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Hidden Waters
Verfasst: 23.10.2014, 07:12
von Mr. Wet Fly
Soll kein Werbevideo sein.
Sehr schöne Aufnahmen.
http://www.youtube.com/watch?v=GBEegGdU-6M
Gruß Bernd
Re: Hidden Waters
Verfasst: 23.10.2014, 22:05
von greypanther
Danke, Bernd!
Die wunderschönen Bilder lassen alte Erinnerungen in mir aufleben, als ich selbst noch begeistert der Faszination des Fischens an "remote places" erliegen konnte. Nach stundenlangem Gehen über schwieriges Gelände, über Hochmoorflächen und Felsen, winkte am Ende das ersehnte "hidden water".
Nicht immer waren die Fänge kapital, die Freude und der Genuss jedoch sicherlich.
Re: Hidden Waters
Verfasst: 24.10.2014, 07:53
von Mr. Wet Fly
Hallo Klaus,
hatte selbst noch nicht das Vergnügen an solchen Gewässern zu Fischen.
Ich entdecke aber immer mehr Kleinode in der näheren Heimat wo noch keiner Fischen war.
Es müssen ja nicht immer Forellen sein.
Eine Döbelpirsch ist auch was aufregendes.
Gruß Bernd
Re: Hidden Waters
Verfasst: 24.10.2014, 09:26
von Olaf Kurth
Eine wunderschöne Fischerei in unberührter Natur, lieber Bernd,
in den kommenden Monaten versüßen solche Filme die dunkle Zeit.
Sandre hat geschrieben:Es müssen ja nicht immer Forellen sein.
Eine Döbelpirsch ist auch was aufregendes.
Vollkommen richtig, ich erinnere mich gerne an einen scheuen, Ü-60er Döbel, gefangen an der Oberen Eder auf Sicht (ca. 15m entfernt) mit 0,18er CDC. Hardy und Todde waren Zeuge, das war mein Fisch des Jahres!
greypanther hat geschrieben:
Nicht immer waren die Fänge kapital, die Freude und der Genuss jedoch sicherlich.
Danke für dieses Statement, lieber Klaus, das sind auch für mich sehr wichtige Aspekte des Fliegenfischens.
Liebe Grüße,
Olaf
Re: Hidden Waters
Verfasst: 24.10.2014, 22:19
von greypanther
Sandre hat geschrieben:... hatte selbst noch nicht das Vergnügen an solchen Gewässern zu Fischen.
Lieber Bernd, solltest Du je die Gelegenheit dazu bekommen, dann nimm sie wahr! Nach meiner bescheidenen Auffassung stellt diese Art der Fischerei einen der Höhepunkte im Flifi-Leben dar. Nicht nur erfährt und erlebt man neue Dimensionen unseres Sports, sondern diese Fischerei führt uns innerlich nah an den Kern unserer Leidenschaft und auch von uns selbst. Wer je einen stundenlangen Marsch über schwierigstes Gelände zu einem "hidden water", in dem vielleicht nur Forellen von maximal 200 g schwimmen, unternommen hat, weiß was ich meine.
Solltest Du Dich für das Thema näher interessieren, dann würde ich Dir die Lektüre von "Trout From The Hills" von Ian Niall empfehlen. Eine Sammlung authentischer Geschichten der Fischerei an "hidden waters" mit all ihrer Höhen und Tiefen.
Re: Hidden Waters
Verfasst: 24.10.2014, 23:00
von orkdaling
Hallo in die Runde,
ich kann mich hier nur anschliessen, Auch denke ich, hier unterscheiden wir uns von so manchen Kochtopfangler der sich solche Muehen erspart.
Natuerlich entnehme ich auch den einen oder anderen Fisch aber nicht der Trophæhe wegen.
Da entdeckt man beim Pilze sammeln in einem namenlosen Bæchlein ein paar "verdæchtige" Stellen, eine Rausche mit umgefallenen Birken, krabbelt am Wochenende durchs Unterholz, kommt dort fix und fertig an und freut sich ueber ein,zwei Forellen die man dort niemals vermutet hætte.
Und zu hause muss man sich anhøren: "Es gibt doch wirklich genug Plætze um einen ordentlichen Fisch zu fangen"!!!
Meine Antwort lautet dann das jeder Trottel grosse Fische fangen kann.
Gruss
Hendrik
Re: Hidden Waters
Verfasst: 25.10.2014, 17:06
von Mr. Wet Fly
greypanther hat geschrieben:
Wer je einen stundenlangen Marsch über schwierigstes Gelände zu einem "hidden water", in dem vielleicht nur Forellen von maximal 200 g schwimmen, unternommen hat, weiß was ich meine.
Hallo Klaus,
meinst Du vielleicht solche Gewässer?
[url=http://www.fotos-hochladen.net][im ... .jpg[/img][/url]
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Lange Fußmärsche, dichtes Unterholz
[url=http://www.fotos-hochladen.net][im ... .jpg[/img][/url]
Diese Fische sind dann die Belohnung
Solche Gewässer befische ich.
