Das Mysterium der gezogenen Vorfächer
Verfasst: 06.06.2026, 18:21
In einem anderen Thread
viewtopic.php?t=277976
geht es um die Steifigkeit von Polyleadern und es wurde über kleine Unterschiede und ihren Einfluss geschrieben.
Aber es erinnerte mich an meine eigenen Erfahrungen bei der vermehrten Nutzung von gezogenen Vorfächern.
Jahrzehntelang habe ich außschliesslich selber geknotet und war dadurch natürlich genau über den Aufbau meines Vorfaches im Bild.
Wie ist das aber bei gezogenen Vorfächern?
Der Spitzendurchmesser ist immer bekannt, aber schon der Buttdurchmesser wird eher selten angegeben - ganz zu schweigen vom Taperverlauf.
Als ich vermehrt auf gezogene V. umgestiegen bin, habe ich deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Herstellern festgestellt und ich habe mal einige vermessen.
Beim Selberknoten habe ich meistens mit +- 0,50er begonnen und bin bei der Verjüngung mehr oder weniger nach Ritz vorgegangen.
Die Buttsektion variere ich nicht sehr stark, da auch die Fliegenschnurspitzen recht ähnlich sind, unabhängig von den Schnurklassen. Eine 3er endet vielleicht mal auf 0,95mm und die 6er auf 1,05.
Wie sieht das aber bei den Gezogenen aus?
Bei den schon älteren Jenzivorfächern sind auch immer die Buttdurchmesser angegeben. Sie variieren von 0,24 für die 12er Spitze über 0,40 bei der 20er Spitze bis 0,48 für das 0,24er. Welche Logik steckt da dahinter?? Die Fliegenschnurspitzen sind doch eher ähnlich!
Jetzt gabs von Jenz auch geknotete Vorfächer, auch von 0,12 - 0,25 Spitzendurchmesser. Aber der Butt beginnt bei allen mit 0,45! Logik?
Auch die parallelen Spitzenlängen sind bei gleicher Vorfachlänge sehr unterschiedlich lang: Beim 2,8m langen Stroft ist dieser Teil gerade mal 40cm lang, beim Speedline dagegen macht der Spitzenteil die Hälfte des Vorfachs aus!
Dafür ist die Verjüngung von 0,40 auf 0,20 beim Speedline gerade mal 20cm!! lang, beim Stroft sind es ungefähr 1m.
Gezogene V. fangen bei manchen Firmen generel mit 0,45 an - bei anderen mit 0,60. Wieviel macht das aus in der Praxis?
Dazu kommen vielleicht noch unterschiedlich steife Materialien.
Lange Rede....
Ich habe schon so manche Merkwürdigkeiten bei Gezogenen erlebt und verwende heute am liebsten die von Stroft, vor allem die 3,75m langen.
Aus denen schneide ich mir dann durch Kürzen von vorne und hinten was passendes zurecht.
Bei anderen Firmen habe ich auch mal die für mich zu dünne Buttsektion durch ein zusätzliches Stück 0,50 ergänzt.
Ihr seht, nicht nur mit den Fliegenschnüren kann man seine Überraschungen erleben.
Zum Vermessen von Schnüren aller Art verwende ich seit 35 Jahren ein sogenanntes Haarmeßgerät. Das findet Verwendung beim Friseur und jeder Auszubildende muss sich eins zulegen. Da es Nach der Ausbildung eigentlich nicht mehr verwendet wird, kommen die günstig auf den Markt und kosten dann noch ca. 25 - 30E anstatt 100,- Neupreis. Mit dem Teil lassen sich auch sehr gut Fliegenschnüre vermessen.
LG
Reinhard
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geht es um die Steifigkeit von Polyleadern und es wurde über kleine Unterschiede und ihren Einfluss geschrieben.
Aber es erinnerte mich an meine eigenen Erfahrungen bei der vermehrten Nutzung von gezogenen Vorfächern.
Jahrzehntelang habe ich außschliesslich selber geknotet und war dadurch natürlich genau über den Aufbau meines Vorfaches im Bild.
Wie ist das aber bei gezogenen Vorfächern?
Der Spitzendurchmesser ist immer bekannt, aber schon der Buttdurchmesser wird eher selten angegeben - ganz zu schweigen vom Taperverlauf.
Als ich vermehrt auf gezogene V. umgestiegen bin, habe ich deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Herstellern festgestellt und ich habe mal einige vermessen.
Beim Selberknoten habe ich meistens mit +- 0,50er begonnen und bin bei der Verjüngung mehr oder weniger nach Ritz vorgegangen.
Die Buttsektion variere ich nicht sehr stark, da auch die Fliegenschnurspitzen recht ähnlich sind, unabhängig von den Schnurklassen. Eine 3er endet vielleicht mal auf 0,95mm und die 6er auf 1,05.
Wie sieht das aber bei den Gezogenen aus?
Bei den schon älteren Jenzivorfächern sind auch immer die Buttdurchmesser angegeben. Sie variieren von 0,24 für die 12er Spitze über 0,40 bei der 20er Spitze bis 0,48 für das 0,24er. Welche Logik steckt da dahinter?? Die Fliegenschnurspitzen sind doch eher ähnlich!
Jetzt gabs von Jenz auch geknotete Vorfächer, auch von 0,12 - 0,25 Spitzendurchmesser. Aber der Butt beginnt bei allen mit 0,45! Logik?
Auch die parallelen Spitzenlängen sind bei gleicher Vorfachlänge sehr unterschiedlich lang: Beim 2,8m langen Stroft ist dieser Teil gerade mal 40cm lang, beim Speedline dagegen macht der Spitzenteil die Hälfte des Vorfachs aus!
Dafür ist die Verjüngung von 0,40 auf 0,20 beim Speedline gerade mal 20cm!! lang, beim Stroft sind es ungefähr 1m.
Gezogene V. fangen bei manchen Firmen generel mit 0,45 an - bei anderen mit 0,60. Wieviel macht das aus in der Praxis?
Dazu kommen vielleicht noch unterschiedlich steife Materialien.
Lange Rede....
Ich habe schon so manche Merkwürdigkeiten bei Gezogenen erlebt und verwende heute am liebsten die von Stroft, vor allem die 3,75m langen.
Aus denen schneide ich mir dann durch Kürzen von vorne und hinten was passendes zurecht.
Bei anderen Firmen habe ich auch mal die für mich zu dünne Buttsektion durch ein zusätzliches Stück 0,50 ergänzt.
Ihr seht, nicht nur mit den Fliegenschnüren kann man seine Überraschungen erleben.
Zum Vermessen von Schnüren aller Art verwende ich seit 35 Jahren ein sogenanntes Haarmeßgerät. Das findet Verwendung beim Friseur und jeder Auszubildende muss sich eins zulegen. Da es Nach der Ausbildung eigentlich nicht mehr verwendet wird, kommen die günstig auf den Markt und kosten dann noch ca. 25 - 30E anstatt 100,- Neupreis. Mit dem Teil lassen sich auch sehr gut Fliegenschnüre vermessen.
LG
Reinhard