mitte des Aprils, zum
einen, weil ich der Meinung bin das dann die Temeparaturen im Wasser bereits
stabiler sind und die für mich persönlich wichtigen „um/ab 6
Grad“ erreicht haben sollten.
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| Altes dänisches
Hügelgrab
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| Natürlich gibt
es viele attraktive Reiseziele für den Fliegenfischer in Übersee,
der Karibik und sonst wo auf der Welt, die auf den ersten Blick vielleicht
interessanter, traumhafter und dadurch, ich sag es mal vorsichtig, eventuell
auch die Reise wertiger erscheinen lassen. Meiner Meinung nach steht jedoch
eine Reise zum Meerforellenfischen nach Dänemark was Attraktivität,
Eindrücke durch und mit der Natur, und was auch die Kampfkraft der
Meerforellen anbelangt, anderen Reisezielen in nichts nach, hält sich
doch gerade das Budget für so eine Reise, absolut im Rahmen.
Erlaubnisschein, Fahrtkosten, Hütte und Verpflegung sind sehr überschaubar und die Dänen wirklich liebenswert und überaus freundlich. Ich habe mich bei all den vielen Reisen immer als willkommener Gast gefühlt. Und die nächste Reise für 2026 ist schon wieder grob im Kopf nach Dänemark geplant, wie ich bereits erwähnte, „solange die Füße tragen.“ Ich hoffe ich konnte euch etwas mitnehmen und einige
Eindrücke der Reise vermitteln.
In diesem Sinne
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Mehr Ostsee & Dänemark im Fliegenfischer-Forum: (hier Klicken) |
Ein Bericht von Jürgen Bartsch Alt für www.fliegenfischer-forum.de - Februar 2026. Fotos/Copyright beim Autor. Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Bericht ist verboten. zurück zu Dänemark... | zurück zur Übersicht Reise & Report | zurück zur Startseite |