Gruß Bernd
Re: Hidden Waters
Verfasst: 25.10.2014, 21:59
von greypanther
Ja, Bernd, so können sie unter Umständen auch aussehen.
Mir allerdings schwebt bei dem Begriff "hidden waters" ein mehr oder weniger großer See vor, der über Berge, Täler, Hochmoore und Felsblöcke nach mühseliger Kletterei und Kräfte zehrendem Wandern plötzlich vor einem auftaucht und geheimnisvoll ob der (vielleicht) darin verborgenen, schwimmenden Schätze entgegen glitzert.
Solche "Schätze" mit der Fliegenrute zu heben und dem Zauber dieser Gewässer und ihren Landschaften zu erliegen, gehört für mich zu den intensivsten Erlebnissen bei der Ausübung unseres wahrlich nicht an Höhepunkten armen Sports.
edit:
So was in etwa. Sorry, für die schlechte Bildqualität. Die Aufnahme war ursprünglich ein Dia.

Re: Hidden Waters
Verfasst: 26.10.2014, 07:11
von Mr. Wet Fly
Hallo Klaus,
für so ein Gewässer muß man schon einige Anstrengungen in Kauf nehmen, was sicher seinen Reiz hat.
Ich bin aber mit so einen von mir gezeigten Gewässer auch schon zufrieden, da sie mehr oder weniger jungfräulich sind.
Ich kenne wenige, die sich die Mühe machen lange Fußmärsche, teils durchs sumpfige Unterholz, gespickt mit mannshohen Brennnesseln zu bewältigen, um dann mit einer Hand in verdrehter Haltung irgendwie am Baum zu hängen um einen Rollwurf aus zu bringen, um dann ein Rotauge von 15 cm zu fangen.
Gruß Bernd
Re: Hidden Waters
Verfasst: 26.10.2014, 10:28
von Frank.
Zu diesem kleinen See in Irland lockte mich ein winziger Bach, der in die Kurve des Flusses einmündete, die ebenfalls schon im Niemandsland lag, wie der ganze Fluss, an dem ich den ganzen Tag über keinen Menschen gesehen hatte. Brennnesseln gab es dort keine – nur Ginster, Felsen, Ginster, Felsen, Ginster und noch mehr Felsen. Es war wirklich nicht weit, ein Katzensprung, die Krabbelei hat aber gut eine Stunde gedauert.
Der See immer schon in unmittelbarer Nähe, einen Steinwurf entfernt, aber unpassierbar dichter Bewuchs, der immer wieder zum Umkehren und Suchen eines neuen Wildwechsels zwang. Aber dann war ich an einem Ort, an dem ich das Gefühl hatte, dort der erste Mensch überhaupt zu sein. Ein Fuchs blickte mich so neugierig an, als sei ich etwas völlig Neues für ihn, und ein Hirschrudel reagierte kaum anders.
Unschlagbar!
Im Pub habe ich abends gefragt, wie der See denn heißen würde, und habe versucht, seine Lage einigermaßen genau zu beschreiben. Keiner wusste, ob er überhaupt einen Namen hatte. Erst, als ich dann erzählt habe, dass es dort Unmengen von Hechten gab, wussten die Einheimischen, von welchem See ich redete – dorthin ging niemand, weil sich die Angler dort für Hechte noch viel weniger interessieren als wir uns für verfettete Brassen aus dem städtischen Schwänchenteich.
Aber solche Hidden Waters gibt es in Deutschland wohl gar nicht. Das ist der riesige Reiz, den Schottland, Irland und auch ein paar Ecken in England – im Lake District zum Beispiel – auf diejenigen ausübt, die das mal gesehen haben. Der Beitrag von Klaus ließ gleich einen Film bei mir anlaufen.
Euer Frank

- image.jpg (39.96 KiB) 2900 mal betrachtet
Re: Hidden Waters
Verfasst: 26.10.2014, 21:36
von greypanther
Sandre hat geschrieben:Ich kenne wenige, die sich die Mühe machen lange Fußmärsche, teils durchs sumpfige Unterholz, gespickt mit mannshohen Brennnesseln zu bewältigen, um dann mit einer Hand in verdrehter Haltung irgendwie am Baum zu hängen um einen Rollwurf aus zu bringen, um dann ein Rotauge von 15 cm zu fangen.
Diese Leistung und Deine Einstellung zu "deinem" hidden water verdienen allen Respekt, lieber Bernd.
Frank. hat geschrieben:Aber solche Hidden Waters gibt es in Deutschland wohl gar nicht.
Lieber Frank, ich bedauere das ebenfalls sehr. Wenn ich Deiner Aufzählung der Orte, an denen man sich solche hidden waters "erarbeiten" kann, noch einen hinzufügen darf, dann würde ich noch Wales erwähnen. Insbesondere in Snowdonia müssen (zumindest nach den Beschreibungen von Ian Niall) wohl die Mütter bzw. Väter aller hidden waters liegen. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, dort zu fischen.