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Polyleader, Sinktip, wie wirds gemacht?

Verfasst: 27.10.2012, 23:34
von Fliegenbinder
Hallo Forum,

Als Neuling im Fliegenfischen (1. Saison) hätte ich da mal eine Frage:



Bis jetzt habe ich mit einer 9ft, #5 Rute und WF6F mit Trockenfliege oder Goldkopfnympfe gefischt. Vorfach 2,70m aus 0.35er, 0.30er und 0.25er Mono verjüngt, dann Pitzenbauer und 60 cm FC

Beim Nympfenfischen in schnellem Wasser komme ich nicht immer bis runter auf den Grund.

Jetzt verwirren mich die Begriffe "Polyleader" und "Sinktip" etwas.

Gehe ich richtig in der Annahme, das beides zwischen Vorfach und Flugschnur geknüpft wird und das Vorfach auf Tiefe bringen sollen?

Eine sinkende Schnur möchte ich mir nicht extra zulegen, da ich öfter zwischen Trockenfliege und Nympfe wechseln möchte ohne immer gleich die ganze Spule wechseln zu müssen.

Wie wird das in der Regel gehandhabt?

Für Eure Hilfe bedanke ich mich jetzt schon

TL
Torsten

Re: Polyleader, Sinktip, wie wirds gemacht?

Verfasst: 28.10.2012, 01:11
von Marco Reisen
Mit Sinktip bezeichnet man eine Sinkende Spitze, diese kann als Vollschnur sein, zb. RIO Sinking Tip 24 ft dort sind die ersten 7,3 Meter Sinkend das Reartaper und die Runningline sind Schwimmend, oder als Polyleader diese gibt es in verschiedenen Ausführungen und Längen von Schwimmend bis extra Fast Sinking. Polyleader sind meist konisch gezogen, und benötigen nur noch ein Tippet.
Diese werden einfach an die Flugschnur eingeschlauft. Je nach Gewässer, Situation und Gegebenheit kann man aus den verschiedenen Gewichtsklassen schnell das benötigte raussuchen.
Als weitere Möglichkeit an Sinktip sind zb die Roman Moser Vorfächer, diese werden genau wie die Polyleader angeschlauft und ergeben zusammen mit dem Tippet ein fertiges Vorfach.
Diese VF sind aus Geflecht mit eingewobener Beschwerung, oder sogar mit Bleikern.
Vorteil ist die längere Haltbarkeit und die höhere Tragkraft bzw. die Flexibilität an verwendbaren Tippets. Polyleader haben einen Kern aus Monofil der gewisse Tragkraft je nach Modell besitzt und dort kann man dann nur passende Tippets verwenden.
Nachteil der Polyleader, Sinktips ist das Gewicht, dies kann zb. bei einer schon richtig eingestellten Flugschnur/Rute schnell zur Überladung führen.

Für dich, da du angibst das du eine 6er Schnur an einer 5er Rute verwendest kann es schon passieren das ein sehr leicht Sinkendes Vorfach zuviel des gute ist.
Jetzt kenn ich weder die Rute, noch das Gewicht er 6er Schnur, deswegen ist eine Ferndiagnose auch recht schwer.

Nun zu deinem derzeit verwendetem VF. Für das Nymphenfischen suboptimal, auch hier ist die Gegebenheit wieder ausschlaggebend. Beim langsamen flachen Wiesenbach reicht dies aus. Bei einer schnelleren Passage an einem größeren Fluss wiederum nicht. Zum Thema Nymphenvorfach gibt es genügend im Forum zu finden.

Über Polyleader steht auch hier einiges an Informationen
Gehe ich richtig in der Annahme, das beides zwischen Vorfach und Flugschnur geknüpft wird und das Vorfach auf Tiefe bringen sollen?
Ersetze das VF durch Tippet, dann passt es.
Vorfach ist das gesamte inkls. Tippet. Das Tippet ist die Spitze des Vorfaches.
Wie wird das in der Regel gehandhabt?
Nur Ausnahmen haben die Regel !

Re: Polyleader, Sinktip, wie wirds gemacht?

Verfasst: 28.10.2012, 09:12
von Fliegenbinder
Hallo und vielen Dank.

Jetzt bin ich schon um einiges schlauer......


TL
Torsten